Mit ‘francois hollande’ getaggte Beiträge

http://www.voltairenet.org/article191328.html

Wladimir Putin und François Hollande

Zwei Staatsoberhäupter vor ihren Mitbürgern

Obwohl die wirtschaftliche Situation von Russland viel schwieriger ist als die von Frankreich, haben die russischen Zuschauer die Sendung ’Live mit Wladimir Putin’ gelobt, während die Franzosen die „Bürgerlichen Dialoge mit François Hollande“ gemieden haben. Die beiden Programme hatten Zuschauerzahlen, die mit dem Anhang, die diese zwei Persönlichkeiten genießen, übereinstimmen. Für Thierry Meyssan, im Gegensatz zu der Vulgata der Kommunikations-Berater, bestrafen die Zuschauer und Wähler nicht die schlechten Wirtschaftsindikatoren. Sie entscheiden sich für die Fähigkeit ihrer Führer, den Vorsitz des Landes einzunehmen, oder es nur einfach zu verwalten.

| Damaskus (Syrien) | 18. April 2016

JPEG - 38.3 kB

Am 14. April 2016 antworteten die Präsidenten Wladimir Putin und François Hollande im Fernsehen, jeder in seinem Land, auf die Fragen ihrer Mitbürger [1]. In beiden Fällen war es eine reine Kommunikations-Übung, keine Neuheit sollte bekannt gegeben werden.

Ein europäisches Format

In erster Linie, diese Art von Programm entwickelt sich seit einigen Jahren auf dem europäischen Kontinent, existiert aber nicht in anderen Ländern, wie in den USA.

Wenn Präsident Barack Obama sich auch manchmal gestattet, auf Fragen von Mitbürgern bei öffentlichen Veranstaltungen zu antworten, bleibt dies eine Ausnahme und könnte auf keinen Fall während eines ganzen Abends im Fernsehen organisiert werden. Um seine Nähe mit seinem Volk zu zeigen, geht er am liebsten, umschwärmt von unzähligen Fotografen, mit Familie in ein Fast-Food-Restaurant Pizza essen. Sobald er im Weißen Haus eingerichtet ist, schuldet der US-Präsident niemandem Rechenschaft, weder dem Kongress (außer bei Verbrechen die seine Entlassung rechtfertigen), noch seinen Wählern. Dagegen gibt es in Europa eine lange Tradition, an den Staatschef Anfragen zu richten. Dieser darf nicht den direkten Kontakt mit dem Volk scheuen. So ist es üblich, dass ein europäischer Staatsmann ein Bad in der Menge nimmt, während der Präsident der Vereinigten Staaten, von zahlreichen Leibwächtern umgeben, nur in einem gepanzerten Wagen fährt.

Zwei Inszenierungen

Wladimir Putin hatte eine grandiose Inszenierung gewählt: einen großen Saal mit einem breiten Publikum, eine Sendung von dreieinhalb Stunden (die sogar 10 Minuten länger war). François Hollande unterdessen entschied sich für einen weniger feierlichen Rahmen, einen kleinen Raum mit nur ein paar Dutzend Mitbürgern als Publikum und ein zweimal kürzeres Format, von nur eineinhalb Stunden. In beiden Fällen waren es nicht permanente Studios, sondern speziell für die Sendung eingerichtete Räume.

Natürlich wurden die Personen, die das Wort ergreifen durften, sorgfältig ausgewählt. Im letzten Moment wurden zwei Bürger, die eingeladenen waren um auf France2 zu sprechen, auf Anweisung des Elysees abgewiesen. Es scheint, dass es sich darum handelte, eine Form von Wut und Unerbittlichkeit zu vermeiden. Am Ende durften nur vier Bürger das Wort ergreifen. Die von 1tv und dem Kreml getroffene Auswahl war einfacher, auch wenn die Teilnehmer viel zahlreicher waren, insofern die russischen Bürger einander am Mikrofon schnell ablösten und ihre Präsenz vor ihrem Präsidenten umso begrenzter war.

Das russische Studio empfing Zuschauer, die man aus der Provinz kommen ließ, unter dem Vorwand an einer Show teilzunehmen, und die jedoch bis zum letzten Moment nicht wussten, dass sie an der Sendung „ In direkter Linie mit Wladimir Putin“ teilnehmen würden. Dieses Verfahren hat die Arbeit der Sicherheitsdienste sehr vereinfacht. Darüber hinaus hatte der Sender viele aus Wissenschaft und Wirtschaft bekannte Personen eingeladen. Schließlich hatte der russische Präsident seine Minister und Generäle eingeladen, sich unter das Publikum zu mischen, wie es bei einer offiziellen Pressekonferenz üblich ist. Im Gegenteil, das französische Publikum bestand nur aus anonymen Leuten; François Hollande zog vor, als gewöhnlicher Bürger zu erscheinen.

JPEG - 63 kB

Zwei Präsidenten mit schlechten wirtschaftlichen Resultaten

Die beiden Präsidenten stellten sich vor ihre Bürger mit einer schlechten wirtschaftlichen Bilanz. Russland erleidet eine schwere Rezession (über 4 %), während Frankreich seine Industrie langsam weiter verliert und die Arbeitslosigkeit weiter steigt. Die internationale Lage, einschließlich der extrem niedrigen Ölpreise, ist leider für das exportierende Russland ungünstig, aber ein Segen für die Landwirtschaft und die importierende französische Industrie. Dennoch war Präsident Putin offensiv, während sein französischer Amtskollege in der Defensive war.

Die Russen sind sich jedoch bewusst, dass die Rezession durch die Sanktionen des Westens absichtlich verursacht wird, während die Franzosen die guten wirtschaftlichen Ergebnisse ihrer Partner der Europäischen Union beobachten.

Zwei verschiedene Arten zur Beantwortung der Fragen

Präsident Putin reagierte auf Fragen, indem er seine eigene Anschauung gab. Als ihm ein Fall von Ungerechtigkeit vorgelegt wurde, hat er sich persönlich verpflichtet, sich damit zu befassen, was er auch schon am nächsten Tag gemacht hat. Aber er antwortete nie auf die Erstellung von Sozialleistungen oder deren Höhe; ein Thema, das er seinen Ministern überlässt. Er versteht seine Rolle, wie die eines Führers, der die Folgen der verschiedenen Optionen, die er hat, klarlegt, und dann beschließt, was ihm am besten erscheint.

Präsident Hollande jedoch antwortete auf Fragen durch Auflistung der verschiedenen Maßnahmen, die seine Regierung auf dem gleichen Gebiet unternommen hat. Es ging für ihn darum, zu zeigen, dass er tüchtig arbeitet, indem er viele erstellte oder abgeänderte Zuschüsse und Beihilfen zitierte. Aber er hat nie darauf reagiert, was die strategischen Entscheidungen betraf, zu denen er Stellung nehmen musste. Er sah seine Rolle als Verteiler, der am Ablauf der Sachen nicht beteiligt ist, der aber die erzeugten Ungleichheiten korrigiert.

Damit hat François Hollande schon von seinem Amt abgedankt und sich selbst auf das Niveau eines Direktors der Zentralverwaltung erniedrigt. Er war nicht mehr Leader, sondern ein hoher Beamter, der eine Politik durchsetzt.

In der Innenpolitik betonte Präsident Putin die Bedeutung der verschiedenen Parteien, die letztlich komplementäre Ansichten beitragen, und die alle für das Land nützlich sind. Er erschien so als jener, der eine überparteiliche Synthese wagt. Er hat nie seine persönlichen Ambitionen erwähnt.

Durch die Wahl, mit zwei Bürgern zu diskutieren, welche als Gegner präsentiert wurden – ein Wähler der nationalen Front [FN] und ein Teilnehmer an Nuit debout [die Nacht zum Tag, ein Alptraum] -, ist Präsident Hollande in die Arena der Parteikämpfe hinuntergestiegen. Selbst wenn er versucht hat, mehr als Verteidiger der republikanischen Institutionen, als der künftige Kandidat der Linken zu erscheinen. Dieses so organisierte Gespräch sollte ihn in den nächsten Wahlkampf eintreten lassen, in dem er Kandidat für seine eigene Nachfolge werden möchte. Jedoch mit der Wahl eines FN-Anhängers, der behauptete, für diese Partei „aus Wut“ zu wählen, schien er eine antike Schlacht zu liefern. In der Tat ist heute die Nationale Front keine Protestpartei mehr, sondern Ausdruck eines Programms.

Um ihre Nähe zu demonstrieren hatten die beiden Präsidenten sehr unterschiedliche Strategien.

Wladimir Putin gab Kindern das Wort. Eines von ihnen fragte ihn, ob er Brei zum Frühstück esse und ob sich sein Geschmack im Laufe der Zeit geändert habe. Er antwortete mit Güte und zeigte, dass er allen zugänglich blieb.

François Hollande entschied sich, seine Gefühle zu zeigen, indem er auf die Meldung einging, die ihm wenige Tage zuvor von dem Tod von drei jungen Soldaten auf einer Mission gemacht wurde. Auch hier wiederum war er mit der Präsidenten-Funktion nicht in Übereinstimmung, ein Staatsoberhaupt sollte nicht eine Stellungnahme für sein Land rechtfertigen, indem er seine erlittenen persönlichen Gefühle zur Schau trägt. Man verstand seine Verwirrung nicht: Wenn diese Soldaten sich für die Nation geopfert haben, sollte er sie mit Stolz als Helden feiern. Sollten wir also verstehen, dass er sie für etwas anderes in den Tod geschickt hatte und er sich dafür schuldig fühlte?

Eine Frage der Autorität

Am Ende war die Botschaft der beiden Männer völlig anders.

Wladimir Putin gab den Beweis seiner Verfügbarkeit. Als ein Bürger ihm eine Frage stellte, die er bereits behandelt hatte, bat er die Journalisten, ihn weitersprechen zu lassen, und erklärte, dass er nicht mit seiner Uhr gekommen wäre, und sich Zeit für jeden nehmen wollte.

François Hollande bereitete seine Nachfolge vor. Er wäre gekommen, mit seinen eigenen Worten, um vor den Wählern „Rechenschaft“ abzulegen, um sie wieder zu seiner Neuwahl einzuladen. Er zeigte sich nicht als Präsident, der Entscheidungen fällen muss, die das Land betreffen, sondern war implizit in der Position des Anfragenden, der versucht, seinen guten Glauben zu beweisen.

Etwa 60 % der russischen Zuschauer sahen während drei Stunden und 40 Minuten dem Marathon des Präsidenten Putin zu. Weniger als 15 % der französischen Zuschauer interessierten sich während eineinhalb Stunden für den Wahlkampf von François Hollande. Diese Zahlen entsprechen im Großen und Ganzen den Unterstützern, die beide Männer in ihren Ländern haben; eine Unterstützung, die unabhängig von der wirtschaftlichen Situation ist, aber ausschließlich auf ihrer natürlichen Autorität fundiert, ihre Art der Konzeption ihrer Funktion.

Übersetzung
Horst Frohlich

François Hollande, Israel und die Atombombe

– Während seines 14. Juli Interviews auf TF1 und France 2 bestritt Präsident François Hollande, dass Israel die Atombombe besitze. Doch besitzt der jüdische Staat 80 bis 400 Atomsprengköpfe und hat bereits Neutron-Bomben auf die Zivilbevölkerung angewendet. Ist Herr Hollande unwissend, bis zu einem Punkt, dass er nicht in der Lage ist, der Chef der Streitkräfte und der Atomschlagkraft zu sein, oder einfach aus Bösgläubigkeit, aus Missachtung seiner Mitbürger?

| Damaskus (Syrien) | 18. Juli 2015

Am 20. Mai 2015, warf Israel, das an der arabischen Joint Force teilnimmt, eine Neutronenbombe auf dem Jemen ab. Diese Art taktischer Atombombe tötet Menschen Leben ohne die Infrastruktur zu zerstören.

– Das traditionelle Interview mit dem Präsidenten der französischen Republik am 14. Juli, an dem Nationalfeiertag, war in diesem Jahr die Gelegenheit für François Hollande, allerlei anstößige und abwegige Bemerkungen zu machen.

– Ich möchte Sie nur auf folgende Passage als Antwort auf eine Frage von Claire Chazal für die 5 + 1 Verhandlungen mit dem Iran aufmerksam machen:

“ Frankreich war bei diesen Verhandlungen sehr fest und Laurent Fabius führte sie mit großer Strenge und auch Festigkeit. Was war meine Sorge? Die Verbreitung von Kernwaffen zu verhindern. Was meint man mit Kernwaffen Verbreitung? Das bedeutete, dass der Iran zu Atomwaffen Zugriff haben könnte. Wenn der Iran zu Atomwaffen käme, würden Saudi Arabien, Israel, und andere Länder auch Zugriff auf Atomwaffen haben wollen. Es wäre ein Risiko für den gesamten Planeten. Daher war es notwendig, Irans Zugriff auf Atomwaffen zu verhindern. » [1]

– Daher würde Israel laut Präsident Hollande, Chef der französischen Streitkräfte und als solcher über die Atom-Streitkraft verfügend, keine Atomwaffen besitzen.

– Jedoch jeder weiß, dass Israel eine der vier Atom-Mächte ist, die den Nichtverbreitungsvertrag (wie Indien, Pakistan und die Demokratische Republik Korea) nicht unterzeichnet haben.

– 1956 organisierte der Präsident des französischen Rates, Guy Mollet (der Vorgänger von François Hollande an der Spitze der Sozialistischen Partei), den Transfer von Kerntechnologie zwischen Frankreich und Israel. Zu diesem Zweck reservierte er im Hotel Matignon für Shimon Peres (zukünftiger Präsident von Israel) ein Büro, von wo dieser den Transfer überwachte. Frankreich baute die Zentrale von Dimona in der Negev-Wüste, von der Schimon Peres Direktor wurde. Israel nahm ebenfalls an den französischen Atomversuchen in der algerischen Wüste teil. Als Befürworter der Kolonisation stützte sich Guy Mollet auf Israel, um gegen den algerischen FLN zu kämpfen und Krieg gegen Ägypten („Krise“ des Suez-Kanals) zu führen.

– Diese Zusammenarbeit verschlechterte sich unter Charles De Gaulle und endete mit der Dekolonisierung Algeriens. Als Israel 1967 seine arabischen Nachbarn (Theorie des „Präventivkriegs“) Ägypten, Jordanien und Syrien angriff, brach De Gaulle die Beziehungen zu Israel ab. Wenige Tage später unterzeichneten die Vereinigten Staaten eine geheime Vereinbarung mit Israel, sie autorisierten Israel die Atombombe zu haben, unter der Bedingung es nicht offen zu sagen und keine neuen Experimente zu unternehmen.

– Israel setzte seine Forschungen zunächst mit Hilfe von den Briten fort – diese gaben ihm besonders den gebrauchsfertigen Brennstoff -. Dann mit Hilfe von Südafrika ab 1975. Es profitierte besondere von den südafrikanischen Kern-Explosionen, besonders im Jahre 1979 im indischen Ozean, ohne seine Vereinbarung mit Washington zu verletzen.

– Israel besitzt derzeit 80 bis 400 Atomsprengköpfe und eine grosse Zahl von Neutronenbomben. Aufgrund der Topographie sind die strategischen Kernwaffen aber tatsächlich unbrauchbar für einen Einsatz in der Nähe von Israel. Dashalb hat sich der hebräische Staat auf Neutronenbomben spezialisiert, deren Einsatzradius kleiner ist. Sie sind die Waffen des Kapitalismus schlechthin, weil sie Menschen töten aber nicht den materiellen Besitz zerstören.

– Dieses ganze Programm wurde von einem gegen die Apartheid gesinnten israelischen Wissenschaftler, Mordechai Vanunu, 1986 in der Sunday Times aufgedeckt. [2]. Er wurde dann in Rom vom Mossad entführt, nach Israel repatriiert und 18 Jahre lang in Isolationshaft festgehalten. Im Jahr 2004 freigelassen, aber unter Hausarrest, hat er Silvia Cattori ein Interview gewährt und wurde sofort wieder inhaftiert [3].

– Im Jahr 2002 erklärte der israelische Stratege Martin Van Creveld öffentlich die Existenz des nuklearen Arsenals und bedrohte die Europäer mit Vergeltungsmaßnahmen auf ihrem Boden, wenn sie die Palästinenser weiterhin unterstützen sollten [4]. Man sprach damals von dem „Samson Komplex“, d.h. der Bedrohung durch einen zerstörerischen israelischen Selbstmord an Stelle einer Niederlage.

– Am 6. Dezember 2006 gab der amerikanische Verteidigungsminister, Robert Gates, bei einer Anhörung im Senat zu, dass Israel die Atombombe besitze. Wenige Tage später gab es Premierminister Ehud Olmert im Zuge eines Satzes in einem Interview für die deutschen Sender N24 auch zu.

– Im Jahr 2010 erreichten 18 arabische Staaten die Aufnahme auf der Tagesordnung der IAEO (Internationale Atomenergieorganisation) des Themas des „Israelischen nuklearen Potenzials.“ Die Vereinten Nationen organisierten dann eine Konferenz über den Atomwaffensperrvertrag, während der die islamische Republik Iran vorschlug, „eine von Atomwaffen freie Zone im Nahen Osten“ zu schaffen [5], nach dem Vorbild wie es in Lateinamerika oder Zentralasien getan worden war. Aber dieses Projekt scheiterte an dem Widerstand Israels und der USA. Letztere speicherten illegal Atomwaffen in der Türkei. Vor kurzem hat Israel von Neutronen Bomben während des Libanon-Krieges in 2006 in Chiyam Gebrauch gemacht, und im Jemen, am 20. Mai. In beiden Fällen wurden Strahlungs-messungen durchgeführt.

– Warum bestreitet Präsident Hollande weithin begründete Fakten? Aus Unwissenheit oder weil er versucht, die Position Frankreichs während der Verhandlungen mit dem Iran zu rechtfertigen, um sich dann in seiner eigenen Propaganda zu verplappern?

– Am 17. November 2013 erklärte François Hollande bei seiner Ankunft am Flughafen Ben Gurion Tel Aviv, „“ Tamid écha-èr ravèr chèl Israël“ auf Hebräisch, „ich bin Ihr Freund und ich werde es immer sein“. [6].

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] « Entretien de François Hollande pour la fête nationale », par François Hollande, Réseau Voltaire, 14 juillet 2015.

[2] “Revealed : the secrets of Israel’s nuclear arsenal”, The Sunday Times, October 5, 1986.

[3] « C’est parce qu’Israël détient la bombe atomique qu’il peut pratiquer sans crainte l’apartheid » [Weil Israel die Atombombe hat kann es ohne Furcht die Apartheid praktizieren], par Silvia Cattori, Traduction Marcel Charbonnier, Réseau Voltaire, 14 octobre 2005.

[4] “The War Game, a controversial view of the current crisis in the Middle East”, Elsevier, 2002, no. 17, p. 52-53, 27 avril 2002.

[5] « Création d’une zone exempte d’armes nucléaires au Moyen-Orient » [Schaffung einer Atomwaffen freien Zone im Nahen Osten], Réseau Voltaire, 4 mai 2010.

[6] « Déclaration de François Hollande à son arrivée à l’aéroport de Tel-Aviv », par François Hollande, Réseau Voltaire, 17 novembre 2013.

14.02.15 – UKRAINE – RT blickt hinter die Kulissen von Minsk: Wodkashots, Todesstoß für Merkels Handy und Putins Bleistift  –

Von schlafwandelnden Journalisten im Regierungs-Palast über “Sowjet-Champagner”, „eimerweise Kaffee“ für die Regierenden bis zu angeblich zerbrochenen Bleistiften sowie zwischen Staatspräsidenten weggezogenen Stühlen – RT hat die interessantesten Momente hinter den Kulissen der epischen nächtlichen Ukraine-Friedensverhandlungen dokumentiert.

Quelle: RT

Quelle: RT

Versteckspiel im Palast

–  Selbstmitleid kommt bei Journalisten nie zu kurz – nach 16 Stunden Warten hat sich die Presse als das wahre Opfer des Ukrainekonflikts dargestellt. Einige trösteten sich mit einer Auswahl an Leckerbissen und Getränken, die persönlich vom früheren Leiter einer Kolchose, genehmigt wurden.

(Bald werden sie wohl auch Betten brauchen. Die Gespräche gehen weiter. @ASLuhn: Wenigstens gibt es Wodka und sowjetischen Champagner für die Journalisten)

– Während die einen vom Schlaf übermannt wurden, haben andere Fotos gemacht.

(Minsker Gespräche gehen noch 15 Stunden weiter. Der Boden des Palastes ist beheizt.)

– Jedesmal wenn sich die Tür des Gesprächsraums öffnete, ging ein Ruck durch die versammelte Presse. Fehlalarme führten zu Sprints über den glatten Palastboden zu den aufgestellten Kameras, nur weil ein Präsidenten oder Außenminister eine Pause machte, telefonierte oder rauchen ging.

– Angela Merkel hat den größten Fehlalarm ausgelöst, als sie mit vermeintlich großen Neuigkeiten auftauchte, aber einfach nur ein Ladegerät für ihr Mobiltelefon brauchte.
Ein russischer Reporter erzählt, dass die lange Warterei zu einem Zeitpunkt so schlimm wurde, dass es zu einem Spiel „Finde den Politiker“ degenerierte, als Journalisten, ausgehungert nach Nachrichten, Politiker durch die Gänge des Unabhängigkeitspalastes jagten.

– Mindestens ein Journalist von Interfax musste ins Krankenhaus gebracht werden, nachdem er vor Müdigkeit das Bewußtsein verlor.

– Manche waren diszipliniert, andere weniger.

– Ein russischer Journalist rief dem ukrainischen Präsidenten bei dessen Ankunft zu: „

“Warum bombardieren ihre Truppen Zivilisten, Herr Poroschenko?”

– Nachdem der Zwischenruf und dessen Echo verhallten, verlor der “Unruhestifter” seine Akkreditierung und musste nach Hause gehen.

Alle Augen auf den Handschlag

– Russlands Präsident Putin und Ukraines Präsident Poroschenko sind schon für ihre frostigen Handschläge bekannt (und brachten über 900.00 Klicks auf Youtube). Diesmal haben sich beide übertroffen – ihre Begrüßung war so kurz, dass sogar die Kameras sie beinahe verpasst hätten.

Im Vergleich dazu war die Begrüßung im September 2014 fast schon herzlich.

Ein Präsident als Kellner

– Der einzige Präsident, der in den Gesprächen nichts zu verlieren hatte, war der weißrussische Präsident Aleksandr Lukaschenko. Aber er wurde sowohl von Putin als auch Poroschenko umarmt.

– Besonders Putin wurde herzlich lachend neben ihm photographiert, im Gegensatz zum düsteren Ausdruck, den man sonst von ihm im Palast gesehen hatte.

– Wie die Pressevertreter hatte auch Lukaschenko nicht geschlafen. Er scherzte später, seine Aufgabe wäre es gewesen „Vorräte zu liefern.“ Und nicht nur im metaphorischen Sinn. Er erzählte später den Medien, dass die Regierungschefs die feinsten russischen und weißrussischen „Eier, Käse und Milchprodukte, sowie eimerweise Kaffee“ hatten, die ihnen beim Wachbleiben halfen, „ohne auch nur ein Nickerchen zu nehmen.“

– Im Gegensatz zu den Pressevertretern wurde kein Tropfen Alkohol angerührt. Vielleicht wurde auch zuviel vom Feuerwasser getrunken, denn später wurden gefälschte Videos und Bilder gesendet.

– In einem Video wird angeblich gezeigt, wie Lukaschenko Putin den Stuhl wegzieht.

http://coub.com/embed/4z2tx?muted=false&autostart=false&originalSize=false&hideTopBar=false&startWithHD=false

– Wenn man jedoch genau hinsieht, fällt auf, dass das Video einfach nur rückwärts lief.

Putins kaputter Bleistift

16 Stunden Minsk-Marathon: Wodka für die Presse, Merkels Handy tot, Lawrow raucht

– Mangels Informationen und ungewissem Ausgang der Gespräche bis zum Ende, sind Hobbyanalysten auf das Bild von Putin mit grünem Bleistift während der Verhandlungen angesprungen und haben später eins gepostet, in dem der Bleistift kaputt ist. Es wurde später als Fälschung entlarvt.

„Schlechte Nacht, besserer Morgen“

– Der entspannteste Mann auf dem Gipfel war wohl der russische Außenminister Sergej Lawrow, der ein paar Mal für eine Zigarette rausging. Sein Witz gegenüber Journalisten auf dem Weg nach draußen zum Rauchen, dass die Gespräche “besser als super” liefen, wird wohl der Spruch des Gipfels.

– Schließlich gaben alle Regierungschefs separate Pressekonferenzen für ihre eigenen Medien Pools, Merkel sprach von einem „Hoffnungsschimmer“ und Poroschenko klang sehr skeptisch.

– Putin war der Erste und fasste 17 Stunden Gespräche in 7 Minuten zusammen.

„Es war nicht die beste Nacht meines Lebens. Aber der Morgen ist meiner Meinung nach gut, denn wir haben es geschafft, uns auf die wichtigsten Punkte zu einigen, trotz aller Schwierigkeiten in den Verhandlungen.“

– « Vor unseren Augen »
François Hollande deckt sich auf
von Thierry Meyssan –

– Die öffentliche Meinung begrüßte die Ernennung einer neuen Regierung nach der Wahlniederlage der Sozialdemokraten bei den Kommunalwahlen mit Skepsis. Sie nimmt die im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse angekündigten Reformen ergeben hin. In Wirklichkeit, bemerkt Thierry Meyssan, hat der Regierungswechsel nichts mit der wirtschaftlichen Schlappe zu tun, noch mit der mit dieser Wahlniederlage verbundenen Gelegenheit, sondern er reproduziert ein historisches Beispiel, das dem Präsident Hollande ermöglicht, seine persönlichen politischen Entscheidungen allmählich aufzublättern. Genauso wie die territoriale Reform, wie sie vorgesehen ist, nichts mit Etatkürzungen zu tun hat, bedeutet sie jedoch das Projekt der Vernichtung der französischen Republik.
Voltaire Netzwerk | Damaskus | 14. April 2014

– Die neue Regierung von Manuel Valls, die als Reaktion auf die sozialistische Niederlage bei den Kommunalwahlen vom 23. und 30. März 2014 interpretiert wurde, bedeutet jedoch in Wirklichkeit die in der Pressekonferenz vom 14. Januar unternommene Wende von François Hollande. Der als ehemaliger Generalsekretär der Sozialistischen Partei gewählte Präsident verleugnet nicht das Modell des Kolonisatoren Jules Ferry, das ihn bis jetzt inspiriert hatte, aber er möchte dem Modell die Beziehungen zu großen Unternehmen des Bundeskanzlers Gerhard Schröder hinzufügen.

– Bei seiner Amtseinführung stellte Präsident Hollande seine fünfjährige Amtszeit unter die Schirmherrschaft von Jules Ferry (1832 – 1893), der die Interessen des französischen Groß- Kapitals durch die Entwicklung des Kolonialismus verteidigte [1]. Der erhabene Sozialist schuf auch eine säkulare, gebührenfreie und obligatorische Schule, damit die „schwarzen Husaren “ (d.h. die Lehrer) die französische Jugend ausbilden, damit sie Soldaten für die koloniale Expansion und den Ersten Weltkrieg werden. Zur gleichen Zeit führte Jules Ferry einen Kampf gegen die katholische Kirche, womit der Zorn der unterdrückten Klassen von der hohen Bourgeoisie auf den Klerus abgelenkt wurde.

– Der erste Teil des Mandats von François Hollande war also durch die Wiederbelebung des Krieges in Syrien — von dem sich Nicolas Sarkozy nach dem Fall des islamischen Emirats von Baba Amr [2] zurückgezogen hatte – , durch die Intervention in Mali auf Antrag des Präsidenten, der von Frankreich ans Ruder gebracht wurde [3], und dann durch die Intervention in der Zentralafrikanischen Republik [4] geprägt. Alle diese Abenteuer wurden vom Elysee-Palast aus, oft gegen den Rat des Generalstabes und des Verteidigung Ministers, durch den militärischen Kabinetts Chef, den traditionalistischen General Benoît Puga [5] koordiniert.

– Darüber hinaus erzielte Präsident Hollande eine Reform der Gesetzgebung über die Ehe, um sie auf Menschen gleichen Geschlechts zu erweitern, nicht weil dieses Gesetz eine Forderung der Homosexuellen war, sondern weil es seine politische Opposition spaltete und die Rechte zu Obskurantisten machte. Er war auch bereit, die gender-theory von Judith Butler zu verhängen, aber scheint einen Rückzieher gemacht zu haben, indem er selbst die Existenz der Arbeit der Feministin leugnete.

– Der zweite Teil des fünfjährigen Amtes, am 14. Januar angekündigt, d.h. zweieinhalb Monate vor den Kommunalwahlen will „sozial-demokratisch“ sein, im Sinne der Agenda 2010 von Bundeskanzler Gerhard Schröder: Es handelt sich darum, die Produktion anzukurbeln durch die Erleichterung der Arbeit von Großunternehmen. Diese vor einem Jahrzehnt durchgeführte Richtlinie erleichterte den Bundesstaat, machte Exporteure wettbewerbsfähiger, aber erhöhte deutlich soziale Ungleichheit und Armut. François Hollande empfing auch im Elysee Peter Hartz, den ehemaligen Berater des Kanzlers Schröder, leugnete aber ihn zu seinem eigenen Mitarbeiter machen zu wollen: der ehemalige Direktor von Volkswagen wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er Gewerkschafter seiner Firma korrumpiert hatte und ihnen für 2,6 Millionen Euro Prostituierte und exotische Reisen bezahlt hatte. Es wurde nicht bekannt, ob Präsident Hollande dem Beispiel von Peter Hartz bis zu seiner vierten Reform folgen will, die die Dauer der Arbeitslosenversicherung auf drei Monate begrenzte.

– Der Präsident kündigte auch seine Absicht an, die Episode der « mariage pour tous » [Ehe für alle = Homoehen] schließen zu wollen, die schon die Einheit der eigenen parlamentarischen Mehrheit zu bedrohen begann.

– Die Kommunalwahlen –

– Nie in der Geschichte Frankreichs führten Kommunalwahlen zu einem Regierungswechsel. In der Tat schien es unmöglich, nationale Schlussfolgerungen aus ausschließlich lokalen Wahlen ziehen zu können. Wenn man allerdings die 788 Gemeinden mit mehr als 50 000 Einwohnern (entsprechend 23 % der Bevölkerung) betrachtet, bemerkt man eine Rekord-Enthaltung, vor allem unter den Wählern, die zwei Jahre zuvor für François Hollande gestimmt haben. Das Ausmaß der Missbilligung war derart, dass viele traditionell links verankerte Bürgermeistereien nach rechts pendelten, zum Profit der UMP.

– Indem er diese Niederlage in eine Gelegenheit für seine Wende umwandelte, verkündete Präsident Hollande die Ernennung von einem neuen Premierminister, Manuel Valls, und wies ihn an, eine neue „verschärfte, kohärente und geschweißte“ Regierung zu bilden, um seine am 14. Januar angekündigten Projekte durchzuführen. Der Präsident denkt so, den Spuren von François Mitterrand zu folgen, der im Juli 1984 seinen „Arbeiter“-Premier-Minister Pierre Mauroy enthoben hatte, seine 101 propositions [Vorschläge] fallen lies und einen Grand- Bourgeois, Laurent Fabius, ernannte, um eine „realistischere“ Politik zu führen.

– So wie die Kommunisten sich weigerten an der Fabius Regierung teilzunehmen, die die sozialen Versprechen der Präsidentschaftswahlen unter den Teppich kehren sollte, zogen sich ebenso die Grünen jetzt von der Valls Regierung zurück, weil sie sich weigerten, ihren vorhersehbaren Absturz zu teilen. Und so wie François Mitterrand einen jüdischen und zionistischen Premier Minister gewählt hatte, um die Feindseligkeit von Israel zu beschwichtigen, so hat François Hollande sich für eine der engagiertesten Persönlichkeiten für die Besiedlung von Palästina entschieden. So wie Laurent Fabius ein zu junger und unerfahrener Premierminister war, um sich bei dem „Florentiner“ François Mitterrand durchsetzen zu können, so hatte auch Manuel nicht die Fähigkeit, selbst seine Regierung zusammenzustellen und musste sich den Vorschlägen des Präsidenten fügen.

– François Mitterrand hatte aber 1984 eine wirkliche Wende der Politik und der Minister unternommen, während François Hollande beabsichtigt, weiterhin die gleiche Politik zu betreiben, die er während der ersten anderthalb Jahre des Mandats allmählich ausgearbeitet hat. In der neuen Regierung befinden sich dieselben Leute wie in der vorherigen, mit zwei Ausnahmen, der Mutter seiner Kinder, Ségolène Royal, und seinem alten Freund, François Rebsamen. Wir können daraus schließen, dass das Ziel nicht ist, die Spuren des Jules Ferry zu verlassen, sondern noch dazu dem Beispiel von Gerhard Schröder, mit seinen Beziehungen zum großen Kapital zu folgen.

– Die Regierung von Manuel Valls –

– In seiner Rede vor der Nationalversammlung am 8. April hat Manuel Valls gewissenhaft die Direktiven des Präsidenten Hollande wieder zitiert: « pacte de responsabilité » [Verantwortung–Pakt] mit dem Medef (Unternehmer-Gewerkschaft), die « transition énergétique » [Energiewandel] für die Grünen und den « pacte social » [Sozialpakt] für die Arbeiterklasse [6]. Das heißt, auf verschiedene Wähler-Kategorien ausgerichtete Entscheidungen, aber keine kohärente Staatspolitik.

– Die Bedürfnisse Frankreichs sind aber einfach: seit vielen Jahren verzichtet der Staat auf seine Interventionsmittel, z. B. mit dem Verzicht auf seine Währung, vervielfacht seine administrativen Schichten, seine Gesetze und Verordnungen. Am Ende ist die Macht in ihrer Bürokratie verstrickt und hat ihre Wirksamkeit verloren.

– Wenn auch einige Politiker diesen Vorgang hinterfragen, sind es sehr wenige, die vorschlagen, ihn zu ändern. In der Tat wurde diese Richtung unter der Führung des amerikanischen Lehnsherrn eingeschlagen und eine Änderung würde natürlich eine große internationale politische Krise bedeuten, wie die von Charles De Gaulle in 1966, als er plötzlich die NATO aus Frankreich auswies.

– Daher ist es nicht unnötig, die Ankündigung von Manuel Valls über eine umfassende Reform hervorzuheben, die vorher noch nicht erwähnt wurde. Nachdem er sein Engagement für den Aufbau Europas und das deutsch-französische Paar unterstrichen hatte, aber die Optionen der Europäischen Zentralbank kritisierte, erklärte der Ministerpräsident seine Absicht, den „territorialen Blätterteig“ reformieren zu wollen. Im Laufe der Jahre kamen zu den existierenden municipalités [Gemeinden] und départements, Gemeindegemeinden, Länder und Regionen. Er hat vorgeschlagen, die Zahl der Regionen zu halbieren, die départements mit ihren Räten [Conseils généraux] abzuschaffen und Gemeinde-Gruppierungen zu fördern, wahrscheinlich um die kleinsten zu beseitigen. Wenn auch alle damit einverstanden sind, dass diese „Blätterteig-Cremeschnitte“ unverdaulich und teuer sei, entspricht die Wahl der unterdrückten Verwaltungs-Schichten nicht der politischen Geschichte Frankreichs, sondern dem Übergang vom Nationalstaat zum Projekt der Europäischen Union. Dieses Projekt, das durch die Vereinigten Staaten während des Marshall-Plans eingehaucht wurde, würde die Nationalstaaten durch große Bereiche ersetzen und würde die souveränen Befugnisse auf eine bürokratische Einheit, die Europäische Kommission, übertragen. Es wendet sich eindeutig gegen den gaullistischen Regionalisierungsplan von 1969.

– Es ist zumindest überraschend zu konstatieren, dass diese Reform vom Premierminister wie eine einfache Variable der wirtschaftlichen Anpassung behandelt wird, während die Finalität das Verschwinden des französischen Staates bedeutet und damit das der französischen Republik, zum Wohle der Brüsseler Bürokratie (Europäische Union und NATO).

– Manuel Valls beendete seine Rede mit einer Ode an die Republik. Seltsamerweise erklärte er, dass “ Frankreich, ja es ist arrogant zu glauben, dass, was man hier macht, für den Rest der Welt gelten sollte. Dieses berühmte „arrogante Frankreich“, das uns unsere Nachbarn oft zusprechen, ist tatsächlich die enorme Großzügigkeit eines Landes, das sich selbst übertreffen will.“ Zwei mehrdeutige Sätze, die eine Verpflichtung zur Beispielhaftigkeit, aber auch eher im Gegenteil die „Pflicht zur Zivilisation“ bedeuten können, auf die sich Jules Ferry berief, um Tunesien und China anzugreifen.

– Wohin geht Frankreich? –

– Der Regierungswechsel ist keine Antwort auf die Wahl der Franzosen bei den Kommunalwahlen, sondern entspricht der persönlichen Politik von François Hollande, welcher allmählich seine wahren politischen Ziele aufdeckt: Wiederaufnahme der Kolonisation und Verteidigung der Unternehmer-Interessen des Medef. Letzterer vertritt nur das Großkapital (nur das reichste Fünftel der Unternehmen sind dieser Gewerkschaft angeschlossen). Wir sind weit von der Republik entfernt, d.h. auf der Suche nach dem allgemeinen Interesse.

– Diese Richtlinie hat ihre Logik: in Krisenzeiten ist es unmöglich, die Ausbeutung der Arbeiterklasse zu verschärfen, man muss also die Super-Renditen im Ausland suchen, bei den Völkern, die sich nicht verteidigen können. Blut wird noch in Syrien und Afrika fließen, während die Armut in Frankreich weiter fortschreitet.
Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Al-Watan (Syrien)

[1] „Das Frankreich von François Hollande“, von Thierry Meyssan, Voltaire Netzwerk, 30. Juli 2012.

[2] « Discours de François Hollande à la 3ème réunion du Groupe des amis du peuple syrien », par François Hollande, Réseau Voltaire, 6 juillet 2012.

[3] „Mali: Ein Krieg kann einen anderen verschweigen“, von Thierry Meyssan, Al-Watan (Syrien), Voltaire Netzwerk, 21. Januar 2013.

[4] „Französische Widersprüche in Zentralafrika“, Voltaire Netzwerk, 14. Dezember 2013.

[5] « Gaza : la France supervise le prolongement du Mur de séparation » [Frankreich leitet die Verlängerung der Trennungsmauer in Gaza] auch auf Englisch, Réseau Voltaire, 26 décembre 2009.

[6] « Déclaration de politique générale du Gouvernement Valls », Réseau Voltaire, 8 avril 2014.

– François Hollande, der ewige Zionist
von Thierry Meyssan

François Hollande wurde trotz vieler gewollter Unklarheiten zum Präsidenten gewählt. Es genügte jedoch einfach seine früheren Aussagen nachzulesen, um seine bedingungslose Unterstützung des Staates Israel zu erkennen. „Le changement“ [Die Änderung], die er seinen Wählern angekündigt hatte, fand nicht statt. Es war vielmehr die Beständigkeit mit seinem Vorgänger. Man kann nur feststellen, dass Frankreich allmählich seine Politik der Unabhängigkeit aufgegeben hat, um sich an Seiten der Vereinigten Staaten und des letzten Kolonial-Staates zu stellen.
Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 25. November 2013

JPEG – 29.7 kB
Valérie Trierweiler und François Hollande von Shimon Peres und Benyamin Netanyahu empfangen (18. November 2013).

Einige Kommentatoren haben die französische Stellungnahme in den 5 + 1 Verhandlungen mit dem Iran als eine von Saudi Arabien diktierte erklärt, oder auch unter Bezugnahme auf die jüdische Zugehörigkeit des französischen Außenministers, Laurent Fabius. Das beweist die Unwissenheit über die französische Nahost-Politik, die sich in neun Jahren tief geändert hat.

Alles begann im Jahr 2004 mit dem Bruch zwischen Jacques Chirac und Baschar Al-Assad. Der syrische Präsident versprach seinem französischen Amtskollegen, Total anlässlich einer Ausschreibung zu fördern. Aber als der französische Vorschlag im Palast ankam, war er so nachteilig für das Land, dass der Präsident seine Meinung änderte. Jacques Chirac brach wütend mit Syrien und legte die Resolution 1559 in dem Sicherheitsrat vor.

– Dann wählten die Franzosen Nicolas Sarkozy, ohne zu wissen, dass er teilweise von einem der wichtigsten Führer der CIA, Frank Wisner Jr. erzogen worden war. Unzufrieden über die Tatsache, von den USA fabriziert geworden zu sein, hatte er sich jüdische Ahnen entdeckt und seine Beziehungen mit Israel gepflegt. Seine internationale Politik wurde von Washington diktiert, aber da es zu dieser Zeit keinen politischen Unterschied zwischen Israel und den Vereinigten Staaten gab, erschien er nur als jemand, der mit ihnen Block machte. (Exkurs: Frank. G. Wisner-Senior hatte Sarkozys Mutter in zweiter Ehe geheiratet).

Francois Hollande wurde während 10 Jahren als Generalsekretär seiner Partei berufen, auf Grund seiner Unzulänglichkeit: da er keine politische Strömung leitete und von keinem Leader Vasall war, konnte er das Haus halten, indem er das Gleichgewicht zwischen den Anwärtern auf das Elysee aufrechterhielt. Er bemühte sich, nie eine persönliche Meinung zu haben, um möglichst transparent zu bleiben. Und zwar dermaßen, dass während seiner Präsidentschafts-Wahlkampagne jeder dachte, es mit einen moderaten Mann zu tun zu haben, der sich dann mit bewährten Figuren zu umgeben wüsste. Seine eigenen Wähler werden die ersten sein, die sich betroffen fühlen.

Die Realität des François Hollande kam nur nach seiner Ankunft in dem Elysee an den Tag. Als Innenpolitik-Experte kennt er nicht viel von internationalen Beziehungen. Auf diesem Bereich kommen ihm seine Überzeugungen von berühmten sozialistischen Persönlichkeiten.

So hat er seine Präsidenten-Einweihung unter die Schirmherrschaft von Jules Ferry, Theoretiker der Kolonisation, gestellt. In der Zeitung Le Figaro hat sein Freund, der israelische Präsident Shimon Peres ihn huldigend mit Léon Blum und Guy Mollet verglichen, obwohl Letzterer in Frankreich nicht mehr sehr beliebt ist. 1936 hatte Blum vorgeschlagen, durch die Schaffung des Staates Israel im Libanon das Vereinigte Königreich hineinzulegen, das damals unter französischem Völkerbundmandat stand. 1956 versuchte Guy Mollet den Suez-Kanal mit Hilfe der israelischen Armee zu besetzen.

In seinen zehn Jahren an der Spitze der Sozialistischen Partei beschränkte François Hollande seine Interventionen auf den Nahen Osten, wovon hier eine kleine Auswahl:
• Im Jahr 2000, als der Süden des Libanon besetzt war, bereitet er mit Bertrand Delanoë die Reise von Premierminister Lionel Jospin nach Palästina vor. Seine Rede beinhaltet eine Verurteilung der Hisbollah, die er als eine terroristische Gruppe bezeichnet.
• Im Jahr 2001 fordert er den Rücktritt des Geopolitikers Pascal Boniface, wegen seiner Schuld, in einer internen Notiz die blinde Unterstützung Israels der Partei kritisiert zu haben.
• Im Jahr 2004 schrieb er dem Fernsehaufsichtsrat (Conseil Supérieur de l’Audiovisuel), damit er die Al-Manar gegebene Sendeerlaubnis in Frage stelle. Er wird den Druck solange nicht nachlassen, bis der Sender endlich zensiert wird.
• Im Jahr 2005 wird er unter Ausschluss der Öffentlichkeit von dem Repräsentativen Rat der jüdischen Institutionen von Frankreich (CRIF) empfangen. Laut dem Protokoll des Treffens hätte er Ariel Scharon seine Unterstützung gebracht und hätte die gaullistische arabische Politik stark kritisiert. Er hätte gesagt: „Es gibt einen Trend, der weit zurückgeht, was man die arabische Politik Frankreichs bezeichnet und es ist nicht zulässig, dass eine Regierung eine Ideologie besitze. Es gibt ein Rekrutierungsproblem im Quai d’Orsay [Außenministerium] und in der ENA [Ecole Nationale d’Administration, Ausbildung der höchsten Staatsbeamten] und diese Einstellung sollte neu organisiert werden“.
• Im Jahr 2006 nimmt er gegen Präsident Ahmadinedschad Stellung, der in Teheran Rabbiner und Historiker einlud, darunter auch Revisionisten. Er gab vor, die Bedeutung des Kongresses zu ignorieren, die zeigen sollte, dass die Europäer ihre christliche Kultur durch die Religion des Holocaust ersetzt hätten. Und widersinnig erklärte er, dass der iranische Präsident das Existenzrecht der Israelis verweigern wolle, und dass er bereit sei den Holocaust weiterzuführen.
• Er bemüht sich um die Freilassung des israelischen Soldaten Gilad Shalit, mit der Begründung, er besäße auch eine französische Staatsbürgerschaft. Es spielt keine Rolle, dass der junge Mann während seiner Dienstzeit in der Besatzungsarmee gefangen genommen wurde, als sie sich im Kriegszustand mit der Palästinensischen Autonomiebehörde befand, die aber mit Frankreich verbündet war.
• Im Jahr 2010 veröffentlicht er mit Bertrand Delanoë und Bernard-Henri Lévy ein offenes Forum in Le Monde, um gegen den Boykott israelischer Produkte zu kämpfen. Ihm zufolge wäre der Boykott eine kollektive Bestrafung, auch von Israelis, die für Frieden mit den Palästinensern arbeiten. Eine Argumentation, die er während einer ähnlichen Kampagne gegen die Apartheid in Südafrika nicht angewendet hatte.

Letztlich hatte François Hollande vor der Annäherung zwischen Frankreich und Saudi-Arabien und noch bevor er Präsident war, bereits seine Unterstützung für den kolonialen Staat Israel geäußert. Und er hatte schon damals die Achse des Widerstands (Iran, Syrien, Hisbollah) verurteilt. Die Wahrheit ist daher umgekehrt: indem es das Übereinkommen von dem Quincy berücksichtigte, rückte Saudi-Arabien näher an Frankreich heran, aufgrund Frankreichs pro-israelischen Politik.

– Die Politik der Sozialistischen Partei im allgemeinen und von François Hollande im Besonderen, findet ihre Wurzeln in dem Kolonialismus des 19. Jahrhunderts, dessen Herold Jules Ferry war und Theodor Herzl der Förderer. Heute sind die Zionisten der Partei auf Initiative von Dominique Strauss-Kahn in dem diskreten und leistungsstarken Cercle Leon Blum versammelt,… dessen Ehrenpräsident, Jean-Marc Ayrault, Premierminister von François Holland geworden ist.

Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Al-Watan (Syrien)

1) – 27.03.13 – AFRIKA – MALI „Gegen das Vergessen“ – Frankreichs-Krieg und Humanitäre Krise –
– Seit April 2012, 170.000 Malier müssten fliehen. 53.000 in Niger, 74.000 in Mauretanien, 260.000 in Mali selbst. 74.000 Malier haben Zuflucht in Mbera allein gefunden. Die Menschen in Norden Mali sagen auch, die französische Krieg und die Proxy-USA-Junta die humanitären Hilfe blockieren die die von Krieg betroffenen Gebieten erreichen konnten.
– Die Malier im Norden sagen auch, dass die französische und Mali Truppen durch die Blockade, die Mitarbeiter der Gesundheitswesen, gehindert werden in mehreren Flüchtlingslagern ihre Arbeit nachzugehen, weil Medikamente fehlen. Mangel an Nahrung und andere Sachen des täglichen Gebrauchs erschweren das Leben.

John Ging, Direktor des Humanitäre-Hilfe-Büros sagt, dass „Über 200.000 Kinder seit letzutes Jahr kein Schulausbildung bekommen.“

2) – 28.03.13 – ENGLAND – Britische Truppen nach Mali –
– 40 UK-Soldaten erreichen Mali als Teil der 500 Truppen, dass die Europäischen Ländern nach Mali schicken um die malische Truppen zu trainieren. Der britische Verteidigungsminister Hammond sagte, dass britische Truppen werden nicht an Kampfhandlungen teilnehmen werden.
– Der UK hat schon mit zwei C-17 Transportflugzeuge und Sentinel Aufklärungsflugzeuge an Frankreich aggressiver Krieg beigetragen.

– Kommentar: Uran-Munitionen wurden auch bei Berghöhlen-Operationen in den IFOGHAS-Bergen, genau wie in den Bergen von Bora Bora in Afghanistan und Libyen. Die nächste Uran-Verseuchungsoperation hat in Afrika angefangen. Die Konsequenzen: Krebs und Missbildungen bei Neugeborenen werden wir in ca. 5 Jahren erleben.

29.03.13 – MALI – FRANKREICH bleibt doch in Mali –
Francois Hollande sagt, dass Frankreich weiter nach 2013 in Mali bleiben wird, mit ca. 1000 Soldaten die in dem Land stationiert werden.
– Er sagte weiter, dass bis Juli die Zahl der Truppen wird auf 2000 halbiert.

29.03.13 – Tagesschau.de und ihre leere Rhetorik über “ Demokratie“ und „Menschenrechte“

Die Islamisten haben Timbuktu traumatisiert

– 1 Blogger – „Der sehr gute Bericht -macht betroffen und zeigt auf, um welche Sorte von Islamisten…Es sind die gleichen Terroristen, und nichts als dieses sind sie die in Afghanistan, in Syrien und in Asien wüten…es sind Terrorbanden, die mit alle Härte bekämpfen werden müssen…

– Kommentar: die beiden Parteien haben (Tagesschau.de und Blogger) haben das Wichtigstes vergessen…zu sagen welches Land diese Bewaffneten für ihre dreckiges Spiel benutzt.

– Kleine Kostprobe aus einem Artikel von Tony Carlucci aus PressTV über die westliche Ikone Suu Kyi:

– AUNG SAN SUU KYI ist eine westliche Proxy –

Die britische NGO-Bewegung „Burma Campaign UK“ sagt: „“Myanmar (Burma) Pro-Demokratie-Bewegung ist eine Schöpfung der Wall Street und London.“ Es wurde dokumentiert, dass Suu Kyi und die Organisationen die sie unterstützen, einschließlich lokale Propaganda, wie New Era Journal, dem Irrawaddy und die Democratic Voice of Burma (DVB) Radio haben Millionen von Dollar pro Jahr von dem Neo-Konservativen geführte „National Endowment for Democracy (NED)“-USA, und von Wall Street Spekulanten und verurteilter Krimineller George Soros „Open Society Institut“ und von US-Außenministerium selbst, erhalten.
(Exkurs: George Soros ist einen alten Kämpfer, er war schon in China dabei, wenn am 3/4 Juni 1989 Studenten-Protesten in Tian’anmen Platz stattfanden, und von der Regierung unterdrückt wurden. Soros NGO musste China verlassen, weil mit der Aufstand versucht hatten China zu destabilisieren. Ein ausführliche Artikel darüber bei voltairenet.org – Geopolitikal Agenda behind the 2010 Nobel Peace Prize von William Engdahl – 23.Oktober 2110 –

– So verrückt wie erscheinen mag, die gleiche Kräfte, mit der Hilfe ihre Marionetten-Regierungen und Terroristen-Helfer sind auch in Afrika, Syrien, Pakistan, Mali und den Irak beschäftig um den „Oded Yinon Plan“ zu implementieren und gleichzeitig die Ressourcen stehlen… ob Sie mir glauben wollen oder nicht.

– Die militärischen Abenteuer von Nicolas Sarkozy und Francois Hollande in Afghanistan, Elfenbeinküste, Libyen, Syrien und jetzt Mali werden innerhalb der französischen Streitkräfte sehr heftig diskutiert. Und die Opposition, der sie begegnen, hat einen kritischen Punkt erreicht. Einigen Beispielen:

– Im Jahr 2008, als Nicolas Sarkozy den Einsatz der französischen Truppen in Afghanistan veränderte, um aus ihnen Hilfskräfte der amerikanischen Besatzungstruppen zu machen, weigert sich der Stabschef der Armee. General Bruno Cuche, die Leclerc Panzer dort einzusetzen. Die Krise war so groß, dass Präsident Sarkozy den erstbesten Vorwand nutze, um General Cuche zum Rücktritt zu zwingen.

– Im Jahr 2011 war Admiral Pierre-Francois Forissier, Stabschef der Marine an der Reihe, öffentlich Zweifel an der Operation in Libyen zu üben, die seiner Meinung nach die französischen Streitkräfte von ihrer Hauptaufgabe der Verteidigung des Vaterlandes abbrächte.

– Im Jahr 2012 war General Jean Fleury, ehemaliger Stabschef der Luftwaffe noch deutlicher, und behauptete, dass Frankreich weder die Berufung noch die Mittel habe, um Syrien anzugreifen.

– In den letzten fünf Jahren machten sich bei den meisten Offizieren -oft sehr gläubigen Katholiken – die Überzeugung breit, dass die Macht der französischen Armee von den Präsidenten Sarkozy und Hollande auf private oder ausländische Interessen der Amerikaner und Israelis abgelenkt wurde.

– Dies wird durch die Organisation der jüngsten extremen Operationen bestätigt. Seit 2010 entgingen die meisten von ihnen dem Kommando des Stabschefs der Streitkräfte, Admiral Edouard Guillaud, um dem Kommando des General Benoit Puga vom Elysee-Palast zuzukommen.

– Dieser Fallschirmjäger, Spezialist von Sonderkommandos und Geheimdienst, verkörpert sowohl die Abhängigkeit von Israel als auch die Wiederbelebung des Kolonialismus. Er war es, der den Bau der Stahlmauer in Ägypten überwachte, die die Einschließung des Gazastreifens vollendet und der Gaza in ein riesiges Ghetto verwandelt.

– Es ist bekannt, dass Nicolas Sarkozy mit dem Militär keinen guten Kontakt hatte. Francois Hollande hingegen meidet es sogar. Also, als er den Libanon am 4.November besuchte, um den Präsident Michel Sleimane aufzufordern den geheimen Krieg in Syrien zu unterstützen, hielt er nicht für angebracht, das französische Kontingent der UNIFIL zu grüßen. Diese Beleidigung ist nicht auf das Konto der Verachtung zu setzen, sondern auf die Angst vor dem Kontakt mit dem Militär.

– Die Vertrauenskrise hat einen solchen Höhepunkt erreicht, dass der Sicherheitsdienst des Elysee fürchtet, Soldaten können sich am Leben des Präsidenten der Republik vergehen. So forderte das Elysee am 9. Januar während der Präsentation der Grüße des Präsidenten an die Streitkräfte, auf der Basis des 12. Kürassier-Regiments von Orleans, die Neutralisierung der Waffen. Die Schlagbolzen der Maschinenpistolen und Sturmgewehre wurden Entfernt, sowie das Magazin der Pistolen Die Munition wurde konfisziert und in versiegelten Beuteln aufbewahrt. Eine solche Aktion war seit der Algerier-Krise nicht getroffen worden, vor etwa 60 Jahre.

– Als Francois Hollande sagte: „die militärische Gemeinschaft ist eine Familie mit der aktiven und der Reserve (…)“ich kenne die Stabilität, die Solidarität und schätze auch den Sinn für Disziplin, Zusammenarbeit und sogar die Diskretion“, das Verhalten seines Sicherheitsdienstes dementierte jedoch seine Worte. Der Präsident hat Angst vor seinem Heer. Er hegt Argwohn gegen seine Soldaten, denn er weiß, die Missionen, die er ihnen zuweist, nicht rechtfertigen zu können.

– Diese Krise wird sicherlich anwachsen, falls der Präsident der Republik auf seinem Engagement beharrt, verdeckte Operationen auf Algerien zu erweitern. Seit dem Ende der allgemeinen Wehrpflicht und der Professionalisierung der Streitkräfte stemmen nun viele Berufssoldaten aus muslimischen Familien aus Algerien. Sie werden sicher mit Emotion auf eine schleichende Wiederkolonisierung der Heimat ihrer Eltern reagieren.

Thierry Meyssan – Quelle – Al-Watan (Syrien) aus voltairenet.org

AFRIKA – Geschichte der Französischen Ausbeutung Afrikas als Kolonialmacht vom Ende des II Weltkrieges bis zur unseren Zeit – Liquidierung von Dissidenten erlaubt –

– Diese Wochenende, Führungskräften aus den afrikanischen frankophonen Ländern, treffen sich für einem Gipfeltreffen in Kinshasa, der Hauptstadt der vom Krieg zerrissen Demokratischen Republik Kongo.

– Ganz oben, auf der Gästeliste ist der französischer Präsident Francois Hollande. Anfang dieser Woche, im Vorfeld der Konferenz, Hollande klang wie ein Vertreter einer Kolonialmacht aus den vergangenen Jahrhunderten. Er warnte, er wurde eine harte Botschaft über Demokratie, Menschenrechte und Korruption an seinen afrikanischen Gäste liefern.

– Gleiche Sorge macht Hollande die Ausbreitung des Terrorismus in der Sahel Zone, dass unter der ehemaligen Kolonien Mali und Niger das Sorgenkind ist.

– Die Ironie ist, dass der französische Präsident der letzte ist, das über diese Angelegenheit dozieren kann. Seit Jahrzehnten hat sein Land den natürlichen Reichtum aus Afrika, wie ein riesiger Parasit ausgesaugt hat. Diese Ausbeutung hat Armut, Krankheit und Unterentwicklung, die wiederum, Verzweiflung, Konflikten und Gewalt produziert haben. Und dieses parasitäre Verhalten hält weiter bis zum heutigen Tag.

– Seit Jahrzehnten Frankreich ist direkt an der Gewalt beteiligt die Instabilität und Leid in große Teilen von Afrika geplagt hat. Coups, gegen-Staatsstreichen, Ermordung, Entführungen, Entführungen und Destabilisierung. Vielleicht kein anderes Land zwischen den Kolonialmächten hat in den größten Kontinent diese Erde so viel Leid und Zerstörung gebracht.

– Nach dem Zweiten Weltkrieg, führte Frankreich eine neue Ära der modernen Sklaverei über den afrikanischen Ländern, dass Frankreich am Ende des 19. Jahrhunderts während der Eroberung Afrika seitens der europäischen Mächte gewonnen hatte.

– Militärisch und finanziell durch den Zweiten Weltkrieg zerstört, Frankreich hat verstanden, sie konnte die Afrikaner nicht mehr durch ihre Armee unterjochen. So wurde eine neue Methode ausgedacht: Geldpolitik. Der Plan wurde von Charles De Gaulle im Dezember 1945 unterzeichnet.

– Durch ein von Frankreich auferlegten Colonial Pakt. die Französischen Kolonien Afrika, wurde eine neue Währung gegeben, die als CFA-Franc bekannt wurde. Insgesamt wurden 14 Länder verpflichtet, die einheitliche Währung einzuführen. Dazu gehörten die Elfenbeinküste, Guinea, Mali, Senegal, französisch Westafrika, und Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo und Gabun in französischem Zentralafrika. Der Pakt hat mehr als 50 Jahren weiter bestanden, nachdem Frankreich die afrikanischen Kolonien in der 60er Jahren Formel in der Unabhängigkeit entlassen hat.

– Die Höhe der Macht das Frankreich auf diesen Ländern durch monetäre Steuerung ausübt ist erstaunlich. Alle Mitglieder des CFA sind verpflichtet Einzahlungen bis 85% des Landes Devisen-verdienste in die französische Staatskasse zu deponieren, Frankreich wiederum hat das Recht dieses Geld an der Pariser Börse zu investieren, und sie ist nicht verpflichtet die afrikanische Regierungen zu offenlegen wie viel dabei verdient! Nicht nur, aber Frankreich hat das Recht dieses Geld an diese Länder zu leihen und Zinsen zu kassieren…richtig verstanden, diese Regierungen haben das Privileg ihres eigenen Geldes zu leihen. Darüber hinaus, die Kredite können nur 20% der laufenden Staatseinnahmen betragen.

– Die Ironie ist atemberaubend. Das gleiche monetäre Mechanismus Nazi-Deutschland benutzte um Frankreich zu unterwerfen, wurde von der befreites Frankreich weiter benutzt, um ihre befreiten afrikanischen Gebieten weiter zu knechten. Darüber hinaus Frankreich bestimmte auch der Wechselkurs. Einseitige Abwertung haben billige Importwaren nach Frankreich ermöglicht und gleichzeitig die Verarmung der afrikanische Arbeiter herbeigeführt.

– Ein der wichtige Teil des kolonial Pakt, war das Recht französischer Militär frei Durchfahrt durch die Länder, die der Pakt unterschrieben haben. Das brach mit sich. dass wenn diese Staaten auf dem Papier unabhängig waren, in Wirklichkeit konnte Truppen stationieren oder Truppen hinschicken wenn immer sie wollte. Und Frankreich nahm diese Möglichkeit war, wenn eine Person oder Partei innerhalb dieses Land eine Herausforderung für Frankreichs Hegemonie wurde.

– Ein der ersten Opfer von Französische Dominanz wurde Togos Präsident Olympio. Er wurde 1963 ermordet. Ein begabter Ökonom, kritisiert die krasse Ausbeutung seines Volkes unter der monetären Anordnung. Olympio wurde schließlich von Frankreich beseitigt und mit zuverlässigem Handlanger getauscht.

– Ein weiteres Opfer war Thomas Sankara, der Führer von Burkina Fas, wurde 1987 abgesetzt und ermordet, weil sich gegen Frankreich Einmischung in eigenem Land wehrte. Er wurde liebevoll von seinen Anhänger „Afrikas Che Guevara“ genannt. Die Woche vor er ermordet wurde, Sankara sagte: „Sie können ein Revolutionär oder eine Person töten, aber sie können eine Idee nicht Töten“.

– Exkurs – Ich habe über Sankara schon berichtet – es gibt eine dreistündige Video – über Präsident Taylor, Liberia der die USA auf die Füße getreten ist und daher jetzt auch vor des ICC in den Haag angeklagt wurde. In diesem Video wird auch über den Tod von Sankara gesprochen. Er wurde von sein Freund Coampare getötet, der in Auftrag der Westen getötet hat und als Belohnung Präsident von Burkina-Faso geworden ist – Das Video ist leider auf Italienisch und heißt „Ombre Africane“ – siehe auch: mundderwahrheit – Thomas Sankara.

– Die Franzosen sind in verdeckte Operationen spezialisiert.

– Sie benutzen Söldner und Geheimagenten um die Länder zu infiltrieren, und „Rebellen“ zu rekrutieren um Terror-Kampagnen(das Modell wird gerade in Syrien angewandt) gegen die Bevölkerung zu entfesseln.

– Ein seinen Vertreter war Robert Donard, ehemaliger Soldat, dass Söldner wurde. Seit dem 60er Jahren, Denard und seine Hunde des Krieges waren in Staatstreiche, Gegencoup und Ermordung in Angola, Benin, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Gabun, Mali, Mosambik und sogar in der ehemaligen britischen Kolonien Nigeria und Rhodesien (Zimbabwe) engagiert. In der Insel Komoren (Ostafrika) Denard war zwischen 1975 und 1995 am vier Staatstreik beteiligt, und kann sein sogar an der Ermordung drei von ihre Präsidenten beteiligt gewesen sein.

– Während der ganzen Zeit, die französische Regierung Hauptbeschäftigung war diese kriminellen Sabotagen und Handlungen zu leugnen, die in ihrem Auftrag von der „Piraten der Republik“ durchgeführt wurden. Über die Beteiligung diese Special Forces, gibt keine Zweifel, die französischen Regierung schützte diese Kriminellen aber die französische Führer, darunter Georges Pompidou, Valery Guiscard d’Estaign und Francois Mitterand nicht nur ganz genau wussten was los war, aber alle Operationen möglicherweise sanktionierten.

– Das französische neokolonialen System, dass die Versklavung und Ausbeutung der Bevölkerung ermöglichte, könnte so weiter bestehen, weil die frankophilen afrikanischen Führer dürfen persönlichen Vermögen anhäufen. So wurden für den Verrat an ihre Völker bezahlt.
– Der skrupellos Kongo-Diktator Mobuto Sese Seko, Jean-Bedel Bokassa, Zentralafrikanischen Republik, der z.B. private Flüge mit Air France Concorde nach Paris um zu speisen und Palastartigen Schlösser zu erwerben, zu Verfügung gestellt wurden, während die Menschen unter seiner Herrschaft des Terror verhungerten. Bokassa pflegte auch der Inhalt der Köpfe von Kindern zu verspeisen, alle guten Qualifikationen um sein Land im Dienst von Frankreich zu stellen.

– Millionen Afrikaner starben nachdem, den von Frankreich unterstützten Diktatoren sie ihre Ressourcen wegnahmen. Die Demokratische Republik Kongo, die Gastgeber des Gipfels ist, die von Frankreichs Präsident besucht wird, erholt sich jetzt noch von Jahrzehnten von Krieg, Hunger und Krankheit, die bis zu sechs Millionen Menschen das Leben gekostet hat. (So viele wie in KZ während der II Weltkrieg).

– Noch schrecklicher ist, dass Frankreich eine Rolle in der Ermordung 1960 von Patrice Lubumba Führer der Unabhängigkeitsbewegung spielte. (Dabei war auch der CIA involviert, der ihm verriet und seine Mörder übergeben hat).

– Ein politischer Kommentator, Christof Lehmann notiert: „Es ist ein Skandal, dass unter Frankreich-Geldsystem, so viele Afrikaner bleiben Arm und hungern müssen anstatt im Genuss der großen natürlichen Reichtum des Kontinents und die Produktivität von seinen Menschen genießen. Durch seine monetäre Vorherrschaft von Paris ausgeübt, Afrika stützt Frankreichs-Wirtschaft und dadurch auch die von Europa“.

– Lehmann sagt weiter, dass alle afrikanische Politiker, die versuchten das französische Ausbeutung-System der französischen Ex-Kolonien auszuheben, wurden durch Putsch oder Ermordung, liquidiert.

– Der jüngste Fall ist der von Laurent Gbagbo, der in vergangenem Jahr, der noch im vergangenen Jahr Präsident der Elfenbeinküste war. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1960, das westafrikanischen Land ist führenden in Export von Kakao und Kaffee. Korrupte Eliten, französischen Export-Unternehmen und das französische Finanzministerium, verdienen Milliarden mit der Ausbeutung des Landes fruchtbaren Boden und seine Arbeiter. Trotz das Reichtum, die Menschen immer noch in Armut leben, und wie Lohnsklaven in den Plantagen leben müssen.

– Gbagbo, ein Professor für Geschichte und aktiver Gewerkschafter, konnte sehen, dass die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes nie unter den Fesseln des französischen monetären-Systems gedeihen könnte und wollte das Land davon befreien. Er wollte sie aus dem CFA-System nehmen und Frankreich hat davon gewusst.

– Außerdem, in der letzten Jahren Gbagbo, und einige andere afrikanische Führer, einschließlich Gaddafi versuchten Pan-African-Diner-Währungen auf Gold Basis für Afrika einzuführen.

– Die Elfenbeinküste ist das Fenster des westafrikanischen Volkswirtschaften „Francafrique“, Frankreich könnte im Voraus sehen, das wenn Gbagbo erfolgreich gewesen wäre und seinem Land befreit hätte, andere Ländern bald folgen wurden, und das hätte das Ende der CFA-System gewesen und die Ausbeutung diesen Ländern.

– Christof Lehmann sagt: „Laurent Gbagbo war einer der wenigen afrikanischen Status-quo herauszufordern. Er wollte den Reichtum der afrikanischen Staaten für das soziale Wohlbefinden und die Entwicklungs-Afrika zu nutzen statt Frankreich und die europäischen Kapitalisten reicher zu machen“. (genau was Sankara seinerzeit für Burkina Faso wollte).

– Ende 2010, der Elfenbeinküste Verfassungsrat entschied, dass Gbagbo einer umstrittenen Präsidentschaftswahl gewonnen haben. Aber die Französischen Truppen, die in das Land stationiert waren, versuchten gleich ihm zu verhaften, und töteten sofort viele seine Anhänger. Dann installierten sie, der französisch-unterstützten ehemaligen IMF-Direktor Alassane Quattara als Präsident.

– Gbagbo befindet sich derzeit in Untersuchungshaft in Den Haag Strafgerichts Hof (ICC) auf Vorwürfe von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Seine Festnahme, Inhaftierung und Verfolgung von vielen als „Justiz der Sieger“ angesehen. Politische Verfolgung unbequeme Gegner zu schweigen zu bringen.
– Internationale Anwalt Christopher Black kommentiert: „Die Festnahme und Inhaftierung von Präsident Gbagbo entspricht nicht die Regel eines fairen Verfahrens. Es wurde während ein Staatstreik unter der Leitung von französische Kräfte verhaftet, die mit Rebellen von Quattara zusammengearbeitet haben, der an der Macht gebracht wurde, um die Interessen von Frankreich, USA, UK zu dienen. Das Problem der selektiven Verfolgung entsteht.

– Warum wurde Gbagbo angeklagt, wenn Quattaras Truppen, die angeblich schrecklichen Verbrechen im Norden des Landes begangen haben sollen, während die Wahlen und den Staatstreik in die Gegend, die sie unter Kontrolle hatten. Die französischen Truppen, schossen und töteten Zivilisten, wenn sie versuchten Präsident Gbagbo zu Hilfen zu kommen. Warum kein französischer Führer braucht nicht vor dem ICC zu erscheinen?

– Christoph Black fügt hinzu: „Gbagbo Verhaftung ist ein brutales Beispiel, wie das ICC verwendet wird um Regierungen zu stürzen, dass das Diktat der Kolonialmächte wie Frankreich, Großbritannien und den USA sich widersetzen, zu gerechtfertigten“.

– Stark an ihrer Kolonialzeit erinnernd, Frankreich ist als schriller neokolonialer Macht aus den Aschen wieder entstanden. Frankreich nahm eine führende Rolle bei der Verfolgung von Kriminellen Krieg wie der NATO gegen Libyen im letzten Jahr, die ihrer Höhepunkt in der Ermordung von Gaddafi fand. Führt jetzt der verdeckte Krieg der Westen gegen Syrien, die früher zu ihrem Kolonialbesitz gehörte. Zusammen mit USA und UK, Frankreich verfolgt das iranische Volk mit Sanktionen, die auf banalem unbegründeten Verdacht beruhen. Und Frankreich hat gezeigt, dass jeder afrikanische Führer, der wagt die kriminelle französische Monetären Versklavung einige afrikanische Staaten in 21 Jahrhundert entgegenzutreten wir kurzerhand vor einem internationalen Schauprozess verschleppt und mit Schein-Beschuldigungen in einem Schauprozess konfrontiert wird, dass ihn lebenslanger Haft bescheren konnte.

Exkurs: Ich wusste nicht was los war, aber ich habe der Braten gerochen – in Internet unter – mundderwahrheit – Laurent Gbagbo
oder – AFRIKA-Elfenbeinküste – Gbagbo Anhänger demonstrierten für ihn in Abidjan und warum ist der Westen so scharf auf Quattara – 16.01.11

– Die Geschichte wiederholt sich nie genau. Im Gegensatz zu früheren Kolonialzeit, sind diesmal die Masse der arbeitenden Bevölkerung, die genau wie die afrikanischen Massen, von dem monetären Diktat der französischen und europäischen Elite versklavt werden. Bonus und Rettung für die Reichen, Kürzungen und Ausbeutung für die Massen. Diese Kreise tolerieren keine Fragen.

– Diese Wochenende, die scheinheiligen, elitären Vorträge, die Francois Hollande über Demokratie, Rechte und Korruption halten wird, sind von Bedeutung für den Arbeitnehmer in Frankreich und Europa wie in Afrika.