Mit ‘Krim’ getaggte Beiträge

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Puerto-ricanische Separatisten: Mithilfe Russlands bitteres Joch der USA abwerfen

"Die EU ist eine Marionette der USA." - Ramon Nenaditsch, der Anführer der puerto-ricanischen Freiheitsbewegung "Souveräner Staat Borinquén", kritisiert die Sanktionen gegen Russland scharf und sieht die Krim-Abstimmung als vorbildhaft für sein Land.

„Die EU ist eine Marionette der USA.“ – Ramon Nenaditsch, der Anführer der puerto-ricanischen Freiheitsbewegung „Souveräner Staat Borinquén“, kritisiert die Sanktionen gegen Russland scharf und sieht die Krim-Abstimmung als vorbildhaft für sein Land.
Am Sonntag treffen sich Vertreter von Unabhängigkeitsbewegungen aus aller Welt in Moskau. Einer davon ist Ramon Nenaditsch, Anführer der Bewegung „Souveräner Staat Borinquén“ aus Puerto Rico, die eine Loslösung von den USA anstrebt. RT lud ihn zum Interview.

Am 25. September findet in Moskau zum zweiten Mal die Konferenz „Dialog der Nationen. Selbstbestimmungsrecht der Völker und Aufbau einer multipolaren Welt“ statt. An diesem Tag  werden führende Persönlichkeiten aus nationalen Befreiungsbewegungen aus allen Ecken der Welt in die Hauptstadt der Russischen Föderation kommen, um sich über Probleme auf dem Weg zur Unabhängigkeit auszutauschen.

Quelle: RT

Unter anderem haben Unabhängigkeitsbefürworter aus Katalonien, Texas, Kalifornien, Irland oder der Westsahara ihr Erscheinen angekündigt.

RT-Journalisten hatten eine Möglichkeit, sich mit einem der Teilnehmer zu unterhalten, nämlich mit Ramon Nenaditsch, dem Anführer der Freiheitsbewegung „Souveräner Staat Borinquén“, die eine vollständige Unabhängigkeit Puerto Ricos von den USA anstrebt.

Herr Nenaditsch, was bedeutet der Staat Borinquén und wie hat Ihre Bewegung vor, für die Unabhängigkeit dieses Staates zu kämpfen?

Borinquén ist der ursprüngliche Name unseres Landes, unserer Insel. Den international anerkannten Namen Puerto Rico verdanken wir den Spaniern. Der Staat Borinquén wird von einer Übergangsregierung geleitet, die wir bilden. Wir haben bereits Legislative und Exekutive, jetzt arbeiten wir an der Judikative. Wir müssen bereit sein, wenn es zu einem Zusammenbruch der herrschenden Macht kommt. Dann übernehmen wir die Verantwortung, das politische Leben in unserem Land zu steuern. Es gibt ernste Anzeichen für eine Wende bereits in einem bis anderthalb Jahren.

Die USA sind eine Kolonialregierung, die momentan tief in einer wirtschaftlichen Krise steckt. Puerto Rico schuldet den USA mehr als 75 Milliarden Dollar. Höchst unwahrscheinlich ist, dass wir diese Schulden je zurückzahlen können. Wir sind zu einem Referendum bereit, in dem wir über unsere Zukunft abstimmen könnten.

US-Soldaten landen auf der Luftwaffenbasis Muniz in San Juan, Puerto Ricoo.

Warum ist für Puerto Rico die Unabhängigkeit von den Staaten so wichtig?

Puerto Rico leidet unter dem Joch der Besatzer. Hier ein Beispiel: Wir werden durch den von den USA geschaffenen Jones Act eingeschränkt, der uns vorschreibt, jedwede Seefracht ausschließlich über US-Handelsschiffe zu befördern. Dabei ist die US-amerikanische Handelsflotte die teuerste Flotte der Welt. Diese Vorschrift gilt seit 1920. In all den Jahren bis heute hat uns allein dieses Gesetz mehr als 75 Milliarden Dollar gekostet. Stattdessen hätten wir unsere eigene Flotte ausbauen können, wir befinden uns schließlich auf einer Insel. Oder wir könnten Waren mit anderen Schiffen verfrachten, zum Beispiel aus Panama, Venezuela oder Südkorea, die viel billiger sind.

Noch ein Beispiel: Unser Markt ist von den amerikanischen Monopolisten besetzt. So kommen 80 Prozent der Einfuhren aus den USA: Lebensmittel, Schuhe, Autos und Ersatzteile… Man könnte ohne Ende weiter aufzählen. US-Unternehmen verdienen hier jährlich mehr als 35 Milliarden Dollar. Dieses Geld verschwindet für immer aus unserer Wirtschaft. Lokale Hersteller und Kleinhändler sind gegen die amerikanischen Riesen kaum konkurrenzfähig, sie werden verdrängt. So expandierte vor acht Jahren eine US-Supermarktkette nach Puerto Rico und machte unsere lokalen Geschäfte platt. Zunächst gewann sie durch Dumping den größten Teil der Verbraucher und dann, als sie keine Konkurrenz mehr hatte, schnellten die Preise in die Höhe. Schluss damit!

Wie groß ist die Unterstützung der Bestrebung nach Autonomie unter der puerto-ricanischen Bevölkerung?

Es gibt unterschiedliche Angaben. Im Durchschnitt sind es aber mehr als 50 Prozent.

Welche Hilfe erwarten Sie von Moskau und von diesem Besuch?

Wir suchen nach Unterstützung vonseiten der russischen Regierung. Wenn wir die Unabhängigkeit erlangen, könnten uns andere Staaten helfen, indem sie Borinquén als einen selbstständigen Staat anerkennen.

Welche Politik gegenüber Russland wird Borinquén umsetzen?

Die puerto-ricanische Regierung besteht momentan aus Hampelmännern, die von den USA unter Kontrolle gehalten werden. Logischerweise hält sich entsprechend unsere Regierung auch an den Kurs der USA. Jedoch wird sich die von uns gebildete Übergangsregierung gegen ein solches Herangehen gegenüber anderen Ländern wenden, vor allem gegenüber Russland.

US-Soldaten während der Invasion der Karibikinsel Grenada 1983- Quelle: PETER CARRETTE

Wir sind der Meinung, dass die Sanktionen, die von der EU und von den USA gegen Russland verhängt wurden, ungerecht sind und die Moral verletzen. Es gab keine objektiven Gründe dafür. Diese Sanktionen erfolgten auf Grund von Beschuldigungen gegen den Kreml und Präsident Wladimir Putin, sie hätten die ukrainische Krise geschürt. Obwohl wir alle wissen, dass die EU und die USA es waren, die die Ukraine in die Krise gestoßen haben. Vor allem beabsichtigten sie, ihre Raketen da zu stationieren und dadurch Russland näherzurücken. Wir glauben, es ist jetzt wichtig, Russland zu unterstützen, denn die historische Wahrheit liegt bei Russland. Jede Stimme der Unterstützung zählt, wenn es um den Druck vonseiten des nordamerikanischen Riesen geht. Oder vonseiten der EU, die auch nichts anderes als eine Marionette der USA ist.

An wessen Geschichte der Selbstbestimmung würden Sie sich Beispiel nehmen?

In erster Linie finden wir die Erfahrung der Halbinsel Krim sehr anregend. Denn zum größten Teil wohnen da ethnische Russen. Sie pflegen die russische Kultur und sprechen Russisch. Die Politik von Kiew gegenüber der Krim war diskriminierend und verbrecherisch. Das war einfach nur logisch, dass die Halbinsel weg von den Bedrängern wollte und sich Russland angeschlossen hat. Das wollen wir genauso – ohne Aufstand, auf eine friedliche Weise. Auf der Krim ist das durch ein Referendum gelungen, in dem die Mehrheit für den Russland-Beitritt gestimmt hat. Wir drücken diesem Prozess unsere volle Unterstützung aus.

https://deutsch.rt.com/russland/39963-gay-pride-auf-russisch-krim/
Gay Pride auf Russisch: Die Krim ein Jahr danach
Naturparadies Krim. Foto: Gert Ewen-Ungar
Naturparadies Krim. Foto: Gert Ewen-Ungar
Noch bevor sich die Lage in den vergangenen Tagen zuspitzte, besuchte Gert Ewen-Ungar die Krim. Schon vor einem Jahr bereiste der RT Deutsch-Gastautor die russische Halbinsel und verfasste einen politischen Reisebericht. Diesmal war es vor allem die Gay-Community an den Stränden von Simeiz, die den Kulturreisenden zur Reflexion inspirierte. Eine Reportage über westliche Doppelstandards und die Schönheit der russischen Natur.

von Gert Ewen-Ungar

Bereits im vergangenen Jahr habe ich die Krim besucht. Damals war ich überrascht von der Situation, die sich vor Ort so ganz anders darstellte als in unseren Medien beschrieben. Jalta war damals im Gegensatz zu den Behauptungen von Golineh Atai und ihren Mainstream-Kollegen gut besucht. Es gab auch keine Engpässe in der Versorgung, Jalta zeigte sich schon im vergangenen Jahr als subtropisches Ferienidyll. In diesem Jahr bin ich wieder nach Jalta gereist. Etwas zog mich hin zu diesem Ort.

Gastautor Gert Ewen-Ungar auf der Krim

Ich hatte eigentlich geplant, einen anderen Ort in Russland zu besuchen, Sotchi vielleicht oder den Baikal-See. Russland ist groß, multikulturell, vielgestaltig, bietet daher eine große Auswahl an Orten, die es wert sind, bereist zu werden. Doch ich wollte nochmals auf die Krim. Ich hatte von ihr geträumt, immer wieder in den vergangenen Monaten. Immer wieder war ich nachts in ihre Schönheit eingelassen.

Ich plante eine zweiwöchige Reise. Zur Sommersonnenwende, den weißen Nächten, fuhr ich mit meinem Freund Pawel nach Sankt Petersburg, anschließend reiste ich über Moskau auf die Krim.

Im Gegensatz zum Vorjahr war die Krim in diesem Jahr nicht nur gut besucht, sie war schlicht voll. Es fing schon auf dem Moskauer Flughafen Vnukovo an. Ich hatte es für einen Fehler im Buchungssystem gehalten, als ich es auf meinem Ausdruck zu Hause gelesen hatte. Aber es war tatsächlich so, dass der knapp zweistündige Flug mit einer Boeing 747, dem zweitgrößten Passagierflugzeug der Welt durchgeführt wurde, das eigentlich für Langstreckenflüge ausgelegt ist, nun aber zwischen Moskau und Simferopol im Pendelverkehr eingesetzt wird, um den Andrang bewältigen zu können.

Der Flughafen in Simferopol ist für derart große Maschinen nicht ausgelegt. Das fängt schon beim Ausstieg an. Man verlässt die zweigeschossige Boeing über eine mobile Gangway und wird mit Bussen zum Flughafengebäude gefahren. Das ist doch sehr ungewöhnlich. Bei den Gepäckbändern geht es weiter, sie sind viel zu kurz, um die große Zahl an Koffern aufzunehmen. Der kleine Flughafen, der im vergangenen Jahr an seiner Belastungsgrenze arbeitete, arbeitet jetzt jenseits davon. Entsprechend groß sind die Verspätungen, zu denen es kommt. Auf meinem Hinflug waren es fünf, auf meinem Rückflug immerhin noch knapp drei.

Die Nachfrage nach Urlaub auf der Krim wurde in diesem Jahr zusätzlich dadurch befeuert, dass für Russland die Urlaubsziele Türkei und Ägypten ausfielen, darüber hinaus bedingt durch einen ungünstigen Rubelkurs Reisen in die Eurozone unverhältnismäßig teuer sind.

Die Sanktionen gegen die Krim, die zu den Russland-Sanktionen die Halbinsel zusätzlich treffen sollen, sind noch in Kraft. Das heißt, die Krim ist noch immer vom SWIFT-Zahlungsverkehr abgeschnitten. Kreditkarten funktionieren daher nicht. Allerdings hat sich die Situation im Vergleich zum vergangenen Jahr doch verbessert. Zumindest für die Russen. Denn angesichts der Drohungen, im Rahmen eines erweiterten Sanktionsregimes Russland vollständig vom SWIFT-System auszuschließen und dem faktischen Ausschluss der Krim hat Russland ein eigenes Zahlungssystem entwickelt, das inzwischen auch in China eingesetzt werden kann. Die Krim-Sanktionen haben diese Entwicklung beschleunigt.

Kommt man aus der EU bedeutet das aber, dass man mit Bargeld anreisen muss. Weitere Sanktionen gegen die Krim sind unter anderem, dass in Reisebüros des Westens keine Reisen auf die Krim angeboten werden dürfen. Weiterhin erhalten die Bewohner der Krim kein Schengen-Visum. Sippenhaft. Ganz primitiv. Falsch abgestimmt, dann müssen alle dran glauben. Kennt man auch aus Griechenland. Der Westen zeigt in seinen Handlungen wenig Souveränität. An der Haltung der Krimbewohner ändern die Sanktionen freilich nichts. Im Gegenteil erscheint vor Ort das westliche Sanktionsregime als reichlich absurdes Theater. Ich persönlich frage mich, warum westliche Regierungen die Forschungsergebnisse in Psychologie und Pädagogik so vehement ignorieren.

Foto: Gert Ewen-Ungar

Gesetzt den Fall, man hielte es für sinnvoll, und man will eine Verhaltensänderung erreichen, dann sind Stubenarrest und Taschengeldentzug als Mittel gegenüber einer Person völlig ungeeignet, die sich als eigenständig, voll entwickelt und daher auf Augenhöhe sieht. Es wirkt in seiner Unangemessenheit reichlich lächerlich, disqualifiziert daher eher den Sanktionerer als ernst zu nehmendes Subjekt. Das gilt für einzelne Individuen genauso, wie für Gruppen und Nationen.

Die Krim ist von einer beeindruckenden Schönheit. Wie gesagt, hatte ich ursprünglich geplant, an einem anderen Ort in Russland meine freien Tage zu verbringen. Allerdings war der Drang, wieder auf die Krim zu fahren schließlich übergroß. Es gab da auch noch viel zu entdecken, schließlich hatte ich längst nicht alles gesehen. Es gab da beispielsweise Simeiz, das sich zu Jalta verhält wie Sitges zu Barcelona. Ein kleiner, gayfriendly Badeort, der laut Auskunft von Freunden wohl schon in der Sowjetzeit einschlägig bekannt war. Sowas gibt es in Deutschland nicht, im angeblich homophoben Russland komischerweise schon. Da stimmt wieder mal was mit der hiesigen Wahrnehmung nicht.

Flanierend auf der Strandpromenade: RT Deutsch-Gastautor Gert Ewen-Ungar
Flanierend auf der Strandpromenade: RT Deutsch-Gastautor Gert Ewen-Ungar

Der Zugang zum dortigen FKK-Strand ist alles andere als barrierefrei. Man muss schon ein bisschen klettern und braucht feste Schuhe, um den zwar gut ausgeschilderten, aber doch sehr felsigen Weg hinab zu bewältigen. Dafür wird man unten angekommen um so mehr entschädigt. Die kleine Bucht bietet einen schönen Ausblick auf das Schwarze Meer, eingerahmt von Steilküste, die dem ganzen Szenario eine unglaublich ästhetische Dramatik verleiht.

Viele junge Leute sind in Simeiz, nicht nur, weil Europa derzeit teuer ist. Es herrscht hier ein anderes Flair. Obwohl gayfriendly fehlt die im Westen so typische schrille, fast schon hysterische Komponente. Keine Muskelmänner in High Heels, kein zur Schau getragener Fetischismus, außerhalb der Bars keine Drag-Shows. Wem das Schrille einer westlichen Gay Pride nicht liegt, wer aber trotzdem auf die Community nicht verzichten möchte, der wäre hier eigentlich richtig.

In Simeiz wird fühlbar, wie anders eine gay community auch möglich wäre. Allerdings werden diese Alternative die westlichen Vertreter à la Meth-Konsument Beck von den Grünen zu diskreditieren wissen. Unsere Transatlantiker mit emanzipatorischem Anstrich dulden nur eine Form der Darstellung von queerer Emanzipation, und die ist schrill, laut bunt, marktkonform, fokussiert auf die weiße, bürgerliche Mittelschicht, ein bisschen rassistisch und natürlich wenig kultursensibel. Es muss überall die gleiche Soße sein, sonst schmeckt es nicht. Diese nicht nur aber vor allem bei den Grünen weit verbreitete Haltung kann man mit einiger Berechtigung auch Kulturchauvinismus oder neokoloniales Denken nennen, zumal es in diesem Fall tatsächlich dazu eingesetzt wird, zu hetzen, zu spalten und eine Aggression gegen Russland zu schüren.

Von unglaublicher Überheblichkeit ist dieses Denken. Völlig verkürzt, auf ganz wenige Indikatoren reduziert, bemessen westliche, allen voran Grüne Politiker die Freiheit von Schwulen und Lesben in anderen Ländern. Gay Pride ja oder nein? Wir haben das, die nicht. Schwule Ehe ja oder nein? Gibt’s bei uns, bei denen nicht. In ganz wenigen Kategorien erschöpft sich deren Bemessungsgrundlage. Heraus kommt dann, Russland sei ein homophobes Land. Die Unzulänglichkeit dieser Methode ist offensichtlich. Als gebe es einen objektiven Gradmesser für Homophobie jenseits von so etwas wie offiziellem Verbot und Strafen. Alle Versuche, das zu ermitteln, sind bestenfalls diskussionswürdig, meist aber einfach Humbug.

Es war übrigens die Grüne Europaabgeordnete und Vorsitzende der Grünen im Europaparlament Rebecca Harms, die in Kiew aus der Regenbogenfahne ein Symbol des westlichen Imperialismus gemacht hat. Man kann nur erschrecken über soviel Arroganz. Mit ihrer fast ausschließlichen Ausrichtung auf kulturethische, liberale Fragen und ihrer Abkehr von der Frage nach Verteilungsgerechtigkeit sind die Grünen eben keine linke, emanzipatorische Partei mehr. Die SPD freilich auch nicht. Und bei der Linken habe ich nicht erst seit dem Wagenknecht-Bashing große Zweifel. Deutschland ist geistig verarmt.

Hinzu kommt die Kurzsichtigkeit und mangelnde Reflexion insbesondere der Grünen im Hinblick auf Kultursensibilität, wenn es um Russland geht. Hier herrscht Ignoranz in einem erschreckenden Ausmaß. Man kann hier gerne auch schon mal von blankem Rassismus sprechen. Anders lassen sich zahlreiche Irrationalismen bis hin zum offenen Hass bei Beck, Harms und Co. meines Erachtens gar nicht mehr erklären. Hier werden ganz offen doppelte Standards angelegt.

Idylle am Baikal-See. Foto: Ulrich Heyden

Es ist zu wünschen, das Engagement für Minderheiten und ihre Rechte würden Harms und ihre korrekt gendernden MitstreiterInnen auch auf die USA anwenden. Aber auf die Teilnahme an einer illegalen Demonstration gegen rassistische Polizeigewalt von irgendwelchen Grünen wird man noch lange warten können. Nicht die kleinste Stellungnahme ist hier zu finden, obwohl sich gerade Grüne Politiker damit hervortun, jegliche diplomatische Gepflogenheit unter den Tisch fallen zu lassen und sich kräftig in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen. Aber nur, wenn es um Osteuropa geht.

Unter anderem an dieser Asymmetrie in der Bewertung sieht man, wie unlauter ihr Engagement auch in Sachen Russland gegen den angeblich homophoben russischen Staat ist. Es ist einfach ein ganz gewöhnlicher transatlantischer Imperialismus unter dem Deckmäntelchen des Einsetzens für Minderheiten, der hier stattfindet.

Doch bevor mein Blutdruck weiter steigt, weg von den Grünen, hin zu Angenehmerem, wieder zurück nach Simeiz.

Simeiz wäre das ideale Ziel für alle, die einen idyllischen, ruhigen Strandurlaub in der Community verbringen wollen, aber auf die in den letzten Dekaden etablierten Symbole, das dionysisch Rauschhafte und die Klischees der westlichen gay community verzichten möchten, wären da nicht die Sanktionen, die einen Besuch in Simeiz für westliche Besucher zu einem Abenteuer machen, denn die ganze Reise muss allein organisiert werden. Auf Englisch als Brückensprache kann zudem nicht vertraut werden. Ein Austausch und ein Eindruck wird somit fast unmöglich gemacht. Allerdings ist es dieses Mal der Westen der hier einen zunehmend eiserner werdenden Vorhang errichtet.

Auf der Krim wird viel über Politik gesprochen. Man beschwert sich über steigende Preise, fordert mehr Unterstützung aus Moskau, sieht den Prozess der Integration zu langsam fortschreiten. Die Anbindung an die Ukraine wünscht dabei aber niemand.

Sicherlich: Man sieht auch Aggression und wehrt sich dagegen. Allerdings verortet man den Aggressor ganz woanders als es hier in den Medien dargestellt wird: Es ist die NATO, die auf der Krim als Bedrohung empfunden wird.

Die Krim ist politisch - und traditionell kritisch gegenüber der NATO eingestellt.
Die Krim ist politisch – und traditionell kritisch gegenüber der NATO eingestellt.

Auf dem zentralen Platz der Stadt Jalta vor dem großen Lenin-Denkmal gab es an meinem dritten Aufenthaltstag eine Demonstration gegen die NATO sowie gegen die Präsenz von US-amerikanischen Kriegsschiffen im Schwarzen Meer. In den Reden wurde darauf verwiesen, dass man hier immer wieder gegen die NATO demonstriert hatte, auch zu Zeiten, als die Krim noch zur Ukraine gehörte. Es wurde von früheren Bemühungen um mehr Autonomie und von Abspaltungsverlangen der Krim-Bewohner erzählt, es wurde hervorgehoben, wie dann die NATO immer Präsenz gezeigt und gedroht hätte.

Die Krim hat nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion immer wieder für mehr Autonomie gestritten. Schon 1994 fand ein Referendum statt, in dem mit überwältigender Mehrheit von 90 Prozent die Bürger der Krim für einen Anschluss an Russland votierten.

Die Bürger der Krim in ihrer Vielfalt fühlen sich Russland zugehörig. Das jetzige Referendum hat dem erneut Ausdruck verliehen. Ich habe keine Stimme gehört, die sich die Ukraine zurück wünschen würde. Das wäre auch seltsam, denn es ist deutlich, was die Alternative zu subtropischen, wirtschaftlich prosperierenden Ferienidyll wäre: Bürgerkrieg in einem scheiternden Staat, faschistische Bataillone und eine unglaubliche Korruption.

In Sankt Petersburg war ich es selbst, der die NATO als Aggressor empfunden hat. An einem Abend waren wir dort in der Oper, in Don Carlos. Es war ein unglaublich geglückter Abend, eine gute Vorstellung, hochbegabte Sänger, ein Orchester mit einem virtuosen Dirigenten verbunden mit einer interessanten Inszenierung. In der Pause überfiel mich dann der Gedanke an die Übungen der NATO und die Stationierung von unter anderem deutschen Soldaten kaum 160 Kilometer von Sankt Petersburg entfernt, die nichts anderes übten und kein anderes Ziel verfolgten, als all dies hier zu zerstören.

Hier bei uns wird die Meinung vertreten, Russland sei international isoliert. Ein Land, das ausschließlich für sich und seine Interessen kämpft. Wer nur ein bisschen außerhalb des Mainstreams nach Informationen sucht, wird feststellen können, wie schräg und verzerrt dieses Bild ist. Russland ist, oft als treibender Motor, in eine Vielzahl von transnationalen Projekten involviert. Da sind neben BRICS die Shanghai Organisation für Zusammenarbeit, die Zollunion, die New Development Bank, die Asian Infrastructure Development Bank, usw. usf. Die Liste der Großprojekte, die eine weltweite Vernetzung von Handel, kulturellem Austausch und Zusammenarbeit vorantreiben, an denen Russland maßgeblich beteiligt ist, ließ sich noch weiter fortsetzen.

Allein Europa, die Europäische Union kommt in all diesen weltumspannenden Projekten, die die Weichen für eine Neuordnung der Welt bedeuten, bestenfalls am Rande vor. Es ist der Westen, der sich isoliert hat und den Anschluss verpasst. In Russland und den mit Russland kooperierenden Ländern wird gerade ganz groß und ganz visionär gedacht. Bei uns denkt man an schwarze Nullen, Austerität, Kleinklein und in Trippelschritten, man denkt an das Wohl der großen Konzerne und Banken während die Infrastruktur zerbröckelt.

Die Marktstände sind reichhaltig gedeckt: Trotz Sanktionen herrscht kein Mangel auf der Krim. Foto: Gert Ewen-Ungar
Die Marktstände sind reichhaltig gedeckt: Trotz Sanktionen herrscht kein Mangel auf der Krim. Foto: Gert Ewen-Ungar

Muss man sich wirklich überlegen, ob man diese Unterordnung von Politik unter die Ökonomie für alternativlos halten möchte. Ein Blick nach Osten zeigt, dass es nicht so ist. Dort gestaltet Politik Wirtschaft in ganz großem Maßstab. Unter anderem auf der Krim wird das sicht- und fühlbar. In nur einem Jahr ist der Wohlstand hier deutlich gewachsen. Während er in der Ukraine und der Europäischen Union für die Mehrheit der Bürger sinkt.

Nachdem durch den Untergang des Römischen Reiches dessen Infrasturktur zerbröselte, hat es übrigens 600 Jahre gedauert, bis wieder mal eine Brücke über den Main gebaut wurde. Die war dann aus Holz.

Der Beitrag erschien ursprünglich auf logon-echon.com. Mit Dank an den Autor für das Recht der Zweitveröffentlichung.

Russlands S-400 Luftabwehrraketensysteme rollen auf dem Roten Platz während einer Militärparade in der Hauptstadt Moskau am 7. Mai 2016. © AFP
Russlands S-400 Luftabwehrraketensysteme rollen auf dem Roten Platz während einer Militärparade in der Hauptstadt Moskau am 7. Mai 2016.

13.08.16 – KRIM – Russland stationiert S-400-Raketen-System auf der Krim –

-Russland hat ein Abteilung seiner  S-400 hochentwickelte Luftabwehrraketensystem auf der Krim im Einsatz gebracht, als ein Streit zwischen Moskau und Kiew über die Sicherheitslage auf der Halbinsel Schwarzen Meer steigt.

-Die russische Nachrichtenagenturen machte die Ankündigung am Freitag, unter Berufung auf einer Erklärung von Russlands Verteidigungsministerium.

-Das Ministerium hatte früher am Tag bekannt gegeben, dass seine Marine, einer dreitägigen militärischen Übungen im Schwarzen Meer  halten wurden, beginnend mit unter Wasser Übungen, um Angriffe von Saboteuren abzuwehren.

-Russlands Schwarzmeerflotte auf der Krim stationiert, beteiligt sich an den militärischen Übungen. Mehr als 10 Kriegsschiffe, MI-8 und Ka-27PS Hubschrauber werden an der Übung teilnehmen.

„Während der Übung werden wir die Fragen der beiden operativen und technischen Unterstützung üben. Diese Operationen umfassen unter Wasser Sabotage zu begegnen, Navigations- und Hydrographie Übungen, Such- und Rettungsaktionen“, sagte der russische Marine-Kommandant Admiral Viktor Chirkov.

„Die Beziehungen mit der Ukraine könnte durchtrennt“

-Unterdessen sagte der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew am Freitag, dass Moskau die diplomatischen Beziehungen mit Kiew über die Sicherheitsvorfälle in Krim  könnten ausgesetzt werden.

Der russische Ministerpräsident Dmitri Medwedew (AFP Photo)

-Russischen staatlichen Nachrichtenagenturen zitieren den Premierminister mit den Worten, dass er an einer Auflösung der Beziehungen nicht interessiert ist, aber „wenn es keinen anderen Weg gibt, um die Situation zu ändern, könnte der Präsident diesen Schritt machen“.

-Der russische Föderale Sicherheitsdienst, sagte am Mittwoch, dass man einen Einfall von der ukrainischen Armee in der Krim über das Wochenende gestoppt hatte, zwei Russen wurden bei dem Vorfall getötet.

-Die Ukraine Verteidigung Intelligenz hat Russlands Beschuldigung über den Einfall abgelehnt und gesagt, es alles beruhte auf „gefälschte Informationen“.

-Der Freitag Erklärung von Russlands Verteidigungsministerium kam zwei Tage nachdem Präsident Wladimir Putin Maßnahmen angeordnet hatte um die Sicherheit auf der Krim zu erhöhen.

-Der Kreml sagte in einer Erklärung am Donnerstag, dass der russische Präsident ein Treffen mit seinen Sicherheitschefs gehalten hat, um „zusätzliche Maßnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Bürger und der grundlegenden Infrastruktur in Krim“ zu überprüfen.

-„Szenarien wurden sorgfältig geprüft um Anti-Terror-Sicherheitsmaßnahmen an der Landesgrenze, in den Gewässern und in den Luftraum der Krim zu gewährleisten“, so die Erklärung.

-Der UN-Sicherheitsrat hielt auch am Dienstag einer geschlossenen Sitzung auf Ukraine Wunsch, um die wachsenden Spannungen zu diskutieren.

-Die Entwicklungen haben die Spannungen erhöht und die Angst vor einer möglichen Ausweitung des Konflikts.

-Die Menschen in der Ukraine Schwarzen Meer Halbinsel Krim stimmten in einem Referendum in die Russische Föderation im März 2014 wiedereinzutreten. Die Entscheidung hat den Westen verärgert, der beschuldigte Moskau das Gebiet annektiert zu haben…..und damit den US Traum die Basis in Sevastopol zu übernehmen zerstört hat….Putin war schneller…..Anm.d.Ü.

Kommentare (16)
https://deutsch.rt.com/russland/39925-russlands-geheimdienst-fsb-vereitelt-von/
Russlands Geheimdienst FSB vereitelt von ukrainischen Agenten geplante Terroranschläge auf der Krim

Russlands Geheimdienst FSB vereitelt von ukrainischen Agenten geplante Terroranschläge auf der Krim

Der Föderale Sicherheitsdienst Russlands (FSB) will auf der Krim eine Reihe von Terroranschlägen vereitelt haben, die die Hauptverwaltung für Aufklärung bei dem Verteidigungsministerium der Ukraine vorbereitet hat. Bei der Verhaftung der ukrainischen Diversions- und Terrorgruppen seien ein FSB-Mitarbeiter und ein Angehöriger der russischen Streitkräfte ums Leben gekommen.

In der Pressemitteilung des russischen Inlandsgeheimdienstes steht, dass der ukrainische Aufklärungsdienst zu seinen Anschlagszielen lebenswichtige Objekte der Infrastruktur auf der Schwarzmeer-Halbinsel gewählt habe.

In der Nacht vom 6. auf den 7. August 2016 wurde in der Umgebung der Stadt Armjansk eine Diversionsgruppe entdeckt. Im Verlauf des Schusswechsels, zu dem es bei der Verhaftung der Terroristen kam, wurde ein FSB-Beamter getötet. Die russischen Geheimdienstler konnten vor Ort 20 selbstgebaute Bomben mit einer Sprengkraft von 40 Kilogramm TNT, Munition, spezielle Initialzündmittel sowie herkömmliche Antipersonen- und Magnetminen, aber auch Granaten und Sonderkampfgerät sicherstellen, das zur Bewaffnung der ukrainischen Sondereinsatzkräfte gehört.

Alle Personen, die zur Vorbereitung der Terroranschläge beigetragen hatten, wurden verhaftet. Es handelt sich dabei um ukrainische und russische Staatsbürger, unter ihnen auch der Einwohner des Gebietes Saporoschje und Mitarbeiter des ukrainischen Aufklärungsdienstes, Jewgeni Panow, geboren 1977.

In der Nacht auf den 8. August unternahmen Sondereinsatzkräfte des ukrainischen Verteidigungsministeriums zwei weitere Versuche, Diversions- und Terrorgruppen auf die Krim einzuschleusen. Die russischen Geheimdienste konnten das vereiteln. Dem FSB zufolge soll man die Durchbruchversuche mit Panzergerät und mit einem massierten Beschuss aus dem benachbarten Staat gedeckt haben. Bei den Kampfhandlungen wurde ein russischer Armeeangehöriger getötet.

„Das Ziel der Diversionen und Terroranschläge war es, die sozialpolitische Lage in der Region während der Vorbereitung und der Durchführung der Parlaments- und Kommunalwahlen zu destabilisieren“, steht in der Pressemitteilung des FSB.

In diesem Zusammenhang werden zurzeit verschärfte Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Plätzen und in Objekten der lebenswichtigen Infrastruktur getroffen. Die Grenzkontrolle an der Grenze zur Ukraine ist verschärft worden.

Blockade der Krim für ukrainische Lebensmittel und kein Ende in Sicht

-Um gegen angebliche Menschenrechtsverletzungen gegen Krimtartaren auf der russischen Schwarzmeer-Halbinsel zu protestieren, haben Aktivistengruppen der pro-ukrainischen Minderheit damit begonnen, sich an der Blockade von Lebensmitteln zu beteiligen. Seit Sonntag gilt um das Gebiet bereits kein Durchkommen mehr für die Lieferungen von ca. tausend Tonnen Last, größtenteils bestehend aus Nahrung. Ausgerufen wurde die Sperre letztens Wochenende. Gemeinsam mit Anhängern der radikalen Nationalistenmiliz Rechter Sektor, sowie weiteren nationalistischen Vereinigungen, sperrt jetzt auch die muslimische Minderheit den Weg auf die Krim unter den untätigen Augen Kiews ab.

Quelle: Ruptly

Quelle: Ruptly

-Rund um die Ortschaften Tschongar, Tschaplinka und Kalantschk wird seit Sonntag hunderten von LKWs das Durchkommen durch Straßensperren in Form von Betonblöcken erfolgreich verwehrt. Lediglich Personentransporten wird noch Platz gemacht. Gemeinsam mit der Polizei, die für Mitglieder des Rechten Sektors, Veteranen der ukrainischen Freikorps, Automaidan Odessa und Smooboronna Maidana Zeltlager aufgeschlagen hat und für Trinkwasser und Lebensmittelnachschub sorgt, wird die Sperrung der Straßen weiterhin am Leben gehalten.

-Da nach Ansicht der Kiewer Junta die Grenzen zwischen der Halbinsel und dem Festland nicht existieren, gäbe es keinen Grund für Polizei und Militär die Blockade zu räumen, so Vertreter der ukrainischen Regierung. Mittlerweile kommentierte der ukrainische TV-Sender „112 Ukraine“ die eigene Berichterstattung vom Checkpoint mit den Worten: „Hunderte Sicherheitskräfte sind vor Ort, um für Ordnung zu sorgen.“

-Gleichzeitig begannen auch krimtartarische Aktivisten nach eigenen Angaben damit, ihren Protest gegen Verfolgung und Degradierung der muslimischen Minderheit auf der einstig ukrainischen Halbinsel durch eine weitere Sperrung für LKWs Luft zu machen. Noch zuvor kündigten Rada-Abgeordnete und Anhänger der nichtregistrierten Vereinigung „Medschlis der Krimtartaren“ durch Refat Tschubarow und Mustafa Dschemilew an, die Grenzsperrung zur Halbinsel für Lebensmittellieferungen und weitere ukrainische Waren unzugänglich zu machen.

Putin rief Krim-Behörden zur Bekämpfung von Korruption und Wahrung von Minderheitenrechten auf

-Nach offizieller Stellungnahme der Behörden in Sewastopol, gäbe es jedoch keinen Grund zur Sorge, die Versorgungssicherheit sei weiterhin gesichert.

-Nach Angaben des Vizepremiers der Krim, Ruslan Balbek, prognostiziere die Regierung der Halbinsel keine größeren Folgeschäden durch die ukrainische Blockade. „Anders als vor einem Jahr sind wir heute nicht mehr an die ukrainischen Lieferungen angewiesen, die jetzt weniger als 20 Prozent betragen“, so der Vizepremier der Krim, Michael Scheremet. Nichtsdestotrotz sollen sich Behörden bereits auf mögliche Unruhen vor Ort vorbereitet haben.

-Aktuell sei die Lage im Grenzgebiet jedoch noch ruhig. Beobachter in der Ukraine und Russland schenken den Aussagen der offiziellen Stellen jedoch nur begrenzt Glauben. Obwohl die Schwarzmeer-Halbinsel in der Tat weniger Lebensmittel aus der Ukraine einfährt, erfolge der Import russischer Waren auf dem gleichen Landweg, der aktuell von der Sperrung betroffen ist.

-Sollte die Blockade somit länger andauern, müssten künftige Einfuhren auf dem Luftweg und mit Fähren bei Kertsch erfolgen. Rosinenbomber aus Moskau wären also nicht nötig.

-Welche Forderungen die ukrainisch-nationalistischen Organisationen mit ihrer Teilnahme an der Blockade verfolgen, bleibt offen. Für Krim-Republikchef Sergej Aksjonow nutzt Kiew die Sperrung der Halbinsel vor allem als Trumpfkarte bei politischen und ökonomischen Verhandlungen mit Russland aus.

-Der Rechte Sektor soll mit seiner Anwesenheit vor Ort lediglich die Interessen der ukrainischen Regierung unterstützen. Ob das den nationalistischen Anhängern des Rechten Sektors, die sich bereits seit längerem gegen die aktuelle Staatsführung aussprechen bewusst ist, blieb bisher unbeantwortet.

Putin warnt vor Destabilisierungsversuchen auf der Krim durch „ausländische Kräfte“

-Beim Besuch auf der Krim äußerte sich der russische Präsident kritisch über anhaltende Bedrohungen, die vor allem die Zivilbevölkerung auf der Halbinsel ins Visier nehmen. Es werde bewusst an zwar „berechtigte Anliegen“ der Anwohner angedockt, diese würden jedoch zur Destabilisierung des politischen Friedens auf der Krim und im Sinne eigener geopolitischer Ziele instrumentalisiert.

Putin rief Krim-Behörden zur Bekämpfung von Korruption und Wahrung von Minderheitenrechten auf

Quelle: Ruptly

-„Es ist offensichtlich, dass von ausländischen Kräften noch immer eine Bedrohung ausgeht, die in der einen oder anderen Weise versucht, die Situation auf der Halbinsel [Krim] zu destabilisieren“, zitierte die Nachrichtenagentur RIA Novosti den russischen Präsidenten.

Mehr lesen: Ukraine schaltet Stromversorgung der Krim ab

-„Mal spielen sie die nationalistische Karte aus, um aus jedem Fehler, jeder Fehlzählung oder jeder unwirksamen Maßnahme von Behörden Kapital zu schlagen, oder man kanalisiert die berechtigten Anliegen so um, dass diese einen zerstörerischen Kurs einschlagen“, fügte Putin hinzu.

-Der Präsident nahm am Mittwoch an einer Sitzung anlässlich der Sicherheitslage auf der Krim-Halbinsel in der Hafenstadt Sewastopol teil.

-Bei der Zusammenkunft konferierte Putin intensiv über interne Herausforderungen, mit denen sich die Halbinsel seit ihrer Wiedervereinigung mit Russland 2014 konfrontiert sieht. Konkret wurden Korruption, Wirtschaftskriminalität und eine „transparente“ Landaufteilung thematisiert. Putin hat dazu aufgefordert, „ernsthaft zu beginnen, korrupte Beamte, die sich wegen ihrer zweifelhaften Beziehungen diskreditierten, innerhalb der [lokalen] Behörden“ zu identifizieren und diese ihrer Ämter zu entheben.

-Das russische Staatsoberhaupt äußerte, dass Maßnahmen, die eine Sicherung der Rechtmäßigkeit von Zoll- und Steuerkontrollen betreffen, erhöht werden würden, berichtet die Nachrichtenagentur TASS.

Mehr lesen: Andiamo… – Auch italienische Parlamentarier-Delegation plant Besuch der Krim

-Der Präsident sprach TASS zufolge von neuen „Maßnahmen, die auf die Verstärkung der Zollkontrollen und andere Arten von Steuern an den Kontrollstellen“ ausgerichtet sein sollen. In seiner Rede ging der Präsident auch auf die Prävention von Drogenhandel und Bekämpfung der Einfuhr von verbotenen Produkten ein.

-Der russische Präsident begann seine Reise auf die Krim am vergangenen Montag und besuchte in diesem Zusammenhang lokale Gemeinschaften, darunter auch die Krimtataren, diskutierte neue politische Konzepte für die Halbinsel und unternahm in einem Mini-U-Boot eine Tauchfahrt zu einem seit mehr als 1.000 Jahren versunkenen byzantinischen Schiff vor der Küste der Krim.

Putin enthüllt Zusammenarbeit von US-amerikanischen Spezialeinheiten mit kaukasischen Terroristen

– Laut Angaben des russischen Präsidenten Wladimir Putin hat der russische Geheimdienst mehrere Kontakte zwischen US-Spezialeinheiten und „tschetschenischen Terroristen“ beobachtet, bei denen die US-Truppen auch „den Militanten mit dem Transport geholfen hatten“.

Quelle: Public Domain

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– Dies gab Putin im Rahmen eines Interviews zu dem Dokumentarfilm „Der Präsident“ bekannt:

„Unser Nachrichtendienst registrierte zum Beispiel einen direkten Kontakt zwischen Vertretern einer US-Spezialeinheit und Militanten aus dem Nordkaukasus in Aserbaidschan. Dort halfen  sie ihnen unter anderem mit Transportmöglichkeiten.“

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– Weiter führte Putin aus, dass er dies dem US-amerikanischen Präsidenten kommuniziert hätte, worauf dieser wortwörtlich geantwortet habe: „Dafür werde ich ihnen eine Ohrfeige verpassen.“

– Aber zehn Tage nach dem Gespräch mit dem US-Präsidenten erhielt der russische Geheimdienst eine Nachricht aus Washington, aus der Putin die folgende Passage zitiert:

 „Wir haben alle Oppositionskräfte in Russland unterstützt und wir werden diese Beziehungen auch weiterhin pflegen. Und wir glauben, dass wir alles Recht dazu haben, jetzt und in Zukunft.“

–  In diesem Zusammenhang unterstrich der russische Präsident: „Terroristen sollten nicht genutzt werden, um politische oder geopolitische Problem zu lösen. In keiner Form, niemals, auf keinem Ort der Welt.“

– Denn, so Putin weiter, „wenn man Terroristen an einem Ort unterstützt, kann man nicht verhindern, dass diese auch woanders tätig werden und diejenigen angreifen, die sie zuvor unterstützt haben.“

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– Der Dokumentarfilm „Der Präsident“ beschäftigt sich mit den letzten 15 Jahren Putins als Präsident und Premier Russlands und wird auf dem TV-Kanal Rossiya 1 ausgestrahlt werden.

– Putin diskutierte im Rahmen des Interviews auch die Herausforderungen denen er sich gegenüber sah, als er zum ersten Mal Präsident wurde. Als der Moderator ihn fragte, ob er der Aussage zustimmen würde, dass Russland in den 1990er Jahren von Oligarchen regiert wurde, widersprach der russische Präsident nicht:

– “Sie kamen in mein Büro, stellten sich vor mir auf und sagten: Verstehst du, dass du niemals ein echter Präsident sein wirst? Ich erwiderte ihnen: Wir werden sehen.“

– Auf die anschließende Frage, wie es ihm im weiteren Verlauf gelungen sei, den Einfluss der Oligarchen einzugrenzen, ging er nicht weiter eine und sagte lediglich, er hätte „verschiedene Mittel und Wege“ genutzt.

– Ein leitender Redakteur bei The Economist, Edward Lucas, benutzte eine Podiumsdiskussion bei der Münchner Sicherheitskonferenz Diskussionsforum, um RT  journalistischer Standard zu verleumden, und rief die Medien unserer Mitarbeiter mit Ächtung zu bestrafen. Hier ist unsere Antwort.

– Wir sind absolut empört über Herrn Lucas Kommentare. Es ist der Gipfel der Heuchelei zu einer Veranstaltung, die für die gemeinsame Lösung der Vielzahl der schweren Sicherheit Fragen, mit denen die Welt heute konfrontiert wird zu kommen, um es als Plattform für fadenscheinige Angriffe zu nutzen.

– In der Tat, während Mr. Lucas die RT-Journalisten in der Geborgenheit und in der Sicherheit dieser Konferenz anprangerte, unsere Crew befand sich unter Beschuss in der Nähe von Donezk.

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– RT-Korrespondenten riskieren ihr Leben jeden Tag um über Geschichten und Ereignisse zu berichten, dass niemand wagt es auszusprechen, bzw. zu behandeln und die Leute auf der ganzen Welt die Realität zu zeigen, die die meisten anderen Medien, entweder versehentlich oder absichtlich verbergen.

– Um sie, auf dieser abscheulichen Art anzugreifen, ist eine Schande für Herr Lucas, und die journalistischen Organisationen, die er auf der Münchner Sicherheitskonferenz vertritt.

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– Nachfolgend finden Sie die vollständige Abschrift der Rede von Edward Lucas RT bei einer Podiumsdiskussion mit dem Titel: „Wer ist bereit für Hybrid Kriegsführung?“.  Andere Teilnehmer waren NATO Supreme Allied Commander Europe Philip Breedlove und der norwegische Minister für Verteidigung Ine Eriksen Soreide.

Rede auf http://on.rt.com/xenh3z zu lesen

 

Russian President Vladimir Putin

28.12.14 –  UKRAINE – KRIM – RUSSLAND wird die Krim mit Kohle und Strom versorgen –

– Russland hat sich bereit erklärt mit Strom und Kohle die Krim-Halbinsel zu versorgen, nachdem Kiews Strom, sowie Bus und Bahn Dienstleistungen gestoppt hat.

– „In Anbetracht der kritischen Situation mit [Ukraine] Energie Lieferung, Vladimir Putin hat entschieden mit diesen Lieferungen auch ohne Vorauszahlungen zu beginnen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitry Peskov am Samstag.

– Der Schritt kam einen Tag, nachdem die Ukraine  die Bereitstellung von Strom für Krim gestoppt hat, da Kiew selbst Strom-Engpässe hat, weil angeblich pro Russland Kräfte im Osten des Landes die Kohle Lieferungen an seine Kraftwerke blockiert haben.

– Die Ukraine hat auch Bahn und Bus Dienstleistungen für die Krim am Freitag ausgesetzt, und die Entscheidung als Sicherheitsbedenken beschrieben.

– Moskau wird 500.000 Tonnen Kohle in die Ukraine pro Monat russische schicken, sagte Vizepremier Dmitry Kozak und fügte hinzu, dass der Betrag verdoppelt werden konnte, wenn eine Einigung zwischen den beiden Ländern folgt.

„Keine Einigung über die Krim wurde bisher signiert“ bemerkte Kozak.

– Er äußerte die Hoffnung, dass der Schritt helfen würde, eine zuverlässige Energieversorgung für die Krim zu gewährleisten.

– Die Krim erklärte ihre Unabhängigkeit von Ukraine am 17.März und mit einem Referendum, beantragte förmlich, Teil von Russlands zu werden. Bei dem Referendum  haben 96,8 Prozent der Teilnehmer zu Gunsten der Sezession gestimmt. Die Wahlbeteiligung im Referendum lag bei 83,1 Prozent.

– Die Wiedervereinigung hat prorussische Proteste in den östlichen Regionen der Ukraine verursacht. Der Westen unterstützte die Kiew Regierung, wenn Militäroperationen Mitte April begannen um die Proteste zum Schweigen zu bringen.

– Die Gewalt verstärkte sich  im Mai, nachdem auch in die östlichen Regionen Donezk und Luhansk ein lokales Referendum stattgefunden hatte, in denen ihre Bewohner zu Gunsten der Unabhängigkeit aus der Ukraine mit überwältigender Mehrheit stimmten.

 

 

 

06.05.14 – RUSSLAND – KRIM – Neue U-Boote, Kriegsschiffe, SAMs, und Truppen auf der Krim stationiert –

– Das russische Verteidigungsministerium plant zusätzliche Armee-Einheiten auf der Krim zu stationieren um die Schwarzmeerflotte zu stärken. Zu diesem Zweck sind 2,5 Milliarden Dollar-Programm Investitionen vorgesehen. Die Notwendigkeit für neue Militärausgaben ist entstand, aufgrund des Eintritts der ukrainischen Halbinsel zu Russland Federation.

– Verteidigungsminister Sergej Schoigu sagte am Dienstag: „Vor Ende des Jahres werden wir neue Einheiten der Luftverteidigung und der Marine-Truppen in unserer Flotte-Basis stationieren. Die Flotte wird U-Boote und Schiffe der neuen Generation in diesem Jahr bekommen. Dies erfordert unsere Aufmerksamkeit“.

– Der Minister betonte, dass die Marine-Aufbau-Programm für die Schwarzmeerflotte-Basis auf der Krim, wurde erweitert da in März ein Teil Russlands geworden ist. Das Ministerium plant bis zum Jahr 2020 mehr als 2,4 Milliarden US$ zu investieren.

– Die Ankündigung kommt, nachdem Russland äußerte Bedenken über dem Aufbau der NATO-Streitkräfte in Osteuropa und im Schwarzen Meer. Die Allianz stationiert Flugzeuge und Kriegsschiffe sowie Bodentruppen, weil wie sie sagte, es war notwendig, um das Vertrauen der NATO-Mitglieder wie Polen, Rumänien und den baltischen Staaten zu festigen.

– Die NATO Entscheidung kommt in Reaktion auf die politische Krise in der Ukraine und den Vorwürfen, dass Russland vor hat in der östlichen Ukraine einzudringen. Moskau sieht die militärische Aufrüstung in der Nähe von ihren Grenzen als eine Provokation.