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https://deutsch.rt.com/international/41409-diskrete-barbaren-wie-us-beamte/
Diskrete Barbaren: Wie US-Beamte den Krieg gegen Russland planen

Ein Bradley-Panzer im Jahr 2004 im Irak: Total veraltet, brauchen wir etwas neues...

Ein Bradley-Panzer im Jahr 2004 im Irak: Total veraltet, brauchen wir etwas neues…
Beamte aus dem Militär und den Geheimdiensten in den USA konkretisieren ihre Pläne, Russland direkt militärisch anzugreifen. Natürlich geht es auch um viel Geld für die Rüstungsindustrie und die militärischen Apparate.

Die Außenminister der NATO-Staaten haben in diesen Tagen wieder ein lohnenswertes Propaganda-Motiv. Dass die russischen Streitkräfte die syrische Regierung dabei unterstützen, die vom Westen bezahlten Rebellen aus Aleppo zu vertreiben, das sei Barbarei, Apokalypse und Kriegsverbrechen. Wie immer besteht die aktuelle Propagandawelle aus einer Mischung aus Übertreibung und Verschweigen.

Übertrieben dargestellt wird, welche Auswirkungen die aktuellen Kämpfe um den Westen von Aleppo haben. Verschwiegen wird dabei eine fast endlose Reihe von barbarischen Akten, welche die westliche Außenpolitik und ihre Söldner in Syrien begehen. Das beginnt damit, dass Paris, London und Washington im Jahr 2011 begannen, eine friedliche Opposition aufzustacheln und zu bewaffnen und endet nicht damit, dass ihre Schützlinge erst letzte Woche den angebotenen Waffenstillstand ablehnten.

Hinter diesem täglichen Kleinkrieg vollzieht sich jedoch ein anderer Prozess. Die Militärs und Geheimdienstler in den USA können es kaum erwarten, dass Barack Obama endlich seine Amtszeit beendet. Ihre Sehnsucht nach Krieg, und damit nach mehr Steuermilliarden, bricht sich inzwischen konkrete Bahnen. Egal ob es um Syrien, die Ukraine oder einen Atomschlag geht: Hinter den Kulissen arbeitet der militärisch-industrielle Komplex auf Hochtouren.

So berichten Regierungsmitarbeiter dem Wall Street Journal, dass sie hinter den Kulissen erneut an einem Plan B für Syrien arbeiten. Nachdem ihre Alliierten den Waffenstillstand haben platzen lassen, will die CIA den Rebellen mehr Feuerkraft zur Verfügung stellen. Sie wollen „ihre Partner“ in der Region ermächtigen, Waffensysteme zu liefern, die es den Söldnern ermöglichen, russische Einheiten „aus größeren Entfernungen“ anzugreifen.

Start der Minuteman III-Intercontinental-Rakete auf der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien am 25. Februar 2016.

Gegenüber Reuters überlegten amerikanische Beamte, dass Saudi-Arabien und die Golfstaaten nun endlich schultergestützte Raketen und Artilleriewaffen an die Söldner liefern könnten, was diese schon lange verlangen. Nach US-Lesart müssten sich ihre Dschihadistenfreunde „effektiver gegen syrische und russische Angriffe verteidigen“. Tatsächlich habe Washington in den letzten Wochen jede Menge Kriegsmaterial an seine Verbündeten weiterleiten lassen, während die Gespräche mit Moskau liefen.

„Die Saudis haben immer gedacht, dass sie die Russen auf die gleiche Art zurückschlagen, die vor 30 Jahren in Afghanistan funktioniert hat: Indem sie ihre ihre Luftwaffe unschädlich machen und den Mudschaheddin Manpads geben.“

Aber Syrien ist nicht der einzige Kriegsschauplatz und die Dutzenden an Milliarden Dollar für Geheimdienstoperationen sind nur Peanuts, im Vergleich zu dem, was konventionelle Kriegführung kosten kann. Gegenüber dem ‚Center for Strategic and International Studies‘ stellte General Herbert McMaster kürzlich dar, welche militärischen Kapazitäten die Amerikaner zukünftig in der Ukraine und in Osteuropa brauchen.

Die Erfahrung aus dem Konflikt im Osten der Ukraine sei, dass man zukünftig mehr Artillerie mit neuen Arten der Munition benötige. Auf der Wunschliste des Militärs stehen neue Raketen und Mörser. Dazu kommt das gesamte Feld der technischen Aufklärung, von Drohnen bis zu Satelliten. Zudem verfüge Russland inzwischen über entwickelte Fähigkeiten in elektronischer Kriegführung und sei in der Lage, die gegnerische Kommunikation auszuschalten.

Schließlich, und jetzt kommen die großen Summen, sei der amerikanische Bradley-Panzer zwar hervorragend, aber leider viel zu groß. „Wir müssen erneut in die Entwicklung von Kampffahrzeugen investieren“, so General Herbert McMaster. So hätten die Ukrainer es nicht geschafft, auch nur einen einzigen der modernen T-90-Panzer auszuschalten, mit denen die dortigen Aufständischen angeblich operieren. Geht man die Berichte des amerikanischen ‚Army’s Capabilities Integration Center“ durch, so wünscht sich die US-Armee die Mittel für einen kompletten konventionellen Krieg auf europäischem Boden.

Vollkommen veraltet: Ein B-2-Bomber wirft eine B61-11 Bombe zu Übungszwecken ab, Whiteman Air Force Base, Missouri, 1998.

Aber auch das ist selbstverständlich noch nicht das Ende der aktuellen Rüstungsstange. Richtig ins Geld geht die atomare Aufrüstung. Verteidigungsminister Ashton Carter verkündete am vergangenen Montag, dass das Pentagon in den nächsten fünf Jahren 108 Milliarden US-Dollar investiert, um Interkontinentalraketen, ballistische U-Boote und strategische Bomber zu „verbessern“. Er kündigte außerdem an, dass die NATO ihre Atomwaffenstrategie anpasst, um „Russland abzuschrecken“.

Jenseits des Atlantiks, das heißt in Europa, müsse man mithilfe der neuen Atomwaffenstrategie dazu kommen, dass die konventionelle und die nukleare Abschreckung aufgefrischt und besser integriert wird.

„Wir müssen sicherstellen, dass wir Russland davon abhalten können, zu denken, dass sie durch die Verwendung von Atomwaffen in einem Konflikt mit der NATO profitieren können“, so Carter am Montag.

Als daraufhin das russische Außenministerium mit „ernsthafter Besorgnis“ reagierte, insistierte Ashton Carter sogar, dass das „Recht auf einen Erstschlag“ schon immer zur amerikanischen Nuklearstrategie gehört habe. Das sei die aktuelle Doktrin und man habe nicht die Absicht, davon Abstand zu nehmen.

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https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/40716-usa-kaufen-sich-israels-solidaritat/
USA kaufen Israels Solidarität: Milliardenpakt für Atomdeal mit Iran

Ein palästinensischer Bauer neben einem israelischen Panzer bei einer Operation der israelischen Armee in der West Bank, Khirbit, Nablus, Mai 2015.

Ein palästinensischer Bauer neben einem israelischen Panzer bei einer Operation der israelischen Armee in der West Bank, Khirbit, Nablus, Mai 2015.
Die USA haben mit Israel einen neuen Milliardenpakt abgeschlossen. Nach Abschluss des Atomdeals mit Iran vergangenes Jahr versucht Washington, die israelische Regierung mit der umfassendsten Zusage für bilaterale Militärhilfe in der US-Geschichte auf seine Seite zu ziehen. Tel Aviv soll in zehn Jahren 38 Milliarden US-Dollar erhalten.

Im Gegenzug für das milliardenschwere Subventionspaket an das Konto des israelischen Militärs forderte die Obama-Administration weitreichende Konzessionen von Premierminister Benjamin Netanjahu ein. Demnach verpflichtet sich Israel, den Atomdeal der USA mit Iran nicht mehr zu obstruieren.

Dazu gehöre außerdem eine Garantie Israels, keine zusätzlichen Finanzmittel im US-Kongress mehr anzufordern und diese schrittweise auslaufen zu lassen. Ab 2020 müsse Israel die US-Zahlungen verstärkt im Rüstungssektor der Vereinigten Staaten reinvestieren, berichtete das britische Nachrichtenportal „Independent“.

Aus der bilateralen Absichtserklärung geht hervor, dass Tel Aviv 10 Jahre lang 3,8 Milliarden US-Dollar an Hilfszahlungen beziehen wird. Ein ähnlicher Deal der USA läuft 2018 aus. Dieser umfasst jährliche Finanzleistungen Washingtons an Israel im Wert von 3,1 Milliarden US-Dollar. Das Kabinett von Netanjahu versuchte bei Verhandlungen zuvor jährliche Auszahlungen von fünf Milliarden US-Dollar durchzusetzen, schrieb das australische Nachrichtenportal „ABC„.

Israels Chefunterhändler Jacob Nagel besuchte Washington am Mittwoch, um die Unterzeichnungszeremonie vorzubereiten. Das Weiße Haus informierte den Kongress über das Abkommen.

Die Verhandlungen wurden 10 Monate lang geführt, in denen es erhebliche Reibungen zwischen den beiden Verbündeten über das US-amerikanische Atomabkommen mit Iran gab. Israel betrachtet die schiitische Regierung in Teheran, welche eng mit der libanesischen Hisbollah und dem syrischen Präsidenten Baschar al-Assad verbündet ist, als regionalen Erzfeind.

Im vergangenen Jahr ergaben Aufklärungsbeweise der NSA, dass Netanjahu im Begriff war, pro-israelische US-Senatoren und Kongressabgeordnete davon zu überzeugen, die Ratifizierung des Atomdeals zu blockieren. Der Abschluss führte dazu, dass internationale Wirtschaftssanktionen gegen Iran vergangenes Jahr im Gegenzug für die Einstellung des militärischen Atomprogramms aufgehoben wurden.

Israel stieß auch mit der Obama-Regierung über ihre Position hinsichtlich der Palästinenser-Frage zusammen. Erst vergangene Woche äußerte sich Washington besorgt über den anhaltenden illegalen Siedlungsbau Israels in der Westbank. Netanjahu reagierte mit einem Facebook-Post verärgert. Demnach rechtfertigte den Bau von 284 Häusern an die Adresse Washingtons, dass Palästinenser ethnische Säuberungen gegen Juden durchführen wollen.

Ungeklärte Gebietsstreitigkeiten und die stetige Gefahr militärischer Eskalationen zwischen Israel und den Palästinensergruppen lähmen die Wirtschaft und schädigen vor allem die palästinensische Zivilbevölkerung.

Die Pressesprecherin des US-Außenministeriums Elizabeth Trudeau nannte den Kommentar Netanjahus „unangemessen und wenig hilfreich“. Sie sagte, die Siedlungspolitik erhebe „echte Fragen über Israels langfristige Absichten in der Westbank“.

Kritiker aus Kreisen der Republikanischen Partei beschuldigten Obama, sich nicht genug um die Sicherheit Israels zu sorgen. Diese Aussagen weist das Weiße Haus strikt ab.

Israel gilt als engster Verbündeter der USA im Nahen Osten. Tel Aviv empfängt seit Jahrzehnten Militärhilfen aus Washington vor dem Hintergrund anhaltender Konflikte mit Palästina, seinen Nachbarstaaten und Iran.

 

 

https://deutsch.rt.com/amerika/40173-geheimdokumente-israel-rustete-argentinische-militardiktatur/
Geheimdokumente: Israel rüstete argentinische Militärdiktatur während Falklandkrieges auf

Der Falklandkrieg im Jahr 1982 forderte etwa 1.000 Tote.

Der Falklandkrieg im Jahr 1982 forderte etwa 1.000 Tote.
Wie jüngst veröffentlichte Geheimdokumente belegen, hat Israel, als angeblich enger Verbündeter des Vereinigten Königreichs, die argentinische und als anti-semitische geltende Militärjunta massiv mit Kampfflugzeugen ausgerüstet, während diese britische Schiffe und Truppen im Falklandkrieg angriff. Drahtzieher soll der damalige Ministerpräsidenten Menachim Begin gewesen sein, der noch eine Rechnung mit den Briten offen hatte.

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Hinter der sonderbaren israelischen Aktion könnte der Hass des damaligen israelischen Ministerpräsidenten Menachim Begin auf Großbritannien stecken. Begin war in den 1940er Jahren Mitglied der radikalen zionistischen Organisation „Irgun“ gewesen. Irgun kämpfte unter anderem mit terroristischen Mitteln gegen die britischen Mandatstruppen in Palästina. Sie verübte auch Terroranschläge gegen arabische Zivilisten.

Israel belieferte Argentinien unter anderem mit „Skyhawk“ Düsenjägern, die bei dem Angriff auf das britische Truppenschiff „Sir Galahad“ zum Einsatz kamen. Den argentinischen Luftstreitkräften gelang es, das Schiff zu zerstören. Dabei kamen 48 Menschen ums Leben.

Das im Jahr 2011 veröffentlichte Buch „Operation Israel“ des argentinischen Autors Hernan Dobry über die argentinische Militärdiktatur hatte die israelischen Waffenexporte an Argentinien enthüllt. Nun sind mit der Veröffentlichung der Dokumente neue Details bekannt geworden, unter anderem, dass die israelische Regierung die Waffengeschäfte auch während des Krieges, bis ins Jahr 1984 fortsetzte.

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Offenbar war die israelische Logik recht einfach: das Vereinigte Königreich war zwar ein Verbündeter Israels, aber es rüstete auch Staaten auf, die Israel gegenüber feindlich gesinnt waren. Die Waffenexporte waren auch für die israelische Wirtschaft vorteilhaft.

In einem Dokument aus dem Archiv von C.W. Long, dem Nah-Ost-Verantwortlichen des britischen Außenministeriums zu jener Zeit, steht:

„Israel war eins der wenigen Länder, die Argentinien während des Falkland-Konfliktes mit Waffen belieferten […].“

„Israelische Interessen in Argentinien werden jedwede Bereitschaft, die sie sonst haben, uns zu helfen, überwiegen“, stellt der britische Diplomat fest.

US-Soldaten landen auf der Luftwaffenbasis Muniz in San Juan, Puerto Ricoo.

Hernan Dobrys Buch bestätigt, dass israelische Vertreter gegenüber britischen Diplomaten bestritten, über die Waffengeschäfte informiert gewesen zu sein.

Der Autor weist auch darauf hin, dass die britischen Behörden in Palästina im Jahr 1947 Dov Gruner, einen Irgun-Kameraden von Menachin Begin, hinrichteten. Dobry legt nahe, dass Rache das Hauptmotiv hinter der Entscheidung von Begin, den Feind des Vereinigten Königreiches zu unterstützen, gewesen sein könnte.

Er behauptet, dass nach der Unterzeichnung des Waffenhandels Begin sagte:

„Dov da oben wird über diese Entscheidung glücklich sein.“

Brisant ist auch, dass die argentinische Militärdiktatur als äußerst antisemitisch galt und argentinische Juden damals massiven Repressionen ausgesetzt waren.

https://deutsch.rt.com/international/40106-in-israel-gebaut-in-isarael/
In Israel gebaut, in Israel stationiert: Deutsche Killerdrohnen sollen vom Ausland starten

In Israel gebaut, in Israel stationiert: Deutsche Killerdrohnen sollen vom Ausland starten

Die Bunderegierung hat für sehr viel Geld bewaffnete Drohnen in Israel geleast, weil ein europäisches Rüstungsunternehmen scheinbar nicht in der Lange war, ein solches Fluggerät zu bauen. Wie nun bekannt wird, sollen die israelischen Drohnen nicht nur in Israel gebaut, sondern auch von dort eingesetzt werden.

Teures Spielzeug: Fünf der israelischen Heron TP-Drohnensysteme sollen laut Bundesregierung 580 Millionen Euro kosten

Das Verteidigungsministerium plant seit Längerem, Kampfdrohnen eines israelischen Herstellers für die Bundeswehr anzuschaffen. Wie die Fraktion Die Linke nun durch eine Anfrage erfuhr, sollen die unbemannten Flugwaffen auch in Israel stationiert werden.

„Auch die Stationierung, der Alltagsbetrieb und die Ausbildung der Piloten sollen in Israel erfolgen. Das erschwert die parlamentarische Kontrolle erheblich. Aus Israel würden die ‚Heron TP‘ in Einsatzgebiete der Bundeswehr verlegt“, berichtet Andrej Hunko, der Europapolitische Sprecher der Fraktion.

Allerdings scheinen sich die Waffen nur juristisch unter Kontrolle einer deutschen Bundesbehörde zu befinden. Die Wartung der Geräte soll angeblich das Flug- und Rüstungsunternehmen Airbus vornehmen.

Andrej Hunko bezeichnet den Konzern als „Handlanger des Drohnenkrieges“. Die Linken kristieren außerdem, dass das Verteidigungsministerium jede Angabe zu den gewünschten Waffensystemen geheim hält. „Aus Rücksicht auf die israelische Regierung“, vermutet Hunko und kündigt an, das werde man keinesfalls hinnehmen.

Das Militär verfolgt seit langem eine „Politik ferngesteuerter Hinrichtungen“. Insbesondere die US-Regierung hat mit dieser neuen Art der Kriegsführung „völkerrechtliche und räumliche Grenzen“ übertreten. Andrej Hunko sieht die Gefahr, dass zukünftig auch deutsche Drohnen „derart völkerrechtswidrig eingesetzt“ werden.

„Die neuen Bundeswehrdrohnen sollen als Rundum-sorglos-Paket aus Israel beschafft werden, einschließlich ihrer Bewaffnung. Die konkrete Ausrüstung mit Lenkbomben oder Raketen wird derzeit verhandelt.“

Ursprünglich hatte die Bundesregierung geplant, eigene Drohnen vom europäischen Rüstungsriesen EADS herstellen zu lassen. Allerdings scheiterte EADS an dem Projekt und versenkte damit 600 Millionen Euro. Ursula von der Leyen versucht, Teile des Projektes zu retten und warf EADS weitere 200 Millionen Euro in den Rachen.

Während der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern um die 800 Millionen Euro an Steuergeldern einnahm, ohne die zugesagte Drohne zu liefern, bestellte das Verteidigungsministerium im Frühjahr für weitere 580 Millionen Euro „bis zu fünf“ israelische Drohnen vom Typ Heron TP. Bereits damals stand die Frage im Raum, wofür das Geld ausgegeben wird, denn der offizielle Stückpreis liegt bei 32 Millionen Euro.

„Von der Entscheidung für ein israelisches System profitiert vor allem Airbus“, glaubt nun Andrej Hunko. Das Unternehmen betreibt bereits fünf Drohnen für die Bundeswehr in Afghanistan, für den Einsatz in Mali kommen drei weitere hinzu.

Am 3. Juni 2016 hat das Pentagon die bewaffneten Gruppen bei Mara (Syrien) per Fallschirm mit Waffen versorgt. Washington hofft, dass diese Kombattanten ihm dabei helfen werden, Daesh in der Provinz Rakka zurückzuwerfen.

Die bewaffneten Gruppen, die von dieser Hilfe unter Verletzung des Völkerrechtes, profitiert haben sind:

- entweder verbündet mit der kurdischen YPG,
- oder türkischen Soldaten unterstellte Turkmenen
- oder gar Araber die einstmals zur freien syrischen Armee, unter der Führung von französischen Soldaten, gehörten

Die letzten beiden Gruppen haben zuvor gegen die Syrisch-Arabische Republik auf Seiten der Al-Nusra Front (Al-Kaida) und von d’Ahar el-Sham gekämpft. Beide Organisationen sind verantwortlich für Verbrechen gegen die Menschheit.

Übersetzung
Ralf Hesse

https://deutsch.rt.com/international/37943-usa-wollen-gegen-terror-gesicherte/
USA wollen „gegen Terror gesicherte“ Flugabwehrraketen für Syriens Rebellen entwerfen

Zwei Taliban-Milizionäre mit amerikanischen Stinger-Raketen vor einer entführten Maschine der Indian Airlines, Kandahar, 30. Dezember 1999.

Zwei Taliban-Milizionäre mit amerikanischen Stinger-Raketen vor einer entführten Maschine der Indian Airlines, Kandahar, 30. Dezember 1999.
Der von Saudi-Arabien gegründete Verhandlungsrat (HNC) forderte in dieser Woche bereits neue Waffenlieferungen. Am liebsten wollen die irregulären Milizen in Syrien schulter-gestützte Flugabwehrraketen erhalten. Washington muss allerdings nach jedem Regime-Change mit teuren Programmen die tragbaren Raketen vom Schwarzmarkt zurückholen. Die Gefahr, dass die ehemaligen Verbündeten die Waffen gegen westliche Flugzeuge oder gar Verkehrslinien richten, ist zu groß.

Diesem Problem soll nun technisch Abhilfe geschaffen werden: Die CIA baut an Raketensystemen, die nur von „befreundeten Terroristen“ verwendet werden können. Das Magazin Foreign Policy berichtet heute, dass Beamte der US-Regierung angedeutet haben, sie seien bereit, tragbare Luftabwehrraketen zur Verfügung zu stellen. Unter Militärs heißen die Geräte ‚Manpads‘, die Abkürzung für ‚von Menschen tragbares Luftabwehrsystem‘.

Allerdings besteht in Washington ein naheliegender Vorbehalt. Die High-Tech-Waffen müssen technisch kontrollierbar sein und einen eingeschränkten Verwendungszweck haben, für den Fall, dass sie eines Tages in die Hände von „Terroristen“ fallen.

Aber ein solches technisches Design ist nur schwer umzusetzen, berichtet Elias Groll. Angeblich arbeiten amerikanische Ingenieure an Modellen, die mithilfe eines GPS-Chips sicherstellen, dass sie nur an der Front im Nordwesten von Syrien abgefeuert werden können. Außerdem prüfen sie Lösungen, mit denen die Manpads nur innerhalb eines bestimmten zeitlichen Rahmens einsetzbar sind. So wollen sie garantieren, dass die Waffen nicht in Zukunft auf anderen Schlachtfeldern auftauchen.

Allerdings gelten solche Lösungen nur als bedingt sicher. Die neuen Waffen können gehackt werden, so dass Experten für Rüstungskontrolle nicht ausschließen können, dass von den Vereinigten Staaten gelieferte Manpads von Militanten aus Gruppen wie dem „Islamischen Staat“ verwendet werden. Die könnten diese Geräte neu konfigurieren und damit Zivilflugzeuge abschießen.

Dieses Problem stellt sich nicht erst seit gestern. Anfang der 1990er Jahre führte die CIA eine riesige Wiederbeschaffungsaktion durch, um die Stinger-Raketen zurückzukaufen, die im Rahmen der Operation Cyclone an die Mudschahedin ausgegeben worden waren. Ein vergleichbares Programm lief nach dem Sturz von Muammar al-Gaddafi, weil in Libyen Tausende russische Strela-Raketen lagerten, die nach dem Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung verschwanden.

Das Magazin Foreign Policy spekuliert nun, dass CIA-Ingenieure heimlich „sichere“ Manpads gebaut und getestet hat. Allerdings verweigern die CIA und die Firma Raytheon, die ursprünglich die amerikanischen Manpads unter dem Namen Stinger entwickelte, jeden Kommentar. Allerdings argumentiert Elias Groll, dass russische Flugzeuge in Syrien „wahrscheinlich nicht von Manpads betroffen“ wären, da diese angeblich zu hoch fliegen.

Seit der Erfindung von Manpads in den 1960er Jahren wurden in den USA über eine Million dieser Waffen produziert. Bei Tausenden ist der Verbleib ungeklärt, sagte ein anonymer Beamter des Außenministeriums gegenüber Foreign Policy. Seit dem Jahr 2003 konnte die CIA angeblich 35.000 Manpads sicherstellen oder zerstören. Allerdings werden weiterhin Tausende vermisst. Einzelne Geräte werden manchmal zum Verkauf auf Facebook angeboten. Seit 1975 sind etwa 40 Fälle bekannt, in denen mit Manpads auf Zivilflugzeuge gezielt wurde.

Allerdings ist die Aufgabe, eine Waffe zu bauen, die nicht bei einem zukünftigen Terroranschlag verwendet werden kann, eine gewaltige technische Herausforderung. Gegenüber Foreign Policy bestätigte Greg Tarr, ein ehemaliger Waffentester der US-Air Force, der das Problem der technischen Beschränkungen von Manpads untersucht hat:

„Wir haben keine Beweise dafür, dass bisher eine solche Rakete entwickelt wurde, auch keine ortsbasierte Kontrolle bei der Verwendung.“

Die Raketen sollen Bodentruppen die Möglichkeit geben, wenn sie von oben beschossen werden, schnell auf feindliche Flugzeuge zu zielen und sie abzuschießen. Eine Beschränkung über eine GPS-Steuerung würde genau diese Fähigkeit untergraben, so Greg Tarr.

Amerikanisches Flugmaterial von der Firma Boing auf einer Waffenmesse in Dubai, August 2015.

Andere technische Varianten, mit denen angeblich experimentiert wird, sind Code-basierte Freischaltungen. Nur von der CIA geprüfte Zahlen würden den CIA-Rebellen die Möglichkeit geben, das Gerät einzuschalten. Alternativ kann ein Zeit-getakteter Chip eingebaut werden, der die Waffe nach einer gewissen Zeit deaktiviert, so dass sie nur für die erwartete Dauer eines Konflikts verwendet werden kann.

Um zu verhindern, dass mit den Raketen Flugzeuge befreundeter Kräfte angegriffen werden, können die neuesten Manpads mit einem Freund-Feind- Identifizierungssystem ausgestattet werden. Das Gerät kommuniziert mit einem Transponder, um die Identität des Flugobjektes zu bestimmen. Dies erfordert jedoch, dass der IFF-Transponder kontinuierlich mit den Codes aktualisiert wird. Das würde bedeuten, dass die Vereinigten Staaten oder andere befreundete Länder regelmäßig aktuelle Codes an die CIA-Rebellen übertragen müssten.

Anthony Cordesman, ein einflussreicher Analyst am Zentrum für Strategische und Internationale Studien, hat bereits im Oktober 2012 vorgeschlagen, mit einer GPS-Kontrolle versehene Luftabwehrraketen an syrische Rebellen zu liefern. Er sagt, dass er zum ersten Mal auf diese Idee kam, als er während des Arabisch-Israelischen Kriegs im Jahr 1973 für die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) gearbeitet hat, um neue High-Tech-Systeme für das US-Militär zu entwickeln.

Cordesman will bis heute nicht darüber sprechen, wem die Vereinigten Staaten damals eine solche Technologie übergeben wollten. Ohne ernsthafte technische Kontrollen an den Waffen, sagte Cordesman heute, wäre es viel zu gefährlich, solche Waffen an syrische Rebellen zu liefern. Er ist allerdings zuversichtlich, dass die Fortschritte in der digitalen Verschlüsselung und bei der Mikrochip-Technologie eine technische Kontrolle zu einen „gangbaren Unternehmen“ machen.

Aber Cordesman gesteht auch ein, dass „nichts jemals wirklich sicher ist“, und dass technische Kontrollen auf Manpads die Risiken nur reduzieren können, sie aber nicht endgültig beseitigen. Ob die Waffen geliefert werden, hänge letztendlich davon ab, ob die US-Spezialkräfte zuverlässige Partner vor Ort finden, sagte er.

Matthew Schroeder, ein leitender Forscher beim ‚Small Arms Survey‘, einer in Genf ansässigen Forschungsgruppe, macht darauf aufmerksam, dass bereits jetzt viele solcher Waffen in Syrien verbreitet sind. Die Forscher dokumentierten, dass Rebellen bereits russische SA-7-Raketen und SA-16-Raketen verwenden. In mindestens einem Fall hätten sie eine russische SA-24, das modernste russische Manpad gesehen, so Schroeder. Die in China hergestellten FN-6 Manpad hatten wahrscheinlich ihre Feuertaufe in den Händen von syrischen Rebellen.

„Ich würde sagen, dass die Vielfalt und Komplexität der bereits vorhandenen Systeme wohl beispiellos ist“, sagte Schröder. Aber bisher seien noch keine in Amerika gefertigten Stinger-Raketen in Syrien aufgetaucht. Das habe auch mit einer harten Lektion für die amerikanischen Geheimdienste zu tun: In den 1980er Jahren hatte die CIA massenhaft solcher Waffen zu Rebellen in Afghanistan und in Angola geschleust. Danach verbachte der Geheimdienst die 1990er Jahre mit verzweifelten Versuchen, die Waffen zurückzukaufen.

Der Staatssekretär Andrew Shapiro (2. von r.) und seine Delegation freuen sich über Manpads im Osten von Tripolis. Nach seinen Angaben wurden bis zu 5.000 dieser Raketen nach dem Sturz von Gaddafi vom Markt gezogen.

Der Staatssekretär Andrew Shapiro (2. von r.) und seine Delegation freuen sich über Manpads im Osten von Tripolis. Nach seinen Angaben wurden bis zu 5.000 dieser Raketen nach dem Sturz von Gaddafi vom Markt gezogen.
http://www.voltairenet.org/article191255.html
Moby Prince, die US-Spur

Italien hat soeben zum Desaster der Moby Prince, welches 1991 das Leben von 140 Menschen gekostet hat, eine parlamentarische Untersuchungskommission eingesetzt. In der Tat weisen, auch wenn die italienische Justiz bisher dem Kapitän die volle Verantwortung an dem Unfall angelastet hat, dazu ganz im Gegenteil, doch zahlreiche Indizien auf die Verantwortung von US-Soldaten.

| Rom (Italien) | 13. April 2016

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„Mayday, Mayday, Mayday, Moby Prince, sind in Kollision, haben Feuer an Bord! Benötigen Hilfe!“: [1] Dieser dramatische Funk-Notruf wurde vor 25 Jahren um 22:25:27 am 10. April 1991 von der Motorfähre Moby Prince, die auf der Rede des Hafens von Livorno mit dem Öltanker Agip Abruzzo kollidiert war, abgesetzt.

Der Notruf wurde nicht gehört: 140 Menschen sterben, nachdem sie während Stunden vergeblich auf Rettung gewartet hatten. Anklage wird vor Gericht nicht angehört: Seit 25 Jahren fragen die Angehörigen vergeblich nach der Wahrheit. Nach drei Untersuchungen und zwei Prozessen. Und trotzdem erhebt sich die Wahrheit unabweisbar aus den Tatsachen.

An diesem Abend herrschte auf der Rede von Livorno ein intensiver Verkehr von US Kriegs- und Kriegs-Hilfsschiffen, die einen Teil der im ersten Golfkrieg eingesetzten Waffen zur US-Basis Camp Darby (an den Hafen angrenzend) zurückbringen.

Und es gibt weitere recht geheimnisvolle Schiffe. Die „Gallant II“ (Codename Theresa), zur militärischen Verwendung eingesetztes US-Schiff, die sofort nach dem Unfall, überstürzt die Rede von Livorno verläßt. Die „21 Oktoobar II“ der Firma Shifco, deren Flotte von der Cooperazione italiana [2] Somalia offiziell für den Fischfang geschenkt worden war, wird für den Transport von US-Waffen und giftigen, inclusive radioaktiven Abfällen nach Somalia eingesetzt und liefert Waffen nach Kroatien und für den Krieg gegen Jugoslawien.

Weil sie die Beweise für diesen Schwarzhandel gefunden haben, werden die Journalistin Ilaria Alpi und ihr Techniker 1994 in Mogadischu in einem Hinterhalt, organisiert vom CIA und mit Unterstützung des Gladio-Netzwerks, sowie dem italienschen Geheimdienst, ermordet [3].

Nach aller Wahrscheinlichkeit werden am Abend des 10. April auf der Rede von Livorno US-Waffen umgeladen, die, statt nach Camp Darby zurückzukehren, heimlich nach Somalia, Kroatien und andere Zonene, nicht ausgeschlossen die Depots von Gladio in Italien, verbracht werden [4]. Als die Havarie sich ereignet, versuchen diejenigen, welche die Operation dirigieren – sicherlich die US-Kommandatur von Camp Darby – unverzüglich jeden Beweis zu verwischen. Das erklärt eine Reihe von „Grau-Zonen“: Der Notruf der Moby Prince, der, nur 2 Meilen vom Hafen entfernt, stark verzerrt eingeht; die Funkstille von Livorno Radio, der öffentliche TK-Dienstleister, der die Moby Prince nicht anruft, der Hafenmeister Sergio Albanese, „beschäftigt mit anderen Kommunikationen“, der die Hilfsmaßnahmnen nicht leitet und unmittelbar danach für seine Verdienste zum Admiral befördert wird. der Mangel (oder besser das Verschwinden) von Radar-Spuren und Satellitenbildern, ganz speziell zur Position der Agip Abruzzo, in einer eigenartigen Rekordzeit (4,5 Tage anstelle von 14) kaum von Ägypten in Livorno angekommen; die Einbrüche auf der beschlagnahmten Fähre, bei welchen die für die Untersuchung wesentlichen Instrumente verschwinden; vom Punkt, das, was der Moby Prince zugestoßen ist, als einen banalen Unfall erscheinen zu lassen, bis inklusive der Verantwortung durch den Kapitän.

Die Familien der Opfer haben es zum aktuellen Zeitpunkt erreicht, daß eine parlamentarische Untersuchungskommission eingerichtet wird, nicht nur um ihren Nahestehenden Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, sondern um „ein der italienischen Geschichte unwürdiges Kapitel zu schließen“. Kapitel, welches weiterhin geöffnet bleiben wird, wenn die Kommission, wie gewöhnlich, die Untersuchung auf AUSSERHALB von Camp Darby, die US-Basis, die im Zentrum des Massakers der Moby Prince steht, beschränkt. Dieselbe, die im Zentrum der Untersuchung der Richter Casson und Mastelloni [5] im Ermittlungsverfahren über die Organisation Golpe „Gladio“, stand [6]. Eine der US/NATO-Basen, die – schreibt Ferdinando Imposimato, Honorarpräsident des obersten Gerichtshofes – die Sprengstoffe für die Massaker der Piazza Fontana und die von Capaci und die Via Amelie geliefert haben [7]. Basen in welchen „sich, am Vorabend der Attentate, die Mitglieder des schwarzen Terrorismus, NATO-Offiziere, Mafiosi, italienische Politiker und Freimaurer versammeln „.

Übersetzung
Ralf Hesse

Quelle
Il Manifesto (Italien)

[1] « Mayday » Internationaler Notruf in der Luft- und Schiffahrt – englische Verballhornung des französischen „veuillez m’aider“

[2] Anm.d.Übers.: Italienische Entwicklungshilfe-Organisation untersteht dem italienischen Aussenministerium s.a.: http://www.esteri.it/mae/it/ bzw.: http://www.cooperazioneallosviluppo…

[3] „Die brennende Wahrheit von Ilaria“, von Manlio Dinucci, Übersetzung Horst Frohlich, Il Manifesto (Italien) , Voltaire Netzwerk, 13. Juni 2015.

[4] Voir le blog de Luigi Grimaldi sur le Moby Prince.

[5] « Quand le juge Felice Casson a dévoilé le Gladio… », par Daniele Ganser, Réseau Voltaire, 17 octobre 2009.

[6] „Stay-Behind: die US-Einmischungs-Netze“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 20. Mai 2013.

[7] Attentate: Piazza Fontana in Mailand Dezember 1969 (17 Tote, 88 Verletzte) ; Capaci (Autobahn Palermo) gegen den Richter Falcone Mai 1992 (ermordet mit seiner Frau und den drei Polizisten seiner Eskorte) ; Via d’Amelio in Palermo im Juli 1992 gegen den Richter Borsellino (ermordet mit den fünf Polizisten seiner Eskorte).

Die Rückkehr der syrischen arabischen Armee

Das syrische arabische Heer, das während der ersten vier Jahre des Krieges einem erheblichen Zustrom von ausländischen, schlecht ausgebildeten aber gut bewaffneten Söldnern standhalten musste, obwohl es seit 2005 nicht in der Lage gewesen war, seine Ausrüstung zu unterhalten, ist wieder zurück. Dank der Ausbildung durch die iranische Miliz und dem Beitrag der modernen russischen Ausrüstung ist es jetzt dabei, verlorenes Terrain zurückgewinnen. Seit zwei Monaten hört es nicht auf, vorzustoßen.

| Bukarest (Rumänien) | 5. März 2016

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Nach fünfmonatigen Luftangriffen der 70 russischen Flugzeuge in Syrien fragen sich viele Militärexperten, warum die syrische arabische Armee nur einen kleinen Teil des durch die Dschihadisten besetzten Territoriums wieder erobern konnte. Sie machen einen völlig unangebrachten Vergleich mit der US-Armee, der es gelang, mit 1 800 Kampfflugzeugen und 380 000 Soldaten in 42 Tagen den Irak zu besetzen.

Was sind die Ursachen der geringen Kampfkapazität der syrischen arabischen Armee?

Während der fünf Jahre des Krieges wurden die Grenzen Syriens mit der Türkei, Jordanien und Israel Übergangsgebiete für 100 bis 250 000 islamische Söldner (rekrutiert und ausgebildet von Saudi-Arabien, dem Katar, den Vereinigten Staaten und der Türkei), die mehrere Fronten eröffneten, die die syrische arabische Armeeeinheiten zwangen, sich in kleinen Gruppen über das ganze Land zu zerstreuen. In einem ersten Schritt waren die Aktionen der Islamisten, Überraschungsangriffe auf syrische arabische Armee-Kasernen und Kommissariate der Polizei. Die Reaktion der syrischen arabischen Armee wurde verzögert und war ungeschickt, weil nur Truppen der 104. Brigade der Republikanischen Garde und der 4. mechanisierten Division verwendet wurden. Der Erfolg der ersten Phase der sogenannten ’Rebellen’-Angriffe setzte sich wie Kaskaden fort, wegen der perfekten Kenntnis der Schwachstellen der syrischen arabischen Armee. Ihre Planung wurde durch militärische Ausbilder der Sondereinheiten der Türkei (die Bordo Bereliler, d.h. „Berets Bordeaux“) und von Saudi Arabien gemacht.

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Während der drei ersten Jahre des Krieges erwies sich die syrische arabische Armee, die auf einen konventionellen Krieg gegen seine Nachbarn, nicht aber auf einen asymmetrischen Krieg vorbereitet war, ohne grundlegenden taktischen Sinn, benützte unangebrachtes Gerät ohne Raum zwischen ihnen, ohne Feuerschutz zwischen den Elementen der Geräte, ohne Freund oder Feind Identifikations- Techniken usw.. Der syrischen arabischen Armee fehlten unbemannte Aufklärungs-Flugzeuge (UAV) oder Satellitenbilder, im Gegensatz zu den Dschihadisten, die Zugang zu Informationen von der NATO hatten. Darüber hinaus hatten die Dschihadisten im Vorhinein importierte Bau-Ausrüstung wie Bohrgeräte, um Tunnel schnell zu bohren, während die syrische arabische Armee keine Möglichkeit hatte diese aufzuspüren. Operationen wurden durchgeführt, die die syrischen Truppen überraschten, weil sie nicht in der Lage waren, gegen die infiltrierten Massen von Terroristen vorzugehen, auf die Besetzung von vielen Basen und Lagern von Waffen und Munition zu reagieren. Dementsprechend konnte die syrische arabische Armee nicht einmal grundlegende Maßnahmen an Kampf (und Prävention) bieten und nicht vorhersagen, wie man am besten im Voraus den Krieg planen könnte.

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Ein verbessertes taktisches Verfahren der Angriffs-Gruppen der arabischen syrischen Armee sowie ihre erfolgreiche Ausnutzung, der als Ergebnis sehr schnelle Manöver hatte, wurde durch unbemannte, durch den Iran bereitgestellte Spähflugzeuge Shahed-129 erzielt.

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Russland hat von Anfang an die syrische Regierung politisch und diplomatisch mit sporadischen Waffenlieferungen und Ausbildungskursen unterstützt, aber im Herbst 2015 wurde die russische Hilfe „À la Carte“, exponentiell gesteigert. Die syrische arabische Armee hat diese neuen Waffen schnell beherrscht.

Die Zeit während der die syrische arabische Armee ihr Hoheitsgebiet opferte und nur den Schutz der Zivilbevölkerung vor den Dschihadisten suchte, ist nun abgeschlossen.

Persönliche Waffen und Schutzausrüstung

In einem ersten Schritt war die syrische arabische Armee nur mit chinesischen Helmen QGF-02 ausgestattet. Die Republikanische Garde und Special Forces Soldaten hatten Kugelwesten TAT-BA-7. Die persönliche Bewaffnung bestand aus dem automatischen Gewehr AK-47 (oder der chinesischen Variante Typ 56). Das Fehlen von Nachtsicht- und Fernglas-Geräten mit Rezeptoren für Intensivierung des verbleibenden Lichtes war ein großes Handicap.

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Obwohl Syrien sich zu Beginn des Krieges im Jahr 2005 für ein Projekt der modernen persönlichen Ausrüstung („Soldat der Zukunft“) entschieden hatte, hatte es sie wegen dem Embargo, das auf den Verdacht folgte, die Ermordung von Rafic Hariri organisiert zu haben, noch nicht kaufen können. Es wäre ein russisches Nachtsicht-Gerät (Baighiş 6) und das AK – 74 M Sturmgewehr gewesen. Mit der Ankunft der russischen Instruktoren wurden die meisten Einheiten der syrischen arabischen Armee mit 6B45 Kugel-Westen zum ballistischen Schutz, mit 6B7 Kevlar-Helmen und automatischen Gewehren AK-74M oder AK-104 mit Fernrohr und GP-30 Granatwerfern ausgestattet. Die Russen haben die syrische arabische Armee mit modernen Nachtsichtgeräten, thermobarischen Granatwerfern AGS-17 und dem Granatwerfer 6G30 (40 mm Kaliber) ausgestattet.

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Die Reservisten

Während der fünf Kriegsjahre erlitt die syrische arabische Armee schwere Verluste, schwerere als während der Kriege gegen Israel, viel militärisches Gerät wurde zerstört oder durch Dschihadisten erobert und viele Städte kamen unter ihre Kontrolle. Es hat in 75 % des Territoriums von Syrien zu grausamen Hinrichtungen von gefangenen Soldaten und republikanischen Zivilisten geführt. Daher ist die Ersetzung dieser von der syrischen arabischen Armee erlittenen Verluste (mindestens 40.000 Truppen oder 10 % der Belegschaft) nur mit Mühe gelungen, viel schwieriger als in den Plänen für Mobilisierung in Friedenszeiten geplant war. Aus Angst um ihr Leben verweigern 130 000 Leute den Militärdienst, so dass es nicht mehr als 270 000 Mann unter den Flaggen gibt.

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Unter diesen Umständen hat die syrische arabische Armee zur Umsetzung von Untereinheiten zurückgegriffen, die aus älteren Freiwilligen bestehen, meistens auf dem Grundsatz der Territorialität. Grundsätzlich gab es in den Bereichen, die von Rebellen angegriffen wurden, lokale Gruppen ohne Koordination mit professionalisierten Armee-Einheiten, schlecht bewaffnet, ohne angemessenes körperliches Training, ohne Schieß-Ausbildung, ohne in militärischen Schulen ausgebildete Kommandanten mit Mindest-Kenntnissen über die im Kampf angewendeten Prinzipien. Diese lokalen Verteidigungs-Gruppen, animiert mit patriotischer Begeisterung, erlitten erhebliche Verluste.

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Mit der Verbesserung der Situation und dem Übergang zur offensiven Armee hat die syrische arabische Armee diese lokalen Gruppen in einem Intensivprogramm einer taktischen Ausbildung unterzogen, mit Schwerpunkt auf Straßenkampf, mit echtem Feuer, Märschen, Ansätze zur Genieausbildung und Pyrotechnik. Eine Luftbrücke wurde zwischen Damaskus und Teheran organisiert, damit die syrischen Freiwilligen von iranischen Bassidschis trainiert werden können, so wie seit immer schon die Hisbollah-Kämpfer. Zum ersten Mal haben die Iraner nicht nur Schiiten, sondern hauptsächlich Sunniten und Christen ausgebildet.

Sonder-Operationen

Die syrischen Spezialeinheiten wurden in den 60 Jahren durch die ägyptische Armee ausgebildet und geschult, nach einem britischen Kommandoeinheits-Programm für leichte Infanterie-Einheiten, die als Fallschirmjäger patentiert sind. Die syrische arabische Armee hatte am Anfang des Krieges sechs unabhängige Bataillone von Spezialeinheiten und ein weiteres Bataillon von Fallschirmjägern, in diesem Fall die 104. Brigade der Republikanischen Garde.

Im Mai 2014 wird eine Kommando Gruppe namens „Schützende Löwen“ erstellt, der 4. mechanisierten Division unterstellt, die im Norden Syriens operiert. Zu Beginn des Krieges war die Ausrüstung der syrischen Sonder-Einheiten genauso unwirksam, wie in dem Rest der syrischen arabischen Armee und die syrischen Kommandos hatten keine Erfahrung im Straßenkampf, in der Aufstandsbekämpfung, wie 1982 in Beirut. Zu dieser Zeit waren die syrischen Kommando-Einheiten mit Panzerabwehr RPG-7 Trägerraketen ausgestattet, mit Anti-Tank Raketen Systemen 9K111 Fagot und Milan-1, die große Verluste bei den israelischen Panzern verursacht hatten.

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Die Situation hat sich mit der Ankunft der iranischen Ausbilder der al-Quds Force in Syrien (gut ausgestattet und gut ausgebildet) und der libanesischen Hisbollah-Kämpfer mit städtischer Kriegsführung-Erfahrung verbessert. Es sei darauf hingewiesen, dass die iranischen Spezialeinheiten durch ihre US-Kollegen und die britische SGE zur Zeit des Schah Mohammad Reza Pahlavi erstellt und ausgebildet wurden.

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Die Kommandos CQB und FIBUA der libanesischen Hisbollah, mit modernen Anti-Panzer-Raketen (9M113 Konkurs, 9M131 Metis M, und 9M133 Kornet) und Panzerabwehr-Granatwerfern (RPG-7V, RPG-29) bewaffnet, haben im Kampfeinsatz mit asymmetrischen Taktiken und Straßen-Guerilla-Krieg im Jahr 2006 gegen die Merkava-Panzer der israelischen Armee eine solide Erfahrung erworben. Sie haben neue, extrem effiziente Anti-Kampfpanzer Techniken entwickelt.

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Alles wurde mit der Ankunft der russischen Spetsnaz Ausbilder nach den Prinzipien der Aktion und klaren Regeln analysiert und geprüft. Obwohl Iran viel Geld in die Ausrüstung der Spezialeinheiten investiert hat, waren sie nicht der letzten Generation, wie die der Russen. Die Fotos der letzten syrischen Spezialeinheiten zeigen sie genau so ausgestattet wie die Russen, in flammhemmender getarnter Uniform vom Typ MultiCam, mit ballistischen Helmen FAST Ops-Core, mit opto-elektronisch integriertem System, Geräten für Nachtsicht, Kapuzen, kugelsicherer Weste und Qualitäts-Stiefel, Gewehre mit einem britischen Fernrohr Accuracy international AWM (mit Schalldämpfer) oder AK-74 M, ausgestattet mit einem Alpha-7115-Laser-Entfernungsmesser und einem automatischen Granatwerfer AGS-30, Maschinenpistole Petscheneg usw.. Die Fortschritte in Ausbildung und Ausrüstung der syrischen Kommandos mit modernen Waffen wurden in der letzten Operation festgestellt: die Wiedergewinnung der Khanasser-Ithriyah Straße, der einzigen Straßenverbindung für die regierungsfreundlichen Truppen in der Provinz Aleppo.

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Die Scharfschützen

Kämpfe in städtischen Gebieten sind ohne viele, ausgebildete, mit modernen Waffen ausgerüstete Elite-Scharfschützen undenkbar. Zu Beginn des Krieges, ohne Beobachtungsposten auf den Gebäuden und Scharfschützen, konnten die Täter von Selbstmordattentaten Ziele wählen und sich dort explodieren, oder mit Autos in die syrischen arabischen Armee Checkpoints fahren. Die syrische arabische Armee hatte wenig Scharfschützen, alte Modelle und Sniper-Gewehre Dragunov und DMR (ein chinesisches von Norinco kopiert von dem ehemaligen US M-14).

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Später haben die Iraner die syrische arabische Armee mit einer lokalen Kopie des österreichischen Scharfschützengewehrs Steyr HS.50 ausgestattet, die Russen stellten das moderne Fernsehrohr Gewehr Orsis T-5000 (Kaliber 7,62 mm) und das KSVK (Kaliber 12,7 mm) Maschinengewehr mit Fernrohr bereit. Auf Initiative der Iraner und der Russen entstand eine Scharfschützen-Schule für die syrische arabische Armee, mit libanesischen (Hisbollah), iranischen und russischen Instruktoren. Die russischen Scharfschützen sind die besten der Welt, dank ihrer Waffen, ihrer Tarnung und deren Ausbildungszentren. Die Schlüsselwörter für die syrischen Scharfschützen müssen sein: „sich unsichtbar machen und sehen, ohne von den anderen gesehen zu werden.“

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Die Panzer

Während des ersten Weltkrieges, als es erfunden wurde, war der Zweck des Tanks, Dämme und feindliche Verteidigungs-Linien einzubrechen und zu durchstoßen, dank einer Schutzpanzerung, einer hohen Feuerkraft und großer Mobilität. Heutzutage sind die Panzerabwehr-Einheiten, ausgestattet mit Lenkflugkörpersystemen, viel billiger als die Panzereinheiten, deren Aktion in einer mit Panzerabwehr-Mittel gesättigten Umgebung schwierig wird. Die Panzer, die zur Wiederherstellung der Ordnung ohne gründliche Aktionsforschung und Unterstützung der Infanterie in den Aktionskreis gesendet wurden, waren gezwungen in den Zentren der Dörfer zu kämpfen; Sie wurden in Hinterhalte gelockt und kamen unter Feuer tragbarer Granatwerfer und Panzerabwehrraketen. Zehntausende von Panzerabwehr Systemen von US-amerikanischen BGM-71 Tow, deutsch-französischen Milan-2 und kroatischen Raketenwerfern M 79 Osa wurden von den Geheimdiensten der Türkei, Saudi Arabien, von Frankreich und den Vereinigten Staaten in Syrien geheim eingeführt.

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Die syrischen Panzer hatten keine auf der Front und dem Drehturm montierte Schutz-Platten vom Typ ERA, noch Systeme, um Panzerabwehr-Raketen Leitlinien-Sensoren zu blenden, noch aktive-Schutzsysteme mit Abfangsensoren von Panzerabwehrraketen, die sie explodieren, bevor sie die Panzerung erreichen. Aufgrund dieser Mängel wurden die syrischen Panzer oft durch einen einzigen direkten Treffer außer Gefecht gesetzt. Nachdem sie zerstört oder beschädigt wurden, mussten sich hunderte der gepanzerten Fahrzeuge der syrischen arabischen Armee anpassen, Schutzplatten vom Typ ERA aufschweißen lassen, um kumulative Schläge abzuwehren.

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Mit der Ankunft der russischen militärischen Ausbilder in Syrien, fand man, dass die wichtigsten Fehler der syrischen arabischen Armee waren, beschädigte Panzer aufzugeben. Die Russen haben herausgefunden, dass die meisten von ihnen von türkischen militärischen Spezialisten die die Dschihadisten unterstützten, repariert wurden oder in Festungen, und als feste Artillerie-Batterien verwendet wurden. Dementsprechend hat die syrische arabische Armee Untereinheiten für die Abschleppung und Entsorgung von beschädigten Panzern und Werkstätten vervielfacht.

Am Anfang von 2016 lieferten die Russen der syrischen arabischen Armee ungefähr 20 Panzer T-72B3 und T-90MS, die einen reaktiven wirksamen Schutz gegen Panzerabwehrraketen der US-amerikanischen BGM-71 Tow haben. Der T-90MS Panzer wurden von Einheiten benutzt, um die Abwehr- Geräte der Dschihadisten einzubrechen, nach dem was man im Februar 2016 während der Offensive auf das Dorf Kuweira in der Nähe von Aleppo feststellte. Jedoch wenn die Panzer T-90MS auch von der syrischen arabischen Armee übernommen wurden, wurden sie vom Iran bezahlt und von iranischen Besatzungen bedient.

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Die Artillerie

Zusätzlich zu den erbeuteten Panzern der syrischen arabischen Armee haben die Islamisten viele Lastwagen mit Plattformen für Maschinengewehre, Raketenwerfer, Kanonen und Handfeuerwaffen erhalten, die ihnen eine hohe Mobilität und den Vorteil des Überraschungseffekts verleihen. Um diese Ziele in einem begrenzt eingesetzten Gebiet zu neutralisieren, hätte man intelligente Munition gebraucht, mit der die syrische arabische Armee nicht ausgestattet war. Die Russen haben Erkennungssysteme für Artillerie ’PRP – 4 A-Argus’ bereitgestellt, wodurch die Koordinaten der Artillerie und feindlicher Panzer sowie isolierte Scharfschützen, die das Feuer eröffnet haben, bestimmt werden konnten. Der Abstand wird automatisch von zwei Laser-Entfernungsmessern gemessen. Neben diesen Geräten wurde die syrische arabische Armee mit [ehemalige „Katiuscha“= Stalinorgel] thermobarischen mehrfach-Raketenwerfern (220 mm Kaliber) TOS-1 «Buratino» ausgestattet. Mit einer Abschuss-Frequenz von 24 Geschossen in 7-15 Sekunden. Die betroffene Oberfläche einer Salve von TOS-1 Geschossen ist 200 x 400 m.

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Mit der Ankunft der russischen Instruktoren in Syrien stellte sich das Problem der Lieferung an die syrische arabische Armee der Laserstrahl-geführten Krasnopol KM-2-Rakete. Das System erfordert einen Operator zur Beleuchtung des Zieles LTD (laser target designator), auf ein gepanzertes Fahrzeug, was das Ziel bezeichnet. Wenn im Bereich von 2 km weit und 1,6 km breit des Zieles angekommen, wird das Leitsystem des Flugkörpers Krasnopol durch Laserstrahl auf die Kennzeichnung des Ziels geleitet.

Die Luftfahrt

Bis zur Ankunft des russischen Kontingents war die syrische Luftfahrt nicht mit präzisionsgelenkten Waffen ausgestattet, um die Bodentruppen zu unterstützen. Sie verwendet hauptsächlich Kaliber 57 mm Raketen und FAB-50, FAB-100 Bomben, die im Sturzflug von 1500 bis 3000 m abgeworfen wurden. In dieser Höhe waren die syrischen Flugzeuge für Feuer aus der Artillerie der Islamisten, Kaliber 23 mm und 30 mm und durch (MANPADs)-Flugabwehrraketen anfällig, was die vielen Verluste der syrischen Luftfahrt erklärt. In der Zwischenzeit wurden 21 Su-24MK Bomber der syrischen arabischen Armee in der Fabrik der russischen Luftfahrt Nr. 514 ARZ bei Rschew aktualisiert und auf den Standard der Su-24M2 gebracht, ausgestattet mit Navigations- und Leitsystemen für Präzisionswaffen (PNS-M), wie in der russischen Luftbasis Hmeymim. Bis 2015 hatte Russland der syrischen Luftwaffe Flugzeugmotoren geliefert und hatte 64 Flugzeuge MiG-23BN/MLD auf den MiG-23-98-Standard der Flugtechnik gebracht.

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Die MiG-23 besitzen die OLS-M Ausrüstung der Klasse LANTIRN für Nacht Navigation, Infrarot Detektion von Bodenzielen und Leitung von mehreren intelligenten Waffen, darunter die von russischen Bombern in Syrien eingesetzten. Jetzt können syrische Su-24 und MiG-23 Flugzeuge Präzisions-Bombardierung Tag und Nacht, aus Höhen außerhalb des Bereichs der tragbaren Boden-Luft-Raketen durchführen. Sie konnten vor allem mit durchdringenden Bomben unterirdischen HQ zerstören, die die Dschihadisten im gesamten Bereich erbauen ließen. Und um Truppen auf der Oberfläche zu erreichen, brauchen sie seit mehr als einem Jahr nicht mehr Fass-Bomben, die von Hubschraubern abgeworfen werden, die ja in jedem Fall durch ein MANPAD-Missile zerstört werden würden.

Übersetzung
Horst Frohlich

Augenzeuge zu RT Deutsch: Militärkolonne aus 50 LKWs ohne Hoheits-Kennzeichen bei Dresden unterwegs
Augenzeuge zu RT Deutsch: Militärkolonne aus 50 LKWs ohne Hoheits-Kennzeichen bei Dresden unterwegs
Ein Autofahrer, der beruflich auf der A4 Richtung Görlitz unterwegs war, hat sich an RT gewandt und davon berichtet, dass er am 20. Februar eine Militärkolone gesichtet hätte, bestehend aus 50 Lastwagen, alle mit Planen abgedeckt und ohne jegliche Hoheitskennzeichen. Laut seinen Aussagen waren die Reifen der militärischen Transportfahrzeuge eingedrückt, was auf schwere Beladung hindeutet. Gleichzeitig hat die US-Army verkündet, dass sie im Februar 5.000 Tonnen Munition nach Deutschland liefert.

NATO-Panzertransporte in Weiherhammer, Bayern

Der Augenzeuge, der sich an RT Deutsch wandte und von seiner Beobachtung auf der A4 berichtete sowie Beweisphotos mitschickte, stellte sich als ehemaliger NVA-Offizier vor und war im Gespräch mit RT merklich beunruhigt:

„Ich wende mich an Sie, weil ich Angst um die Zukunft meiner Kinder habe, ich habe zwei Söhne im wehrdienstfähigen Alter, und wenn ich einen NATO-Transport dieser Größenordnung in Ostdeutschland beobachte, macht mir das enorme Sorgen.“

Zudem betonte er, dass er im Gegensatz zur derzeit „laufenden Kampagne gegen Russland“ in seinem Bekanntenkreis eher eine Haltung der Freundschaft gegenüber Russland wahrzunehmen ist.

Die Tatsache, dass es sich bei dem Führungswagen um einen Humvee handelt, deutet auf die US-Army hin. Allerdings ist es auch für US-Militärtransporter unüblich, ohne jede Form von Kennzeichnung durch deutsches Hoheitsgebiet zu fahren.

Eine Motivation für das völlige Fehlen von Kennzeichen könnte in dem Versuch begründet liegen, Artikel 5 Absatz 3 des Zwei-plus-Vier-Vertrages zu umgehen. Dieser Artikel sieht vor, „dass ausländische Streitkräfte und Atomwaffen oder deren Träger in diesem Teil Deutschlands [die fünf neuen Bundesländer] weder stationiert noch dorthin verlegt werden können“.

US-Militär Humvee ohne jegliche Kennzeichnung auf der A4 bei Dresden
US-Militär Humvee ohne jegliche Kennzeichnung auf der A4 bei Dresden

Die Beobachtung des Augenzeugen, dessen Namen und Kontaktdaten RT Deutsch vorliegen, die er aber aus verständlichen Gründen nicht veröffentlicht sehen will, decken sich mit Aussagen der US-Army in Europa vom 20. Februar:

„In der größten Einzellieferung von Munition des letzten Jahrzehnts hat das 21. Logistikommando zwischen dem 17. und 18. Februar über 5.000 Tonnen Munition zum ‚Europäischen Munitionsdepot‘ in Miesau [Deutschland] geliefert“.

So die Bekanntmachung auf der offiziellen Webseite der US-Army. Der Stabschef des US-Logistikkommandos, Oberst Matthew Redding, führte zudem gegenüber Pressevertretern weiter aus:

M1 Abrams Panzertransport durch Kiel

„Diese entscheidende Lieferung wird uns helfen, weiterhin die NATO-Allianz zu unterstützen und die Tatsache, dass es sich dabei um die größte Einzellieferung der letzten zehn Jahre handelt, demonstriert unser ungebrochenes Engagement für die Verteidigung unserer Alliierten.“

Redding erläuterte zudem, dass die Lagerung einer solchen großen Menge an Munition den USA und der NATO ermöglicht „auch sehr kurzfristig Munition für NATO-Operationen bereitzustellen“. Der Stabschef schloss mit den Worten:

 „All diese Anstrengungen zahlen sich aus, wenn wir in der Lage sind, den Einheiten, die Munitionsnachschub brauchen, diesen auch sehr schnell aushändigen zu können.“

Die Munition wurde in insgesamt 415 Schiffscontainern verladen und zunächst im rheinland-pfälzischen Miesau gelagert. Das US-Militär unterhält in der Nähe von Miesau („Am Panzergraben“) das Miesau Army Depot, das größte Munitionslager außerhalb der USA und zugleich das größte in Deutschland.

Die Munition soll unter anderem für das im Juni 2016 anstehende NATO-Großmanöver „Anakonda“ in Polen zur Verfügung stehen. An der Militärübung werden über 25.000 Soldaten aus 24 Nationen teilnehmen, darunter aus den USA, Deutschland, Großbritannien, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Georgien, Ungarn, Spanien, Schweden und der Türkei.

"Road to Anaconda" - Vorbereitungstreffen am 5. Februar für NATO-Großmanöver in Polen im Juni 2016

„Road to Anaconda“ – Vorbereitungstreffen am 5. Februar für NATO-Großmanöver in Polen im Juni 2016

Nachdem im Jahr 2014 nach einem Referendum der Zusammenschluss der Krim mit Russland erfolgte, hat die NATO ihre militärischen Manöver-Aktivitäten in Europa stark ausgebaut. Das größte NATO-Manöver 2015 unter dem Namen „Trident Juncture“ umfasste 36.000 Soldaten, 60 Kriegsschiffe und 200 Kampfflugzeuge aus 30 verschiedenen Staaten.

Moskau hat die NATO mehrmals aufgefordert, die Erweiterung nach Osteuropa wie einst vereinbart zu unterlassen und immer wieder betont, dass solche Schritte das Potenzial haben, die Sicherheit ganz Europas zu unterminieren.

Südsudan: UN spricht von „weltweit größter humanitärer Katastrophe“ und fordert Waffenembargo

Salva Kiir, offiziell der Präsident des Südsudan, bei einem Treffen mit SPLA-Chef Paul Malong Awan. Der unvermeidliche schwarze Cowboyhut von Salva Kiir ist ein persönliches Geschenk von US-Präsident George W. Bush.

-Salva Kiir, offiziell der Präsident des Südsudan, bei einem Treffen mit SPLA-Chef Paul Malong Awan. Der unvermeidliche schwarze Cowboyhut von Salva Kiir ist ein persönliches Geschenk von US-Präsident George W. Bush.
-Das für Sanktionen zuständige Gremium der UN fordert den Sicherheitsrat auf, ein sofortiges Waffenembargo für den Südsudan zu verhängen. Der Präsident der an Erdöl reichen Region, Salva Kiir, und seine Widersacher machen sich weiterhin zahlreicher Gräueltaten an der Zivilbevölkerung schuldig. Der Bürgerkrieg, medial weitestgehend ignoriert, währt schon zwei Jahre. Insbesondere die USA und auch Deutschland spielten eine sehr aktive Rolle bei der Abspaltung des Südsudans im Jahr 2011.

-Der vertrauliche Bericht der UN-Organisation kommt zu dem Ergebnis, dass Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar ihre Streitkräfte vollständig unter Kontrolle haben. Insofern seien sie direkt verantwortlich für die Ermordung von Zivilisten und für andere Maßnahmen, die Sanktionen rechtfertigen.

-Der im Dezember 2013 ausgebrochene Bürgerkrieg im Südsudan führte laut UNO zur gegenwärtig größten humanitären Katastrophe auf der Welt. Bei den Kontrahenten, Präsident Salva Kiir und Riek Machar, handelt es sich um ehemalige Verbündete aus der Südsudanesischen Befreiungsfront (SPLA). Die SPLA wurde spätestens seit 2004 von den USA und anderen westlichen Staaten massiv aufgerüstet, um den ölreichen Süden vom Sudan abzuspalten.

Rebellenkämpfer im Südsudan, Februar 2014.

Rebellenkämpfer im Südsudan, Februar 2014.

-Unmittelbar nach der Gründung des Staates Südsudan im Sommer 2011 kam es jedoch zu Streitigkeiten zwischen den unterschiedlichen Milizen innerhalb der SPLA. Im Südsudan liegen über 80 Prozent der Ölreserven des Sudan. Durch die Abspaltung des Südens verlor die Zentralregierung in Karthum 55 Prozent ihrer Staatseinnahmen. Die Öleinnahmen des Sudan fielen von 11 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf weniger als 1,8 Milliarden im Jahr 2012.

-Die UN-Arbeitsgruppe fordert den Sicherheitsrat nun auf, die Spitzenpolitiker des Südsudan auf eine schwarze Liste zu setzen. Es sollten internationale Reiseverbote verhängt und die Vermögenswerte eingefroren werden. Für Irritationen sorgte, dass die Namen von Salva Kiir und Riek Machar nicht ausdrücklich für die schwarze Liste vorgesehen sind.

-Russlands UN-Botschafter Vitali Tschurkin sagte am Montag, er sei besorgt, dass der Sicherheitsrat nur ein einseitiges Waffenembargo verhängt. Dies würde dazu führen, dass eine der beiden Bürgerkriegsparteien bevorzugt werde. Bisher forderte US-Außenmister Kerry nur Sanktionen gegen den Rebellenführer Riik Machar.

-In dem Bericht heißt es nach Angaben von Reuters:

„Es gibt es klare und überzeugende Beweise, dass die meisten während des Krieges begangenen Gewalttaten, einschließlich der Angriffe auf Zivilisten … auf der höchsten Ebene von Regierung und Opposition angeordnet wurden.“

Eine Frau steht in einem Auffanglager für intern vertriebene Flüchtlinge in Nyala, Süd-Darfur.

Eine Frau steht in einem Auffanglager für intern vertriebene Flüchtlinge in Nyala, Süd-Darfur.

-Trotzdem sei die Regierung, also Präsident Salva Kiir, verantwortlich für den größten Teil der Opfer.

-Seit dem Ausbruch des Konfliktes wurden nach Angaben der UNO mehr als 2,3 Millionen Menschen vertrieben. Fast vier Millionen Menschen leiden an akuter Knappheit von Nahrungsmitteln. Nach Ansicht des Flüchtlingshilfswerks UNHCR droht in der Region eine massive Hungersnot. Wie auch im Syrienkonflikt haben sich die meisten Menschen in die Nachbarländer geflüchtet.

-Laut UN-Bericht kaufte die Regierung unter Salva Kiir im Jahr 2014 mindestens vier MI-24 Kampfhubschrauber von einem ukrainischen Unternehmen. Dafür zahlte Südsudan fast 43 Millionen US-Dollar. Auch die Panzer und Hubschrauber, mit denen die US-Regierung die SPLA während des Bürgerkriegs beliefern ließ, stammten bereits aus der Ukraine. Gegenwärtig würden die Rebellen unter Riik Machar zudem versuchen, schultergestützte Flugabwehrraketen zu erwerben, heißt es in dem UNO-Bericht weiter.

-Beide Seiten hatten im August 2015 ein Friedensabkommen unterzeichnet, aber den Waffenstillstand immer wieder gebrochen. In dieser Zeit gingen die Menschenrechtsverletzungen durch die ehemaligen Verbündeten des Westens „unvermindert und bei voller Straflosigkeit“ weiter. Laut dem Bericht gehören dazu außergerichtliche Hinrichtungen, Folter, sexuelle Gewalt, außergerichtliche Festnahmen und Inhaftierungen, Entführungen, Vertreibungen sowie der Einsatz und die Rekrutierung von Kindern.

-Das Gremium berichtet, dass fast jeder Angriff auf ein Dorf mit der Vergewaltigung und Entführung von Frauen und Mädchen einhergeht:

„Alle Parteien nutzen gezielt Vergewaltigung als Kriegstaktik, oft sind es grausame Fälle von Gruppenvergewaltigungen.“

-Die Gefahr von massenhaften Gräueltaten sei im Südsudan höher als in Syrien, Irak und Jemen.