Mit ‘Odessa’ getaggte Beiträge

http://de.sputniknews.com/panorama/20160426/309487931/saakaschwili-poroschenko-odessa-truppenverlegung.html

Saakaschwili fordert von Poroschenko Verlegung von Truppen nach Odessa

Panorama

18:34 26.04.2016(aktualisiert 18:36 26.04.2016) Zum Kurzlink
02800
Der Gouverneur des ukrainischen Gebiets Odessa, Michail Saakaschwili, hat Präsident Petro Poroschenko aufgefordert, Truppen in die Schwarzmeer-Stadt zu verlegen. In einem bei Facebook veröffentlichten Videoappell wirft Georgiens Ex-Präsident dem Inlandsgeheimdienst SBU vor, „das Team der Reformpolitiker zu bespitzeln“.

Die örtliche SBU-Abteilung kümmere sich nicht um den jüngsten Beschuss einer Bank in Odessa und um einen Überfall auf Aktivisten. „Ich möchte ein weiteres Mal an den ukrainischen Präsident mit der Bitte wenden, uns bei der Wiederherstellung von Ordnung zu helfen. Ich bitte, Einheiten der Nationalgarde und zusätzliche Polizeikräfte in Odessa unverzüglich einzusetzen“, betont Saakaschwili.

Seinerseits wirft der Oberbürgermeister von Odessa, Gennadi Truchanow, der von Saakaschwili geführten Gebietsverwaltung vor, nächtliche Zusammenstöße vor dem Magistrat provoziert zu haben. Am Dienstag hatten Unbekannte eine Bank in Odessa mit Granaten beschossen. Aktivisten, die vor dem Gebäude des Bürgermeisteramtes protestieren, wurde von Unbekannten überfallen.

 

Bock zum Gärtner? Saakaschwili soll unter Anleitung des FBI die Korruption in Odessa bekämpfen

– Die USA investieren hohe Geldbeträge, um in der Provinz Odessa schlagkräftige Polizeieinheiten zu schaffen, insbesondere eine Spezialbehörde zur Korruptionsbekämpfung. Ob allerdings ausgerechnet der im Mai 2015 ernannte Gouverneur Mikhail Saakaschwili für so etwas der richtige Mann ist, gilt als umstritten. Der ehemalige Präsident Georgiens steht auf der Interpol-Fahndungsliste wegen Unterschlagung einer nicht unerheblichen Geldmenge. Die USA lobten derweil ironiefrei die „Anti-Korruptions-Experten“ unter Leitung von Saakaschwili.

Der Bock als Gärtner? Flüchtiger Angeklagter Saakaschwili soll in Odessa Korruption bekämpfen

Quelle: Ruptly

– Der jüngst zum Gouverneur von Odessa ernannt und in seiner Heimat per Haftbefehl gesuchte, frühere georgische Präsident Mikhail Saakaschwili erklärte am Donnerstag einem Bericht der TASS zufolge, dass die US-amerikanische Bundesbehörde FBI, eine Polizeieinheit zur „Bekämpfung des Korruptionssumpfes“ in der ukrainischen Küstenregion ausbilden wird.

– „Vor zwei Tagen bildeten wir gemeinsam mit dem FBI eine separate Polizeieinheit, die klein sein wird – etwa 50 Personen – und das FBI wird sie ausbilden“, erklärte er während einer Sitzung des Nationalen Reformrates (NRC).

Mehr lesen: Saakaschwili stellt Odessa-Region zum Verkauf an US-Investoren

– Die neue Einheit solle zum „Trockendock inmitten eines Sumpfes werden“, so Saakaschwili, der gelobte, die Einsatzgruppe werde „für das Volk und nicht für das organisierte Verbrechen“ arbeiten.

– Die Behörde soll alle zwei bis drei Tage oder zumindest einmal pro Woche zusammentreten, um „die schon seit Monaten ungelösten Probleme zu lösen“. Bereits zu Beginn der Woche hatten Saakaschwili und der stellvertretende US-Außenminister William Brownfield ein Memorandum unterzeichnet, dem zufolge die USA Polizeireformen in Odessa im Rahmen eines breiteren Umgestaltungsprojekts finanzieren und damit die Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine stärken sollen.

– Während der Zeremonie, im Rahmen derer die neue Schutzpolizeieinheit von Odessa – trainiert von der California Highway Patrol – offiziell präsentiert wurde, erklärte Brownfield, dass die USA seit Beginn des Jahres 2015 bereits an die 15 Millionen US-Dollar in eine Reform der ukrainischen Polizei gesteckt und Reformen auf den Weg gebracht hätten, die neue Wege zur Rekrutierung sowie neue Trainingsmethoden und neue Ausrüstungen umfassen.

– Saakaschwili erklärte, es werde für die Region Odessa eine spezielle Anti-Korruptionseinheit gebildet, während die USA über eine ihrer Bundesbehörden Aufbauhilfe leiste. Die US-Botschaft bestätigte bereits zu einem früheren Zeitpunkt im Juli, dass man ein neues „Anti-Korruptions-Garantieprogramm“ in die Wege leiten werde, um Saakaschwilis Mannschaft zu unterstützen, die aus „ukrainischen und internationalen Anti-Korruptions-Experten“ bestehe.

Mehr lesen: Oppositionelle warnen vor neuem Gouverneur von Odessa: US-Marionette und auf Fahndungsliste wegen Unterschlagung

– Ob ausgerechnet Saakaschwili eine geeignete Persönlichkeit darstellt, um Korruption in der Ukraine zu bekämpfen, ist umstritten. Als früherer Präsident von Georgien hatte er 2008 nicht nur einen Krieg mit Südossetien angezettelt und diesen als „russische Aggression“ zu verkaufen versucht, er musste auch nach Ende seiner Amtsperiode im Herbst 2013 Hals über Kopf aus seinem Heimatland fliehen, weil sich die Staatsanwaltschaft für ihn interessierte.

– Im Jahre 2014 wurde gegen Saakaschwili wegen des Verdachts der Veruntreuung und des Amtsmissbrauches vor einem Gericht in Tiflis Anklage erhoben und seither wird der Ex-Präsident per internationalem Haftbefehl gesucht. Tiflis stellte gegenüber der Ukraine einen Auslieferungsantrag, den Kiew allerdings ablehnte. Im Mai 2015 wurde ihm die ukrainische Staatsangehörigkeit verliehen.

Wie Hollywood und US-Diplomaten die ukrainische Innenpolitik lenken

– Georgiens einstiges Staatsoberhaupt und heutiger Gouverneur von Odessa, Michail Saakaschwili, hat nach Gesprächen mit US-Diplomaten die 25-jährige „Maidan-Aktivistin“ Julia Maruschewska zu seiner Stellvertreterin ernannt. Maruschewska war die Hauptfigur des bekannten Maidan-Clips „Ich bin eine Ukrainerin“. In dem angeblich von ihr selbst produzierten Clip rief sie „den Westen“ dazu auf, die Maidan-Demonstranten zu unterstützen. Später wurde bekannt, dass der Hollywood-Produzent Ben Moses und die US-Stiftung National Endowment for Democracy hinter dem Video-Clip standen, der dann massiv von CNN verbreitet wurde.

Quelle: Screenshot Youtube-Video

Quelle: Screenshot Youtube-Video

– Nach seinem Treffen mit dem ukrainischen US-Botschafter, Jeffrey Payette, ernannte Saakaschwili, dessen Name weiterhin die Interpol Fahndungsliste schmückt, die Pro-Maidan Aktivistin Maruschewska zu seiner dritten Stellvertreterin.

– Seine Entscheidung begründete er auch auf seiner Facebook-Seite mit Maruschewskas „weltweiter Kampagne zur Verteidigung der ukrainischen Freiheit“ und ihrer Herkunft, die Aktivistin stamme nämlich aus der Region von Odessa. Auffällig ist dabei, dass die Schauspielerin in dem bekannten „Maifan-Clip“ von sich behauptet, eine alteingessesne  Kiewerin zu sein.

– Mit ihrem vermeintlich selbstproduzierten Maidan-Video „Ich bin eine Ukrainerin“ schaffte es die junge Schauspielerin im Februar 2014 beinah über Nacht internationale Aufmerksamkeit zu wecken. Der Pro-Maidan Clip wurde auf Youtube innerhalb kürzester Zeit mehr als acht Millionen Mal angeklickt.

– Die junge Frau rief in dem zwei minütigen Stück vor allem die westliche Welt dazu auf, die Maidan-Demonstranten in ihrem Kampf für die Unabhängigkeit des Landes in Form einer Revolution  zu unterstützen, „bevor es zu spät ist.“

– Erst später stellte sich heraus, dass hinter dem Werk keine unabhängige Gruppe von Aktivisten steckte, sondern vielmehr eine professionelle Video-Produktion. Federführend waren Hollywood-Produzent Ben Moses und Kameramann Graham Mitchel. Finanziert wurde das gesamte Filmteam um die junge Protagonistin von der halbstaatlichen US-Stiftung National Endowment for Democracy, die ihre Gelder direkt aus dem US-Bundeshaushalt erhält. Der Clip wurde dann massiv vom  US-amerikanischen Fernsehsender CNN verbreitet.

Quelle: whitehouse.gov

– Warum genau Saakaschwili die 25-jährige nun zur stellvertretenden Gouverneurin auserkoren hat, blieb unkommentiert. Zwar behauptete der Ex-Präsident von Georgien auf Nachfrage hinsichtlich der Kompetenz von Maruschewska für das Amt, die Schauspielerin habe eine universitäre Ausbildung in Stanford und Harvard erhalten, allerdings negierten beide Bildungseinrichtungen, dass die 25-jährige je bei ihnen eingeschrieben war. So scheinen die einzigen Qualifikationen die die junge Ukrainerin für ihr Amt auszeichnen, ihre guten Beziehungen zur Hollywood-Elite zu sein.

– Neben Maruschewska ernannte Saakaschwili den Geschäftsmann Vladimir Zhmak, der bis vor kurzem noch Teil des BP-Konzerns war und als afghanischer Kriegsheld gilt, zu seinem ersten Stellvertreter.

Moskaus neuster geostrategischer Coup? Odessa-Gouverneur Saakaschwilli: „Der Kreml plant etwas in Bessarabien“

– Odessas aktueller Gouverneur und einstiger Präsident Georgiens, Michail Saakaschwili, hat eine erneute russische Aggression prophezeit. „Bessarabien“ soll Moskaus neustes Ziel sein. Genaue Details zu dem angeblich neuesten geo-strategischen Coup Moskaus nannte der vom Interpol wegen Unterschlagung gesuchte Politiker jedoch nicht. Auch sonst muten seine Aussagen bizarr an.

Quelle: Ruptly

Quelle: Ruptly

– Moskaus neustes geostrategisches Projekt im Kampf gegen die Ukraine heißt laut Saakaschwilli „Bessarabien“ und soll vor allem in der Region Odessa umgesetzt werden.

– „Ich schäme mich, es eingestehen zu müssen, aber Wladimir Putin hat schon länger als unsere eigene Regierung über ein ukrainisches Bessarabien nachgedacht“, erklärte der frisch ernannte Gouverneur der Hafenstadt Odessa den ukrainischen Medien am Montag und führte weiter aus:

Quelle: ZURAB KURTSIKIDZE

„Sie [der Kreml] haben das Bessarabien-Projekt. Sie bereiten dort etwas vor. Die Mehrheit der Bevölkerung vor Ort schaut lediglich russisches Fernsehen.“

– Zudem betonte er die Bedeutung des Gebietes, auf Grund einer strategischen Verbindungstrasse zwischen der Ukraine, Rumänien und der Europäischen Union.

– Aufgrund des starken russischen Einflusses befürchtet Saakaschwilli, dass die Einwohner die Ukraine ausschließlich in einem schlechten Licht sähen:

„Sie sind isoliert. Für sie ist die Ukraine nichts anderes als ein gieriger Bürokrat, der seine Strassen schon lange nicht mehr in Stand gesetzt hat, dessen Staatsanwalt den Handel über die Donau blockiert und deren Richter, wie im Falle  des Bezirks Izmailsky, die Bauern daran hindern ihre Ernten einzufahren.“

– Bessarabien ist eine historische Landschaft in Südosteuropa und wird vom Schwarzen Meer im Süden sowie den Flüssen Pruth im Westen und der Dnister im Osten begrenzt. Das frühere Bessarabien deckt sich heute weitgehend mit dem westlich des Dnister liegenden Teil Moldawiens. Lediglich der Süden (Budschak) sowie der äußere Norden gehören zur Ukraine. Jahrhundertelang galt das Gebiet als Pufferregion zwischen den Großmächten Österreich, Russland und dem Osmanischen Reich.

Sich einen Hafen aneignen, einen Krieg machen und eine Hungersnot verursachen
– Ziele der USA und Hauptaufgaben von Saakaschwili in Odessa

– Die Ernennung zum Gouverneur von Odessa des Mannes, der den Krieg Georgiens provozierte, sein Land ruinierte und der seine Staatsangehörigkeit aufgab, überrascht auch jene, die zynische Politik gewöhnt sind. Simon Uralov analysiert die Mission, die dem Verbrecher auf der Flucht anvertraut wurde.

| Moskau (Russland) | 15. Juni 2015
JPEG - 45.8 kB
Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, stellt der Bevölkerung von Odessa ihren neuen Gouverneur vor: den ehemaligen georgischen Präsident Mikhaïl Saakaschwili.

– Der fliehende Präsident Georgiens, Mikhaïl Saakaschwili, wurde zum Gouverneur der Region Odessa ernannt, bevor er seinen Bewohnern heute offiziell vorgestellt werden wird. [1]. Er wird jetzt den Oligarchen Igor Kolomojisky ersetzen, der die Position des Gouverneurs der Oblast Dnipropetrowsk innehatte. Nach dieser Entscheidung machte der ukrainische Oligarch die bissige Bemerkung, dass vielleicht „Saakaschwili den Russen Odessa überlassen wird, und wir dann es wieder zurückerobern müssen».

– Es stimmt, dass der Konflikt zwischen zwei der reichsten und einflussreichsten Männer der Ukraine, Poroschenko und Kolomojisky, tatsächlich stattfindet. Außer, dass diese Rivalität nur mehr eine untergeordnete Bedeutung hat, da die Ernennung von Saakaschwili die Grundlage von Großprojekten markiert. Der Interessen-Konflikt Poroschenko-Kolomojisky rückt also an den zweiten Plan.

– Das Endziel der ukrainischen Krise und des „Projekts Euromaidan“ ist, die Russische Föderation in einen militärischen Konflikt zu verwickeln. Wenn Russland auch im Donbass vermeiden konnte, direkt in die Krise einzugreifen und die Armee der Volks-Republiken Donezk und Lugansk in der Lage war, den Aggressor aus Kiew zu stoppen, ist es weniger sicher, dass das Gebiet um das Schwarze Meer ebenfalls so eine Chance genießt.

– Im Vordergrund finden wir Transnistrien, eine kleine moldauische Republik, deren Gebiet nichts anderes ist, als ein dünner 200 km langer Landstreifen, ohne eine gemeinsame Grenze mit Russland, ohne Zugang zum Meer, und wo mehr als 200.000 Bürger der Föderation Russland leben.

– Die geografische Lage von Transnistrien erinnert an Südossetien, bis auf das Detail, dass Transnistrien von allen Seiten umzingelt ist.

– Die Ernennung von Saakaschwili auf den Posten des Gouverneurs der Oblast Odessa, Nachbar der transnistrischen Grenze, geht mit der Kontinuität des Projektes, die kleine moldauische Rebellen Republik zu blockieren. Parallel zu dem Fall von Transnistrien ist die Blockade des Bodens, der zum Landkreis Gagausien gehört, der auch an die Oblast von Odessa grenzt.

– Die zweite Aufgabe die Saakaschwili erwartet, ist die Sicherung der Monopolisierung der wirtschaftlichen Ressourcen und der Druck auf die Dissidenz, aus dem einfachen Grund, weil Odessa eine der Städte war und bleibt, die nicht durch die pro-europäische Ideologie des Maidan infiziert wurden. Es ist offensichtlich, dass die Häfen der Odessa-Oblast Schlüsselelemente für die Kommunikation und den militärischen Transport für die Ukraine bleiben. Insbesondere in Bezug auf die Einfuhr von Waffen aus den USA und den Export von Getreide, Lebensmittel, Dünger und metallurgischen Produkten. Bei einem Szenario einer Militärintervention würde der Hafen ein strategischer Einstiegspunkt für ausländische Truppen und Söldner aus privaten Militärunternehmen werden.

– Deshalb ist es ratsam, die Hauptaufgaben des Bürgers Saakaschwili auf dem Posten des Gouverneurs der Odessa-Oblast zu erläutern.
- Auf geopolitischer Ebene: Transnistrien komplett blockieren, mit ihm einen Krieg in der Region beginnen, und warum auch nicht mit Gagausien.
- Auf politisch-wirtschaftlicher Ebene:
• die Privatisierung der Häfen im Interesse der amerikanischen Konzerne abschließen, indem man die lokale Oligarchie eliminiert, welche bis jetzt dachte, an dem Prozess teilnehmen zu können;
• den Transport von Getreide und Nahrung durch den Hafen organisieren, was folglich eine Hungersnot in den Gebieten im Süden der vor-Maidan-Ukraine verursachen könnte.
- Auf politischer Ebene:
• dauerhaft alle Kombinationen von Gegnern der neuen Macht, vor allem in den Medien und den Gemeinderäten auflösen;
• einen Teil der lokalen Eliten und der Bourgeoisie an seine Seite ziehen, gegen Übergabe von Eigentum der dissidenten Elite.
- Auf militärischer Ebene:
• sammeln und organisieren von Banditen Gruppen aus den paramilitärischen Gewerkschaften in eine effektive Strafverfolgungsbehörde;
• die Miliz von ihren gegen das neue Regime von Kiew eingestellten Mitgliedern reinigen.

– Saakaschwili hasst Russland genug und vor allem Wladimir Putin, damit man sich auf etwas Unerwartetes von ihm gefasst macht. Eine Führungspersönlichkeit, die bereits einen Bürgerkrieg eingeleitet hat, kann keine Grenzen kennen. Darüber hinaus bindet ihn keine private, moralische, historische oder familiäre Verpflichtung an Odessa oder an Transnistrien.

– Die von Saakaschwili begangenen Verbrechen an den Völkern von Ossetien, Abchasien und Georgien sind noch nie bestraft worden, und werden zweifellos zu neuen Verbrechen führen. Die Straflosigkeit von Saakaschwili ist ein Beispiel für die momentane Macht in der Ukraine geworden.

– Nehmen wir dabei eine große Lektion: ein Verbrechen kann nicht ungesühnt bleiben, weil es sich sonst endlos wiederholen wird.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Оdnako (Russland)

[1] „Mikhail Saakaschwili verzichtet auf georgische Staatsbürgerschaft“, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 3. Juni 2015.

Journalisten und Anwälte aus Odessa warnen: Pressefreiheit und Menschenrechte werden immer weiter eingeschränkt

– Derzeit tourt eine Gruppe von Journalisten und Anwälten aus Odessa durch Westeuropa, um im Rahmen einer “Awareness-Kampagne” über die zunehmende Unterminierung von Pressefreiheit und den kontinuierlichen Menschenrechtsverletzungen unter den neuen Machthabern zu berichten. RT Deutsch sprach mit der Journalistin Nadiia Melnychenko und dem Anwalt Kyrylo Shevchuk über die aktuelle Lage in der Hafenstadt. Selbstzensur, Einschüchterungsversuche und Folter sollen sich seit dem letzten Jahr massiv verstärkt haben.

Kyrylo Shevchuk und Nadiia Melnychenko Quelle: Ulrich Heyden

Kyrylo Shevchuk und Nadiia Melnychenko Quelle: Ulrich Heyden

– “Wer nicht rechtlich belangt werden kann, wird mit anderen Mitteln aus dem Weg geräumt. Hilfe gibt es keine, von wem auch”, erläutert die Journalisten Nadiia Melnychenko gegenüber RT Deutsch. Gemeinsam mit dem Anwalt Kyrylo Shevchuk reist sie vom 7. bis zum 11. Juni über Brüssel, Berlin und Madrid um im Rahmen einer Kampagne, über die zunehmende Einschränkung von Pressefreiheit und den kontinuierlichen Menschenrechtsverletzungen in Odessa aufzuklären.

RT Deutsch Spezial: Odessa, eine zwischen Trauer und nationalem Wahn gespaltene Stadt

– “Es gab auch in der Vergangenheit schon immer gewisse Themen, die man in der Presse lieber nicht ansprach, aber so schlimm wie derzeit war es nie zuvor”, so Melnychenko, die für das Online-Magazin Timer-Odessa schreibt, im Interview mit RT Deutsch Reporterin Anna Schalimowa. Hoffnung auf Verbesserung der Lage für Medienschaffende in Odessa sieh sie derzeit nicht.

– Kurz nach einer öffentlichen Erklärung städtischer Politiker, das Online-Magazin Timer-Odessa zeige sich “in einem zwar rechtlich nicht angreifbarem, jedoch deutlich erkennbarem separatistischen Licht”, durchsuchte der Inlandsgeheimdienst SBU nicht nur die Redaktionsräume, sondern auch die Privatwohnungen der Mitarbeiter.

– Dabei beschlagnahmten sie Laptops, Telefone und alle weiteren elektronischen Geräte der Timer-Journalisten. Insgesamt wurden die Journalisten und auch der Chefredakteur in einem Befragungsmarathon rund 15 Stunden im SBU-Gebäude festgehalten.

“Wir sollten als Zeugen agieren, wurde uns vor Ort erklärt. Inwiefern und wofür genau wir Zeugen sein sollten, wurde uns jedoch nicht näher erläutert. Und vor allem darf man nicht vergessen, wie schnell bei uns in der heutigen Zeit aus Zeugen Verdächtige werden können.”

Jahrestag des Massakers von Odessa: Aktivisten verfolgt, ihre Demos verboten, aber Rechtsradikale dürfen marschieren

– Mit diesen Worten beschreibt Melnychenko die schwindende Pressefreiheit. Auf die Frage, ob sie fände, ihr Arbeitgeber würde eine Gefahr für die innere Sicherheit der Ukraine darstellen, oder ob sie sich selbst als Separatistin versteht.  erklärt die Journalistin, dass weder das eine noch das andere zutreffe:

“Trotz der schwierigen Umstände möchte ich weder ausreisen, noch meine Arbeit aufgeben. Ich hätte die Chance Odessa zu verlassen, doch um ehrlich zu sein, liebe ich mein Land und ich möchte auch nicht meine Wurzeln verlieren. Doch das, was ich jetzt sehen muss, ist, dass die Politik, die uns das Arbeiten schwer macht, das eigentliche Problem darstellt. Nicht wir haben eine Abneigung gegen die Ukraine, sondern diejenigen, die unser Land momentan regieren. Sie sind anti-ukrainisch, denn sie riskieren bewusst Krieg und wirtschaftlichen Ruin. Sprich, natürlich muss ich weitermachen, um genau darüber zu berichten.“

Odessa 2

– Hoffnung auf eine faire Gerichtsverhandlung ist momentan nicht gegeben, erklärt der Anwalt Shevchuk. In Odessa betreut er drei inhaftierte Personen, die das Odessa-Massaker überlebt haben. Und dass aus Zeugen auch schnell mal Verdächtige gemacht werden, kann er nur bestätigen.

– Laut Anklageschrift haben sich seine Klienten dem “Separatismus” schuldig gemacht. Auf die Frage, was die ukrainische Justiz unter dem Begriff des Separatismus versteht, erklärt Shevchuk, dass es keinerlei Definition für ein solches Vergehen gibt:

“Schlussendlich kann darunter alles fallen, was den staatlichen Instanzen missfällt und eben dieses Vorgehen kann somit auch keine faire Verhandlung mit sich bringen.”

– Die gesammelten Beweise der SBU lassen erahnen, welche Techniken der Sicherheitsdienst für deren Informationsbeschaffung angewandt haben muss. “Folter” ist das unmissverständliche Wort, dass Shevchuk mehrfach in den Mund nimmt und führt weiter aus:

“Ich weiß nicht, was passiert, wenn ich wieder nach Odessa komme, aber mit dem Wissen, was ich über die Behandlung meiner Mandanten habe, kann ich nicht in Ruhe weiterleben und -arbeiten. Denn die Umstände wie es zur Verhaftung kommt sind das eine, die ausbleibende Versorgung, die Behandlung, der miserable Zustand der Zellen und die Nicht-Einhaltung der Menschenrechte das andere. Aber dazu kommen noch die Foltermethoden, die die Insassen über sich ergehen haben lassen müssen, um entweder für immer freiwillig zu schweigen oder eben schlussendlich nicht mehr im Stande zu sein, zu sprechen.”

Mikheil Saakhachvili verzichtet auf georgische Staatsbürgerschaft
| 2. Juni 2015 

 

—  Mikhail Saakashvili, der von 2004 bis 2013 Präsident Georgiens war, hat auf seine amerikanische und georgischen Staatsbürgerschaft, verzichtet und ukrainische Staatsbürgerschaft angenommen. Sofort wurde er Gouverneur von Odessa vom Präsidenten Petro Porochenko ernannt.

– Ehemaliger Minister der Justiz unter Schewardnadse, er trat im Jahr 2001 zurück, wurde als Sprecher des Hauses im Jahr 2002 gewählt und durch die „Revolution der Rosen“ Präsident der Republik“.

– In den Vereinigten Staaten ausgebildet, kam durch einen Aufstand von der CIA orchestriert an die Macht, und sofort nach seine Ernennung, hat er eine Säuberungsaktion gegen ehemalige Mitarbeiter der Schewardnadse Regierung gestartet, er näherte sich die Vereinigten Staaten und Israel und unterstützt jede Anti-Russe-Aktion.

– Im Jahr 2008, als der Verteidigung-Minister ein Israeli und sein Minister der Territorien ein Brite waren, die beide mieteten zwei Militär-Flughäfen an Tel-Aviv, so das  Israel leicht Teheran bombardieren könnte, dann greifen Südossetien während der Olympischen Spiele an. Russland wiederum antwortete mit der Bombardierung der zwei Militärflughäfen, dann hat Südossetien befreit und der neue Staat anerkannt.

– Für seine Anti-Korruptions-Programms gewählt, hinterlässt er in einer Reihe von Skandalen.

– Die Ernennung von Mikhail Saakashvili zum Gouverneur von Odessa muss als Bedrohung gegen Russland verstanden werden. Odessa ist der Grenz-Hafen, der ermöglicht Transnistrien (nicht anerkannter  pro-russischen Staat) zu bedienen. Es wird also die Möglichkeit haben, seine Wirtschaft zu blockieren.

– Mikheil Saakchvili wurde von seinem ehemaligen Minister des Innern, Ekaterin Zgouladze vorausgegangen, die auch die georgische Staatsbürgerschaft aufgegeben hatte, um stellvertretender Minister des Innern der Ukraine am 14. Dezember 2014 zu werden. Der Ehemann von Mrs. Zgouladze, Raphaël Glucksmann (Sohn von der Essayist am amerikanischen Agenten André Glucksmann), ist Berater von Herrn Saakachvili.

Réseau Voltaire

Voltaire, édition internationale

 

03.09.14 – UKRAINE – EUROPA – Denken Sie daran Odessa: Demonstranten in ganz Europa erinnern Mai 2-Massaker –

Hier nur VIDEO und BILDER

http://on.rt.com/6vdkxo

– Menschen Sie in ganz Europa, erinnern mit Demos an der Mai 2 Tragödie in der ukrainischen Stadt Odessa, in der fast 50 regierungsfeindliche Aktivisten in einem Gebäude starben, in einem Brand der von Radikale gestartet wurde. Hunderte in Odessa beklagt den Mangel an Gerechtigkeit für die Opfer.

Demos fanden in europäischen Großstädten wie Riga, London, Berlin, Rom, Dublin, Zürich, Madrid, Barcelona, Wien und Lissabon statt.

– BILD – Noch von RUPTLY video

– BILD – Noch von RUPTLY video

http://youtu.be/PLIftbfUh0Q

Noch aus von RUPTLY video

– BILD –

– BILD –

– Verbrechen in Odessa
von Thierry Meyssan –

– Was ist wirklich in dem Haus der Gewerkschaften von Odessa am 2. Mai 2014 passiert? Für die neuen Behörden in Kiew ist ein Zusammenstoß zwischen anti- und pro-Russen ausgeartet und 38 Menschen starben bei einem Brand. Aber die vorhandenen Bilder (Fotos und Videos) deuten auf eine andere Geschichte hin.
Voltaire Netzwerk | Damaskus | 7. Mai 2014

– Nach den Nachrichtenagenturen von den Mitgliedstaaten der NATO haben Anhänger des Metalist Clubs (pro Kiew) und andere von Tchornomorets (pro-russischen) einander am Rande eines Fußball-Meisterschaftsspiels, am Freitag, 2. Mai 2014 in Odessa bekämpft. Die Anhänger des Tchornomorets zogen sich in das Haus der Gewerkschaften zurück, wo einige von ihnen angeblich auf die des Metalist geschossen hätten. Letztlich verwüstete ein Feuer das Gebäude, wahrscheinlich durch den von beiden Seiten verursachten Einsatz von Molotow-Cocktails, was etwa 40 Tote verursachte [1].

– hat sofort das Fußball Match vom Brand des Hauses der Gewerkschaften getrennt. Das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten verurteilte heftig die Verantwortung der Behörden von Kiew und vom Pravý Sektor, ohne jedoch die offizielle menschliche Todesopferzahl zu bestreiten [2].

– Es gibt kein Bild von der Konfrontation zwischen den Anhängern von Metalist und Tchornomorets, noch von der Flucht dieser Letzteren ins Haus der Gewerkschaften. Im vorherigen Bericht von Euro News sehen wir nur die pro-Kiew Leute, die die Polizei mit Steinen bewerfen.

Jedoch ist die westliche Version seither umstritten. Laut einigen ukrainischen Sites, wenn manche pro-Kiew Hooligans auch tatsächlich die Polizeikräfte am Rande des Matches angegriffen haben und Föderalisten verprügelt haben, gab es keine Schlacht zwischen den beiden Gruppen.

– Das Haus der Gewerkschaften war das Hauptquartier der Föderalisten seit mehreren Wochen. Spät am Tag haben die Anhänger der Putschisten von Kiew das Gebäude angegriffen. Nach dem sie Zelte auf dem Platz in Brand gesteckt hatten, belagerten sie das Gebäude und warfen während 20 Minuten Molotow-Cocktails auf die Fassade.

– Am Ende brach ein Feuer aus, an zwei verschieden Stellen des Gebäudes, im Erdgeschoss und im zweiten Stock. Rauch ist in die oberen Stockwerke nur durch die Treppenhäuser gelangt.

– Das Publikum war gespalten, zwischen denjenigen, die die eingeschlossenen Menschen im Haus retten wollten und der Mehrheit, die jubelte. Manche filmten ihren Tod wie einen Triumph. Leute fielen von den oberen Etagen, die nicht brannten. Die Feuerwehr hat schließlich eingegriffen.

– Als die Hooligans in das Gebäude eintraten, nach der Intervention der Feuerwehrleute, stießen sie auf alle Arten von verschlossenen Türen, die sie aufbrechen mussten. Sie haben dann die Leichen entdeckt. Sie selbst haben ihre Entdeckung gefilmt.

– Die Fotos von den Hooligans zeigten Leichen von Menschen, die durch Rauch vergiftet waren, also ohne Spur von Verbrennungen. Aber die meisten der Körper waren im Gesicht und an den Händen verbrannt. Oft waren andere Teile des Körpers und die Kleidung intakt, und es gab keine Spur von Feuer in den Raum. Einige Körper waren auf dem Boden geschleift worden.

– Alles deutet darauf hin, dass ein Killer-Team sie im Inneren des Gebäudes erledigt hat, während andere Teile des Gebäudes brannten. Dann scheint das Verbrechen durch Verbrennen mit Benzin der verletzten Körperteile maskiert worden zu sein.

http://www.voltairenet.org/article183675.html

JPEG – 34.2 kB

JPEG – 23.9 kB

JPEG – 26.8 kB

JPEG – 29.4 kB

JPEG – 34.9 kB

Diese Version scheint durch die Tatsache erhärtet, dass am Eintritt der Hooligans mehrere Zimmer bereits geplündert waren.
Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] Siehe z.B.: « À l’origine, la vengeance de supporters de football » [„Ursprünglich, die Rache der Fußball-fans“], AFP, 4 Mai 2014.

[2] « Заявление МИД России о трагических событиях в Одессе », Kommuniqué du ministère russe des Affaires étrangères, [russisches Außenministerium] 2. Mai 2014, 23h57.
Thierry Meyssan

Thierry Meyssan Französischer Intellektueller, Präsident und Gründer des Réseau Voltaire und der Konferenz Axis for Peace. Er veröffentlicht Analysen über ausländische Politik in der arabischen, latein-amerikanischen und russischen Presse. Letztes, auf Französisch veröffentlichte Werk : L’Effroyable imposture : Tome 2, Manipulations et désinformations (hg. JP Bertand, 2007).