Mit ‘Assange’ getaggte Beiträge

Do 25. August 2016 07.18 Uhr
US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten Hillary Clinton spricht bei einer Kundgebung an John Marshall Schule am 17. August 2016 in Cleveland, Ohio, zu Anhängern. (AFP Foto)
US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten Hillary Clinton spricht bei einer Kundgebung an John Marshall Schule am 17. August 2016 in Cleveland, Ohio zu Anhängern. (AFP Foto)

28.08.16 – USA – Wikileaks plant mehr Material über Clinton zu publizieren: Assange

-Der Gründer der Whistleblowing-Website Wikileaks sagt, dass seine Organisation plant, über die Kampagne der US-Demokratischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton mehr Informationen zu veröffentlichen.

-Auf die Frage, ob die Daten ein Spiel Wechsel in der 8. November Präsidentschaftswahlen bringen könnte, Julian Assange sagte Fox News  am Mittwoch: „Ich denke, es ist bedeutsam. Wissen Sie, es hängt davon ab, wie in der Öffentlichkeit und in den Medien.wirkt“.

-Er spracht aus der ecuadorianischen Botschaft in London, wo er seit mehrere Jahre lebt..

-Im Juli veröffentlichte Wikileaks gehackten Dateien, zeigen, dass die Democratic National Committee (DNC) begünstigte Clinton über ihren primären Herausforderer und Anti-Establishment-Kandidaten, Bernie Sanders.

-Die Veröffentlichung, während der Democratic National Convention, wo Clinton offiziell die Partei als Präsidentschafts-Kandidaten benannt wurde, hat die Ausschuss Vorsitzende Debbie Wasserman Schultz  veranlasst, zurückzutreten.

-„Ich will nicht alles ausplaudern, aber es gibt eine Vielzahl von Dokumenten aus verschiedenen Arten von Institutionen, die mit der Wahlkampagne verbunden sind, einige sogar aus unerwarteten Winkeln, einige ganz interessant, manche sogar unterhaltsam“, sagte Assange, wenn er gefragt wurde, wie die nächste Enthüllung mit den von WikiLeaks im Juli veröffentlicht vergleichen werden.

eine Videokonferenz von WikiLeaks-Gründer Julian Assange am International Center for Advanced Communication Studies für Lateinamerika (CIESPAL) Auditorium in Quito am Juni Menschen besuchen 23, 2016. (AFP Foto)

-WikiLeaks veröffentlicht Material stammt vor allem von Regierungquellen. Assange steht auch unter Untersuchung in den USA, seit seiner Website im Jahr 2010 geheime US-Militär und diplomatischen Dokumente veröffentlicht hat.

-Er lebt seit 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London und hat politisches Asyl aus dem südamerikanischen Land, nachdem er einen Rechtsstreit gegen die Auslieferung nach Schweden verloren hatte, wo er Anschuldigungen sexueller Nötigung ausgesetzt ist, erhalten.

-Es wird angenommen, dass Assanges Auslieferung ist eine Abdeckung um ihn in die USA zu liefern, wo er über die Freisetzung von Tausenden von klassifizierten US-Dokumente über die Kriege im Irak und in Afghanistan auf seine Whistleblower-Webseite gesucht wird.

 


Margarita Simonyan, Chefredakteurin von RT International, in einem Blogbeitrag zu ihrem kürzlichen Treffen mit Julian Assange und dem endlosen Medienkrieg gegen RT.

Assange Interview Krieg gegen RT

Archivbild Juli 2013 – Quelle: Ruptly

– Als ich letzte Woche in London war, besuchte ich Julian Assange in der Ecuadorianischen Botschaft. Wir sprachen natürlich vertraulich, deshalb werde ich nicht zu viel ausplaudern, sondern nur das schreiben, was Julian unbedingt veröffentlichen möchte, bevor es zu spät ist.

– Julian erzählte mir gleich zu Beginn des Treffens eine aufschlussreiche Geschichte über einen kurdischen Fernsehsender, der in Dänemark geschlossen wurde. Auf diese Geschichte, wie auf so viele andere – von diplomatischen Depeschen mit undiplomatischen Kommentaren zu hunderten nicht untersuchten Kriegsverbrechen im Irak – wurde er aufmerksam durch ein geleaktes Kryptogramm.

– Etwas ist faul im Staate Dänemark…

– Es war einmal ein Kurdisches TV-Netzwerk in Dänemark. Es könnte genauso gut irgendwo anders gewesen sein, aber an die besseren Märkte kam der Kanal nicht heran. Der Sender, Roj TV, hatte türkische Kurden als Zielgruppe und machte die türkischen Behörden sehr wütend.

– Die türkischen Behörden drängten ihren NATO-Partner Dänemark den Sender unter einem plausiblem Vorwand zu schließen. Aber Dänemark zögerte, nach mehrfachen Durchsuchungen wurde keinerlei Terror-Propaganda gefunden und es gab keine rechtlich plausible Begründung für eine Schließung. So verweigerte man zunächst der Türkei ihren Wunsch nach Schließung des Kanals – Dänemark sei schließlich eine Demokratie.

– Doch die “Demokratie” konnte sich nicht lange behaupten. Nur so lange, bis der Premierminister Anders Fogh Rasmussen beschloss Generalsekretär der NATO zu werden. Da aber intervenierte die Türkei und blockierte seine Kandidatur! Genau, wegen des kurdischen Senders bei dem Dänemark so stur war. Also kamen die hohen Repräsentanten des Landes zusammen und einigten sich darauf,  dass das Verbot des kurdischen Senders als Preis nicht zu hoch war – für eine so hohe Position bei einer so wichtigen Organisation wie der NATO.

WikiLeaks hat in diesem Zusammenhang eine Depesche veröffentlicht, in der US Präsident Obama persönlich seine Verbündeten drängt, sich etwas zu überlegen, um den Fall „kreativ“ zu lösen, so dass die zivilisierten Nationen nicht angeklagt werden die Redefreiheit zu unterdrücken. Und das taten sie. Pfeif doch auf die Demokratie.

Assange: „Sie werden versuchen euch auszuschalten“ – exklusives Treffen mit Julian Assange und der endlose „Krieg gegen RT“

– „Das Gleiche kommt auf euch auch zu,“ sagte Julian zu mir. Leider habe ich wenig Zweifel, dass er Recht hat.

– Kaum war ich aus London zurück, als das US-Repräsentantenhaus mit überwältigender Mehrheit eine Resolution verabschiedet hatte, die unter anderem US-Beamte in Europa dazu aufruft, „den politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Einfluss von Russland und aus Russland finanzierte Medien einzuschätzen und mit den Gastgeber-Regierungen geeignete Antworten zu koordinieren.“

– In anderen Worten, die US-Regierung würde Europa unter Druck setzen uns dort rauszuschmeißen. Und das passiert schon. Im letzten Jahr wurden wir Zeuge von einigen nicht besonders angenehmen Trends.

1. Druck auf unsere Angestellten

– Der Chefredakteur von Radio Free Europe/Radio Liberty schreibt, dass „junge Journalisten merken, dass eine kurze Zeit bei RT ein Hindernis ist, woanders einen Job zu bekommen.“ Und er ist mit seiner Meinung nicht allein. Manchmal schlagen diese Geschichten hohe Wellen (siehe Liz Wahl und TruthDig), manchmal bringt der Druck die Leute dazu still zu kündigen. Oft genug bringt es jedoch Empörung mit sich und den Wunsch, zurückzukämpfen und noch härter zur Verteidung seiner Wahrheit zu arbeiten.

2. Horden westlicher Medienkanäle versuchen unsere Arbeit zu diskreditieren.

– Im Laufe weniger Wochen hat allein der Guardian ein halbes Duzend Artikel über RT veröffentlicht, die alle so zusammengefasst werden können:

„Warum vergiftet Putins Propaganda die unwissenden Geister auf der groß(artig)en Britischen Insel?“

– Ich kann mich an keinen bekannten westlichen Nachrichtensender erinnern, der keine selbstgerechte Moralpredigt gegen RT veröffentlicht hat. [RT Deutsch ging es da auch nicht anders].

– Die CNN hatte die RT Korrespondentin Anissa Naouai eingeladen „über die Ukraine zu sprechen.“ Am Ende ging es weniger über die Lage in der Ukraine, als über RT und wie schrecklich und abstoßend propagandistisch es ist. Aber Anissa ist sehr schlagfertig und läßt sich nicht aufs Glatteis führen, deshalb wurden ihre besten Antworten und Gegenfragen auch herausgeschnitten.

– Unsere staatliche Finanzierung macht uns zu „Regierungspropaganda,“ während andere staatlich finanzierten Medien wie Deutsche Welle, France 24 und sogar Al Jazeera im „freien Europa“ frei senden können, ohne dass ständig mit dem Finger drauf gezeigt wird oder die immer gleichen Anschuldigungen permanent wiederholt werden.

Dabei wird bei den Zahlen der Finanzierung kräftig übertrieben. Der Guardian hat sogar die russischen Medienexpertinnen Pussy Riot zitiert, die über Nacht unser Budget verdreifacht haben.

3. Ausdrückliche Drohungen die Sendelizenz zu entziehen

– In der jüngsten Vergangenheit gab es neun Warnungen von Ofcom, der britischen Medienaufsicht. Sie mögen uns nicht. Es wäre verständlich, wenn sie glatte Lügen, faktische Fehler oder andere Mängel gefunden hätten. Haben sie aber nicht. Brauchen sie auch nicht. Es reicht ihnen zu denken, dass wir voreingenommen wären, wie bei dem einen Bericht über die Ukraine, in dem wir kein Mitglied der Interimsregierung interviewt hatten oder als wir über Libyen berichteten ohne die Argumente der NATO darzustellen.

4. Druck auf unabhängige Experten, die bei RT auftreten

– Mein Freund Stephen Cohen, ein kluger und gebildeter amerikanischer Gelehrter und Experte zu Russland, der auch mit Michael Gorbatschow befreundet ist, sagte mir, er hätte selbst im Kalten Krieg nicht solchen Druck erlebt. Immer wenn er bei RT auftritt oder sich dem Chor der Mainstreammedien gegen uns nicht anschließt, wird er sofort von den anderen Medien angegriffen. Das passiert leider sehr oft.

– Ficht uns das an? Natürlich tut es das. Ich glaube, dass viele Angestellte von RT es leid sind, ständig mit irgendwem kämpfen zu müssen. Es ist ermüdend, immer wieder gefragt zu werden, „Wie oft ruft Putin bei Dir an?“ oder bei Interviews die Worte im Mund verdreht zu bekommen.

– Ich persönlich hasse Kämpfe, egal ob mit dem Nachbarn oder mit internationalen Medien. Es macht keinen Spaß, motiviert mich nicht, macht mich nicht stärker. Es nervt nur und lenkt mich von wichtigen Dingen ab. Oft möchte ich zur Seite gehen und mein normales Leben leben, mit meinen zwei süßen Kindern, einen netten Blog schreiben über Liebe und den Sommer und Kuchen backen.
Und dann erinnert mich etwas daran, warum ich das hier tue – zum Beispiel letzte Woche, als die ecuadorianische Botschaft nach dem Gespräch mit Julian Assange verließ.

– Man darf sein Mobiltelefon nicht mit in die Botschaft hinein nehmen, deshalb gab ich es beim Pförtner ab. Als ich es wieder abholen wollte, hat der freundliche Mann mit mir geflirtet, dass er es mir nur zurückgibt, wenn ich ihm ein Lächeln schenkte, was ich tat. Er gab mir mein Telefon zurück und fragte, was ich beruflich tat – es ist mit Sicherheit spannend zu wissen, wer Assange besucht.
„Schauen Sie RT? Ich bin die Chefredakteurin des Senders.“

– Sein Gesicht veränderte sich und er stand auf, als wolle er salutieren. „Stimmt das? Wirklich? Das kann nicht wahr sein!“ Ich gab ihm meine Karte als Beweis und er bat mich sie zu signieren, „als Beweis für seine Familie.“ Er erzählte mir, dass seine ganze Familie RT schaue, „weil wir sonst nicht wüßten, was in der Welt passiert, wie all jene Narren, die nur BBC schauen.“

– Warum ich Ihnen das alles sage? Nur dass Sie wissen, dass alle Versuche uns runterzumachen vergeblich sind. Wird nie passieren.

06.08.14 – GROßBRITANNIEN – Assange Überwachung hat fast 12 US$ Millionen gekostet. (gekürzt)

http://on.rt.com/0n8l0o

Julian Assange (Reuters/Andrew zu gewinnen)

– Wie WikiLeaks-Gründer Julian Assange „feiert“ seine 777ten Tag in der ecuadorianischen Botschaft in London. Die Metropolitan Police hat über 11,8 Millionen US$ ausgegeben um der Botschaft kontrollieren.

– Nach den jüngsten WikiLeaks-Aussage, Assange wurde 1.337 Tage ohne Anklage festgehalten, 777 davon in der ecuadorianischen Botschaft in London.

– Laut „govwaste.co.uk“ Rechnung, in der Zwischenzeit, die Aktion für die Absicherung von Assange, hat mehr als 7 Millionen britische Pfund (11,8 Millionen US$) gekostet.

– Polizisten halten seit Juni 2012 von der Botschaft, rund um die Uhr Wache. Die Kosten für die London-Steuerzahler übertreffen $15.000 pro Tag.

– Tag und Nacht, drei Polizisten sind vor der Botschaft stationiert, bereit Assange zu verhaften, wenn er versucht der Botschaft zu verlassen.

Der Rechnung wird wahrscheinlich steigen, da die Ecuadorianische Behörden erklärt haben, dass Assange ist Willkommen, und kann in der Botschaft bleiben, so lange es erforderlich ist.

– Seitdem der Australier Zuflucht in der Botschaft gesucht hat, das Vereinigte Königreich hat sich geweigert, Assange Geleit nach Ecuador bieten.

– BILD –

Polizei Wache vor Unterstützer von WikiLeaks-Gründer Julian Assange, stehen mit Banner vor der ecuadorianischen Botschaft in London am 19. Juni 2014 (AFP Photo/Andrew Cowie)

– Viele kritisierten die Kosten für Großbritanniens Obsession Assange zu überwachen, einschließlich der Londoner Bürgermeister Boris Johnson. „Ist es absolut lächerlich, dass Geld für Frontlinie- Polizeiarbeit ausgegeben werden sollten. Es ist völlig verschwendet“, der Bürgermeister sagte.

– Der Stellvertretender Vorsitzender der Polizei & Crime Committee bei der London Assembly, Baroness Jenny Jones sagte: „Es ist der absolute Wahnsinn… jemand andere muss zahlen, d. h. die schwedischen Behörden, oder wir müssen einfach mit der Bewachung der Botschaft aufhören. Es ist lächerlich“. (Ich denke, die USA müssen zahlen, weil sie scharf auf Assange sind. Anm.d.Ü.).

– Der 42 Jahre alte WikiLeaks-Gründer wird zur Anhörung in Schweden, wegen angeblichen sexuellen Angriffs auf zwei Frauen in Stockholm im Jahr 2010, gesucht. (…und da Schweden auch ein Schoßhund der USA ist, wird man alles tun, um Assange nach den USA zu deportieren. Anm.d.Ü)