Mit ‘Entführung’ getaggte Beiträge

This file photo shows ISIL Takfiri militants in an undisclosed location in Syria.

Diese Datei-Foto zeigt ISIS Takfiri Kämpfer in einem unbekannten Ort in Syrien.

Kämpfer aus Daesh Takfiri Gruppe haben viele kurdische Zivilisten aus einem Gebiet der nordwestlichen syrischen Provinz Aleppo entführt, und damit die Verbrechen gegen die Menschlichkeit in den Regionen unter ihrer Kontrolle fortsetzen.

-Lokale Quellen, die nicht genannt werden wollen, sagten, dass Daesh Terroristen Dienstag am späten 30 kurdischen Zivilisten, meist Frauen und Kinder aus dem Dorf Qulan entführt haben.Qulan liegt südöstlich von Syriens Nordgrenze Stadt Kobani.

-Qulan Dorf teilt scheinbar Teile von Nordsyrien von Daesh Takfiris kontrolliert und Kurdish People’s Protection Units (YPG) Gebiet.

-Auch im benachbarten Irak, die kurdische Peschmerga Kräfte, sind dabei die Schlinge um Daesh Kämpfer in der nördlichen ölreichen Provinz Kirkuk zu ziehen.

-Kurdische Peschmerga Kräfte haben separate Operationen Mittwoch früh im Dorf Daquq angefangen, das ungefähr 180 Kilometer nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad liegt, als auch in der Stadt von Tuz Khurmatu, der 175 Kilometer (110 Meilen) nördlich von Bagdad entfernt, und töten oder verletzen dabei eine große Anzahl von Daesh Takfiris.

-Peschmerga Commander Sheikh Jafar Scheich Mustafa sagte, dass seine Truppen 10 Dörfer am Rande von Daquq sowie 12 weitere am Rande des Tuz Khurmatu umzingelt haben.

-Er sagte weiter, dass kurdische Soldaten schon fünf Dörfer von Daesh Extremisten befreit haben, und fügte hinzu, dass schwere Schusswechsel zwischen den beiden Seiten noch im Gange ist.

Die türkische Regierung bricht den Waffenstillstand mit der PKK
| 26. Juli 2015 

– Durch Beschuss der Anlage der PKK im Irak und die Verhaftung der Partei Funktionäre in der Türkei hat 24. Juli 2015, die türkische Regierung sowohl Irak angegriffen und die Waffenruhe, die man mit der PKK eingegangen war gebrochen.

– Nichts hat die Regierung Erdoğan Änderungen in der Politik voraussehen lassen. Vor allem bei Parlamentswahlen bekam vor anderthalb Monaten, die Demokratische Partei der Völker (HPD), eine Koalition von 33 Vereine und sieben Parteien einschließlich den kurdischen, haben  13 % der abgegebenen Stimmen bekommen.

– Die türkischen Kurden Formationen, kämpfen  für Gleichberechtigung unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Religion. Ihrer Auffassung nach, der syrische Konflikt ist kein Bürgerkrieg, sondern eine ausländische Aggression an welche die Türkei beteiligt ist.

– Bis 1998, der Präsident und Gründer der PKK, Abdullah Öcalan, war politische Flüchtling in Damaskus. Jedoch, wenn der türkische Präsident Süleyman Demirel mit dem Krieg bedroht hat, Syrien könnte ihn kein Schutz mehr gewährleisten. Öcalan ging nach der Italien und Russland und später nach Kenia, wo er von Israels Mossad entführt und in der Türkei gebracht, wo er zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. (interessant….Wikipedia spricht von türkische Geheimdienst….Anm.d.Ü.)

– Die kurdische Flüchtlinge in Syrien haben im Jahr 2012 die syrische Staatsangehörigkeit erhalten. Die Damaskus-Regierung gab ihnen eine regionale Autonomie zu den Rojava und versorgte ihnen mit Waffen um sich zu verteidigen.

– Nach der Zeitung Hurriyet, Präsident Obama hätte die Türkei autorisiert eine no-fly-Zone in Syrien zu erstellen. Es handelt sich um einer Streifen von 90 Kilometern entlang der türkischen Grenze, der irakisch-Kurdstan (Alliert mit Israel und der Türkei) ermöglichen wurde ein Ausgang zu Mittelmeer zu erhalten. Jedoch wurde diese Ankündigung energisch vom State Department dementiert, und steht sowie so im Widerspruch zu den Statuten der NATO.

Übersetzung: mundderwahrheit

Reuters/Jenevieve RobbinsReuters/Jenevieve Robbins
24.05.15 – USA – RUSSLAND – ‚USA, machen Jagd auf Russen‘: Moskau warnt Bürger über Reisen ins Ausland –

– Laut den jüngsten Äußerungen von Auswärtigen Amt, Russland hat seine Bürger aufgefordert vor der Reise im Ausland alle Risiken zu kalkulieren und sie gewarnt, dass die USA auf die globale Basis „Jagd“ nach russischen Staatsangehörigen macht.

– Russische Staatsbürger im Ausland droht ein sehr „reälles“ Gefahr von US-Strafverfolgungsbehörden und Sonderdienste, verhaftet zu werden, vor allem, wenn Sie Länder bereisen, die Auslieferungsverträge mit Washington haben, so das Ministerium auf seiner Webseite.

– Über ein Dutzend Fälle haben es einfach demonstriert, hat die Anweisung hinzugefügt. „Die US-Behörden machen in die unakzeptabel Praxis weiter, auf Russen, auf der ganzen Welt ‚Jagd‘, un dabei die Normen der internationalen Gesetze ignorieren und die Arme anderer Staaten verdrehen“.

– Amerikanische Streitkräfte haben in der Tat Russen aus anderen Ländern entführt, sagte die Erklärung, unter beruft sich auf den Fall von Roman Seleznyov, der von amerikanischen Agenten auf den Malediven entführt und dann zwangsweise in die USA im Juli 2014 transportiert wurde. Er befinde sich immer noch in Untersuchungshaft und wartet auf seinen Prozess.

-„Durch den Glauben, dass es ihnen erlaubt ist, alles tun, was, sie wollen, Washington geht soweit  unserer Bürgerinnen und Bürger zu entführen“, sagte das Ministerium.

– die von USA in Haft sitzen, werden mit einer präjudiziell Justiz konfrontiert, einschließlich mit  Androhungen wird von ihnen versucht Geständnisse, trotz des Fehlens jeglicher Beweise, zu erzwingen. Wenn auch die US-Behörden nicht um ein Geständnis bekommen, die Gefangenen werden mit sehr lange Gefängnisstrafen bestraft, sagte das Ministerium.

Weiterlesen: Moskau zerreißt die „schändliche Praxis“ der Extradition von russischer Staatsangehörigen in USA

Beispiele für solche Fälle sind Viktor Bout und Konstantin Yaroshenko.

– Die neueste Entwicklung, ein New Yorker Gericht hat sich weigert die Wiederaufnahme des Verfahrens im Fall von Russland Pilot Jaroschenko zu halten, der eine Haftstrafe von 20 Jahren im Jahr 2011 erhielt, weil er angeblich Drogen in die USA zu schmuggeln, verwickelt war. Er wurde in Liberia nach einem Undecovereinsatz verhaftet und in die USA, trotz der Proteste aus Russland und Verletzungen des diplomatischen Codes entführt.

– Inzwischen, wieder im Jahr 2012, das US-Justizministerium hat Russlands Wunsch zur Rückführung des Geschäftsmannes Viktor Bout, der derzeit eine Haftstrafe von 25 Jahren absolviert, abgelehnt.

– Amerikanische Behörden werden beschuldigt Verfahren zu verletzen, und Thailand bestochen und unter Druck gesetzt zu haben, um es zu bewegen Bout auszuhändigen.

– Während des Verfahrens, die Staatsanwaltschaft hat sich stark auf das Zeugnis von undercover-Agenten verlassen, anstatt sich an konkrete materielle Beweise zu halten, wie Bout und Jaroschenko vor Gericht auf unschuldig plädierten.

Weiterlesen: USA lehnt Russlands Auslieferungsantrag für der inhaftierte Geschäftsmann Bou

Kommentar: Man muss nicht Jurist sein,um feststellen, dass auch die Justiz in der USA zu eine Farce mutiert hat. Das kommt auch, weil die Methode wie Richter und Staatsdiener gewählt werden, zu Korruption führt, und um gewählt zu werden, diese Beamten sind gezwungen bestimmen politische Kreise zu dienen.

http://www.presstv.ir/detail/2014/11/16/386214/isil-kidnaps-40-civilians-in-iraq/

17.11.14 – IRAK – ISIS entführt 40 LKW-Fahrer und Unternehmer im Irak –

– ISIS Takfiri Kämpfer haben um die 40 LKW-Fahrer und Geschäftsleute entlang der Schnellstraße die die   westliche Provinz Anbar mit Salahuddin verbindet, entführt, sagen die lokale Quellen.

– Laut einem lokalen Beamten in Anbars Provinzhauptstadt Ramadi, die Entführungen der Männer fand statt, wenn sie auf dem Weg waren die Vorräte für ihre Geschäfte zu kaufen.

– Mitglieder der Terrorgruppe haben die Fahrzeuge in einen Hinterhalt gelockt, kurzerhand zwei der Opfer exekutiert, während den Rest von ihnen entführt wurde.

– Es ist noch unbekannt, was aus den 40 Zivilisten geworden ist.

– Anfang dieser Woche, Berichten zufolge, ISIS Terroristen, nachdem sie einer Ausgangssperre eingeführt haben, haben 50 Menschen von einem sunnitischen Stamm der östlich der nördlichen Stadt Tikrit lebt entführt.

–  Die Provinz Anbar, grenzt mit dem Krieg verwüsteten Syrien und wurde zu einer wichtigen Hochburg der ISIS-Elemente und weiterhin werden durch die Terrorgruppe kontrolliert.

– Die ISIS-Terroristen kontrollieren auch große Flächen von Syrien. 

– Sie haben schreckliche Gewaltakte gegen irakische Gemeinschaften wie Schiiten, Sunniten, Kurden und Christen begangen, einschließlich öffentliche Enthauptung und Kreuzigungen durchgeführt.

– Die irakische Armee ist es bisher gelungen, im Kampf gegen die ISIS-Militanten, zahlreiche Gewinne zu erzielen, und verspricht den Kampf gegen die Extremisten Gruppe weiter zu führen.

 

FRANKREICH – ALGERIEN – Die Entführung von Pierre Hervé Gourdel wurde vom französischen Geheimdienst organisiert von Fella Hamici –

Ali Zaoui, ehemaliger Militär, Experte in Sicherheitsfragen und im Kampf gegen den Terrorismus, glaubt nicht der von den französischen Behörden gegebenen Version über die Entführung des französischen Touristen in Algerien. In einem Interview mit Le Temps d‘ Algérie sagte er, dass die Entführung von dem französischen Staatsbürger Pierre Hervé Gourdel in Buira von Grund auf durch die französischen Geheimdienste organisiert wurde, um Algerien in den Kampf gegen Daesch zu verwickeln.

| Algier (Algerien) | 27. September 2014
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Ali Zaui

Le Temps d’Algérie: Welche Analyse haben Sie von der Entführung des französischen Staatsbürgers Pierre Hervé Gourdel in Buira?

Ali Zaui: Für mich ist diese Entführung vom französischen Geheimdienst vollkommen montiert. Frankreich will Algerien zwingen, in der Region und insbesondere in Libyen militärisch einzugreifen. Dies ist das gleiche Szenario wie mit Pierre Camatt. Man erinnert sich noch an seinen Fall.

Die Franzosen wollen die Schlinge um Algerien festziehen und es zwingen, in diesen Konflikten einzugreifen, vor allem nach der Schaffung der Koalition gegen den islamischen Staat [EI; IS] und der Beteiligung von 10 arabischen Ländern, wie von Präsident Barack Obama erklärt wurde. Algerien ist eine regionale Macht die nicht unterschätzt werden darf.

Frankreich sowie andere Länder brauchen diese Kraft als Hilfe zur Bekämpfung des Terrorismus, den sie sogar unterstützt und finanziert haben. Während eines der bleibenden Prinzipien des Landes ist, sich nie in die inneren Angelegenheiten von Ländern einzumischen und noch weiter davon entfernt, seine Armee außerhalb seiner Grenzen einzusetzen.

Le Temps d’Algérie: Warum denken Sie, dass diese Entführung ein von den genannten Parteien montiertes Szenario ist? Haben Sie Beweise?

Ali Zaoui: Alle Indizien zeigen, dass diese Entführung, wenn auch von der Gruppe «Djund al Khilafa» beansprucht, bereits geplant war. Wie kommt es, dass Pierre Hervé Gourdel am nächsten Morgen nach seiner Ankunft in Algerien entführt wurde?

Warum hat er sich nicht den Sicherheitsbedingungen unterordnet? Der französische Staatsbürger machte eine Wanderung in dieser für ihre Unsicherheit bekannten Zone. Warum hat er diesen Ort gewählt? Der Entführte hatte ein Häuschen im Namen seines algerischen Freundes gemietet um zu vermeiden, dass er durch die algerischen Sicherheitskräfte identifiziert werden könnte.

Und dann, in seinem letzten Tweet, können Sie lesen „Wann ich aus Algerien zurückkomme, nach dem ersten Oktober, wenn ich zurückkomme“. Dies bedeutet, dass er sicherlich beabsichtigte, eine präzise Mission in Algerien zu führen. Die ersten beiden französischen in Algerien entführten Staatsbürger wurden bereits als französische Spionage-Agenten identifiziert. Für mich besteht kein Zweifel. Gourdel wäre ein guter schlauer französischer Agent.

Le Temps d’Algérie: Aber die so genannte Gruppe „Djund el Khilafa“ behauptet diese Entführung…

Ali Zaui: Die aktive Terrorgruppe in dieser Region mit dem Namen «Djund el Khilafa „, die der Terrororganisation Daech vor ein paar Tagen Treue geschworen hat, besteht aus zwölf Mitgliedern. Es könnte wahr sein, dass sie den Franzosen entführen hätten können.

Der Anführer dieser Gruppe mit dem Namen Djamel Aissaui (Abu Djahada), suchte durch diese Tat einen neuen Medien-Trick. Aber ich denke, dass diese Entführung eine reine Medien-Propaganda in der Region und auf internationaler Ebene ist. Die Medien dienen als ein Bindestrich zwischen «Djund el Khilafa» und Daesch. In Wirklichkeit hat diese Terrorgruppe keinen direkten Kontakt mit dieser Organisation und nutzt die Medien zur Erreichung dieses Ziels.

Diese Dissidenzen sind, im Wesentlichen, nur ein Krieg für die Führung zwischen ihnen. Der Zweck einer solchen Mitteilung soll ihnen die größte Anzahl von Jugendlichen bringen, damit sie sich in ihren Reihen einschreiben. Aber man soll nicht den Willen der Nationalen Patriotischen Armee (ANP) vergessen, die unermüdlich gegen den Terrorismus und seine Finanzierung kämpft. Ob es die AQMI oder „Djund el Khilafa“ ist, es sind nur Namen, die sich ändern, aber die Bestimmung der Armee bleibt die gleiche.

Le Temps d’Algérie : Glauben Sie, dass die Sicherheitsdienste in der Lage wären, ihn zu retten?

Ali Zaoui: Der PNA ist in der Lage die Integrität des Territoriums, des Volkes und der ausländischer Staatsangehöriger in Algerien zu verteidigen und zu schützen. Die gestern durchgeführte Such-Operation wird Erfolg haben. Die Sicherheitsdienste haben in diesem Bereich Erfahrung erworben. Das von dieser terroristischen Gruppe fixierte 24-Stunden-Ultimatum gestern durch die Stimme des Entführten per Video Sendung, sollte für die PNA kein Hindernis in der Forschung sein.

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Le Temps (Algerien)

VIDEO auf – http://www.presstv.ir/detail/2014/09/17/379051/israeli-troops-kidnap-six-palestinians/

18.09.14 – ISRAEL – AL KHALIL – israelische Armee entführt 6 Palästinenser, davon 2 Kinder – PressTV – 18.09.14 –

– In einer Serie von Razzien in den besetzten palästinensischen Gebieten, israelische Truppen haben mindestens sechs Menschen, darunter zwei Kinder entführt.

Palästinensische Quellen sagen, vier Palästinenser wurden entführt, nachdem Soldaten ihre Häuser in al-Khalil (Hebron) überfielen und plünderten.

– Lokale palästinensische Beamte sagen, ein ehemaliger politischer Gefangener, sollte dabei gewesen sein. Anwohner sagen, sie wurden an einen unbekannten Ort gebracht. (Die lupenreine Demokratie.10 Geboten…töten, klauen, verletzen, erpressen, demütigen, lügen…Anm.d.Ü.).

– Die Razzien waren Teil einer laufenden israelischen Militärkampagne in der instabilen Region.

– Unterdessen wurden zwei weitere Palästinenser in einer Stadt im Norden von Al-Quds (Jerusalem) entführt und in einer israelischen Militärbasis für Verhör gebracht.

– Die Entführungen kommen, drei Wochen nach dem einer Waffenruhe zwischen der israelischen Regierung und der palästinensischen Widerstandsbewegung Hamas, im Gaza-Streifen, um eine 50-Tage-Krieg zu beenden, in Kraft trat.

– Mehr als 2.100 Palästinenser, vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen, wurden in der israelischen Angriffe auf den Gazastreifen getötet. Rund 11.000 Menschen wurden verletzt.

– Etwa 2.000 Palästinenser wurden in den letzten drei Monaten festgenommen.

– Das palästinensische Ministerium für Gefangene, sagt Tel Aviv hält Identifikationsinformationen von Gaza Häftlinge zurück. Das Ministerium hat auch wachsende Besorgnis zum Ausdruck gebracht, dass einige der Häftlinge hingerichtet worden sind.

– Mehrere internationale Gremien und Menschenrechtsorganisationen haben Israel zunehmende von Festnahme und Verwendung sogenannten Verwaltungshaft verurteilt – eine Form der Inhaftierung ohne Prozess und ohne Anklage, die Israel erlaubt,  Palästinensern bis zu sechs Monate zu inhaftieren.

 

 

 

– Mossad-Chef sagte Entführung der Jugendlichen voraus
von Gerhard Wisnewski –

– Nichts gegen den Mossad – der versteht sein Handwerk. Sogar so gut, dass er die Entführung der drei Jugendlichen vom 12. Juni 2014 schon eine Woche vorher voraussagte. Beim Streit um ein neues Sicherheitsgesetz fragte Mossad-Chef Pardo: Was wäre, »wenn in einer Woche drei 14-jährige Mädchen aus einer der Siedlungen entführt werden?« Volltreffer: Denn genau eine Woche später wurden tatsächlich drei israelische Jugendliche entführt. Zufall? Oder hat der Mossad die Entführung selber inszeniert?
Voltaire Netzwerk | 8. Juli 2014

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– Es ist ja schließlich zu merkwürdig: »Jedes Mal, wenn sich die israelische Regierung festgefahren hat, springen ihr ihre Feinde bei, um sie zu retten«, wundert sich Kevin Barrett von der amerikanischen Militär-Seite Veterans Today. »Das Muster ist unverkennbar: Die USA üben Druck auf Israel aus, Siedlungen aufzugeben oder den Bau weiterer Siedlungen zu stoppen… und plötzlich geht eine Selbstmordbombe hoch.

– Die internationale Gemeinschaft hat Israel mit dem Rücken zur Wand, und schon explodiert eine weitere Bombe. Argentiniens jüdische Gemeinde wird anti-zionistisch – und die israelische Botschaft und das Jüdische Gemeindezentrum in Buenos Aires fliegen in die Luft.« Und nun, da die ganze Welt der frisch versöhnten palästinensischen Koalitionsregierung aus Hamas und Fatah applaudiere, drehe Israel total durch; plötzlich würden drei israelische Jugendliche entführt und Israel beginne eine brutale Razzia auf der Westbank.

– Wie vom Erdboden verschluckt –

– Was ganz so klingt, als wäre Israel selbst in die angebliche Entführung der Jugendlichen verstrickt – aber das ist natürlich nur eine »Verschwörungstheorie«. Das heißt: Ein bisschen merkwürdig war sie schon, diese Entführung, oder? Selbst manchen Mainstreammedien fiel auf, dass zunächst nicht einmal klar war, um was für Jugendliche es nun eigentlich ging: »Talmud-Schüler«, »Religions-Studenten« oder vielleicht »Siedler-Kinder«? Oder alles zusammen? Darüber hinaus gab es weder eine Lösegeldforderung noch ein Bekennerschreiben. Die Jugendlichen waren einfach wie vom Erdboden verschluckt.

– Viel mehr als die Behauptung, dass sie entführt worden seien, gab es nicht. Aber stimmte das überhaupt? Und warum ließen die Entführer einfach nichts von sich hören? Und wenn sie nichts von sich hören ließen – welchem Zweck diente das Kidnapping dann überhaupt? Wurde es »einfach so« durchgeführt, um mal wieder jemanden umzubringen? Spiegel Online bemängelte, dass überhaupt nicht klar sei, wer die drei entführt habe; dass die Hamas dahinter stecke, dafür fehlten »konkrete Beweise«. Später lehnte die Hamas sogar jede Verantwortung für die Entführung ab.

– Auch für unsere Mainstreammedien war klar, dass »die Entwicklungen« dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu »politisch geradewegs in die Hände« spielten, so die taz. Die »Entführung der Studenten kam Israel gelegen«, zitierte auch der Zürcher Tagesanzeiger einen Experten: »Die Entführung der drei Jugendlichen sei für Israel zum richtigen Zeitpunkt gekommen, sagt der Nahost-Experte Pascal de Crousaz. Und sie sei nicht im Interesse der Hamas gewesen.« Selbst der Deutschlandfunk nahm den israelischen Botschafter in die Zange und fragte: »Man hat keine Beweise, hat offenbar keine eindeutigen Hinweise, und jetzt steht schon fest, dass es die Hamas war?«

– Eine erstaunlich genaue Prophezeiung –

– Tatsächlich kam die Entführung und Ermordung der drei Jugendlichen den Hardlinern in der israelischen Regierung gerade recht, um die neue Koalitionsregierung der Palästinenser zu kompromittieren. Just zu diesem Zeitpunkt tobte aber auch der Streit um ein Sicherheitsgesetz, das den Austausch von Terroristen verbieten soll, die wegen Mordes verurteilt wurden. Die so genannten Sicherheitsbehörden waren gegen das Gesetz.

– Glaubt man der israelischen Zeitung Ha’aretz, kam es am 5. Juni 2014 zu einer denkwürdigen Sitzung des Sicherheitskabinetts. Dabei versuchte Mossad-Chef Tamir Pardo »die Minister zu überzeugen, das Gesetz nicht zu verabschieden, denn es würde den Handlungsspielraum der Regierung bei zukünftigen Entführungen einschränken«. Als Beispiel erwähnte Pardo die Entführung der 200 Schulmädchen durch Boko Haram in Nigeria. Außerdem entwarf Mossad-Chef Pardo bei dieser Gelegenheit »ein Szenario, das dem Kidnapping der drei israelischen Teenager gespenstisch ähnlich war«, so die israelische Zeitung. »Was werden Sie tun«, fragte der Geheimdienstmann demnach den Wirtschaftsminister Naftali Bennett, »wenn in einer Woche drei 14-jährige Mädchen aus einer der Siedlungen entführt werden? Wollen Sie sagen, es gibt da ein Gesetz, nach dem wir keine Terroristen freilassen dürfen?« Eine erstaunlich genaue Prophezeiung. »Tamir Pardo hat gerade einen Platz in der Ruhmeshalle der False-Flag-Hellseher gewonnen«, spottete Veterans Today.

– Die Lizenz zum Lügen –

– Rechnen wir einmal nach: Die genannte Sitzung des Sicherheitskabinetts fand am 5. Juni statt, wobei Mossad-Chef Pardo die erwähnte Entführung in einer Woche »in Aussicht stellte«. Am 8. Juni wurde das Gesetz gegen den Willen des Geheimdienstes im Kabinett verabschiedet, und am 12. Juni wurde die Entführung der drei Jugendlichen gemeldet. Also auf den Tag genau eine Woche nach Pardos Warnung.

– Nicht nur eingefleischte »Verschwörungstheoretiker«, die wieder einmal das Gras wachsen hörten, schöpften Verdacht: »Leitende Beamte der Vereinten Nationen und der Palästinenserbehörde legten nahe, dass Israel die Geschichte der drei von der Hamas entführten Jugendlichen – Eyal Yifrach, Gilad Shaar und Naftali Frenkel – fabriziert haben könnte«, schrieb Israel Today noch am 18. Juni 2014. Und der bekannte israelische Satiriker Gilad Atzmon erklärte am 19. Juni: »Es gibt keine eindeutigen Belege, dass die drei israelischen Siedler entführt wurden. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Analytiker glauben, dass diese jüngste Affäre eine weitere False-Flag-Operation der Israelis sein könnte. Man denke an das Mossad-Motto ›Mithilfe der Täuschung‹. Während wir die verfügbaren Beweise analysieren, stellen wir fest, dass die ›Entführung‹ Israel eine Gelegenheit bietet, hart gegen die palästinensische Führung und Zivilisten loszuschlagen.« Kurz: Die Geschichte von dem Kidnapping kam nicht wirklich gut an – nicht einmal bei den Mainstreammedien. Je mehr die Zweifel wuchsen, desto mehr gerieten die Israelis in Beweisnot.

– Doch da, am 30. Juni 2014, wurden die Teenager plötzlich tot aufgefunden. Und wer hat die Jugendlichen demnach umgebracht? Etwa auch der Mossad? Nicht unbedingt. Denn Kritiker zweifeln überhaupt an der Entführung. Vielleicht reichte dem israelischen Geheimdienst auch ein bloßes Medienereignis – sprich: eine Inszenierung. Beobachter wiesen auf fehlende Tränen und angeblich leere Bahren bei der Trauerfeier hin und vermuteten »Krisendarsteller« am Werk.

– Laut israelischer Armee soll zwar sowohl der Wagen der Entführer als auch Blut und Patronenhülsen auf dessen Sitzen gefunden worden sein. Allerdings hat jedes Militär der Welt nun mal nicht nur die Lizenz zum Töten, sondern auch zum Lügen. Am Tag nach dem Leichenfund, am 1. Juli, präsentierten die Behörden einen weiteren Beweis: Einen Mitschnitt eines mutmaßlichen Notrufs der Jugendlichen, der bisher nur »auf tragische Weise verschlampt« worden sei, so The Jewish Daily Forward: »Sie haben mich entführt«, soll einer der Teenager am Handy gesagt haben. Dann Schreie und Schläge; anschließend gedämpfte Schüsse. Danach hörte man nur noch das Autoradio dudeln. Klingt ja auch echt – oder vielleicht nicht?

– Wie man’s nimmt: Der Anruf habe keine Konsequenzen nach sich gezogen, weil selbst die Telefonisten der Polizei an einen Schwindel geglaubt hätten, so der Jewish Daily. Oder wie es ein Kommentator auf dem Internetportal des Jewish Daily ausdrückte: »Bei verdächtigen Anrufen sollte man sich zuerst mal das Protokoll ansehen und dann jeden über zwölf Jahre streng bestrafen, der sich einen Scherzanruf bei den Sicherheitsbehörden erlaubt.«

Gerhard Wisnewski

Quelle : „Mossad-Chef sagte Entführung der Jugendlichen voraus“, von Gerhard Wisnewski, Voltaire Netzwerk, 8. Juli 2014, http://www.voltairenet.org/article184741.html

10.07.14 – RUSSLAND – USA – Russland MP wirft USA die Entführung seines Sohnes auf den Malediven vor –

– Ein russischer Gesetzgeber beschuldigte die Vereinigten Staaten seines Sohnes aus den Malediven über gefälschte Cyber-Betrug Anschuldigungen, entführt zu haben.

– Valery Seleznyov sagte am Mittwoch, dass Washington eine Operation vorbereitet, um ihn als Köder in einem Swap-Geschäft für den ehemalige US Intelligenz-Auftragnehmer Edward Snowden zu bieten.

– „Für alle was ich weiß sie können ein Lösegeld morgen verlangen, oder versuchen, ihn mit Snowden oder jemand andere zu tauschen. Man kann nur mutmaßen“, sagte er.

– Der dreißigjährigen Roman Seleznyov wurde verhaftet, als er dabei war, an Bord einen Flug nach Moskau zu nehmen.

– Er wurde dann von US-Geheimdienstler gezwungen, an Bord ein Privatflugzeug nach Guam zu steigen.

– Russland hat seine Festnahme als „eine de-Facto-Entführung“ genannt, und kritisiert.

– Des russischen Außenministeriums sagte, sie halten die Entführung als dem „neuen feindlichen Vorstoß Washington“ gegen Russland, und beschuldigt die USA die richtige Prozedur im Umgang mit ausländischem Verdächtige-Staatsangehörigen zu ignorieren.

– Die russische MP sagte auch, dass sein Sohn kaum Computerkenntnisse hat und konnte an keiner Art von hacking beteiligt zu sein.

– Unterdessen beantragte Snowden formell nach Ende Juli, wenn seine einjährige Asylstatus abläuft, in Russland zu bleiben.