Mit ‘RT’ getaggte Beiträge

https://deutsch.rt.com/nordamerika/40672-us-wahlkampf-obama-schiesst-gegen/
US-Wahlkampf: Obama schießt gegen RT und Russland – Moskau zeigt sich irritiert

"Trump redet mit RT" - für US-Präsident Barack Obama offenbar ein No-Go.

„Trump redet mit RT“ – für US-Präsident Barack Obama offenbar ein No-Go.
Die „russische Karte“ wird im US-Wahlkampf zu oft gespielt, mahnt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow und gab zu bedenken, dass die jüngsten Kommentare Barack Obamas in Richtung Russland nicht dabei helfen, verlorengegangenes Vertrauen wiederaufzubauen.

„Leider sehen wir andauernde Äußerungen, geprägt von oft äußerst heftiger Russophobie. Diesbezüglich können wir nur unser Bedauern ausdrücken“, erklärte Wladimir Putins Pressesprecher Dmitri Peskow. Auch fügte er an:

Nach einem Zusammenbruch am Sonntag in New York könnte der Gesundheitszustand der US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton zu einer weiteren Hypothek in ihrem Wahlkampf werden.

Diese Rhetorik, die im US-Wahlkampf formuliert wird, hilft nicht bei den noch jungen Versuchen, gegenseitiges Vertrauen wiederaufzubauen.“

Peskows Kritik war eine öffentliche Rede des US-Präsidenten vorausgegangen, in der Obama den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump hart anging, weil dieser dem legendären Journalisten Larry King in dessen RT-Show ein Telefoninterview gab.

Einmal in Rage geredet ob der medialen Präsenz Trumps auf RT, verglich Obama den russischen Präsidenten Wladimir Putin gar mit Saddam Hussein, eben jenem früheren irakischen Staatsoberhaupt, welches die USA durch einen Angriffskrieg aus dem Amt fegten. Obamas Rede war Teil einer Wahlkampfveranstaltung für Hillary Clinton in Philadelphia.

Peskow zufolge dominieren die „russische Karte“ und Russlands Präsident längst den US-Wahlkampf. Allerdings würde Russland dies nur als Kompliment verstehen, wenn das Bild, das dabei von Moskau gezeichnet wird, nicht stets eine negative Konnotation hätte.

https://deutsch.rt.com/afrika/40482-exklusiv-aus-is-zentrum-fur/
Exklusiv aus IS-Zentrum für Selbstmordanschläge: RT deckt perfide IS-Kriegstaktiken in Libyen auf

Exklusiv aus IS-Zentrum für Selbstmordanschläge: RT deckt perfide IS-Kriegstaktiken in Libyen auf

Die Indoktrination des IS im lybischen Sirte lief lange Zeit auf vollen Touren und formte skrupellose Selbstmordattentäter, die zivile Strukturen wie Krankenhäuser mit Autobomben angriffen. RT-Reporter William Whiteman berichtet aus dem IS-Zentrum für Selbstmordattentäter.
https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/38304-sie-schliefen-im-untergrund-/
„Sie schliefen im Untergrund“ – RT erkundet versteckte IS-Befestigungen in befreiter syrischer Stadt

„Sie schliefen im Untergrund“ – RT erkundet versteckte IS-Befestigungen in befreiter syrischer Stadt

Ein RT-Team entdeckte im befreiten syrischen Asch-Schaddadi ausgedehnte Tunnelnetzwerke und Bunkeranlagen. Sie wurden von IS-Terroristen ausgehoben und dienten ihnen als Waffen- und Munitionslager wie auch auch als Schlaf- und Luftschutzbunker. Exklusive Aufnahmen zeigen die Befestigungen und machen deutlich, wie der IS das Gebiet kontrollieren konnte.

Die Stadt Asch-Schaddadi im Nordosten Syriens war über zwei Jahre lang eine IS-Hochburg, bis sie im Februar von den Freien Demokratischen Kräften Syriens (SDF), einer Koalition arabischer und kurdischer Milizen, befreit wurde. Die heftigen Kämpfe um die Stadt dauerten zehn Tage und führten mit Luftunterstützung der Anti-Terror-Koalition zum Erfolg gegen den IS.

Als das RT-Team die Reste der vom Krieg zerstörten Stadt erreichte, entdeckten sie ein beeindruckendes Netzwerk von Tunneln und unterirdischen Bunkern, die von den radikal-islamistischen Kämpfern angelegt wurden. Die Militanten nutzten die Anlagen auch, um Sprengsätze unter feindlichen Stellungen zu platzieren, und um durch unterirdisch verlaufende Rohrleitungen illegal Erdöl zu exportieren.

Es wurde auch ein umfassendes Netz von Gräben ausgehoben, die dafür konzipiert sind, bei Manövern außerhalb der Stadt unentdeckt zu bleiben. Jedes Haus, das RT besichtigte, war mit einer unterirdischen Anlage vesehen.

Außerdem gibt es Unterschiede in der Qualität der Bunker. Hier spielte die Hierarchie der IS-Kämpfer eine entscheidende Rolle. Während ausländischen Rekruten, vor allem Neulingen, weniger sichere Schutzräume zur Verfügung standen, genoss die Elite den Schutz verstärkter Betonbunker.

RT-Reporter besuchten das Erdölfeld Jabisah in Syrien, das vom IS befreit werden konnte

Ein solcher Bunker wurde in der Nähe des Hauses eines IS-Kommandanten angelegt. Er diente als Versteck vor Luftangriffen, berichtete ein SDF-Guide. Der Blick in das Haus eines „IS-Emirs“ beweist, die einstige Anwesenheit der Dschihadisten: Es wurden Militäruniformen, Sprengkörper und Teile der Ausrüstung in den Räumen gefunden. Auch ein Tunnel, der nach der Rückeroberung Asch-Schddadis durch SDF-Kräfte mit Kies gerfüllt wurde.

„Die Länge des Tunnels beträgt etwa 200 bis 300 Meter. Es ist zum Schutz gegen Luftangriffe angelegt worden“, berichtete ein SDF-Soldat. Unterirdische Schutzstrukturen, die von ausländischen IS-Kämpfern verwendet wurden, sind „eng“ und boten kaum Schutz gegen Luftangriffe, da die Kämpfer nur durch Kies geschützt wurden.

In einem weiteren Haus, das vom IS genutzt wurde, erfuhr RT, dass die IS-Kämpfer ihre Häuser verlassen und Zuflucht in der Sicherheit der Tunnel suchten, als SDF-Kräfte, in die Stadt gelangten.

„Das ist eine der IS-Befestigungen“, sagte der SDF-Guide als er uns die Anlage zeigte. „Das ist einer der Räume, in dem sie sich versteckten. Sie schliefen nicht in den Häusern, sondern hier.“

Profesionelle Buchhaltung: Jedes verkaufte Barrel Öl wurde vom IS sorgsam protokolliert

Im Inneren des Hauses entdeckte RT auch hunderte von IS-Dokumenten, einschließlich Fotos mit Bezug auf die irakische Armee, sowie Fotos von syrischen Regierungsmitgliedern. Es tauchten auch die Namen von Hunderten lokaler und ausländischer Kämpfer auf.

Nach der Einnahme von Asch-Schaddadi verbleibt die sogenannte IS-Hauptstadt Rakka, im Nordosten von Syrien, als einzige große Terroristenhochburg. Seit 2014 diente Asch-Schaddadi dem IS sowohl als Ort zur Vorbereitung von Angriffen gegen die Kurden in der Provinz Hasaka als auch als ein strategischer Knotenpunkt in der Mosul-Raqqa Route.

https://deutsch.rt.com/international/37375-britischer-journalist-von-rt-uber/
Britischer Journalist von RT über Propagandataktiken in westlichen Medien

Britischer Journalist von RT über Propagandataktiken in westlichen Medien

US-Senatoren Robert Portman und Chris Murphy haben einen Gesetzentwurf über den Schutz der Vereinigten Staaten vor Staatspropaganda aus Russland und anderen Ländern unterbreitet. Journalist Tony Gosling meint, dass es eben die USA sind, die über Ereignisse weltweit nach Belieben berichten, obwohl sie Russland Propaganda vorwerfen.

Wie der britische Journalist Tony Gosling schreibt, gefalle es den USA, dass ihre Sendungen in verschiedenen Sprachen weltweit ausgestrahlt werden. Wenn aber Russland dasselbe tue, drücke der Westen sein Missfallen aus.

„Das wahre Problem besteht darin, dass der Begriff der Objektivität im westlichen Journalismus seit den letzten 10 oder 15 Jahren immer verschwommener wird. Das betrifft vor allem größere TV- und Radiosender. Sehr oft wird uns nur eine Meinung mitgeteilt. Im Westen sind kompetente Menschen, die Kritik ausüben, einfach nicht hörbar, insbesondere wenn sie linke Ansichten haben oder gegen Kriege eintreten. Im gewissen Sinne beschäftigen sich der russische TV-Sender RT und sein chinesischer Pendant CNC eben damit, dass sie den Zuschauern ihre Meinung mitteilen, denn in den letzten Jahren war sie für das Publikum einfach unzugänglich.“

Gosling ist sich sicher, dass das Problem dadurch bedingt sei, dass die Kontrolle über Medien in den Händen eines immer enger werdenden Personenkreises sei. Die Anti-Propaganda-Initiative der US-Senatoren beweise ein weiteres Mal, dass sich die USA in die Angelegenheiten Europas einmischten.

„Die USA werfen Russland Propaganda vor. In der Tat sind es eben die USA, die Propaganda produzieren. In der Gesetzesunterlage steht, dass Russland die Krim annektiert habe. Es war aber Victoria Nuland, die die Ukraine besucht hat, wobei Washington in wenigen Jahren 5 Milliarden US-Dollar ausgegeben hat, um dieses Land davon zu überzeugen, Russland den Rücken zu kehren und sich der EU und den USA anzuschließen. Wenn sich jemand tatsächlich in die Angelegenheiten der Ukraine einmischt, so sind es die USA und nicht Russland“, erklärt der britische Journalist.

„Die westlichen Medien berichten unter einem gewissen Gesichtswinkel, und er wird mitunter vom State Department vorbestimmt. Die Senatoren wollen, dass das US-Außenministerium eine wichtige Rolle bei der Umsetzung ihres Gesetzes über die Propaganda-Abwehr spielt. Dabei erwecken Fakten und Statistiken aus dieser Behörde schon seit langem kein Vertrauen mehr. Sie teilt den größeren US-Körperschaften und Senatoren lediglich mit, was sie von ihnen hören möchte. Ihren Angaben über das RT-Budget kann man kein Vertrauen schenken“, resümiert Tony Gosling.

FAZ deckt auf: Edward Snowden in Wirklichkeit russischer Agent

Edward Snowden, Julian Assange, Chelsea Manning als Statuen bei einer Performance in Berlin: Wer das US-Imperium kritisiert landet schnell auf der Abschussliste

Edward Snowden, Julian Assange, Chelsea Manning als Statuen bei einer Performance in Berlin: Wer das US-Imperium kritisiert landet schnell auf der Abschussliste
Bei der Verteidigung ihres transatlantischen Narrativs verstehen die Meinungseliten in Deutschland offenbar keinen Spaß. Schon seit Mitte Februar blasen die Geheimdienste, beauftragt durch die Bundesregierung und in trauter Eintracht mit der deutschen Mainstreampresse, zum Sturm auf russische Medien. Im Zuge der Kampagne wird nun auch Edward Snowden als russischer Agent verunglimpft. Just eine Woche bevor Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor dem NSA-Untersuchungsausschuss aussagen muss.

Dass das politische System in Deutschland in einer schweren Legitimitätskrise steckt, zeigten nicht zuletzt die Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, aus denen die AfD eindeutig als neue oppositionelle Kraft hervorging. Während Vertreter einer linken Alternative sich vor allem mit Machtanbiederung und Wählerbeleidigung beim Bürger unbeliebt gemacht haben, gelang es den Rechtspopulisten in den vergangenen Monaten sich als neue Anti-Establishment-Partei zu etablieren. Dass das politische Programm der AfD diesen Nimbus nicht wirklich legitimiert, scheint für die meisten Wähler keine Rolle zu spielen.

Falls die russische Kampagne zu laut wird: Kopfhörer für BND-Mitarbeiter an einer Wand im neuen BND-Gebäude in Berlin Mitte. Aufgenommen während der Eröffnungszeremonie, am 31. März 2014.

Diese Entwicklung ist mit den Vorwahlen-Erfolgen eines Donald Trump in den USA durchaus vergleichbar. Im Kern ist es die jahrzehntelange Respektlosigkeit der politischen Eliten gegenüber derer, die sich als normale Bürger begreifen, welche derartige Wahlergebnisse zur Folge hat. Im Falle Trumps gelingt es der deutschen Mainstreampresse sogar, diese Zusammenhänge korrekt zu analysieren: So zeigen etwa Heike Buchter und Roman Pletter in dem Zeit-Beitrag „Rache von unten“ auf, wie vor allem das gebrochene Wohlstandsversprechen im Zuge der Finanzkrise von 2008, das Vertrauen in eine politische Kaste, die sich vor allem den Interessen einer ökonomischen Elite verpflichtet fühlt, nachhaltig zerstörte.

Mit der selben Kausalkette ließe sich erklären, warum die Agenda 2010-Partei SPD in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt nur noch knapp über zehn Prozent der Wählerstimmen auf sich verbuchen konnte. Es ließe sich so erklären, warum derart viele Menschen in Deutschland sich von der Politik verraten und sozio-ökonomisch aufs Abstellgleis gedrängt fühlen. Wenn nun wie geplant der Mindestlohn von 8,50 Euro auf 8,80 Euro steigen soll, zeigt sich an diesen 30 Cent die ganze Verachtung der Gewinner des Systems gegenüber den Verlierern. Was letztere zu erwarten haben ist lediglich blanker Hohn.

Doch problematisch für die herrschenden Eliten ist dabei: Der Zuckerguss auf diesem Kuchen glänzt nicht mehr. Der Lack ist ab. Die fein abgestimmte Maschinerie aus Ablenkung und Realitätsverdrehung, mit der die Benachteiligten der herrschenden Ordnung jahrzehntelang ruhig gestellt wurden, ist ins Stocken geraten.

Frank-Walter Steinmeier. Quelle: Kleinschmidt CC BY 3.0 de

Mit Sicherheit ist das Aufkommen sozialer Medien einer der Gründe für diese Entwicklung. Auch im oben benannten Zeit-Artikel wird korrekt aufgezeigt, wie es etwa dem Kandidaten Trump gelang, schon vor dem Kandidatenrennen, auf Twitter und Instagram eine eigene Öffentlichkeit aufzubauen. Das milliardenschwere Mainstreammedien-System, das sonst jede Aussage und Stellungnahme durch ihre Filter zieht, wird dadurch ausgehebelt.

Eine weitere Rolle hinsichtlich des Machtverlustes pro-transatlantischer Elitenmedien spielen zweifelsohne jedoch auch alternative und nicht-westliche Nachrichtenangebote. Im deutschsprachigen Raum können sich etwa neben dem Presse- und Videoprotal KenFM auch die NachDenkSeiten oder Telepolis über wachsenden Einfluss freuen.

Finanziert durch russische Steuergelder verbuchen auch die Nachrichtenkanäle von Sputniknews und RT innerhalb kurzer Zeit eine sehr signifikante Steigerung der Zugriffsraten. Selbstredend folgen diese Medien nicht der transatlantischen Erzählung und zeigen die andere Seite der Medaille. Genug Schmutz und Lügen gibt es, mit denen westliche Medien die moralische Überlegenheit ihres Systems und ihrer Eliten darzustellen versuchen, als dass diese Arbeit je langweilig werden könnte.

Dass diese vom Mainstream abweichende Sicht der Dinge den Platzhirschen mehr und mehr zu schaffen macht, zeigt die neue Stufe der Aggressivität, mit der diese seit Mitte Februar 2016 – insbesondere gegenüber russischen Medien – agieren. War es zunächst die Ankündigung, dass das Kanzleramt BND und Verfasssungsschutz beauftragt hat, unsere Arbeit zu analysieren, haben deutschsprachige Leitartikler nun jede Scham verloren, diesen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit zu bejubeln.

Was in Journalistenkreisen eigentlich gang und gäbe ist, nämlich Solidarität unter Kollegen im Falle staatlichen Drucks, wird hier nicht einmal in Erwägung gezogen. Stattdessen wird zum Zwecke höherer Propagandainteressen der geheimdienstliche Angriff auf russische Medien geradezu gefeiert. Ein Mediensystem, deren Vertreter ihre vorgeblichen Grundwerte derart mit Füßen treten, hat ganz andere Probleme als ein paar aus Russland finanzierte Nachrichtenkanäle.

Den vorläufigen Höhepunkt in der neuen Hasskampagne gegen alles Russische, mit der vom eigenen Versagen abgelenkt werden soll, präsentierte am vergangenen Freitag die Frankfurter Allgemeine Zeitung mit dem Titel „Putin manipuliert: Gezielte Medienkampagne gegen Deutschland„.

Neben dem x-ten Aufguss bereits ausladend ausgebreiteter Konspirationsgeschichten zu Ungunsten Moskaus, gerät dort vor allem auch der NSA-Whistleblower Edward Snowden ins Fadenkreuz der transatlantischen Tatsachenverdreher. Ohne jede Verklausulierung wird Snowden, der trotz seines Asyls in Russland auch schon die Internetkontrolle durch die russische Regierung kritisiert hatte – worüber auch RT Deutsch berichtete – in dem Beitrag als russischer Agent denunziert.

Frank-Walter Steinmeier. Quelle: Kleinschmidt CC BY 3.0 de

In Wirklichkeit seien es nicht die USA mit ihren milliardenschweren und reichlich belegten Abhörbemühungen, die Deutschland geheimdienstlich auf dem Schirm haben, sondern natürlich der Russe.

Die neuen Anschuldigungen kommen just eine Woche bevor Außenminister Frank-Walter Steinmeier im NSA-Untersuchungsausschuss aussagen muss, und haben eindeutig das Ziel, Snowdens Enthüllungen und den Whistleblower selbst zu diskreditieren.

Der Grund hierfür könnte relativ simpel sein: Wie ebenfalls bereits belegt werden konnte, war es allem Anschein nach Frank-Walter Steinmeier, der zwischen 2002 und 2006 als damaliger Chef des Bundeskanzleramtes unter Gehrard Schröder einen Brief mit der Aufschrift „persönlich“ an den damaligen Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke richtete, in dem eine Unbedenklichkeitserklärung für die Zusammenarbeit des Telekommunikationsunternehemens mit BND und NSA ausgestellt wurde.

Das Schreiben stand am Anfang einer neuen Dimension des millionenfachen Grundrechtebruchs und der Totalüberwachung in Deutschland durch US-amerikanische Geheimdienste. Wer dies nicht thematisiert wissen will, bemüht sich offenbar lieber, auf den ewigen Russen einzudreschen.

USA predigen den medialen Vernichtungskrieg gegen Russland

US-Geheimdienstdirektor James Clapper warnt den US-Kongress vor der "medialen russischen Gefahr" und setzt diese mit dem IS und nord-koreanischen Atomraketen gleich

US-Geheimdienstdirektor James Clapper warnt den US-Kongress vor der „medialen russischen Gefahr“ und setzt diese mit dem IS und nord-koreanischen Atomraketen gleich
In den USA gehört es schon zur Tradition, den Kongressabgeordneten mit der “Kreml-Propaganda” einen Schrecken einzujagen. Wie den Kindern hierzulande mit dem Knecht Ruprecht. Doch im Unterschied zu den Senatoren und Kongressmitgliedern werden die Kinder erwachsen und erfahren irgendwann, dass es in Wirklichkeit gar keinen Knecht Ruprecht gibt…

Von Ilja Ogandschanow

Peter Lavelle, RT

Erst kürzlich wurde erneut im US-Kongress die Gefahr, die angeblich von den russischen Medien ausgeht, thematisiert.

Bei der jüngsten Anhörung im US-Kongress hat der Geheimdienstdirektor der USA, James Clapper, Russland vorgeworfen,  einen „Informationskrieg“ gegen den Westen zu führen und ihn „diskreditieren“ zu wollen. Dabei stellte er die Gefahr, die angeblich von den russischen Medien ausgeht, potentiellen Anschlägen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in den USA und Europa sowie der Aufstockung des nordkoreanischen Atompotenzials gleich. Die Gefahrstufe ist extrem hoch. Womit sollen denn die russischen Medien den Chef einer solch einflussreichen Behörde so alarmiert haben?

Übung macht den Meister

„Russland fährt fort, den Grad des Informationskrieges zu steigern, indem er daran arbeitet, die antiamerikanischen und anti-westlichen Stimmungen sowohl in Russland als auch weltweit anzufachen. Moskau wird auch weiterhin falsche und irreführende Informationen veröffentlichen und dadurch versuchen, den Westen zu diskreditieren, und das Informationsbild, das dem Image Russlands schadet, zu stören bzw. zu entstellen, das westliche Einvernehmen in Bezug auf Russland zu untergraben und die Rolle Russlands als verantwortungsvolle und führende Großmacht zu verteidigen.“

So Clapper gegenüber dem US-Kongress.

Aus dem Bericht des Chef-Geheimdienstlers der USA werden die Kongressleute wohl im Großen und Ganzen nichts neues erfahren haben. Das alles wurde ihnen mehrmals in unterschiedlichen Variationen aufgetischt. Bereits 2011 hatte Hillary Clinton bei einer Anhörung im Kongress erklärt, dass sich die Vereinigten Staaten in einem Informationskrieg befinden. Damals war auch der Erzfeind bestimmt worden:

„Wir sind in einem Informationskrieg. Und wir verlieren diesen Krieg. Ich sage das frank und frei. Die Russen haben ihren englischsprachigen TV-Sender in Betrieb genommen. Ich habe ihn bereits in einigen Ländern gesehen und finde ihn recht interessant.“

Es ist leicht zu erraten, dass die Rede von „Russia Today“ war.

 

Das alte Lied über den „recht interessanten“ und „äußerst gefährlichen“ russischen Fernsehkanal wächst sich zu fantastischen Gerüchten aus. Für mehr Plausibilität führt man unwiderlegbare Beweise für die „jesuitische Methode“ an, mit der die Russen den Informationskrieg führen wollen. So fand im April 2015 im Außenkomitee des US-Repräsentantenhauses eine Anhörung zum Thema „Was man sich der Nutzung von Informationen als Waffe durch Russland widersetzen kann“ statt. Daran beteiligte sich auch die frühere RT-Moderatorin Liz Wahl, die vor laufenden Kameras und viel Tamtam die Tür hinter sich zugeschmissen hatte. Mit dem Elan einer jungen Komsomolzin geißelte sie vor der ehrbaren Versammlung den Sender, wo sie noch nicht lange her erfolgreich gearbeitet hatte, und warf RT Faktenverdrehungen, Finanzierung vonseiten Putins und andere Sünden vor.

Später sollten jedoch unangenehme Umstände des „freiwilligen Abschieds“ dieser Vorkämpferin für Wahrheit und Pressefreiheit auftauchen. Es stellte sich heraus, dass das mit „Sich amerikanisch empfehlen“ betitelte Spektakel gut vorbereitet und womöglich auch gut bezahlt war. Laut einer unabhängigen Untersuchung der Washingtoner Zeitung „Truthdig“ sollen hinter diesem medienstarken Abschied Neokonservatoren gesteckt haben. Darauf folgten weder Entschuldigungen noch Dementis. Wozu auch? Die mediale Verleumdung war ja schon getätigt worden. Der Rest ist nebensächlich. Die Glaubwürdigkeit der Tatsachen schert im Westen offensichtlich niemanden. Hauptsache ist, dem Publikum Angst einzujagen.

Einer der Meister in diesem „Horror“-Genre ist Matthew Armstrong, Mitglied des Rundfunkdirektoriums (Broadcasting Board of Governors, BBG). In seiner Rede vor dem US-Kongress im Oktober 2015 stellte er die „russische Propaganda“ der Terrormiliz „Islamischer Staat“ gleich und pries den ihm unterstellten Radiosender „Voice of America“ im „Widerstand gegen Informationsentstellungen“.

 

Der mediale Weltkrieg erreichte seinen Höhepunkt während der Ukraine-Krise. Man höre sich nur das Thema der Anhörungen im Außenkomitee des US-Senats im November vergangenen Jahres an: „Putins Invasion in die Ukraine und die Europa gefährdende Propaganda“. Das klingt teuflisch. Das Problem ist allerdings, dass die Vereinigten Staaten diesen Krieg bisher verlieren. Auf die Frage des Senators Ron Johnson, wo sich die USA auf der 10-Punkte-Skala befänden (10 Punkte entsprechen den wirksamsten Mitteln des Kalten Krieges), antwortete der Vizepräsident des Zentrums für Strategische und Internationale Studien der USA (CSIS), Heather Conley, Folgendes:

„Ich glaube, man kann uns zwisschen Punkt 3 oder 4 einstufen“, während der Sender RT – Punkt 7 oder 8. erreicht. Uns steht ein langer Weg bevor, bis wir genauso allgegenwärtig und einflussreich werden, wie das moderne Russland.“

EisernesArgument

Was tun? Diese ewige Frage der russischen Intellektuellen  stellen sich nun auch die US-Denker. Den Kongressleuten werden verschiedene „Varianten der Reform des US-Auslandsrundfunkes“ angeboten, für die exorbitante Ausgaben gefordert werden. Der Nationale Geheimdienstdirektor und seine Kollegen, die auf dem Kapitol Rede und Antwort stehen, deuten bei jeder Gelegenheit an, dass die Feder und das Bajonett eigentlich dasselbe seien. Ihr eisernes Argument: Die Russen würden im Medienkampf führen, deswegen brauchten die US-Geheimdienste mehr Geld, um sie zu bekämpfen. Sollten die erforderlichen Mittel ausbleiben, ließe sich die globale Katastrophe nicht vermeiden. Kurzum: Die Gefahr ist so groß, dass man die schon ohnehin immense Finanzierung um das Mehrfache aufstocken soll.

 

Im Januar 2016 erklärte der BBG-Vorsitzende Jeffrey Shell in einem Interview für die „Washington Times“, dass die US-Regierung nur einen Bruchteil der Etats ausgebe, über die die Gegner der Behörde verfügten. Unter den wichtigsten Widersachern des BBG nannte Shell den Sender RT. Das Blatt selbst merkte übrigens an, dass die Tätigkeit von RT bei einer geringeren Finanzierung (in Höhe von 307 Millionen US-Dollar im Jahr) viel zielgerichteter und effizienter sei. Es sei am Rande bemerkt, dass der BBG-Etat für 2015 mehr als doppelt so groß wie der von RT ist – 721 Millionen US-Dollar. Dabei sollen die US-Behörde Heather Conley zufolge doppelt so schlecht arbeiten.

Allem Anschein nach wird das BBG wohl ein neues Geschäftsprojekt mit dem Titel „Informationskrieg gegen die russische Propaganda“ erfunden haben. Um es in die Tat umzusetzen, muss man den schon ohnehin erschrockenen Kongressleuten noch mehr Angst und Bange einjagen, um ihnen noch mehr Geld zum Kampf gegen das teuflische mediale Übel abzutrotzen. Das Projekt ist unbefristet, denn das Böse wird immer schlimmer und will mit mehr Geld bekämpft werden. Das Modell ist so schlicht wie genial.

Alle Mittel sind recht

Auf der Jagd nach einer größeren Finanzierung sind natürlich alle Mittel recht. Und unsere westlichen Kollegen genieren sich nicht, selbst zu verwerflichsten Mitteln zu greifen. Wir sind entstellte Fakten und unverfrorene Lügen schon lange gewohnt. So war es zum Beispiel 2008, als der Beschuss auf die südossetische Stadt Zchinwal durch Georgien für eine russische Aggression ausgegeben wurde; oder als man uns Märchen über den von einfachen Ukrainerinnen und Ukrainern geleisteten demokratischen Durchbruch und die völlig legitime „revolutionäre Aktivität der Massen“ erzählte, während auf dem Maidan Autoreifen brannten, Polizisten mit Brandflaschen beworfen wurden und unbekannte Heckenschützen aus Fenstern schossen; oder als man uns das Offensichtliche verweigerte und zynisch zu glauben zwang, dass die Opfer der Tragödie von Odessa sich selbst im Gewerkschaftshaus verbrannt hatten; oder als man im Fall der abgeschossenen malaysischen Boeing keine Beweise lieferte, weil das State Department schon ohnehin die Wahrheit wüsste. Und so weiter und so fort.

 

Auch lesen: Anti-RT-Abend an der Freien Uni Berlin – Mit freundlicher Unterstützung der US-Botschaft

Die Liste solcher hohen Standards des freien Journalismus lässt sich noch weiter fortsetzen. Im Oktober 2015 rief der ehemalige Assistent des US-Außenministers für Demokratie, David Kramer, in der „Washington Post“ auf, sämtliche RT-Aktiva „im Zusammenhang mit beiden Gerichtsurteilen einzufrieren, die gegen Russlands  Regierung Russlands im Fall der Erdölgesellschaft YUKOS“ gefällt worden waren. Jüngst ging der ehemalige US-Beamte noch weiter, indem er forderte, solche russischen Medien wie RT und Sputnik ohne Weiteres zu schließen. „Nicht wegen der Inhalte, die sie veröffentlichen, sondern wegen ihrer Finanzierungsquellen.“ Billig, aber effizient: dichtmachen statt konkurrieren! Kein Sender, kein Problem. Das kommt uns irgendwie bekannt vor… Ein Vorbild an Demokratie, nicht wahr? Es naht wohl die Stunde, wo die westlichen Medien plakativ warnen werden: „Andere Meinung haben ist streng untersagt!“

Die Macht der Tatsache

Es liegt auf der Hand, dass der Westen sein Monopol auf die Information einbüßt. Die westlichen Medien verlieren den von ihnen angezettelten Informationskrieg an allen Fronten und räumt das ehrlich, jedoch nicht ohne ganz hysterisch zu sein, ein. Nach der Meinung des Beamten des US-Außenministeriums William Stevens verstehe  Moskau soziale Netzwerke zu seinen Zwecken perfekt auszunutzen. „RT hat Google gehackt“, sagte er und wies darauf hin, dass die Suchmaschine die populärsten Nachrichtenanfragen eben auf die RT-Seite verlinkt.

Im Januar 2016 bezeichnete der Vizepräsident der Stiftung zur Unterstützung der Demokratie (NED), Christopher Walker, in einem Bericht den Sender RT als eine der Hauptbedrohungen für die Vereinigten Staaten. „Eine lange Zeit kümmerte sich der Westen nicht wegen autoritärer internationaler Medien“, gab er zu. „Doch später wurde klar, dass solche Medien wie der chinesische Sender ʻCCTVʼ oder der russische ʻRTʼ die Zuschauerschaft real beeinflussen können.“ Walker nannte RT autoritär. Gleichzeitig fand er, dass BBC und Deutsche Welle, die zum Teil oder ganz aus dem Haushalt der jeweiligen Länder finanziert werden, „im Einklang mit dem grundlegend anderen Wertesystem“ arbeiteten. Und das heißt keine doppelten Standards!

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Tweet auf    https://deutsch.rt.com/inland/36331-couch-versus-frontbericht–wie/

Couch-Potato gegen Frontbericht: BILD versucht RT-Berichterstattung zu Madaja zu diffamieren

BILD berichtet über Syrien lieber aus der sicheren Distanz des Axel-Springer Gebäudes in Berlin-Mitte

BILD berichtet über Syrien lieber aus der sicheren Distanz des Axel-Springer Gebäudes in Berlin-Mitte
-RT hat Reporter direkt im syrischen Frontgebiet und berichtete die letzten Tage aus der belagerten Stadt Madaja. Dabei zeigte RT, wie erstmals eine Gruppe von Frauen und Kindern die Stadt im Zuge eines humanitären Hilfskonvois des Roten Kreuzes und der UN verlassen durften. BILD-Reporter behaupten nun von ihrer Couch in Berlin-Mitte aus, die Flüchtlinge seien „Schauspieler“, alles sei inszeniert. Einziger Beleg: Ein ominöser „Aktivist aus der Region“, den BILD telefonisch kontaktiert haben will.

„[…] BILD war von vornherein skeptisch, da vor allem die vielen gezeigten Kinder keine Anzeichen von Unterernährung aufwiesen und die internationalen Helfer auch nicht nach Essen fragten. BILD recherchierte weiter, sprach mit syrischen Ärzten in Madaja selbst und oppositionellen Aktivisten. Das Ergebnis der Nachforschungen: Die „300 Geretteten“ seien nie in der eingeschlossenen Stadt gewesen, es handele sich um Familienmitglieder der herrschenden Baath-Partei von Diktator Assad, sagte ein Aktivist aus der Region zu BILD. Sie seien am Morgen des 11. Januars von Hisbollah-Kämpfern extra aus dem fünf Kilometer entfernten Ort Bloudan herangekarrt worden –  einer vorwiegend christliche Stadt, die treu zu Assads Herrschaft steht.“

-So die Darstellung des Boulevard-Blattes in dem Artikel: „BILD erklärt die Hunger-Hölle von Madaja“, die gleich in den ersten drei Sätzen zahlreiche Ungereimtheiten und direkte Lügen beinhaltet:

1. Zunächst zeigt das Bildmaterial von RT, von welchem BILD behauptet, man sehe an den Kindern keine Anzeichen von Unterernährung, selbst für medizinisch nicht geschulte Augen, ganz deutliche Belege für Mangelernährung, erkennbar an den eingefallenen Gesichtszügen sowie dem Zustand der Zähne, wie etwa in diesem RT-Video ab Minute 2:40 sichtbar:

-RT-Syrienkorrespondant Murad Gazdiev unterlegt dies mit zusätzlichen Bildmaterial in einem Tweet:

 Tweet

2. Die nächste Behauptung, dass die Kinder die internationalen Helfer nicht um Essen fragten, stellt BILD einfach so in den Raum, implizierend, sie hätten einen Reporter direkt vor Ort gehabt. Dem ist aber nicht so, obwohl BILD sehr wohl wie RT die Möglichkeit gehabt hätte, auch einen Reporter zum humanitären Hilfskonvoi des Roten Kreuzes und UN-Ernährungsprogramms zu schicken. Doch BILD-Reporter berichten und beurteilen im pseudo-investigativen Duktus über das Geschehen lediglich vom Designer-Stuhl im Axel-Springer-Haus in Berlin-Mitte aus. Dies zudem im konkreten Fall auf der Basis von iranischen, syrischen oder russischen Bildquellen, also eigentlich „Propagandamüll“ im BILD-Verständnis.

Screenshot BILD-Zeitung
Screenshot BILD-Zeitung

3. Dann „argumentiert“ BILD, sie hätten mit Aktivisten und Ärzten direkt in Madaja gesprochen. Auffällig: Dazu gibt es zum einen keine einzige veröffentlichte Ton- oder Bilddatei, zum anderen wird im Plural gesprochen, de facto wird aber nur eine einzige Person namentlich genannt, ein gewisser Dr. Khaled Mohammed [ein absoluter Dutzendname in Syrien], der per Telefon [Mobilfunkgerät] von BILD befragt worden sein soll. Wie die BILD-Zeitung bei einem Anruf auf einem syrischen Handy sicherstellen will, dass diese Person wirklich als Arzt in Madaja tätig ist, wird erst gar nicht problematisiert.

-Ebenso aufschlussreich das BILD-Zitat: „Als Mohammed ‚den russischen Fernsehbericht sah, habe er bitter lachen müssen: „Der Bericht von Russia Today ist eine Farce.’” Wie der angebliche Arzt in einer Stadt, die nur sehr sporadische Stromversorgung hat, von einem Internetzugang ganz zu schweigen, und in der nach zahlreichen Berichten, auch der internationalen Hilfswerke, das Telekommunikationsnetzwerk abgeschaltet ist, sowohl ausführlich mit BILD telefonieren und zudem den RT-Bericht hat anschauen können, bleibt wohl für immer das investigative Geheimnis von BILD.

 Tweet

4. Nach dem Verweis auf die befragten „Ärzte“, wird auf einen „Aktivisten in der Region“ verwiesen, der behauptet, die „300 Geretteten“ seien nie in der eingeschlossenen Stadt gewesen, es handele sich um „Familienmitglieder der herrschenden Baath-Partei von Diktator Assad“, die am 11. Januar extra aus dem fünf Kilometer entfernten Ort Bloudan „herangekarrt wurden –  einer vorwiegend christlichen Stadt, die treu zu Assads Herrschaft steht.“

-Zunächst ist aufschlussreich, dass BILD hier von einem Aktivisten „in der Region“ und explizit nicht aus Madaja selbst spricht. Dessen Behauptung, die „Geretteten“ kämen aus einer vorwiegend christlichen Stadt, widersprechen alle verfügbaren Filmaufnahmen, auch denen, die BILD seinen Lesern präsentiert. Denn auf allen Bildern sind ausschließlich muslimische Frauen zu sehen, daran erkennbar, dass sie alle den klassischen Hidschāb (Kopftuch) tragen.

Screenshot BILD-Zeitung
Screenshot BILD-Zeitung
Screenshot BILD-Zeitung
Screenshot BILD-Zeitung

-Wirklich ad absurdum führt sich der BILD-Artikel aber durch die abschließende Behauptung, dass die Vereinten Nationen und das Rote Kreuz, unter deren Augen sich ja das „syrisch-russische Propagandawerk“ abgespielt hat, sich „zu Statisten in Assads zynischer Propaganda-Show“ gemacht hätten. BILD liefert auch gleich eine Erklärung dazu: „Entweder sie [die Hilfsorganisationen] zeigten die Schauspieler des Regimes oder sie dürften ihre Aufgabe in Syrien nicht mehr weiter ausüben.“

 Tweet

-Bestätigt sieht sich BILD in ihrer „UN-Rotes-Kreuz-Assad-Putin-Verschwörungstheorie“ durch die Tatsache, dass die in Syrien stationierten Pressesprecher des Welternährungsprogramms und des Roten Kreuzes „für BILD weder am 11. noch am 12. oder 13. Januar zu sprechen [waren].“

-Auf die naheliegende Erklärung, dass in der derzeitigen Situation das Rote Kreuz und das UN-Welternährungsprogramm wahrscheinlich wichtigeres zu tun haben, als einer deutschen Boulevard-Zeitung für eine selbst konstruierte Verschwörungstheorie Rede und Antwort zu stehen, kommen die Autoren des BILD-Artikels jedoch nicht.

-Im Gegensatz zum Roten Kreuz und den Vereinten Nationen zeigen dafür IS-Sympathisanten offen ihr Verständnis und Unterstützung für die BILD-“Journalisten“ und ihre Darstellung der Ereignisse, wie RT-Korrespondent Gazdiev belegt:

 Tweet

-Dazu passt, dass jüngst BILD-Journalist Julian Röpcke, der in den Sozialen Medien mittlerweile unter der Bezeichnung #jihadijulian zu fragwürdigem Ruhm gekommen ist, verkündet hat, seiner Einschätzung nach sei Al-Kaida die beste Alternative für Syrien:

 Tweet

-Damit sollte endgültig klar sein, wie ernst man die Syrien-Berichterstattung der BILD zu nehmen hat, wenn einer der Hauptrecherche- und Schreibquellen zu diesem Konflikt Julian Röpcke ist:

Tweet

Kommentar: BILD geht davon aus, das seine Leser nicht nur nicht richtig informiert, aber nicht gescheit genug sind, die Lüge/Propaganda hinter diesem Artikel zu sehen – mundderwahrheit

„Machtmensch Putin“ im ZDF – Stimmungsmache der plumpen Art

 2006 redete man noch miteinander: Russlands Präsident Wladimir Putin empfängt ZDF-Polittalkerin Maybrit Illner

2006 redete man noch miteinander: Russlands Präsident Wladimir Putin empfängt ZDF-Polittalkerin Maybrit Illner
-Am 15. Dezember sendete das ZDF die Dokumentation „Machtmensch Putin“. Von Wladimir Wladimirowitsch persönlich dazu gezwungen, musste sich die RT Deutsch-Redaktion das Machwerk anschauen und sich mit den zahllosen Verdrehungen im Film auseinandersetzen. Aufgrund der nahezu unüberschaubaren Menge an Fehldarstellungen und Manipulationen eine eher undankbare Mammutaufgabe.

-Bereits nach einmaligem Anschauen der neuesten ZDF-Glanzleistung „Machtmensch Putin“ bleibt der Eindruck: Irgendwie ging ein Großteil der Sendezeit für kalauernde personenbezogene Herabwürdigungen und Psychologisierungen zuungunsten des russischen Präsidenten drauf.

-Immer wieder ziehen sich als roter Faden – unterlegt von finsterer Gruselmusik – wenig schmeichelhafte Überlegungen zu Putins Persönlichkeit und Privatleben durch die „Dokumentation“. Und nicht nur beim Titel des Films kupfert das ZDF hier von einem seiner früheren „Werke“ ab. Trotz des, dank der GEZ-Zwangsgebühren, gut ausgestatteten Produktionsbudgets des Senders, bestehen weite Teile der Dokumentation „Machtmensch Putin“ aus einem Remix des Anfang des Jahres ausgestrahlten Films „Mensch Putin“.

Quelle: Screenshot ZDF

-Da eine reine Wiederholung jedoch wenig Interesse wecken würde, wird die neueste ZDF-Produktion zum Thema Putin und Russland mit einigen besonders reißerischen O-Tönen aufgepeppt. Wie in einer der zahllosen Ranking-Shows des deutschen Privatfernsehens dürfen so etwa Boris Reitschuster und Ben Judah in flotten Einblendungen mit dem Habitus überdrehter Comedians küchenpsychologische Bewertungen in Richtung des russischen Präsidenten abfeuern. „Putin isst gerne Hüttenkäse“, ist ein Langschläfer und sehe sich als eine „Reinkarnation von Ivan dem Schrecklichen und Peter dem Großen“, erfährt man so ohne weitere Kommentierung.

-Eine Expertenstimme, die ein etwas weniger voreingenommenes Bild von Putin vermitteln würde, wie etwa der langjärige Kenner und anerkannte Biograph des russischen Präsidenten Hubert Seipel, fehlen in dem äußerst einseitigen Film völlig.

Doch dies würde auch nur das priorisierte pseudo-freudianische Narrativ der Filmemacher stören: Der russische Präsident leite sein Amt quasi in Form eines persönlichen Rachefeldzuges am Rest der Welt, welchem vermeintliche Erniedrigungen in Kindheitstagen zu Grunde liegen, so das Script. Wenn Reitschuster und Judah einen der üblichen James Bond-Bösewichte beschreiben müssten, man würde kaum Unterschiede heraushören können.

-So bemängelt auch Anja Bötcher in einer an das ZDF gerichteten Programmbeschwerde, die RT Deutsch vorliegt:

„Die Russische Föderation wird in dem Beitrag dargestellt als ein Land, dessen Regierung lediglich aus seinem dominanten und finsteren Präsidenten besteht, der für seine persönliche paranoide Persönlichkeitsstörung ein ganzes Land in Haftung nimmt und aus einer pathologischen Herrschsucht von der Obsession besessen ist, die europäische Union zu zerstören.“

-Wie erwähnt: Die gezielte Pathologisierung Putins, audiovisuell gekonnt in Szene gesetzt, bildet die große Klammer um den Film. Inhaltliche Argumente hingegen sind rar. Dennoch lohnt es sich auf einige Verdrehungen und Falschdarstellungen – zum widerholten Male – einzugehen.

-Sinnvoller wäre es jedoch, die ZDF-Verantwortlichen würden einfach mal zu einem guten Buch greifen, wie etwa zu „Wir sind die Guten“ von Mathias Bröckers und Paul Schreyer. Das würde allen Beteiligten Zeit ersparen. Schließlich haben wir bei RT Deutsch eigentlich auch Besseres zu tun, als das alles zum x-ten Male den Verantwortlichen in den deutschen Medien zu erklären.

-Auch wäre es hilfreich – wenn man denn schon über die Ukraine und Geopolitik diskutieren will – sich Victoria „Fuck the EU“ Nuland oder den Stratfor-Chef George Friedman und dessen „Cordon sanitaire“ ins Gedächtnis zu rufen.

-Die reale – entgegen vorheriger Versprechungen gegenüber Russland – durchgezogene NATO-Osterweiterung in Folge der Wiedervereinigung Deutschlands, wäre ein weiteres zu behandelndes Thema. Man kann mit all dem eigentlich Bücher füllen – und diese sollten auch gelesen werden. Dennoch: einige inhaltliche Gegendarstellungen – jetzt wo wir uns „Machtmensch Putin“ mit all seinen Verdrehungen schon ansehen mussten – formulieren wir natürlich gerne, in der naiven Hoffnung, dass das ZDF bei seiner nächsten Doku vielleicht doch investigative Qualität vor faktenlose Diffamierung setzt:

Die alte Leier der Annexions-Lüge

-Bereits nach drei Minuten fährt das Öffentlich-rechtliche mit einer seiner Lieblings-Räuberpistolen in Sachen „Putin ist böse“ auf – der sogenannten „Krim-Annexion“.

-„Putin bricht das Völkerrecht. Er besetzt die Krim“, erfährt man von dem Sender eines Staates, der gerade erst eine völkerrechtswidrige Kriegsbeteiligung in Syrien beschlossen hat. Abgesichert wird dieser Vorwurf ausgerechnet durch US-General und Supreme Allied Commander Europe Philip M. Breedlove, der in „Machtmensch Putin“ als Kronzeuge herhalten muss.

-Was hinter dieser Behauptung der „Annexion“ steckt, erklärt die annerkannte Osteuropa- und Russlandexpertin Gabriele Krone-Schmalz hier in 120 Sekunden:

-Des Weiteren sei an dieser Stelle auf die Einschätzung von Reinhard Merkel, Professor für Strafrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Hamburg, verwiesen:

Herr Professor Merkel, hat Russland die Krim annektiert?

Eine klare Form von Annektion ist das nicht gewesen. Es ist allerdings auch keine eindeutige, um nicht zu sagen saubere Form einer anderen Modalität des Sichabsonderns, Sichabspaltens von einem Mutterstaat gewesen, nämlich keine klare, deutliche Form von Sezession. Es ist aber, um die Frage noch einmal ganz pointiert und deutlich zu beantworten, keine Annektion gewesen.

Waren das Referendum auf der Krim und deren Abspaltung von der Ukraine völkerrechtswidrig?

Nein, Solche Referenden können nicht gegen das Völkerrecht verstoßen. Das Völkerrecht kümmert sich primär um die Beziehungen zwischen den Staaten und dann auch darum, wie Staaten nach innen ihre Macht ausüben, jedenfalls jenseits einer gewissen Grenze des Machtmissbrauchs, wenn also Staaten beginnnen, Genozide oder massive Formen der Unterdrückung zu organisieren, Folter, etc. Das geht inzwischen alles auch das Völkerrecht an. Das Völkerrecht wird nicht auf den Plan gerufen von separatistischen oder sezessionistischen Bestrebungen. Daher ist das wohl ein Verstoß gegen ukrainisches Verfassungsrecht gewesen, diese Bemühungen auf der Krim sich abzuspalten, nicht aber ein Verstoß gegen das Völkerrecht. […]“

-Die westliche Reaktion auf die Krim-Krise ist bekannt: Wirtschaftssanktionen, die nicht nur der russischen, sondern auch der europäischen (jedoch nicht der US-amerikanischen) Wirtschaft schaden. Welcher Akteur im Großen Spiel geht hier wohl aggressiv vor?

Der Krieg im Donbass

-Die Behauptung des ZDF, es befinden oder befanden sich „manchmal ganze Einheiten“ der regulären russischen Armee in der Ostukraine, wird eingeführt von den Worten „Westliche Geheimdienste sind sich sicher…“. Welche Geheimdienste dies genau sein sollen und welche Beweise sie für ihre „sichere“ Einschätzung der Lage vorlegen können, bleibt natürlich im Dunkeln. Ebenso wie die Frage, ob westliche Geheimdienste vielleicht auch ganz andere Interessen haben, derartige Anschuldigungen in Richtung Russland zu formulieren. Stattdessen werden verschwommene Youtube-Videos und „verräterische Postings in sozialen Netzwerken“ präsentiert. Kennzeichnend für die oberflächliche Machart der Reportage ist auch die Off-Stimme zu den Bildern, die angeblich die Präsenz von russischen Panzern in der Ukraine nach dem Maidan-Putsch belegen:

„Diese Bilder gingen im März 2013 [sic!] um die Welt“

-Dass dieser Fauxpas es bis in die Endfassung der Reportage geschafft hat, spricht Bände. Zudem nutzt das ZDF an dieser Stelle ausgerechnet Aufnahmen von CNN, die längst als Foto-Manipulation enttarnt wurden. CNN hatte nachweislich Bilder von einem russischen Militärmanöver im Jahr 2008 als „Beweis“ für eine angenommene „russische Invasion“ in der Ukraine im Jahr 2014 ausgegeben. Doch zumindest hat sich CNN, im Gegensatz zum ZDF, nicht auch noch bei der korrekten Jahresangabe der Ukraine-Krise blamiert.

Gezielte Dämonisierung von Russlands Präsident Wladimir Putin in deutschen und internationalen Medien.

-Kurz darauf wird einem gewissen Igor Sutjagin als „führender Experte zu russischen Streitkräften“ das Wort erteilt. Sutjagin wurde 1999 – noch unter dem West-Darling Boris Jelzin – in Russland angeklagt und 2004 wegen Hochverrats verurteilt. 2010 wurde er im Zuge eines Austauschprogramms gefangener Agenten mit den USA (!) durch den heutigen Ministerpräsidenten und damaligen Präsidenten Russlands Dmitri Medwedew begnadigt.

-Sutjagin mag über großes Wissen bezüglich russischer Militärtechnik verfügen, ein unvoreingenommener „Experte“, als der er vom ZDF präsentiert wird, ist der offiziell enttarnte und durch die USA freigetauschte Spion – der mit Putin wohl auch noch eine persönliche Rechnung offen hat – mit Sicherheit nicht.

-Neben Sutjagins bloßem Wort von „regulären russischen Truppen“ in der Ostukraine, zitiert das ZDF abermals vage „westliche Geheimdienste“. Als „Smoking gun“ wird dann bei Minute 9:24 von „Machtmensch Putin“ wieder ein Youtube-Video gezeigt. Darin angeblich eine Kolonne von T-72B3-Panzern. Es sollte jedoch klar sein, dass Aufnahmeort und -zeit bei solchen Quellen niemals sicher sind. Auch ist nicht klar, wer in diesen Panzern sitzt und in welche Richtung sie fahren. Dennoch – so das ZDF – soll der Clip das Eingreifen der russischen Armee in der Ostukraine belegen.

Das Übliche

-Es folgt ein weiterer Block Reitschuster’scher Psychologisierungen bis bei Minute 15 eine Sequenz folgt, die – würde sie sich mit 9/11 beschäftigen – aggressivste Verschwörungstheorie-Vorwürfe zur Folge hätte. Kurz angerissen wird, wie im Jahre 1999 eine Anschlagsserie Russland erschütterte. Cui bono? Putin! Untermalt von arythmischem Klaviergeklimper, wird zunächst eher schüchtern vom ZDF suggeriert, Putin habe selbst die Terrorakte organisiert, um sich so den Griff nach der Macht™ zu sichern. Die Autorin Masha Gessen spricht dies im Anschluss dann auch offen so aus. Eine genaue Untersuchung der Fälle? Fehlanzeige. Doch andere als „Aluhüte“ zu diffamieren, damit ist man dann an anderer Stelle wieder ganz schnell.

Obligatorisches RT-Bashing

-Was wäre eine zünftige Anti-Putin-Doku ohne das obligatorische RT-Bashing? Treu dem Narrativ des westlichen Mainstreams, wird das äußerst ambitionierte international aufgestellte russische Medienunternehmen – das gerade seinen 10. Geburtstag feierte – quasi als „Mutterschiff“ der legendären „Putin-Trolle“ und notorisches Lügenmedium herabgewürdigt.

-Als entsprechender „Beweis“ wird in „Machtmensch Putin“ ein Video-Beitrag von RT-Reporterin Paula Slier gezeigt, die von der Situation der Juden – sowohl in Kiew, als auch auf der Krim – berichtet. Nie behauptet Slier etwas anderes. Im Beitrag wird stets eingeblendet, ob die Aufnahmen aus Simferopol (Krim) oder aus der ukrainischen Hauptstadt (Kiew) stammen. Auch wird Misha Kapustin eindeutig als Rabbi aus Simferopol vorgestellt, als er bei Minute 0:55 seine Synagoge aus Angst vor künftigen Übergriffen für immer verlässt.

-Dies hindert das ZDF jedoch nicht daran, seinen Zuschauern zu suggerieren, hier würde ein von der Krim fliehender ukrainischer Jude, in manipulativer Art und Weise von RT als ein aus der ukrainischen Hauptstadt flüchtender dargestellt. Vermeintlich belegt dadurch, dass es den ZDF-Doku-Machern tatsächlich gelungen ist, RT-kritische Töne von Kapustin einzufangen.

-RT-Reporterin Paula Slier, selbst Jüdin, ging es in ihrem Bericht jedoch darum, vor dem im ganzen (!) Land bedenklich anwachsenden Antisemitismus der Post-Maidan-Ukraine zu berichten. Rabbi Kapustin beklagt selbst, dass Juden nach dem politischen Machtwechsel nicht mehr vor Übergriffen geschützt werden, man kann das post-maidanrevolutionäre Chaos erahnen, über das der Kriembewohner Kapustin von der Halbinsel berichtet. Jedoch: Sliers Videobeitrag ist auf den 15. März 2014 datiert. Das Referendum zur Abspaltung der Krim von der Ukraine war erst einen Tag später.

-So wird ein, vor grassierendem Antisemtismus mahnender RT-Beitrag einer Jüdin, vom deutschen Staatsfernsehen mal eben als „russische Lügenpropaganda“ umgedeutet. Man denkt an schaurig dunkle Zeiten zurück.

Ludmilla

-Eine der Lieblingsverschwörungstheorien deutscher Mainstreammedien, ist die der „russischen Trollfabriken“. Wo sonst sollen die kaum noch zählbaren Kritiker der einseitigen Berichterstattung der Transatlantik-Presse herkommen? Ludmilla Sawtschuk gilt von BILD über FAZ bis Spiegel und ZDF als so etwas wie die Edward Snowden „russischer Trollverbrechen“.

Quelle: Team 29

-Kaum ein deutsches Medium, das 2015 nicht von der hübschen Russin, eine vorgebliche Aussteigerin aus einer vermeintlichen Sankt Petersburger „Troll-Fabrik“, berichtet hat. Was jedoch nicht Eingang in die Berichterstattung fand: Die derzeitigen Aktivitäten Ludmilla Sawtschuks werden von der NGO „Team 29“ finanziert, deren Geldgeber sind wiederum das Open Society Institute des US-Milliardärs George Soros sowie die halbstaatliche und als CIA-nah geltende US-Stiftung National Endowment for Democracy (NED).

-Natürlich erwähnt das ZDF auch nicht, dass es vielmehr die US-Botschaft zu Berlin ist, die ganz offiziell freiberufliche „NATO-Trolle“ für den deutschen Sprachraum sucht. An dieser Stelle des Films ist RT dann aber auch schon als großes Troll-Mutterschiff „enttarnt“. Wahrscheinlich als Rache für solche Artikel: Auf Jobsuche? US-Botschaft in Berlin sucht transatlantische „Ludmillas“ für Internet-PR und zum Aufspüren anti-amerikanischer Tendenzen

Der Gasstreit mit der EU und der Ukraine

-Russland ist ein Land, das äußerst reich an Ressourcen ist. Auf die meisten Länder, westlich des größten Flächenstaates der Erde trifft dies nicht zu. Russland verkauft also Ressourcen, andere – auch europäische Staaten – kaufen diese. Am Ende profitieren beide Seiten vom Handel. Die einen erhalten Rohstoffe, die anderen Deviseneinnahmen. Jedoch gehört zu einem solchen Geschäft die Regel, dass gelieferte Rohstoffe auch bezahlt werden. Andernfalls würde der ganze Deal für die Ressourcen-Exporteure wenig Sinn ergeben. Doch das mit der pünktlichen und vollständigen Bezahlung klappt nicht immer, gerade die Ukraine gerät regelmäßig in Zahlungsverzug und schuldet Russland Milliarden.

-Die Reaktion Russlands, ein marktwirtschaftlich völlig normaler Vorgang, bei Nichtbezahlung die Lieferung zumindest zu drosseln, wird vom ZDF kommentiert mit den Worten:

„Wer [politisch] nicht spurt wie die Ukraine dem wird schnell mal der Hahn zugedreht.“

-Dem sekundiert der Wirtschaftswissenschaftler Wolfram Schrettl mit der Aussage, „dies geschieht oftmals unter dem Vorwand, dass die Leute nicht zahlen“. Dass es sich hier nicht um einen „Vorwand“ handelt, sondern die Ukraine schlicht und einfach russische Gaslieferungen in Milliardenhöhe nicht bezahlte, wird bewusst verschwiegen. Das ZDF praktiziert hier genau das, was es wenige Minuten zuvor noch RT zu unterstellen versuchte. Fakten werden entweder verdreht oder direkt ausgeblendet, sobald sie nicht mehr dem ZDF-Narrativ entsprechen.

-So bleibt nach der Beschäftigung mit dem Film in unseren Hirnen – bevor (und nachdem) wir das Bedürfnis verspürten, selbige mit einem großen Schluck Krimsekt zu reinigen – nur ein Gedanke: Mensch, ZDF!

US-Außenministerium zu RT: „Sie sollten sich schämen, solche Fragen zu stellen“

US-Außenministerium zu RT: "Sie sollten sich schämen, solche Fragen zu stellen"

-Eklat auf Pressekonferenz: RT-Reporterin Gayane Chichakyan befragte das US-Außenministerium zur Position hinsichtlich der Spannungen zwischen der Türkei und dem Irak. Auf die Frage, ob es die USA billigen, dass die Türkei ohne Genehmigung durch die irakische Regierung Truppen in das Nachbarland verlegt, reagierte der Sprecher des Außenministeriums, John Kirby, sichtlich entnervt und sagte zur RT-Korrespondentin: „Ich kann nicht glauben, dass sie sich nicht schämen solche Fragen zu stellen“.

Der ehemalige Pentagon-Beamte Michael Maloof bezeichnete gegenüber RT Kerbys Reaktion als „bedauerlich“.

 

Anti-RT-Protest in der US-Hauptstadt bringt ganze 6 Leute auf die Straße

-Ganze sechs Menschen haben sich am Sonntag vor dem RT-Büro in Washington D.C. zusammen gefunden, um gegen die „russische Propaganda“ zu demonstrieren.

Quelle: Ruptly

Quelle: Ruptly