Mit ‘Su-24 Abschuss’ getaggte Beiträge

TÜRKEI – RUSSLAND – Piloten – Miroslav Lazanski

 

Warum hat die Türkei die russische Suchoi-24 abgeschossen?

-Die Türkei war schlecht beraten, als sie das russische Flugzeug abschoss, das ihren Luftraum während 17 Sekunden verletzt hatte. Die Operation, die entworfen wurde, um Russland deutlich zu machen, dass es nicht in den dritten Syrien-Krieg eingreifen sollte -um einen kolonialen Staat im Norden des Landes zu erstellen und in den die Kurden der Türkei transferiert werden sollten- hat den gegenteiligen Effekt gehabt. Moskau verstärkt sein Luftabwehr-Gerät in Syrien und isoliert die Türkei. Ankara verliert den Genuss des geheimen mündlichen Abkommens mit Hafez Al-Assad. London, Paris und Tel Aviv wissen nicht mehr, wie sie ihren Plan weiter verfolgen können.

| Damaskus (Syrien) | 30. November 2015

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-Der Chef der syrischen YPG, Salih Muslim, der heute in der Türkei lebt, hat die Ideale von Abdullah Öcalan verraten und hat sich mit Frankreich, Großbritannien und Israel verbündet. Er beabsichtigt, an dem Projekt der Kolonisierung im Norden von Syrien und an der Vertreibung von 10 Millionen Kurden der Türkei in dieses neue Land, teilzunehmen.

-Am Ende des türkischen Bürgerkrieges drohte die Türkei, mit Hilfe der NATO in Syrien einzufallen, falls Syrien dem PKK-Führer, Abdullah Öcalan, dauerhaftes Asyl gewähren sollte. Präsident Hafez Al-Assad bat dann den PKK-Führer, ein anderes Asyl zu finden und musste sich einer mündlichen Vereinbarung mit der Türkei fügen. Es wurde vereinbart, dass die türkische Armee in das syrische Gebiet, in einen Landstreifen von 8 km Tiefe eindringen dürfte, um sicherzustellen, dass die PKK nicht von dem syrischen Gebiet aus Mörsergranaten abschießen kann.

-Seit Beginn der aktuellen Aggression gegen Syrien hat die türkische Armee dieses Abkommen benutzt und missbraucht, nicht um PKK Angriffe zu verhindern, sondern um Dschihadisten-Trainingslager einzurichten.

-Oktober 2015, als der russische Feldzug begann und Salih Muslim den Norden Syriens mit Gewalt zu kurdisieren begann, kündete der berühmte türkische Whistleblower Fuat Avni auf seinem Twitter-Konto an, dass die Türkei die Zerstörung eines russischen Flugzeugs vorbereite. Sie fand am 24. November statt.

-Aus der Perspektive des dritten Krieges gegen Syrien [1] ging es darum, Russland einen Hinweis zu geben, dass es lediglich Damaskus und Latakia verteidigen, und den Rest des Landes in den Händen der Türkei und ihrer Verbündeten lassen soll.

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Die Kommando-Halle des Kombinierten Operations-Flugbetriebs-Zentrum (CAOC) der NATO in Torrejón (Spanien).

-Technisch gesehen wird die Luftverteidigung der Türkei, wie die von allen NATO-Mitgliedstaaten, durch das Kombinierte Operations-Flugbetriebs-Zentrum (CAOC) von Torrejón (Spanien) koordiniert. Der Stabschef der türkischen Luftwaffe, General Abidin Ünal, hätte also den Kommandanten des CAOC, General Rubén García Servert vorzeitig informieren müssen. Es ist nicht bekannt, ob das geschah [2]. Wie dem auch sei, Präsident Recep Tayyip Erdoğan bestätigte, dass er persönlich den Befehl zur Zerstörung gegeben habe.

-Der russische Generalstab hatte zuvor die Flug-Pläne seiner Flugzeuge der NATO bereitgestellt, damit das Bündnis und die Türkei nicht ignorieren konnten, dass, im Gegensatz zu den türkischen Behauptungen, das Flugzeug ein Russisches war. Darüber hinaus hob ein AWACS der NATO von der griechischen Base Aktion (nahe von Preveza) ab, um das Gebiet zu überwachen [3].

-Die russische Armee bombardierte die Brigade von Sultan Abdulhamid – nach dem Namen des letzten osmanischen Sultans, berühmter Mörder der Christen des Orients -. Seit Beginn des Krieges gegen Syrien hat der türkische Geheimdienst nicht aufgehört, die Milizen der Turkmenen vom Norden von Syrien mit Waffen zu beliefern und sie zu instrumentieren. Die türkische Presse sprach von einem Transfer von mindestens 2 000 LKW voller Waffen und Munition – was Präsident Erdoğan zugegeben hat [4] — wovon der wesentliche Anteil von den turkmenischen Milizen sofort an Al-Kaida verteilt wurde. Diese Milizen haben im Jahr 2011 die 80 000 Fabriken und Werkstätten von Aleppo, der syrischen Wirtschafts-Hauptstadt, demontiert und die Werkzeugmaschinen in die Türkei geschickt [5]. Diese Bombardierungen hatten daher nicht die Absicht, im Gegensatz zu den türkischen Behauptungen, Turkmenen zu bombardieren, sondern eine Terrorgruppe zu vernichten, die sich der organisierten Plünderung im Sinne der internationalen Übereinkommen schuldig gemacht hatte [6]. Die russische Bombardierung hatte die Flucht von 1500 Zivilisten und heftige Proteste der Türkei verursacht, [7] die einen Brief an den Sicherheitsrat schickte [8].

Der türkische Dschihadist – und nicht der syrische – und Mitglied der Grauen Wölfe, Alparslan Çelik, befehligt Turkmenische Milizen in Syrien. Hier beansprucht er die Hinrichtung des Piloten des Suchoi-24.

-Der wichtigste Führer der turkmenischen Milizen Syriens, Alparslan Çelik, ist Mitglied der Grauen Wölfe, der türkischen faschistischen Partei, die historisch an die Geheimdienste der NATO gebunden ist [9]. Er behauptete, angeordnet zu haben, die russischen Piloten während ihres Niederganges per Fallschirm abzuschießen [10].

-Das russische Flugzeug, das zerstört wurde, kam nur 17 Sekunden in den türkischen Luftraum und wurde abgeschossen, als es bereits im syrischen Luftraum war. Da die Türkei den 8 km tiefen Landstreifen als annektiert betrachtet, und ihr ein Recht gemäß dem Abkommen mit dem ehemaligen Präsidenten Hafez Al-Assad gegeben hatte dort einzugreifen, kann sie sich jedoch vorgestellt haben, dass diese Grenzverletzung länger gedauert habe. Wie dem auch sei, um den Suchoi-24 abzuschießen, ist das türkische Flugzeug in den syrischen Luftraum 40 Sekunden lang eingedrungen [11].

-Russland hatte keine Schutzmaßnahmen für seine Bomber ergriffen, da es glaubte, dass die Türkei am Kampf gegen terroristische Organisationen offiziell beteiligt sei. Umso mehr, als man niemals ein Eindringen von wenigen Sekunden als „Bedrohung für die nationale Sicherheit“ betrachtet, und weil die Türkei informiert war, und weil sie selbst täglich den Luftraum anderer Staaten, darunter Zypern, verletzt.

-Sofort von der Türkei dazu aufgefordert, berief die NATO den Rat des Nordatlantik ein, der nicht imstande war eine Entschließung anzunehmen, sondern lediglich eine kurze Erklärung durch seinen Generalsekretär lesen ließ… mit einem Aufruf zur Deeskalation [12]. Verschiedenen Quellen sprachen dann von tiefen Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Rates [13].

-Die saudische offizielle Presse hat eine Audio-Aufzeichnung eines Aufrufs von türkischen militärischen Fluglotsen veröffentlicht, die das russische Flugzeug vor einem Einflug in den türkischen Luftraum gewarnt hätten [14]. Viele Politiker von der AKP haben diese Aufzeichnung kommentiert und das von der russischen Armee eingegangene Risiko verurteilt. Allerdings hat letztere diese Aufnahme dementiert und bewiesen, dass es eine Fälschung war. Die türkische Regierung stritt dann jegliche Beteiligung an der Verbreitung dieser Aufnahme ab.

-Präsident Putin beschrieb die Zerstörung des Suchoi-24 als „Dolchstoß in den Rücken“. Er beschuldigte öffentlich die Rolle von Ankara in der Finanzierung von Daesh, insbesondere wegen der freien Durchfahrt des gestohlenen Öls durch die Türkei. Das russische Außenministerium bittet die 4,5 Millionen russischen Touristen die geplant hatten, die Türkei zu besuchen, ihre Reise abzusagen und hat die Einreise-Visa für türkische Staatsangehörige restauriert. Per Dekret hat der Kreml jeglichen neuen Vertrag zwischen russischen Stellen oder Personen und türkischen Personen oder Einrichtungen, einschließlich der Beschäftigung von Personal, die Ein- und Ausfuhr von Waren oder sogar Tourismus verboten [15].

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Bis jetzt hatte Russland die S-400 Triumph Raketen nur an China und Algerien verkauft. Diese Flak-Raketen sind (mit den S-500) die wirksamsten der Welt.

-Um seine Flugzeuge zu schützen, hat Russland vor Ort etwa 30 zusätzliche Jäger bereitgestellt, um die Bomber zu eskortieren. Vor allem hat es Boden-Luft S-400 Raketen auf seinem Militärflughafen Hmaymim (nahe von Latakia) installiert. Mit einer Reichweite von 600 Kilometern können diese Systeme bis zu 160 Ziele zugleich verfolgen und zerstören. Die US-Koalition, darunter Frankreich und die Türkei haben sofort alle ihre Flüge über Syrien eingestellt.

-Durch diese Elemente können wir schließen, dass die NATO von der Vorbereitung des türkischen Angriffs informiert war und dass sie ihn zuließ. Alles deutet darauf hin, dass Washington, das das Projekt eines Kurdistans in der Türkei unterstützen könnte, aber gegen die Erfindung eines Pseudo-Kurdistan in Syrien ist, sich mit Russland anschickt, den franco-britisch-israelischen Plan zu kontern, wie einst die beiden Großmächte sich gegen die Kolonialisierung des Suez-Kanals (1956) gestellt hatten.

Wichtige Punkte:
- Die Vernichtung des Suchoi-24 durch die Türkei ist kein Unfall, sondern eine seit langer Zeit geplante Operation, um Russland aus der Gegend, die von Frankreich, Israel und Großbritannien besetzt werden soll, zu vertreiben. Die NATO, die beide Operationen, die russische gegen turkmenische Milizen und den türkischen Angriff ausführlich verfolgt hatte, hat beschlossen nicht einzugreifen.
- Weit davon entfernt, dem Druck zu weichen, hat Russland in diesem Zusammenstoß einen Grund und eine Gelegenheit gefunden, seine Militärpräsenz in Syrien auszubauen. Es hat insbesondere S-400 Anti-Luft-Raketen entfalten.
- Die Praktiken der Türkei, die die internationale Presse vier Jahre lang ignoriert hat, werden jetzt öffentlich erwähnt (Plünderung der syrischen Fabriken, Installation von Trainingslagern für Dschihadisten im Norden von Syrien, Leitung der Dschihadisten, Unterstützung für Al-Qaida, Öl Schmuggel um Daesh zu finanzieren).
- Die franco-britisch-israelische Operation ist unterbrochen. Die Flugzeuge der Koalition wagen sich nicht mehr nach Syrien.

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] „Frankreich und Israel starten einen neuen Krieg in Irak und Syrien“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 23. November 2015.

[2] «¿Quién tomó la decisión de derribar al SU-24, Ünal o García?», Ignacio Cembrero, El Espagnol, 25 de Noviembre de 2015.

[3] «Исключение из НАТО уничтожит Турцию», Маргарита Арсо, Polit Puzzle, 27 ноября 2015.

[4] «Erdoğan tacitly acknowledges claim MİT transported arms to Syria», Today’s Zaman, November 25, 2015.

[5] « Mon usine était le quartier général de l’État islamique à Alep », entretien de Farès el-Chehabi avec Caroline Hayek, L’Orient-Le Jour, 28 novembre 2015.

[6] “Syrian Turkmens ask for Turkey’s help under heavy bombardment by Assad, Russia”, Today’s Zaman, November 22, 2015.

[7] «Governor: 1,500 Syrian Turkmens have fled to Turkish border», Today’s Zaman, November 22, 2015.

[8] «Lettre datée du 21 novembre 2015, adressée au Président du Conseil de sécurité par le Représentant permanent de la Turquie auprès de l’Organisation des Nations Unies», référence Onu : S/2015/904.

[9] Les Armées Secrètes de l’OTAN, Daniele Ganser, éditions Demi-Lune.

[10] „Piloten“, von Miroslav Lazanski, Übersetzung Horst Frohlich, Politika (Serbien), Voltaire Netzwerk, 30. November 2015.

[11] „Radar-Aufnahmen des türkischen Angriffs auf russisches Flugzeug“, von Valentin Vasilescu, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 30. November 2015.

[12] « Déclaration du Secrétaire général de l’Otan sur la destruction d’un bombardier russe par la Turquie », par Jens Stoltenberg, Réseau Voltaire, 24 novembre 2015.

[13] «Avion russe abattu: profondes divergences au sein de l’Otan», Sputnik, 25 novembre 2015.

[14] «‘I knew it was going to happen’: MEA pilot recalls downing of Russian jet», Faisal J. Abbas & Ismaeel Naar, Al-Arabiya News, November 25, 2015.

[15] « Указ о российских экономических санкций против Турции », Владимир В. Путин, Сеть Вольтер, 28 ноября 2015.

Radar-Aufnahmen des türkischen Angriffs auf russisches Flugzeug

-Die während einer Pressekonferenz in Moskau von General Viktor Bondarev, Chef der russischen Luftwaffe, präsentierten Elemente lassen keinen Zweifel zu: die türkische Luftfahrt, die unter den militärischen Koordinations-Vereinbarungen über den Flugplan des russischen Suchoi informiert wurde, hatte einen vorhergehenden Befehl erhalten, um sich zu positionieren, um das Flugzeug abzuschießen. Es sind Elemente, die die Version der NATO untergraben.

| Bukarest (Rumänien) | 30. November 2015
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General Viktor Bondarev, Stabschef der russischen Luftstreitkräfte.

-Zwei Tage nach dem Angriff auf den russischen Jagdbomber Su-24 durch einen türkischen F-16 im syrischen Luftraum, hat General Viktor Bondarev, Chef der russischen Luftwaffe, eine überraschende Aussage gemacht, die das Bild der westlichen Medien, die nur die Version der Türkei übernommen haben, völlig verändert.

-Im Rahmen des von Moskau und Washington am 26. Oktober unterzeichneten Memorandums zur Syrien- Kampagne, hat die russische Seite ihre amerikanischen Kollegen 12 Stunden vor der Mission von zwei Su-24-Bombern im Norden von Syrien informiert. Sie schickten ihnen alle Details der Mission, auch die Zeit des Starts: 09 h40, Höhe: 5 600 bis 6.000 m und die zu bombardierenden Ziele: die Nähe des Gebietes von Chefir, Mortlu und Zahia in Nord Syrien, an der Grenze der türkischen Provinz Hatay. Die taktischen Bomber Su-24 waren von der Basis von Hmeymim gemäß dem vorgesehenen Zeitplan um 09:40 abgeflogen, jedes mit vier Bomben OFAB-250 bewaffnet. Von 09h51 bis 10h11 haben sich die russischen Bomber in einem Wartebereich in einer Höhe von 5 650 m bzw. 5800 m im Süden der syrischen Stadt Idlib bewegt. Um 10h11 haben die zwei russischen Bomber die GPS-Koordinaten des Ziels erhalten, und machen einen ersten Durchgang senkrecht über dem Ziels um 10h16 und werfen die ersten Bomben ab. Nach Abschluss des Manövers, um zum Ziel für den zweiten Angriff zurückzukommen, wird einer der Su-24-Bomber von einer Luft-Luft-Rakete getroffen, die durch einen türkischen F-16 um 10h24 abgefeuert wurde.

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-Eine Analyse aus den Steuerelementen der Ergebnisse auf die Ziele, unterstützt durch die Dynamik der durch das Radar-Netzwerk erkannten Ziele, das den ganzen syrischen Luftraum überwacht, zeigte das Vorhandensein von zwei türkischen F-16 Flugzeugen, zwischen 09 h 08 und 10 h 29, die sich in einer Höhe von 4 200 m in der Luft Zone der Region Hatay an der Grenze zu Syrien aufhalten. Die türkischen Flugzeuge hatten um 08h40 abgehoben und landeten um 11h00.

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-Der Zeitaufwand für die zwei F-16-Jets, um die Motoren zu starten, auf der Piste von Diyarbakir Air Base anzurollen und den Dienstbereich, 410 km von ihrer Basis entfernt, zu erreichen, zeigt, dass die zwei türkischen F-16 ihre Mission eine Stunde vor dem Abflug der russischen Bomber empfangen haben. Das zeigt, dass die türkischen Piloten wussten, dass sie es mit russischen Su-24 Flugzeugen zu tun haben würden, und dass sie die Details der Mission dieser Bomber kannten, um sich in Vorbereitung für ihr Handeln positionieren zu können, um das russische Flugzeug dann abzuschießen, so dass es scheinen könnte, als ob der russische Bomber den türkischen Luftraum verletzt habe. Sie hatten also die Anweisung erhalten, das Verfahren der internationalen Verträge, die die Türkei unterzeichnet hatte, nicht einzuhalten, nämlich zuerst abfangen, gefolgt von Blickkontakt, einem Warnschuss mit der Bord-Kanone, und dann schließlich die Zerstörung.

-Laut General Viktor Bondarev hat der Bomber Su-24 während seines ganzen Fluges eine Entfernung von mehr als 5 km von der syrisch-türkischen Grenze eingehalten, bevor er in den Bereich des möglichen Abschusses von einer durch die Hitze gelenkte Luft-Luft-Rakete von einem der türkischen F-16 Jäger eintrat, der fast senkrecht zur Flugrichtung der Su-24 Bomber geflogen ist. Das türkische Flugzeug machte eine Wendung von 110 Grad, mit einer Dauer von 1 Minute und 40 Sekunden, mit dem Ziel, den russischen Bomber von hinten zu erreichen. Aufgrund dieser Kurve trat der türkische F-16 zwei Kilometer in den syrischen Luftraum ein (in dem er ca. 40 Sekunden blieb, während der Su-24 nur 17 Sekunden im türkischen Luftraum verbrachte) genug, um auf den Radarschirmen der Luftbasis von Hmeymim sichtbar zu sein, während er sich vom Angriff absetzte und tiefer als 2500 m tauchte.

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-Dieses Manöver hat den F-16 hinter einen der zwei russischen Su-24 Bomber in einem Abstand von 5 bis 7 km mit einer Annäherungs-Geschwindigkeit positioniert, die den Abschuss der Luft-Luft-Rakete zuließ. Vor dem Angriff war auf keinem Radiokanal, auch auf dem speziell für die Zusammenarbeit vorgesehenen, keine Aufzeichnungen über einen Appell der Piloten oder der Kontrollorgane der türkischen Armee festzustellen.

-Bondarev schlussfolgert, dass die türkischen Piloten sich mehrere Wochen speziell präpariert hatten, um einen russischen Bomber an der Grenze mit Syrien abzuschießen und die letzten Details des Hinterhaltes wurden während der 12 Stunden, die der Ankunft der von den Russen übermittelten Informationen vor dem Abflug folgten, von den Türken (vermutlich mit den NATO-Verbündeten) ausgearbeitet.

Übersetzung
Horst Frohlich

Valentin Vasilescu

Valentin Vasilescu Expert militaire. Ancien commandant adjoint de l’aéroport militaire d’Otopeni.

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