Mit ‘krieg’ getaggte Beiträge

Do 25. August 2016 09.46

26.08.16 – JEMEN – Jemenitischen Kräfte erobern strategische militärische Position auf Saudi-Boden –

-Jemenitischen Streitkräfte haben eine strategische militärische Position in Saudi-Arabien südwestlichen Grenze der Stadt Najran attackiert und erobert und schwere Verluste an der Regime Kräfte in den folgenden Auseinandersetzungen verursacht.

-Die jemenitische Armee unterstützt durch die Volkskräfte und Houthi Ansarullah Kämpfer führten einen Überraschungsangriff auf den saudischen Truppen Snipers günstiger Aussichtspunkt über die Stadt Najran und die jemenitische Fahne dort gehisst.

-Jemen al-Masirah Fernsehen veröffentlicht Filmmaterial am Mittwoch aus dem Gebiet und zeigt wie Saudi Kräfte in aller Eile fliehen und  ihre Ausrüstung stehen lassen.

-Während der Operation, die jemenitische Armee und verbündete Truppen haben eine unbestimmte Zahl von Saudi-Kräfte getötet oder verletzt . Sie auch einen Panzer zerstört und mehrere gepanzerte Fahrzeuge sowie Munition beschlagnahmt die am Ort von den Saudi-Truppen verlassen wurden.

-Die Vergeltungsschläge kommen wie Saudi-Arabien seine Luftangriffe gegen das arabische Land nach dem Zusammenbruch der Friedensgespräche zwischen jemenitischen verfeindeten Seiten in Kuwait intensiviert haben.

Das Bild am 9. August 2016  genommen, zeigt Rauchschwaden hinter Gebäuden nach einem Saudi-Streik. © AFP

-Am Donnerstag Saudi-Kampfflugzeuge bombardierten ein Gebiet in Baqim Kreis Saada-Provinz und mindestens fünf Zivilisten getötet und mehrere andere verletzt.

-Jemenitischen Streitkräfte haben Vergeltungsangriffe gegen Saudi-Kräfte gestartet, und in den vergangenen Tagen militärischen Positionen mit Mörsergranaten in Najran Bereich angegriffen.

-Berichte sagten am Montag, das die jemenitische Armee auch einen Saudi-Apache-Hubschrauber in Najran Region abgeschossen haben.

-Jemenitischen Truppen haben auch 12 Katjuscha-Raketen auf einer Basis im selben Gebiet abgefeuert. Die Armee und verbündete Houthi-Kämpfer eroberten auch Najran Dam und nahm die Kontrolle über mehrere Posten als Saudi-Truppen aus dem Gebiet geflohen sind.

-Saudi-Arabien begann im März 2015 eine Luftkampagne gegen Jemen  und später Bodenoperationen ins Leben gerufen und der herrschenden Houthi Ansarullah Bewegung und ihre Verbündeten zu untergraben und Hadi wieder an die Macht zu bringen.

-Fast 10.000 Menschen, die meisten von ihnen Zivilisten, wurden durch Riad die militärische Aggression, die jedes internationale Mandat fehlt, getötet.

https://deutsch.rt.com/meinung/40147-endspiel-in-syrien-schlacht-um/
Endspiel in Syrien: Die Schlacht um Aleppo und der ‚Plan C‘

Vom Krieg gezeichnet: Die syrische Stadt Alappo

Vom Krieg gezeichnet: Die syrische Stadt Alappo
Die Schlacht um Aleppo hat die al-Kaida-Gruppen in ihr verzweifeltes letztes Stadium getrieben, wobei der Stellvertreterkrieg gegen Syrien in seine abschließende Phase gelangt. Die Befreiung von Aleppo wird den Anfang vom Ende einläuten.

von Prof. Tim Anderson, übersetzt von Hermann Ploppa

Die vielen Landkarten im Internet sind schlicht irreführend. Sogar vor dem Eingreifen der russischen Luftwaffe in den Konflikt im September 2015 beherrschte die syrische Regierung 85 Prozent der bevölkerten Gebiete des Landes. Aber Aleppo zurückzugewinnen, ist entscheidend für die Kontrolle Syriens über den Norden und über die Nachschublinien des schrumpfenden Territoriums des IS im Osten.

Syriens Hauptproblem stellten die halb offenen türkischen Nachschublinien der dschihadistischen Armeen dar, die die 800 Kilometer lange Nordgrenze überquerten, und der von Türkei, Saudi-Arabien und Katar unterstützte Vormarsch des IS von Osten her. In den letzten zehn Monaten hat die syrische Allianz erfolgreich an beiden Fronten Boden zurückgewonnen. Obendrein befindet sich die Türkei seit dem Juli 2016 im Chaos mit ihren ganz eigenen Problemen.

Viele folgen der Logik der beherrschenden Kräfte, aber um die Endphase in diesem Krieg zu verstehen, ist auch die Logik des Widerstands nicht weniger wichtig. Syrien tritt den Beweis an, dass unabhängige Völker, die einig sind und Widerstand leisten, im Endergebnis mehr zu bestimmen haben als je zuvor.

Gut ausgerüstet sind die sogenannten Rebellen, die gegen die Regierung von Bashar al-Assad kämpfen

Washingtons Krieg gegen Syrien begann mit dem Einsatz sektiererischer Armeen, um die Regierung in Damaskus zu stürzen. Nach wie vor sprechen die westlichen Medien von ‚moderaten Rebellen‘, aber die Beweislage ergibt eindeutig, dass die USA und ihre Verbündeten jede einzelne bewaffnete Gruppierung in Syrien unterstützt haben, einschließlich der westlichen Gruppe, allen voran die ehemalige Jabhat al-Nusra (die jetzt umgetauft wurde in ‚Jabhat Fatah al-Sham‘, um den syrisch-russischen Bombenangriffen zu entgehen). Dazu stieß die östliche Gruppe DAESH-ISIS. Alle verbindet eine ähnliche heimtückische sektiererische Ideologie.

Ungeachtet des Blutbades und der rhetorischen Spielchen ist die Aggression, die in Plan A steckt, gescheitert.

Der ‚Plan B‘ zielte auf die Aufteilung des Landes durch das Ausreizen der, wie es die USA sahen, ‚kurdischen Karte‘.

Mal ganz davon zu schweigen, dass jegliche Bestrebung, Syrien aufzuteilen, gegen die Bestimmungen der Resolution 2254 des UN-Sicherheitsrates verstößt, die noch einmal die ‚klare Verpflichtung der Vereinten Nationen zur Souveränität, Unabhängigkeit, Einheit und territoriale Integrität der Syrischen Arabischen Republik‘ bestätigt. Die USA ignorieren solche Nettigkeiten einfach.

Nichtsdestoweniger scheitert Plan B dank des Zusammenhalts syrischer Gemeinschaften, durch deren Unterstützung der syrischen Armee sowie durch eine starke regionale Solidarität, besonders vom Iran, von Russland, der Hisbollah sowie der nationalistischen palästinensischen Milizen.

Sogar Syriens kurdische Milizen arbeiteten mit der syrischen arabischen Armee zusammen und verließen sich auf sie. Was immer Syriens Kurden wünschen: wenn es zu einer Abstimmung käme, würden die Syrer keine Föderalisierung unterstützen, die das Land nur schwächen würde gegen seine Feinde.

Plan C

‚Plan C‘könnte stattfinden, wo die Kräfte besser zusammenwirken. Washingtons ‚Schurkenstaat‘ ist ein schlechter Verlierer. Washington brauchte sieben Jahre, um sich aus Vietnam zurückzuziehen, nachdem es bereits wusste, dass es verlieren würde. Jedoch verfügt Syrien in der Person des russischen Präsidenten über einen Meister-Diplomaten, der willens und in der Lage ist, einen ‚ehrenvollen‘ nordamerikanischen Rückzug zu präsentieren.

Präsident Putin ermöglichte Präsident Obama schon früher einmal einen ehrenvollen Rückzug, und zwar im September 2013. Damals wurde die syrische Regierung beschuldigt, die eigene Bevölkerung mit Chemiewaffen getötet zu haben. Tatsächlich ging der Angriff mit chemischen Waffen aber von der Terrormiliz Jabhat al-Nusra und ihren Partnern aus (siehe Anderson 2016, Kapitel Neun). Es wurde ein Deal ausgehandelt: die syrische Armee vernichtete ihre Arsenale an chemischen Waffen (die als Abschreckung gegen die Atommacht Israel gedacht waren, und nicht als Waffen gegen die eigene Bevölkerung). Im Gegenzug verzichteten die USA darauf, Syrien militärisch anzugreifen.

Wir können einen ähnlichen Handel erkennen, wenn Putin Obamas staatsmännische Rolle bei der Unterstützung von Friedensbemühungen in Syrien feiert und damit Washington ermöglicht, Syrien thematisch ‚auf das Abstellgleis‘ zu schieben, wie es das bereits im letzten Jahr mit dem Iran tat. Selbstverständlich würde das eine ungeheuerliche Lüge bedeuten, aber diese Lüge könnte vielleicht wenigstens weiteres Blutvergießen beenden helfen.

Die Folgen des Krieges: Friedhof in Syrien

Ein Regimewechsel in der Türkei könnte gewiss für einen solchen Plan hilfreich sein. Jedoch ob nun Erdogan die Meuterei seiner eigenen Streitkräfte auf Dauer überlebt oder nicht: ein Wandel in den politischen Rahmenbedingungen verändert die Rolle, die die Türkei in Syrien spielt. Während seine Stellvertreterarmeen verlieren, versucht Ankara seine miserablen Beziehungen mit Russland zu reparieren, während sich die Beziehungen zu Washington verschlechtern. Erdogan beschuldigt die USA, ob zu Recht oder zu Unrecht, den jüngsten Putschversuch unterstützt zu haben.

Jede Ausführung von ‚Plan C‘ in den wenigen Monaten, die der Obama-Regierung noch verbleiben, würden vielleicht die Fragen der ideologischen Kampagnen und Wirtschaftssanktionen gegen Syrien, Iran und Hisbollah, also Israels entscheidenden Gegenspielern, ungelöst zurücklassen.

Die Erfahrungen aus Washingtons früheren Kriegen in Lateinamerika und Vietnam lehren uns, dass die USA unbedingt ihre Mythen am Leben erhalten wollen, ihre ‚offizielle Geschichte‘, und zwar so lange wie möglich.

Aleppo stellt den abschließenden Umkehrpunkt in diesem Konflikt dar, nach der Befreiung von Homs, Kusseir und Palmyra. Entscheidende Wendungen im Kriegsgeschehen zerstören die Moral sowohl der Dschihadisten als auch von deren Geldgebern. Nicht einmal Fanatiker sind darauf erpicht, an einer offenkundig der Niederlage geweihten Sache beteiligt zu sein.

Seit dem letzten Jahr haben die sektiererischen Gruppen im ländlichen Raum um Damaskus ständig an Boden verloren. Die Hauptstadt selber, mittlerweile angeschwollen auf sieben bis acht Millionen Einwohner, erlebte sehr wenig Angriffe durch Raketen, Mörser oder Bomben in diesem Jahr. Das Straßenleben ist erheblich entspannter. Waffenstillstandsvereinbarungen haben ‚funktioniert‘, weil die verbliebenen bewaffneten Gruppen (in Ost-Ghuta und Daraya) entscheidend geschwächt sind und sich in der Umzingelung befinden.

Während nun jedoch Damaskus ein gewisses Gefühl an Sicherheit wieder erlangt hat, tobt jetzt ein erschreckender Krieg in Aleppo. Wie üblich logen die westlichen Medien unablässig und konzentrierten sich auf jenen Teil der Stadt, der von den al-Kaida-Gruppen gehalten wurde, und der insgesamt gerade mal 200.000 Menschen umfasst, mit einberechnet ist noch die kleine Armee von Geheimdienstagenten aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Türkei und Israel, dazu noch etliche westliche Nichtregierungsorganisationen wie die White Helmets, die Weißhelme.

In den letzten Tagen haben sich kleinere Gruppen von Dschihadisten ergeben, um in den Genuss einer möglichen Amnestie des syrischen Präsidenten zu gelangen, während Dutzende Einwohner die Stadt verlassen durch von syrischer und russischer Armee kontrollierte humanitäre Korridore. Diese Checkpoints werden von Kommando-Einheiten betrieben, einschließlich der Tiger-Einheiten <1> von General Suheil al-Hassan, weil solche Checkpoints immer noch von dschihadistischen Selbstmord-Autobomben getroffen werden können, wie das in Palmyra der Fall war.

Typischerweise erschienen keine westlichen Medien-Stories über die 1,5 Millionen Menschen in den von der Regierung gehaltenen Stadtteilen. In der Zeit von April bis Mai 2016 wurden rund um Aleppo eine große Anzahl Menschen ermordet, als zivile Bereiche und größere Krankenhäuser durch die NATO-unterstützten ‚Rebellen‘ bombardiert wurden. Sie wurden sogar dabei gefilmt, wie sie ihre ‚Höllenkanonen‘ abfeuerten, und dabei ausriefen: „Schleuder‘ es auf Zivilisten“ (Anderson 2016, 9.Mai). Nichts davon fand Erwähnung in den westlichen Konzernmedien.

Ebenfalls im Zeitraum April bis Mai 2016 behaupteten die White Helmets, dass russische und syrische Luftschläge das ‚al-Quds-Krankenhaus‘ zerstört hätten, wobei der letzte Kinderarzt in Aleppo getötet worden sei. Tatsächlich betonten Dr. Nabil Antaki und die Ärztekammer von Aleppo, dass es sich bei dieser Einrichtung nicht um ein registriertes Krankenhaus handelte, sondern eher um ein improvisiertes Lazarett in einem beschädigten Wohnhaus in einem von al-Nusra gehaltenen Gebiet. Tatsächlich gibt es noch eine ganze Reihe von Kinderärzten in den wichtigsten öffentlichen Krankenhäusern (Antaki und Cattori 2016; Beeley 2016; Makhoul-Yatim 2016).

Die Söldnerbanden feuerten hunderte von Raketen in das Zentrum von Aleppo, attackierten die kurdischen Stadtviertel mit Giftgas und enthaupteten öffentlich einen palästinensischen Knaben, angeblich weil er ein Spion einer palästinensischen Miliz gewesen sein soll, die an der Seite des syrischen Heeres kämpft. Bezeichnenderweise verlieh die englische Fernsehanstalt BBC den Behauptungen der Dschihadisten, dass der öffentlich ermordete zwölfjährige Junge ein ‚Kämpfer‘ sei, einen gewissen Stellenwert (BBC 2016). Verzerrte Berichterstattung bis zum bitteren Ende.

Die westlichen Medien, die immer noch im Kriegszustand sind, brachten unzutreffende Geschichten, dass ‚ganz Aleppo‘ sich im Belagerungszustand befände, oder dass die Feldlazarette der al-Kaida die ‚einzigen Krankenhäuser‘ in Aleppo seien. Ein Beispiel: die australischen staatlichen Medien berichteten: „In der syrischen Stadt Aleppo gehen die Lebensmittel aus, weil die Streitkräfte des Regimes die Stadt umzingeln.“ Tatsächlich sind lediglich 15 Prozent der Bevölkerung von Aleppo eingeschlossen von der syrischen Armee. Zur selben Zeit befindet sich das gesamte Land Syrien unter Belagerung durch Wirtschaftssanktionen der USA, der Europäischen Union und Australiens (ABC Radio National 2016).

Diese Geschichten zählen umso weniger, je mehr sie ersetzt werden durch unmittelbare Videozeugnisse von Bewohnern, die die von al-Kaida gehaltenen Gebiete verlassen, nur um die syrische Armee zu loben und die vom Westen unterstützten ‚moderaten‘ Kopfabschneider zu verfluchen (Geopolitics 2016).

Die vom Westen unterstützten Dschihadisten verlieren an Boden und die Moral in der Region ist gefestigt. Der syrische Führer der zivilen Opposition Mustafa Kelechi (der nicht mit den bewaffneten Gruppen verbunden ist) sagt, der Kampf um Aleppo‚ ist ein Krieg, um den Takfiri <2>-Gruppen das Rückgrat zu brechen‘ (FARS News 2016). Die Regierung des Irak, einst wahrgenommen als Marionette der USA, hat wiederholt ihre enge Zusammenarbeit im Kampf der syrischen Regierung gegen Terroristen bekräftigt (SANA 2016).

Die regionale Allianz, die in diesem Krieg geschmiedet wurde – bestehend aus Syrien, Iran, Russland, Irak, Hisbollah sowie den nationalistischen palästinensischen Milizen – wird eine starke Rolle einnehmen sowohl im syrischen Endspiel als auch weiterhin in der ganzen Region.

Professor Tim Anderson lehrt an der Universität Sydney politische Ökonomie. Anderson ist Autor des aktuellen Buches „Der schmutzige Krieg gegen Syrien. Washington – Regime Change – Widerstand.“ Liepsen Verlag Marburg, 2016.

Anmerkungen

<1> englisch Tiger Forces, arabisch: Quwwa an-Nimr. Eine im Jahre 2013 gegründete Spezialeinheit des syrischen Heeres für besondere Aufgaben im Bürgerkrieg. Ihr Befehlshaber Suheil al-Hassan ist von der Luftwaffe an diese Stelle versetzt worden und gilt als äußerst fähiger Organisator.

<2> Takfiri: extreme Richtung innerhalb der pseudo-islamischen Terrorgruppen. Dort wird die Meinung vertreten, dass alle Menschen, die nicht dieser pseudo-islamischen Richtung angehören, zu töten seien.

 

Quellen

ABC Radio National (2016), ‘Syrian city of Aleppo running out of food as regime forces surround city’, 20 July, online:

http://www.abc.net.au/radionational/programs/breakfast/syria’s-aleppo-running-out-of-food/7643402

Anderson, Tim (2016) Der schmutzige Krieg gegen Syrien. Washington – Regime Change – Widerstand. Marburg 2016.

https://derschmutzigekrieggegensyrien.wordpress.com/2016/05/25/tim-anderson-der-schmutzige-krieg-gegen-syrien/

Anderson, Tim (2016, 9 May) ‘The ‘Aleppo Hospital’ Smokescreen: Covering up Al Qaeda Massacres in Syria, Once Again’, Global Research, 9 May, online:

http://www.globalresearch.ca/the-aleppo-hospital-smokescreen-covering-up-al-qaeda-massacres-in-syria-once-again/5524250

Antaki, Nabil and Silvia Cattori (2016) ‘Aleppo Doctor Attacks Western Media for Bias, Censorship and Lies’, Global Research, 1 May, online:

http://www.globalresearch.ca/aleppo-doctor-attacks-western-media-for-bias-censorship-and-lies/5522736

BBC (2016) ‘Syria conflict: Boy beheaded by rebels ‘was fighter’’, 21 July, online: http://www.bbc.com/news/world-middle-east-36843990

Beeley, Vanessa (2016) ‘Aleppo: US NATO False Flags, Lies and Propaganda’, 21st century Wire, 4 May, online:

http://21stcenturywire.com/2016/05/04/aleppo-us-nato-false-flags-lies-and-propaganda/

FARS News (2016) ‘Dissident Leader Sees Army Victories in Aleppo “Syria’s Winning Card in Geneva”’, 23 July, online:

http://en.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13950502000650

Geopolitics (2016) ‘Trapped Aleppo residents begun flowing through 1st humanitarian corridor’, 31 July, online:

https://geopolitics.co/2016/07/31/trapped-aleppo-residents-begun-flowing-through-1st-humanitarian-corridor/

Makhoul-Yatim, Amara (2016) ‘Nabil Antaki, the Syrian doctor who refused to leave Aleppo’, France 24, 21 May, online:

http://www.france24.com/en/20160520-syria-aleppo-nabil-antaki-doctor-maristes-civilians-civil-war

SANA (2016) ‘President al-Assad receives letter from Iraqi prime Minister: War carried on by Syrian and Iraqi armies is one’, 13 July, online:

http://sana.sy/en/?p=82559

http://www.voltairenet.org/article193061.html
Für London ist Propaganda eine Kunst

Kein normaler Mensch kann es hinnehmen, Kinder leiden zu sehen, deshalb geben sie eine gute Thematik für Kriegspropaganda ab. Thierry Meyssan kommt auf die Benutzung von Kindern durch die internationale Koalition während des Krieges gegen Syrien zurück.

| Damaskus (Syrien) | 23. August 2016

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Die westliche Presse ist plural, aber nicht pluralistisch: Alle großen Zeitungen veröffentlichten am 20. August auf ihrer Titelseite dieselbe Fotografie.

Wie alle Kriege gibt der gegen Syrien Anlass für eine Lawine von Propaganda. Und Träger ist immer wieder das Anliegen der Kinder.

So wollte zu Beginn des Krieges der Qatar beweisen, dass die Republik, statt dem Allgemeinwohl zu dienen, das Volk missachte. Also verbreitete die Öl-Diktatur auf ihrem Fernsehsender Al-Jazeera die Legende der durch die Polizei gefolterten Kinder von Deraa. Um die Grausamkeit seines Gegners anschaulich zu machen, gab der Qatar an, man hätte ihnen die Fingernägel herausgerissen. Mit Sicherheit hat trotz Recherchen kein Journalist eine Spur dieser Kinder gefunden. Die BBC hat zwar ein Interview mit zweien von ihnen gesendet, aber ihre Fingernägel hatten sie nach wie vor.

Weil sich Mythen nicht überprüfen lassen, hat der Qatar dann eine neue Geschichte in Umlauf gebracht: die eines Kindes, Hamza Ali Al-Khateeb (13 Jahre alt), das durch die Polizei des „Regimes“ gefoltert und kastriert worden sein soll. Dieses Mal hatte man ein aussagekräftiges Bild. Jeder konnte darauf einen Körper ohne Geschlecht sehen. Aber ach! Die Autopsie bewies, dass der Körper schlecht konserviert worden war, dass er gegoren und aufgequollen war. Der Bauch versteckte das Geschlechtsteil des Kindes, das noch immer vorhanden war.

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In dieser Zeitschrift denkt sich Sir Arthur Conan Doyle die Verhaftung eines deutschen Spions durch Sherlock Holmes aus. Der Schriftsteller arbeitete für das Büro für Kriegspropaganda.

Ende 2013 übernahmen die Briten die Kriegspropaganda. Auf diesem Gebiet verfügen sie über eine lange Erfahrung; sie werden als Erfinder der modernen Propaganda betrachtet, und zwar während des Ersten Weltkrieges mit dem Büro für Kriegspropaganda. Ein Kennzeichen ihres Vorgehens ist es, immer Künstler hinzuzuziehen, denn die Ästhetik schaltet den kritischen Geist aus. 1914 warben sie die großen Schriftsteller jener Zeit an – zum Beispiel Arthur Conan Doyle, H.G. Wells oder Rudyard Kipling –, um Texte zu publizieren, die dem deutschen Feind imaginäre Verbrechen zuschrieben. Danach warben sie ihre großen Zeitungsmagnaten an, wieder um ausgedachte Informationen von deren Autoren zu erhalten.

Als die Vereinigten Staaten 1917 mit dem Ausschuss für öffentliche Information die britischen Methoden übernahmen, untersuchten sie die Mechanismen der Überredung mit Hilfe des Starjournalisten Walter Lippmann und des Erfinders der modernen Werbung Edward Bernays (dem Neffen von Sigmund Freud) genauer. Überzeugt von der Macht der Wissenschaft vergaßen sie aber die Kunst.

Anfang 2014 gründete die britische MI6 die Firma Innovative Communications & Strategies (InCoStrat) [Innovative Kommunikationen und Strategien], der wir zum Beispiel die fabelhaften Logos der bewaffneten Gruppen, angefangen von der „moderatesten“ bis zur „extremistischsten“, verdanken. Diese Gesellschaft, die über Büros in Washington und Istanbul verfügt, hat die Kampagne organisiert, mit der die Europäer dazu gebracht wurden, eine Million Flüchtlinge aufzunehmen. Sie hat die Fotografie des kleinen Aylan Kurdi, ertrunken an einem türkischen Strand, aufgenommen und es geschafft, sie in zwei Tagen auf die Titelseiten der wichtigsten natofreundlichen Zeitungen in allen Ländern der Nato und des Golf-Kooperationsrates zu bringen.

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Vor dem Krieg sind jedes Jahr etwa hundert Menschen durch Ertrinken an den türkischen Stränden gestorben – niemand hat davon gesprochen. Und im Übrigen zeigten nur die Skandalblätter Leichen. Aber dieses Foto war so schön komponiert …

Da ich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ein Körper durch das Meer nicht im rechten Winkel zu den Wellen angespült werden kann, erklärte der Fotograf, die Leiche sei nachträglich für die Erfordernisse des Fotos verschoben worden.

Dem Foto des kleinen Omran Daqneesh (5 Jahre alt)) in einem Krankenwagen in Ost-Aleppo ist nun ein Video beigefügt. Die beiden Träger erlauben es, gleichzeitig die Druckpresse und die Fernsehsender zu erreichen. Die Szene ist so dramatisch, dass eine Ansagerin von CNN bei Ansehen die Tränen nicht zurückhalten konnte. Wenn man darüber nachdenkt, bemerkt man natürlich, dass nicht die Sanitäter, die dem Kind Erste Hilfe leisteten, sich nun darum kümmern, sondern Statisten (die „White Helmets“), die es vor das Objektiv gesetzt haben.

Die britischen Regisseure machen sich nichts aus dem Kind, es interessiert sie nur, um ihre Bilder anfertigen zu können. Nach Angaben von Associated Press wurde das Foto von Mahmud Raslan gemacht, den man übrigens in dem Video sieht. Nun ist dieser Mann laut seinem Facebook-Account Mitglied von Harakat Nour al-Din al-Zenki (unterstützt durch die CIA, die ihr BGM-71 TOW Panzerabwehrraketen geliefert hat). Weiterhin hat er seinem Facebook-Konto zufolge, was durch ein anderes Video bestätigt wird, am 19. Juli 2016 einem palästinensischen Kind, Abdullah Tayseer Al Issa (12 Jahre alt), den Hals abgeschnitten.

Die europäischen Gesetze regeln die Rolle der Kinder in der Öffentlichkeit streng. Offenbar werden sie nicht auf die Kriegspropaganda angewendet.

Übersetzung
Sabine

http://www.presstv.ir/Detail/2016/08/16/480341/Daesh-chemical-attack-Syria-Aleppo

Di 16. August 2016 6: 07.00
Rauch quillt aus den Gebäuden beim Kampf am nordwestlichen Stadtrand von Aleppo, Syrien, den 26. Juli 2016. (AFP)
Rauch quillt aus den Gebäuden beim Kampf am nordwestlichen Stadtrand von Aleppo, Syrien, den 26. Juli 2016. (AFP)

17.08.16 – SYRIEN – Daesh führt  chemischen Angriff in Nordsyrien durch –

-Die Daesh takfiri Terroristen haben einen chemischen Angriff auf Wohngebiete im Norden Syriens durchgeführt.

-Quellen in der nordwestlichen Stadt Aleppo, sagten am Dienstag, dass die Terroristen, Runden von Senfgas Mörser-Granaten auf einem staatlich kontrollierten Nachbarschaft früher in den Tag geschossen haben. Sie sagten, dass mindestens 20 Menschen bei dem Angriff verletzt wurden.

-Dies war nicht das erste Mal, das  Daesh Chemikalien in ihre Angriffe auf Aleppo verwendeten, so die Quellen, und fügte hinzu, dass viele Zivilisten bei ähnlichen giftigen Angriffe in den letzten Wochen gelitten haben.

-Aleppo ist die Schauplatz heftiger Auseinandersetzungen zwischen ausländischen unterstützten Militanten und Regierungstruppen in den letzten paar Monaten.

-Daesh und andere Militante haben eine Geschichte der Durchführung chemischer Angriffe auf Zivilisten und Regierungstruppen im Irak und in Syrien.

Dieses Foto wurde von einer syrischen Website veröffentlicht und  zeigt einen Mann in der nordsyrischen Stadt Aleppo mit eine Maske nachdem Raketen mit verboten Wirkstoffe geladen, von Daesh Takfiri Militante in einen von Regierung kontrollierten Viertel der Stadt geschossen wurden.

-Am 7. April wurden fast zwei Dutzend Menschen getötet und mehr als 100 anderen in einem chemischen Angriff durch Daesh gegen Mitglieder der kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) in Aleppo verletzt.

Die Daesh Terroristen haben auch international verboten chemischen Waffen in ihrem jüngsten Angriff gegen Zivilisten in einem Dorf im Nordirak eingesetzt. Mindestens 17 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, erlitten Atembeschwerden, nachdem Daesh Osija Dorf beschossen hat, das sich am südlichen Stadtrand von Mossul befindet. Irakische Beamte nach der ersten Inspektion sagten, das bei dem Angriff verwendeten Granaten Chlorgas enthalten war, ein Lungenkampfstoff, der unter 1997 Chemiewaffenübereinkommen verboten wurde.

-Laut einem Bericht von der syrisch-American Medical Society, Daesh hat mehr als 160 Angriffe mit „Mittel, wie Sarin, Chlor und Senfgas giftig oder erstickend“ durchgeführt. Seit Beginn des Konflikts in Syrien im Jahr 2011 über 1490 beteiligt Menschen wurden in den chemischen Angriffen getötet.

Kommentar: Frei nach Präsident Reagen über Noriega…..es sind Schurken aber Israel,  USA, NATO Schurken……aber in unsere Medien hört man nur von angebliche Schandtaten der syrischen Regierung  bzw. von russische Kampfjet. Ob diese Scheue über die kriminelle Taten unsere Alliierten aus Scham oder um sie zu schützen geschieht, kann ich Ihnen nicht sagen…..persönlich denke ich aber, Scham kann nicht sein, da diese Entitäten es nicht kennen.

Kommentare (8)
https://mundderwahrheit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=35958&action=edit
Syrien: Manbidsch vollständig durch kurdische YPG-Einheiten vom IS befreit

Die Freude ist groß: Kämpferinnen der SDF umarmen sich.

Die Freude ist groß: Kämpferinnen der SDF umarmen sich.
Vertreter der Demokratischen Kräfte Syriens (SDF) haben erklärt, dass sie die Stadt Manbidsch vollständig von IS-Terroristen befreit haben. Seit dem 31. Mai tobte ein erbitterter Kampf um die Stadt.

Ein hochrangiger Vertreter der SDF, ein Zusammenschluss mehrerer Milizen unterschiedlicher Ethnien unter Führung der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), sagte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Sputnik, dass das gesamte Stadtgebiet vom IS befreit wurde. Manbidsch liegt im Norden Syriens, zwischen Arfin und Kobane, zwei von den syrischen Kurden ausgerufene Kantone.

Die Operation zur Befreiung der Stadt begann am 31. Mai und dauerte 73 Tage. Am 10. Juni wurde die Stadt vollständig eingekesselt. Angaben der SDF zufolge wurden 172.000 Zivilisten gerettet und in sichere Gebiete gebracht.

Gestern konnten sich die salafistischen Terroristen nur noch in einem einzigen Viertel halten. Heute Morgen leiteten die SDF-Kämpfer eine Operation zur Säuberung dieses Viertels von IS-Terroristen ein. Der kurdischen Nachrichtenagentur ANF zufolge wurde das Viertel um 17:05 Uhr Ortszeit vollständig befreit.

Insgesamt 3.000 dschihadistische Terroristen wurden laut SDF während der Operation zur Befreiung der Stadt getötet. 283 SDF-Kämpfer starben.

Die nordsyrische Stadt liegt auf einer der wichtigsten Versorgungsrouten des IS: über Manbidsch erhielt die Terrororganisation Nachschub aus der Türkei.

https://deutsch.rt.com/international/39942-us-falken-wollen-eskalation-anstiftung/
US-Falken wollen die Eskalation: Anstiftung zu Kriegsverbrechen gegen Russland

US-Falken wollen die Eskalation: Anstiftung zu Kriegsverbrechen gegen Russland

Die US-Denkfabrik Atlantic Council ermutigt Polen zu proaktiven Angriffen gegen zivile Ziele in Russland wie die Moskauer Metro, Atomkraftwerke und RT. Gleichzeitig ruft der ehemalige Vize-CIA-Direktor Michael Morell, der aktuell um einen Posten unter einer möglichen Präsidentin Clinton buhlt, dazu auf in Syrien verdeckt Russen zu killen. Die US-Kriegsgelüste nehmen immer hysterischere Züge an. Doch im Bann der Terrorangst bleibt der gesellschaftliche Aufschrei bisher aus.

von Rainer Rupp

Obwohl der islamistische Terrorismus in unserer westlichen Gesellschaft unvergleichlich weniger Opfer fordert, als etwa der Alkoholgenuss im täglichen Straßenverkehr, liegt es in der Natur unserer Regierungen, keine Krise ungenutzt zu lassen, um die eigene Agenda zu befördern. Diese ist innenpolitisch durch überwachungs- und polizeistaatliche und außenpolitisch durch militaristische und interventionistische Merkmale geprägt. Um von den eigentlichen Zielen abzulenken wird gemeinsam mit den Mainstreammedien die „Bedrohung durch den Terrorismus“ derart aufgebauscht, dass die meisten Menschen, die um viele Dimensionen größere Gefahr eines großen Krieges hier in Europa gar nicht erkennen. Tatsächlich aber ist die Möglichkeit eines Krieges zwischen den wichtigsten Ländern der Welt zurückgekehrt.

Zum ersten Mal seit dem Ende des Kalten Krieges machen sich die militärischen Planer in den Vereinigten Staaten, in der NATO, in Russland und Asien wieder ernsthaft Gedanken, wie ein solcher Konflikt aussehen könnte. In einer Welt ohne Mangel an Atomwaffen sollte das höchst alarmierend sein. Aber die Masse der Bevölkerung in NATO-Europa scheint vollkommen arglos und scheint den scheinheiligen Phrasen ihres politischen Führungspersonals von Frieden und Sicherheit zu vertrauen. Dabei würde gerade Europa zweifellos zum Hauptkriegsschauplatz einer von den USA provozierten, bewaffneten Auseinandersetzung zwischen der NATO und Russland werden.

Aber angesichts der absolut gewissenlosen Kriegsversessenheit, die derzeit vor dem Hintergrund der US-Präsidentschaftswahlen bei dem potentiellen Führungspersonal einer Hillary Clinton-Regierung offenkundig wird, ist Vertrauen in unsere US-hörigen Politiker absolut nicht angebracht. Oder was soll man davon halten, wenn der ehemalige stellvertretende Chef der CIA, Michael Morell in einem Interview mit Charly Rose von PBS am Montag erklärte, wie er in Syrien alles viel „besser“ machen würde, nämlich – wie in Libyen – einen US-Bombenkrieg gegen die rechtmäßige Regierung führen, gegen Ministerien und andere Regierungsinstallationen, gegen Flugzeuge und das syrische Militär, usw. Und natürlich müssten laut dem Folter-Befürworter Morell, der eng mit der Hillary-Wahlkampagne zusammenarbeitet, auch Iran und Russland für ihre Unterstützung der rechtmäßigen Regierung in Damaskus bestraft werden. Dazu ein Ausschnitt aus besagtem Interview:

Morell: „Die Iraner müssen in Syrien einen Preis bezahlen; wir müssen dafür sorgen, dass auch die Russen den Preis bezahlen.“

Rose: „Wir sorgen dafür, dass sie den Preis bezahlen indem wir Russen töten und Iraner töten?“

Morell: „Ja. Aber verdeckt. Man muss das nicht der ganzen Welt erzählen. Wir stellen uns nicht vors Pentagon und sagen, dass wir das getan haben.“

Wie Russland und Iran auf derartige Maßnahmen vom potentiellem Nationalen Sicherheitschef oder CIA-Direktor einer Präsidentin Clinton reagieren würden, schien Morell nicht zu kümmern.

Ein weiteres, noch groteskeres Beispiel für die geradezu hysterisch-versessene Kriegsgeilheit großer Teile des US-sicherheitspolitischen Establishments gegen das unbotmäßige Russland, das sich der US-Vorherrschaft nicht beugen will, ist ein Ende Juli 2016 erschienener Bericht der politisch wohl einflussreichsten US-Denkfabrik „United States Atlantic Council“. In dem wird die Regierung von Polen dazu angehalten, im Falle einer russischen Bedrohung präventiv zivile Ziele in Russland anzugreifen. Namentlich genannt werden zum Beispiel die U-Bahn in Moskau und eines der größten Atomkraftwerke bei St. Petersburg sowie die Server des Nachrichtensenders RT in Moskau. Jener Kanal auf dem auch dieser Text erscheint.

Diese Ermunterung der Polen zu Kriegsverbrechen – denn Angriffe auf zivile Ziele dieser Art sind das zweifelsfrei – wurden von dem zivil-militärischen Verbrecher-Duo, dem britischen General Richard Shirreff und dem polnischen Bank(st)er Maciej Olex-Szczytowski zu Papier gebracht. Wenn es in unserem Land mit rechten Dingen zuginge, müssten beide bei ihrem nächsten Besuch in Deutschland wegen Planung und Anstiftung von Kriegsverbrechen sofort verhaftet werden.

Der so genannte „Bericht“ der beiden liest sich wie eine Werbebroschüre für die US-Rüstungsindustrie. Entsprechend lautet der Titel des Pamphlets “Arming For Deterrence.”(„Aufrüstung für die Abschreckung“). Demnach brauchen die baltischen Staaten, vor allem aber Polen, mehr moderne Waffen. Der Grund: Der Kreml ist unberechenbar und er könnte sich jederzeit dazu entscheiden, Polen anzugreifen. Allerdings habe das russische „Regime“ „Respekt vor einer Demonstration der Stärke“ und es würde vor einem Angriff zurückschrecken, wenn Polen ein ausreichendes Arsenal von neuen US-Waffen vorweisen könnte.

Wenn Polen erstmal diese neuen Waffen hätte, einschließlich solcher zur Führung von Cyber-Angriffen, dann könnte es – natürlich unter dem Schutzschirm der NATO – viele aggressive und gefährliche Schritte in Richtung Russland unternehmen. In diesem Zusammenhang wird auch die Lahmlegung der Moskauer U-Bahn, die über 10 Millionen Passagieren am Tag transportiert, durch Cyber-Angriffe genannt. Man mag sich das dabei entstehende Chaos, die Panik, die tot getrampelten und verletzten Menschen gar nicht vorstellen. Das gleiche gilt für den im Bericht vorgeschlagenen Cyberangriff auf das Kernkraftwerk bei Petersburg, der sich leicht zu einer atomaren Katastrophe entwickeln könnte.

Aber bevor Warschau den russischen Bären mit derlei Maßnahmen provozieren kann, müsste Polen – so im Bericht weiter – erst noch „der taktischen Kernfähigkeitsregelung innerhalb der NATO beitreten und seine F-16 (Jagd-Bomber) zu Trägern von taktischen Atomwaffen umrüsten“, um damit Ziele bis hinter Moskau treffen zu können.

Die Rechnung für das Polen vorgeschlagene Programm zur „Aufrüstung zur Abschreckung“ gegen die nicht vorhandene „russische Aggression“ beläuft sich auf „nur“ 26 Milliarden Dollar. Allerdings kommen noch die ohnehin bereits geplanten polnischen Rüstungsausgaben von 34 Milliarden Dollar dazu. Und hier wird denn auch das eigentliche Motiv der beiden schamlosen Autoren deutlich:

Der neue Kalte Krieg tobt bisweilen vor allem an der Medienfront

Beide sind Waffenverkäufer, die auf dem Niveau der großen Politik operieren. Im Westen ist dazu General Richard Shirreff als ehemaliger stellvertretender Oberkommandeur der NATO-Europa und heute Partner bei der Waffenlobbyfirma „Strategia Worldwide Ltd.“ bestens vernetzt. Der polnische Bankster Maciej Olex-Szczytowski ist ein auf Rüstungsgüter spezialisierter „Business-Berater“, der in den Verteidigungsministerien der osteuropäischen NATO-Länder stets offene Türen findet. Unisono raten die beiden Waffenverkäufer dann auch der polnischen Regierung : „Polen sollte unverzüglich mit den Beschaffungen beginnen“, wenn es nicht das Risiko eingehen will, von überlegenen russischen Kräften angegriffen zu werden.

Daher ergänzen sich Olex-Szczytowski und Shirreff ideal als Verkaufsduo und der einflussreiche US-Atlantic Council bietet sich als Werbeagentur zur Veröffentlichung ihrer Rüstungsgüterbroschüre an. Da diese zugleich eine politische Hetzschrift gegen Russland ist, dient sie auch den Interessen des Atlantic Council. Genau wie die zahlreichen anderen militärischen-und außenpolitischen Denkfabriken, die vom Rüstungs- und Sicherheitskomplex finanziert werden, konfektionieren sie die Propaganda von der nicht existenten russischen Bedrohung. Dies ist aber ein hoch gefährliches Spiel. Die Russen sehen in der Feindschaft und Gehässigkeit, vor allem aber in der realen Aufrüstung unmittelbar an ihren Grenzen eine echte und akute Bedrohung und entsprechend reagieren sie, wodurch die Lage immer explosiver wird.

https://deutsch.rt.com/europa/39858-enhullt-schwedische-nazis-kampfen-in/
Enhüllt: „Gegen die russische Gefahr“ – Wie schwedische Neonazis unbehelligt in der Ukraine kämpfen

Erhalten tatkräftige Unterstützung aus Schweden: Neonazis des ukrainischen Azow-Bataillon.

Ohne jegliche rechtliche Konsequenzen ziehen schwedische Nationalisten in den ukrainischen Krieg und rühmen sich öffentlich mit den von ihnen getöteten „Separatisten“. Der schwedische Geheimdienst „Säpo“ sieht keinen Handlungsbedarf und sieht Gefahren ausschließlich bei Schweden, die im Nahen Osten kämpfen. Amnesty International beklagt derweil die fehlende Bestrafung von Kriegsverbrechen, die ausländische Kämpfer in der Ukraine begangen haben.

von Olga Banach

Im rechtsfreien Raum helfen schwedische Nazis ukrainischen Freiwilligen-Bataillone bei ihrem Kampf gegen den gemeinsamen russischen Feind. Mikael Skillt ist der wohl berühmteste Fall eines solchen schwedisch-nationalistischen Kämpfers.

Schweden: Gute Vernetzung mit Rechtsextremen anderer europäischer Länder.

Er ist ehemaliger Angehöriger der schwedischen Armee und bereicherte eine der schlimmsten Freiwilligenarmeen im Osten der Ukraine, genannt „Asow-Bataillon“. Seine Erfolge verbreitet er in den sozialen Netzwerken und erntete viel Bewunderung. Das neonazistische Bataillon spielte eine zentrale Rolle in der Kontrollübernahme der umkämpften Gebiete. Die Flagge des Bataillons ziert eine Wolfsangel, die Kämpfer schmücken sich mit Nazi-Symbolen und Runenzeichen. In einem BBC Interview wurde, von Seiten des Ministeriums, jegliche Form des Nationalsozialismus innerhalb des Bataillons und die Existenz ausländischer Kämpfer bestritten.

Auf Twitter beschreibt sich Mikael Skillt wie folgt:

Weltenbürger einer Welt, die einst viel mehr war, nun auf Wahrheitssuche in trüben Gewässern.

Für seine Verdienste wurde er in der Ukraine mit einer Medaille ausgezeichnet. Als Erklärung für sein Handeln gab er gegenüber n-tv an, er wolle das Überleben des weißen Menschen sichern. Sein anschließendes Ziel sei es, Assad im Kampf gegen den Zionismus zu unterstützen. Was Skillt wohl nicht wusste, ist, dass das „Asow-Bataillon“ von einem jüdischen Oligarchen Igor Kolomysky finanziert wird, der sowohl die ukrainische als auch die israelische Staatsbürgerschaft besitzt.

Quelle: Fabia Eberhard

Woher kommt das schwedische Interesse an der Ukraine? Sicher ist es dem jahrzehntelangen Feindbild Russland geschuldet. Die schwedischen Medien sehen die Ukraine als klares Opfer einer feindlichen russischen Invasion und als Beispiel für eine Zukunft, der sie entgegenwirken müssen.

Es hat sich eine Gruppe geformt, die den Namen „Schwedisch-Ukrainische Volontäre“ (Svenska Ukrainafrivilliga) trägt. Es wird von Brüdern im Osten gesprochen, denen geholfen werden soll. Die schwedisch-rechtspopulistische Partei SvP unterhält gute Kontakte zur ukrainischen rechten Gruppierung „Swoboda“. Da die Handlungsmöglichkeiten des rechten Spektrums in Schweden begrenzt sind, erscheint die Ukraine wie eine lang ersehnte Möglichkeit den Krieg zu proben.

Der Pressesprecher von Amnesty International Kiew, Bogdan Ovcharuk, beklagte, dass Azow und die freiwilligen ausländischen Kämpfer bisher nicht der Kriegsverbrechen angeklagt wurden. Das russische Außenministerium hatte ebenfalls erfolglos auf eine Ahndung der Kriegsverbrechen schwedischer Kämpfer gedrängt.

Der schwedische Geheimdienst „Säpo“ kommentierte das Thema rechtsradikaler Schweden in der Ukraine:

Der Sicherheitsdienst ist nur an Schweden interessiert, die an Aktivitäten in anderen Ländern teilnehmen, die mit Terror verbunden sind, so wie al-Qaida inspirierte Gruppen in Syrien.

Weiterhin teilte Säpo mit, dass durch diese Rückkehrer keine nationale Gefahr ausginge. Sie würden schließlich dort nicht lernen Bomben zu bauen.

Michael Skillt zu den Anschuldigungen von Amnesty:

„Würde einer der Soldaten unter meinem Kommando Kriegsverbrechen begehen, so würde ich ihn persönlich verhaften und den zuständigen Institutionen übergeben.“

In einem Interview mit der schwedischen Zeitung „Expressen“ nach seiner Rückkehr 2014 antwortete er, dass er rund 20 Männer getötet habe – es ginge schließlich um Leben und Tod.

Auf der Webseite der schwedischen Regierung aber heißt es zum Ukrainekonflikt: „Respekt für die UN-Satzung, die Statuten des Europarates, die OSZE-Prinzipien, Normen und Vereinbarungen, demokratische Menschenrechtsprinzipien und die Regel des Gesetzes sind der Kern einer vorbestimmten, auf Regeln basierenden europäischen Sicherheit. Wir können solche Basisbestimmungen nicht aufgeben.“

https://deutsch.rt.com/afrika/39812-neue-us-angriffe-wer-in/
Neue US-Angriffe: Wer in Libyen regiert, bestimmt Washington

Neue Luftangriffe gegen den IS in Libyen: US-Präsident Barack Obama will Fehler aus der Vergangenheit mit Bomben korrigieren.

Neue Luftangriffe gegen den IS in Libyen: US-Präsident Barack Obama will Fehler aus der Vergangenheit mit Bomben korrigieren.
Die Entscheidung für eine Reihe neuer US-Luftangriffe in Libyen kommentierte Präsident Barack Obama mit den Worten, dass der Westen es versäumt habe, nach dem Sturz Muammar al-Gaddafis für Stabilität im Land zu sorgen. RT-Reporterin Gayane Chichakyan fragte beim Sprecher des US-Außenministeriums John Kirby nach, welche Strategie die USA für Libyen haben. Ziel der neuerlichen Operationen sei es, die libysche Einheitsregierung zu stärken, so der Sprecher.

Derzeit hat diese Regierung jedoch nur Kontrolle über einen Teil des Landes und ist nicht im Stande die Ausbreitung des IS in Libyen effektiv zu stoppen.

https://deutsch.rt.com/afrika/39788-bomben-chaos-bomben-us-strategie/
Bomben – Chaos – Bomben: Die US-Strategie in Libyen …..oder die Zerstörung Libyen geht weiter, die Kriegstreiber lassen nicht locker….sie wollen das Öl….die Regierung die gebten hat das Land zu bomben ist eine Marionette des Westens

US-Flugzeugträger im Mittelmeer

US-Flugzeugträger im Mittelmeer
Nachdem eine westliche Koalition mit Luftangriffen Muammar al-Gaddafi stürzte und sich in Libyen Chaos ausbreitete, sollen nun neue Bombenangriffe die Ausbreitung des IS in dem nordafrikanischen Land stoppen. Die Situation ist vergleichbar mit jener im Irak, nachdem die USA dort intervenierten. Doch für Libyen trägt der amtierende US-Präsident Barack Obama die volle Verantwortung. Dieser segnete die neuen Luftschläge ab.
https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/39737-rt-analyse-wie-ruckeroberung-von/
RT-Analyse: Wie die Rückeroberung von Aleppo die Syrien-Krise beeinflussen wird

Jugendliche lesen Flugblätter der regulären Armee. Sie bitten die Bevölkerung mit der Armee zusammenzuarbeiten und fordern die Aufständischen auf, ihre Waffen niederzulegen, Aleppo, 28. Juli 2016.

Jugendliche lesen Flugblätter der regulären Armee. Sie bitten die Bevölkerung mit der Armee zusammenzuarbeiten und fordern die Aufständischen auf, ihre Waffen niederzulegen, Aleppo, 28. Juli 2016.
Aleppo ist eingekreist. Die Niederlage der Terroristen, die sich weiter in der nordsyrischen Stadt verschanzen, scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Um mögliche Verluste unter der Zivilbevölkerung zu minimieren, führen russische und syrische Militärs eine humanitäre Operation durch und rufen die Extremisten auf, die Waffen zu strecken. RT-Kolumnist Ilja Ogandschanow beschreibt die militärische Lage rund um die strategisch wichtige Metropole.

Ein Schlüssel zum Frieden

Die Bedeutung von Aleppo lässt sich kaum ermessen. Es handelt sich um die zweitgrößte Stadt der Arabischen Republik Syrien und somit ein wichtiges wirtschaftliches und geopolitisches Zentrum. Die Rückeroberung der Provinzhauptstadt kann ein Schlüssel zur Lösung des syrischen Konfliktes werden.

„Aleppo hat eine erstrangige Bedeutung für alle Konfliktparteien, weil es eines der wichtigsten Wirtschafts- und Handelszentren ist. Diese Stadt liegt auf der Kreuzung von Handelswegen und nimmt eine herausragende geopolitische Lage ein“, meint Wladimir Schapowalow, Direktor des Instituts für Politik, Recht und soziale Entwicklung an der Moskauer Staatlichen Humanitären Scholochow-Universität.

„Die Kontrolle über Aleppo ermöglicht es, nicht nur den ganzen Norden Syriens, sondern auch die Gebiete an der Grenze zur Türkei, die von Kurden bewohnten Gebiete und das Territorium des nordwestlichen Irak zu kontrollieren. Das ist das dominierende Zentrum der Region. Für Regierungstruppen und ihre Gegner, für die Türkei und Saudi-Arabien, aber auch für die USA ist die Kontrolle über Aleppo ein Schlüssel zur Kontrolle über das Territorium Syriens und die Anrainergebiete.“

Kein Wunder, dass die nordsyrische Metropole seit dem Anfang des Bürgerkrieges stark umkämpft ist.

„Das ist einer der wichtigsten strategischen Punkte. Das ist die wirtschaftliche Hauptstadt Syriens“, erklärt der Direktor des Forschungszentrums für die Länder des Nahen Ostens und Zentralasiens, Semjon Bagdassarow, gegenüber RT. „Die Rückeroberung von Aleppo wäre ein grandioser Sieg unserer Koalition.“

Ein Ende des Blutvergießens

Die syrische Armee will die Situation trotzdem nicht forcieren. Regierungstreue Truppen und Volksverteidigungseinheiten haben Aleppo völlig eingekreist und die Terroristen von allen Nachschubrouten abgeschnitten. Auf diese Weise ist ein Aufmarsch für eine Offensive und die darauffolgende Rückeroberung der Metropole gegeben. Während die Atempause in den Kampfhandlungen andauert, muss die Führung Syriens ihre Hauptaufgabe lösen: Wie kann der Konflikt mit so wenig Blut wie möglich beigelegt werden?

Zu diesem Zweck hat sich das Militär an die Bevölkerung und die Terroristen mit folgendem Appell gewandt:

„Um das Blutvergießen zu stoppen, geben wir allen bewaffneten Menschen im Umkreis des östlichen Aleppo die wirkliche Chance, den Konflikt beizulegen. Sie sollen die Waffen abgeben und in Aleppo bleiben. Sie dürfen aber auch die Waffen abgeben und die Stadt verlassen. Das Angebot gilt für alle. Wir appellieren an den gesunden Menschenverstand und schlagen allen vor, die nationalen Interessen zu wahren, um Sicherheit und Stabilität in Aleppo wiederherzustellen.“

Um mögliche Verluste unter der Bevölkerung zu minimieren und den Einwohnern Hilfe zu leisten, führt die syrische Regierung zusammen mit russischen Militärs eine humanitäre Operation durch. Die Zivilisten, aber auch Terroristen, die sich ergeben wollen, sollen humanitäre Korridore nutzen können, um die Stadt zu verlassen.

Die Bedeutung dieses humanitären Einsatzes kann auf der jetzigen Etappe der Kampfhandlungen gar nicht hoch genug veranschlagt werden.

„Aleppo ist eine Stadt, in der Hunderttausende von Menschen leben. Das Wichtigste in dieser Situation ist es, Menschenleben zu retten und die Einwohner mit Nahrungsmitteln und Medikamenten zu versorgen“, sagt Wladimir Schapowalow.

Das Kräfteverhältnis

Was passiert jetzt in Aleppo? Die Verteilung der Konfliktparteien ist recht unübersichtlich.

„Die Stadtmitte, das heißt der historische Stadtkern, wird von regierungstreuen Kräften und Volksverteidigungseinheiten kontrolliert“, umreißt Semjon Bagdassarow die Situation. „Die Kurden kontrollieren zwei Viertel. In der Stadt gibt es auch Einheiten der Hisbollah. Die Anordnung ihrer Gegner stellt ein Durcheinander aus unterschiedlichen Terrorgruppen dar. Meistenteils sind das die Kämpfer der Al-Nusra-Front. Im Norden ist es der IS.“

Aleppo zurückzuerobern wird alles andere als leicht sein. Erstens müssen die Aktivitäten der Belagerer vereint und koordiniert werden. Zweitens müssen die Schlupflöcher an der syrisch-türkischen Grenze dichtgemacht werden, damit die Extremisten keinen Nachschub mehr bekommen.

„Aleppo zurückzuerobern, ohne die Checkpoints an der syrisch-türkischen Grenze, insbesondere den Grenzübergang Azaz, zu sperren, ist eine äußerst schwierige Aufgabe“, sagt Bagdassarow gegenüber RT. „Azaz ist ein Tor in die Türkei. Durch diesen Übergang wurden eine Menge von Gütern, Munition und Waffen sowie Tausende von Kämpfern eingeschleust. Er gehört geschlossen. Dabei kann das nur im Bündnis mit dem Quasistaat gemacht werden, der im Nordosten gegründet wurde, und zwar mit der Föderation Nordsyrien, das heißt mit den syrischen Kurden.“

Die Kurdische Frage

Bei der Rückeroberung von Aleppo wird das Territorium, das von den syrischen Kurden kontrolliert wird, eine sehr wichtige Rolle spielen.

„Es geht darum, dass sich auf diesem Territorium mehr als 2.000 Angehörige der NATO befinden“, erklärt Semjon Bagdassarow gegenüber RT. „Die eine Hälfte sind US-amerikanische Spezialkräfte und Pioniertruppen, die andere – dänische, britische, französische und deutsche Truppen. Die Grenze ist nicht präzise markiert. Im Laufe von Kampfhandlungen könnten Konfliktparteien aneinander geraten.“

Dabei sei zu berücksichtigen, dass die Kurden mehr als andere Kräfte an der Vernichtung von Terroristen interessiert sind, und daher als ein ernstzunehmender Verbündeter al-Assads fungieren.

„Die wichtigste Frage für die Kurden ist der Kampf gegen die Islamisten, die im Moment die Hauptgegner der Kurden in Bezug auf deren Autonomie sind“, meint Wladimir Schapowalow. „In diesem Kontext ist für die Kurden eine Allianz mit der Regierung Syriens wichtig, weil ausgerechnet al-Assad die Sicherheit der kurdischen Gebiete gewährleisten kann. Nicht nur vor islamischen Terroristen, sondern auch vor Ansprüchen von Seiten der Türkei.“

Die dritte Seite

Eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Beilegung des Konfliktes, oder umgekehrt bei dessen Eskalation, können die Vereinigten Staaten spielen.

„Die Vereinigten Staaten und ihre Partner können die Extremisten aufrufen, die Waffen niederzulegen und die Stadt zu verlassen, um ein Blutvergießen zu vereiteln“, glaubt Schapowalow.

Die Frage sei jedoch, inwiefern die USA daran interessiert sind. Zwei der vier größeren Terrormilizen, die in Syrien am Werk sind, werden von den Vereinigten Staaten unterstützt. Mit ihrer Hilfe hofft das Weiße Haus immer noch, al-Assad zu stürzen.

Auch die Türkei hat Aleppo im Auge.

„Die Türkei erhebt Anspruch auf den Nordwesten Syriens, darunter auf Aleppo. Für die Türkei ist das ein Leckerbissen“, befürchtet Bagdassarow. „Die Türken halten Aleppo historisch für ihre Stadt. Sie glauben, dass die dortige Bevölkerung sich mehr zur Türkei hingezogen fühlt. Aber das ist nicht so.“

Ein Blick in die Zukunft

Experten gehen einstimmig davon aus, dass die Rückeroberung von Aleppo den Krieg beenden kann.

„Die Befreiung von Aleppo bedeutet faktisch die Befreiung Syriens“, meint der Politologe Mais Kurbanow im Gespräch mit RT.

„Die Befreiung von Aleppo wird eine grandiose Wirkung haben“, unterstreicht Semjon Bagdassarow. „Vielleicht werden einige Gruppierungen die Waffen strecken.“

Die Rückeroberung von Aleppo wird für die Wiederherstellung des friedlichen Lebens in Syrien ausschlaggebend sein.

„Die Rückeroberung von Aleppo wird es der syrischen Regierung erlauben, ihre Kontrolle über den Großteil des syrischen Territoriums, über den am dichtesten besiedelten Teil, über den wirtschaftlich entwickeltsten Teil des Landes wiederherzustellen“, prognostiziert Wladimir Schapowalow. „Nach der Wiederherstellung der Kontrolle über Aleppo wird die Kontrolle über den restlichen Teil Syriens eine Frage weniger Wochen sein.“