Archiv für Juni, 2016

In this photo, taken on March 22, 2016, Udai Faisal, who is suffering acute malnutrition is fed by his mother Intissar Hezzam at al-Sabeen Maternity and Child Hospital in Sana’a, Yemen. (By AP)
Auf diesem Foto aufgenommen am 22. März 2016, Udai Faisal, der unter  akuten Mangelernährung leidet, wird von seiner Mutter Intissar Hezzam bei al-Sabeen Mutter- und Kind-Spital in Sana’a, Jemen, gespeist. (Mit AP)

29.06.16 – JEMEN – Falludscha lässt grüssen – Frauen erleiden Totgeburten, und Geburtsschäden steigen: Sanitäter

-Jemenitische Ärzte und medizinischen Beamten haben über die Auswirkungen der saudischen Krieg gewarnt, und sagen, dass sie einen dramatischen Anstieg der Zahl der Totgeburten und Neugeborene mit angeborenen Defekten festgestellt haben.

-Der Direktor der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie am al-Sabeen Mutter- und Kind-Spital in Sana’a, der sich selbst nur als Jamila identifiziert, sagte, die Zahl der Frühgeburten und Missbildungen sind exponentiell in den letzten vier Monaten, gestiegen.

-Der Stand beläuft sich nun auf zwei Fälle pro Tag, der arabischen Dienst der Deutche Welle hat sie auch zitiert, und sagte, dass in einigen Fällen, Babys wurden sogar ohne Kopf oder mit Gelenkkontrakturen geboren worden.

-MD-Wafa al-Mamari, ein Geburtshelfer am al-Rahma Hospital in nördlichen Sana’a, sagte, dass Operationen und Kaiserschnitt wurden in ihrer medizinischen Einrichtung unter erschreckenden Bedingungen durchgeführt. Wir waren gezwungen verstorbene oder deformierte Föten aus der Gebärmutter der Schwangeren zu entfernen, und die Zahl steigt weiter.

-„Fötale Fehlbildungen können aus verschiedenen Gründen, einschließlich Mütter Krankheiten und anschließende Virusinfektion der Fraktion bzw. schlechte Ernährung auftreten“, sagte sie.

„Das merkwürdige,“ sagte sie, „ist, dass die Rate der Missbildungen gewachsen ist und Ärzte sich die Ursachen nicht erklären können, was bedeutet, dass das Phänomen aus Kriegsgründe zurückzuführen sein könnten, angesichts der Tatsache, dass ein großer Teil der Frauen mit missgestalteten Föten stammte aus bombardierten Gebiete in den Provinzen Sa’adah, Sana’a, Ta’izz und Hudaydah“. (wenn jemenitische Ärzte die Berichte von Dr.Busby gelesen hätten, wusste sie, dass in Jemen abgereicherten Uran-Munition und wer weiß was noch, verwendet wurden….diese Kriminelle probieren neue Waffen, wie schon Israel in Gaza getan hat. Anm.d.Ü.).

Jamie McGoldrick, dem residierenden Koordinator der Vereinten Nationen im Jemen, inspiziert Schaden in einem Krankenhaus in Jemens südwestlichen Stadt Ta’izz, 21. Januar 2016. (Foto: Reuters)

-MD-Ahmed al-Haidari, Dozent und Forscher an der Ta’izz Universität, sagte, dass International verboten Munition mit Chemikalien versehen, wurden in Jemen verwendet und die Jemeniten unmittelbar und langfristig werden damit betroffen werden..

-Er fordert eine internationale Untersuchung der Saudi Arabien Nutzung von nicht konventionellen Waffen gegen Jemen….es wird nicht geschehen weil die Länder, die die Untersuchung führen sollten, haben selbst diese Waffen in Serbien 1990, in Libyen, in Afghanistan und Irak benutzt und erlaubt Israel es in Gaza zu verwenden…Anm.d.Ü.

-Mehr als 9.400 Menschen wurden getötet und mindestens 16.000 seit Beginn der Aggression verletzt.

-Die saudischen Streiks haben auch schwer Einrichtungen und Infrastruktur viele Krankenhäuser, Schulen und Fabriken des Landes zerstört. Sie haben auch 2,8 Millionen Menschen aus ihren Häusern vertrieben.

-Nach der Vereinten Nationen (UNO), mehr als 80 Prozent der Bevölkerung braucht dringend Nahrung, Wasser und andere humanitäre Hilfe.

-Human Rights Watch (HR) forderte Saudi-Arabien die Verwendung von verbotenen Streubomben, die nicht explodierte Munition  hinterlassen und Zivilisten gefährden zu stoppen.

-Am 6. Mai, Steve Goose, Arme Director bei HRW und Vorsitzende der Cluster Munition Coalition, eine internationale Koalition von Gruppen die arbeiten um Streumunition zu verbieten, forderte Washington zu stoppen diese Munition zu produzieren und sie International zu vertreiben, da sie in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht verboten sind.

Goose sagte Saudi Arabien hat verschiedene US-made Streubomben in Jemen verwendet, inklusive CBU-105 Sensor Fuzed Waffen.

Kommentar: man sollte sich auch die Berichte/Studien über Falludscha/Irak anschauen.Falludscha wurde mit abgereicherten Uran-Munition und Phosphor bombardiert. Die Folgen sind Krebs und Missgeburten. Dr.Chris Busby, Universität Ulster hat Studien darüber geführt. Krebs und Missgeburten werden immer mehr. Mutationen wurden auch festgestellt. In Gaza ist nicht so schlimm, aber Krebsraten stiegen auf + 30%. (Gaza Krieg 2008/2009, Operation gegossenes Blei)
Schauen unter mundderwahrheit – Irak – Falludscha –
Die Berichte sind auch auf Englisch erschienen.

USA – AFGHANISTAN – US-geführten Krieg für Kindermangelernährung verantwortlich – PressTV – 05.01.14 –

– Kommentar: Ich wurde das Buch von Dr. Miraki alle westliche Politiker die die Unverschämtheit haben, die afghanische Invasion „als Demokratie bringenden Wohltat“ noch bezeichnen, das Buch als Pflichtlektüre empfehlen und wenn sie noch keine Schuldgefühle bekommen, dann sie sind reif für den Friedennobelpreis benannt zu werden.
– Wenn noch mehr Informationen über die Folgen der Uran-abgereicherten Waffen haben will, soll in Internet gehen und unter – Dr. Chris Busby, Universität Ulter, die Studie über Falludscha lesen.
Ich habe es auf Deutsch übersetzt…unter mundderwahrheit – Irak – Falludscha….aber ich finde es nicht mehr, leider

Ich habe noch diese Artikel von mir über Afghanistan gefunden

Advertisements
https://deutsch.rt.com/amerika/39193-brasilien-keine-beweise-untersuchungsbericht-entlastet/
 „Keine Beweise“ – Untersuchungsbericht entlastet suspendierte Präsidentin Rousseff

Brasilien: "Keine Beweise" - Untersuchungsbericht entlastet suspendierte Präsidentin Rousseff

Die Vorwürfe, die zur Suspendierung der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff geführt haben, sollen laut einem aktuellen Untersuchungsbericht des Senats keine Beweisgrundlage haben. Doch davon unbeeindruckt hält die neo-liberale und US-nahe Opposition am Fortgang des Amtsenthebungsverfahrens fest.

von Florian Osrainik

Ein für den brasilianischen Senat erstellter 223 Seiten langer Bericht kommt zu dem Ergebnis, dass keine Beweise für die Verschleierung der Staatsfinanzen oder Zahlungsverzögerungen durch die mittlerweile suspendierte brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff vorliegen, berichtet der Nachrichtenkanal teleSUR. Die Opposition hatte Rousseff Bilanztricks im Staatshaushalt vorgeworfen, woraufhin das Abgeordnetenhaus am 17. April 2016 für die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gestimmt hatte.

Rousseffs präsidiale Aufgaben werden seitdem – zunächst für 180 Tage – von ihrem Konkurrenten Michel Temer übernommen. Rousseff beteuert ihre Unschuld und spricht von einem „Putsch“ gegen ihre Regierung. Die Kommission zur Amtsenthebung von Rousseff hat 72 Stunden, um den Report zu analysieren. Im Anschluss daran können die Autoren des Berichts befragt werden. Die Entscheidung über den weiteren Verlauf der Amtsenthebung ist für den 9. August 2016 geplant.

Der am 27.06.2016 bekannt gewordene Bericht könnte Rousseff zwar Aufschwung geben, trotzdem bleibt unklar, welche Auswirkung das Ergebnis auf das Amtsenthebungsverfahren hat. Wie abgehörte Telefonate aus dem Umfeld des Interims-Präsidenten Temer belegen, die von Kreisen der Bundesanwaltschaft an die Öffentlichkeit geleakt wurden, sollte Rousseff durch ein Komplott gestürzt werden.

Brasil Übergangs-Präsident Michel Temer (mitte) bei einem Treffen mit Renan Calheiros (rechts) und Planungsminister Romero Juca (links).

Ziel war, die Korruptionsermittlungen gegen die Opposition – auch gegen Temer selbt – mit einem schnellen Putsch zu verhindern. Interimspräsident Temer, laut WikiLeaks ein ehemaliger US-Informant, soll wiederum zu einem der korruptesten Politiker des Landes zählen und Unterstützung gegen Rousseff „gekauft“ haben, was einige Senatoren dazu brachte, ihren Beistand für Temer zu überdenken.

Laut dem Bericht hat Rousseff drei fragwürdige Haushaltserlasse unterschrieben. Es läge nun beim Senat zu entscheiden, ob es sich dabei um Nachlässigkeit oder ein ernsthaftes Fehlverhalten der Präsidentin handelt, so die Experten. Für Rousseff sind die Vorwürfe bezüglich der Erlasse – es geht nur noch um drei, nicht mehr um sechs – ein weiterer Beweis, um die junge brasilianische Demokratie im Land zu untergraben. Die sogenannten Bilanztricks im Staatshaushalt, deren Rousseff beschuldigt wird, sollen in Brasilien bisher nie wirklich als Delikte betrachtet und von zahlreichen ehemaligen Präsidenten angewandt worden sein.

Nach Angaben lokaler Medien sei allerdings nicht klar, ob der Bericht für Rousseff von Vor- oder Nachteil ist. Ihre Verbündeten sehen den Report als Sieg, ihre Gegner tendierten weiterhin zu einer Amtsenthebung. Sollte es letztlich dazu kommen, dann würde der in der Bevölkerung unbeliebte Temer bis 2018 als nicht gewählter Präsident im Amt bleiben.

 

Palestinians residing in the besieged Gaza Strip wait for travel permits to cross into Egypt through the Rafah border crossing after it was opened for five days by the Egyptian government, June 29, 2016. (AFP photo)
Palästinenser, die ihren Wohnsitz in das belagerte Gazastreifen haben, warten auf Reisemöglichkeiten nach Ägypten in Rafah Grenzübergang, nachdem es für fünf Tage von der ägyptischen Regierung, 29. Juni 2016 eröffnet wurde. (AFP-Foto)

30.06.16 – ÄGYPTEN  öffnet kurz Grenzübergang Rafah….. oder das Martyrium der Gaza Bevölkerung geht unvermindert weiter –

-Ägypten hat vorübergehend seine Grenze mit den belagerten Gaza-Streifen eröffnet, um die Palästinensern die dringenden benötigen zu ermöglichen Gaza zu verlassen oder zu erreichen oder verlassen.

-Ägyptische Behörden haben Gazas Grenzübergang Rafah am Mittwoch geöffnet und bis zum 4. Juli außer am Freitag, den 1. Juli offen zu lassen.

-Rafah wurde vier Tage in der ersten Woche in Juni vor den heiligen Monat Ramadan eröffnet, mehr als 3.000 Menschen haben Gaza für Ägypten in den vier Tagen verlassen. Rafah ist die einzige Transit-Möglichkeit die nicht durch das israelische Regime kontrolliert wird.

-Nach der Hamas Innenministerium mit Sitz in Gaza, der Grenzübergang wurde in 2015 nur 21 Tage eröffnet. Rafah wurde öfter im Jahr 2016 wiedereröffnet.

Das Foto zeigt den Grenzübergang Rafah im südlichen Gazastreifen nach Ägypten für fünf Tage am 29. Juni 2016 eröffnet. (AFP-Foto)

-Gaza wird seit 2007 von der israelischen Regierung blockiert. Die Blockade hat einen Rückgang in der Lebensstandard, beispiellose Arbeitslosigkeit und unerbittlichen Armut verursacht.

-Israel verweigert etwa 1,8 Millionen Menschen in den besetzten palästinensischen Gebieten ihre grundlegenden Rechte, einschließlich angemessener medizinischer Versorgung und Bildung.

-Nach dem Sturz des Landes ersten demokratisch gewählten Präsidenten, Mohamed Morsi,Ägypten hat seine Grenze zu Gaza seit 2013 weitgehend geschlossen, gehalten. (Es scheint, General al Sisi kollaboriert mit Israel sehr um die Gaza Bevölkerung zu drangsalieren. Wie Kevin Barrett behauptet, al Sisi soll eine jüdische Mutter haben: Malikah Titani aus Asefi, Marokko. Anm.d.Ü.)

-Ägypten, sagt, dass die Schließung des Grenzübergangs fortsetzen wird, da es immer noch den Verdacht hat, dass Gaza Hamas Widerstandsbewegung eine Rolle bei der Unterstützung der Kämpfer in Ägyptens flüchtige Sinai Region spielt. Hamas hat bestreitet jede mögliche Miteinbeziehung in der Militanz, und sagt, dass die Regierung von Präsident Abdel Fattah as-Sisi sucht weiterhin seine Verbindungen mit dem israelischen Regime, durch Rafah geschlossen zu halten, zu festigen.

-Ägypten hat auch Hunderte von palästinensischen Versorgung Tunneln, hauptsächlich verwendet um dringend benötigte kommerzielle Güter nach Gaza zu bringen, seit 2013, zerstört

Dienstag, 28. Juni 2016 14:48
Syrian army soldiers patrol in government-controlled Aleppo's al-Khalidiyah area on June 28, 2016. ©AFP
Syrische Soldaten patrouillieren Regierung kontrollierten Aleppo al-Khalidiyah Bereich am 28. Juni 2016. © AFP

30.06.16 – SYRIEN Armee erobert die Kontrolle über 90 % der Mallah Farmen zurück: Bericht –

-Die syrischen Streitkräfte haben es geschafft, die Herrschaft über mehr als 90 Prozent der Mallah Farmen in der Nähe der nordwestlichen Stadt Aleppo wieder zu erlangen, so ein Bericht.

-Die Rückeroberung von fast alle Farmen, die am nordöstlichen Rand von Aleppo liegen, wurde am Dienstag erreicht, so der im Libanon ansässigen al-Mayadeen TV-Sender berichtet.

-Die Gewinne ermöglichen die syrischen Truppen auf der Castello Straße zu schießen, die zu den Militanten-gehaltenen Teile von Aleppo führt, und sie mit dem Rest des krisengeschüttelten arabischen Landes verbindet.

-Unterdessen, Staatsmedien Filmmaterial zeigt wie syrische Armee Panzer und Artillerie die Mallah Farmen beschießen.

-Darüber hinaus, Alexander Kinshchak, der russische Botschafter in Damaskus, sagte die Nachrichtenagentur Interfax, das die syrische Armee jetzt die Kontrolle über etwa die Hälfte von Aleppo hat, während die andere Hälfte im Griff der Militanten bleibt.

Alexander Kinshchak, der russische Botschafter in Damaskus

-Weiter warnte er, dass al-Qaida-linked al-Nusra Front und andere Terroristen versuchen die Front zu durchbrechen und die Regierungstruppen in Aleppo zu umzingeln und deren Versorgungswege zu blockieren.

-Aber Russland hat die syrischen Soldaten in Aleppo geholfen  und verhinderte damit die Umzingelung der Damaskus Kräfte, fügte er hinzu.

-„Wie helfen die Syrer in ihren defensiven Operationen unterstützen, als al-Nusra, Reserven, zusätzliche Truppen und Waffen eingebracht hat. Unsere Flugzeuge versuchen diese Ziele auf Anflugrouten zu zerstören, um das offensive Potenzial der Terroristen zu schwächen“, sagte der russische Gesandte.

-Am Dienstag, syrische Quellen sagten auch, das al Nusra Front und Ahrar al-Sham haben die Ausrüstung eines Kraftwerks in Aleppo gestohlen und in die Türkei gebracht.

Syrische Soldaten patrouillieren Regierung kontrollierten Aleppo al-Khalidiyah Bereich am 28. Juni 2016. © AFP

-In einer anderen Entwicklung am Dienstag, ein Zivilist wurde getötet und vier weitere erlitten Verletzungen bei Terroranschlägen in der Stadt Aleppo.

-Das kam, nachdem Militante Mörsergranaten auf die Nachbarschaften von al-Neil Street, Khalidiyah und Hamidiyah abgefeuert wurden.

 

ft.

| 29. Juni 2016

Die belgische Armee hat die Rolle der Niederlande in der US-Anti-Daesh-Koalition übernommen. Sechs seiner F-16 werden sich an den Bombardierungen in Syrien beteiligen.

Allerdings hat keines der Mitglieder der Anti-Daesh-Koalition eine Erlaubnis von Syrien, um auf dessen Territorium militärisch zu intervenieren. Damaskus notiert genau die von ausländischen Armeen verursachten Zerstörungen, die es regelmäßig an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen schickt, für nachfolgende Kriegsentschädigungen.

Seit einigen Monaten hat Belgien im Westen beispiellose Kenntnisse über dschihadistische Netzwerke erworben. Es konnte auf seinem Boden viele Linien und terroristische Zellen festnehmen und abbauen. Es ist die wichtigste Informationsquelle für andere westliche Polizisten geworden.

Man muss den fundamentalen Widerspruch zwischen dem Ansatz der belgischen Polizei und dem des Außenministeriums feststellen. Es ist nicht sicher, ob Brüssel diese zwei Richtlinien gleichzeitig fortsetzen kann.

Übersetzung
Horst Frohlich

Kinderreporterin: Eine 10-Jährige berichtet mit ihrer Videokamera aus Palästina

Kinderreporterin: Eine 10-Jährige berichtet mit ihrer Videokamera aus Palästina

„Als ein Freund von mir getötet wurde, begann ich zu berichten.“ Janna Jihad spricht mit RT über ihre Arbeit an den Frontlinien des Konfliktes zwischen Israel und Palästina. Das Mädchen begleitet Demonstrationen und Proteste. Ihre Videos und Berichte verbreiten sich viral über Soziale Medien.

| 29. Juni 2016

JPEG - 33.6 kB

Laut der Londoner Presse ist Mohammed Abrini ein Spitzel der britischen Sicherheitsdienste [1].

Die einzige an den Attentaten in Paris (13. November 2015) und in Brüssel (22. März 2016) beteiligte Person, Mohammed Abrini, und als „der Mann mit dem Hut“ bekannt, ist derzeit in Belgien in Haft. Der Staatsanwalt hätte seine Auslieferung nach Frankreich wegen seiner Verbindungen mit den britischen Geheimdiensten nicht gestattet.

Die britische Presse erklärt nicht, ob er für die Polizei oder die Nachrichtendienste arbeitete, und ob er „umgedreht“ oder infiltriert wurde. Diese Informationen stellt auch eine Frage über seinen Bruder, der offiziell in der Levante starb, aber in Wirklichkeit exfiltriert worden wäre.

Übersetzung
Horst Frohlich

A file photo of Turkish President Recep Tayyip Erdogan (by AFP)
Ein Foto der Türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (von AFP

29.06.16 – ISRAEL – TÜRKEI – Türkische Opposition kritisiert Erdogan über Israel und Russland Beziehungen

-Die türkische Opposition hat Präsident Recep Tayyip Erdogan den letzten politischen Manöver, einschließlich die Normalisierung der Beziehungen zu Israel scharf kritisiert.

-Oppositionsparteien haben am Dienstag Recep Tayyip Erdogan gegenseitige Aussöhnung mit Israel kritisiert und Ausdruck des Bedauerns über den Abschuss eines russischen Jets durch die Türkei hervorgebracht, berichtet Hürriyet Daily News.

-Am Montag Israel und der Türkei gaben bekannt, sie wurden nach einer sechsjährigen Bruch, der durch die Tötung der türkischen Aktivisten der Gaza-Grenze durch die israelischen Streitkräfte verursacht wurde, ihre Beziehungen normalisieren.

-Stunden nach der Ankündigung, Moskau, sagte der türkische Staatschef hatte sich „bei russischen Präsidenten Vladimir Putin in einem Brief über den Abschuss eines russischen Flugzeugs nahe der syrischen Grenze im November 2015, entschuldigt.

-Türkei, sagte jedoch später, man hätte sich  „nicht entschuldigt“, was zum Ausdruck gebracht wurde, war Bedauern und Mitgefühl mit der Familie einer der Piloten der Jet, der bei dem Zwischenfall getötet wurde.

 Der Normalisierung-Vereinbarung kritisierend, Kemal Kılıcdaroglu, der Chef der größten Oppositionspartei Republikanische Volkspartei (CHP) fragte, „wie können Sie solch einen Deal unterschreiben?… Sind Sie mit Ihrem Land, Gerechtigkeit oder mit den israelischen Soldaten die türkische Bürger getötet haben?“

-„Türkei wurde von Israel mit einer  Aktion  konfrontiert, die einem Piraten-Staat würdig ist,“ fügte er hinzu, und drückte weiter Staunen über die Annäherung.

-Figen Yuksekdag, Ko-Vorsitzende der Peoples‘ Democratic Party (HDP) sagte auch, dass das wichtigste Element des Abkommens mit Israel war, das Israel „palästinensischen“ Erdgas nach Europa verkauft wurde.

„sie schließen ein Abkommen über Ressourcen die den Waisenkindern in Palästina gehören,“ sagte sie. „sie verkaufen die Worte, die sie „heilig“ nennen auf einem anderen Verhandlungstisch“.

-Der Leiter der Nationalistische Partei Bewegung (MHP) Devlet Bahceli, sagte unterdessen, dass der Deal scharf kontrastiert mit Erdogan steifer Kritik an der israelischen Aggression in der Vergangenheit.

-„Der Präsident hatte wiederholt beschuldigt Israel ein Terrorstaat zu sein. Israel hat Kinder an Gaza Strände getötet. Erdogan kritisierte dies zu Recht stark. Er sagte, dass Israel sogar Hitler in Barbarei übertroffen hatte“, sagte er. „Das bedeutet, dass die Regierung mit Israel seit Jahren sich heimlich getroffen hat und wir nichts davon wussten“.

-Kılıcdaroglu und Yuksekdag reagierten auch mit Wut wie die Regierung gegenüber Moskau über den Abschuss von den russischen Jet, die Ankara sagte türkischen Luftraum in der Nähe von Syrien verletzt hatte, sich ausgedrückt hat.

-„Wer sind Sie um sich zu entschuldigen? Wann Sie die türkische Republik Repräsentieren, dann tun es in der richtigen Weise“, sagte Kılıcdaroglu. „Sie können nicht die türkische Republik vertreten. Sie haben nicht die Macht oder Fähigkeit dafür“.

„Wer hat unsere Grenze überschritten? Die Russen. Wer hat die Rules Of Engagement gesetzt? Wir haben es geschafft, und wir erklärten es in die ganze Welt“.

-Yuksekdag sagte Erdogan hatte sich für den Abschuss des Jets entschuldigte aber war vorgegeben, nur einen Ausdruck des Bedauerns angeboten zu haben.

Kommentar: Das ist also des Pudels Kern, Israel klaut weiter palästinensisches Gas und die Türkei spielt mit, zusätzlich bei der Abkommen wird wage über Hilfe für Gaza gesprochen. Gaza bekommt so zusagen „Brotkrumen“ hingeworfen, um die Weltgemeinschaft zu beruhigen. Die Blockade bleibt bestehen. Es handelt sich um ein Schiff mit Hilfsgüter nach Gaza zu senden, und um dem Bau einem Krankenhaus und einem Elektrizitätswerk. Da Israel bis zum heutigen Tag kein Vertrag honoriert hat, kann man sich vorstellen, es wird nicht geschehen, die Gaza Bevölkerung wird weiter leiden. Wenn nicht so tragische wäre, könnte man darüber leiden….westliche Presse/TV versuchen uns zu verkaufen, das ISIS hinter dem Anschlag am Istanbul Flughafen ist…..Grund, ISIS ist über der Abkommen böse, dass die Türkei mit Israel unterschrieben hat. Was diese Medien vergessen haben zu berichten ist, was Israels Militär Geheimdienstchef Generalmajor Herzi Halevi in einer Rede bei der Herzliya Konferenz über die Verluste, die Daesh in den vergangenen drei Monaten erlitten gesagt hat, besorgt war und dabei betonte, das Tel Aviv nicht will das Daesh in dem Krieg besiegt wird, so berichtet antiwar.com am Dienstag. Jetzt hier die große Preisfrage…..warum sollte Daesh die Türkei bestrafen?

https://mundderwahrheit.wordpress.com/wp-admin/post.php?post=35073&action=edit

 

 

 

https://deutsch.rt.com/international/39149-wie-usa-und-ihre-alliierten/
Wie die USA und ihre Alliierten Syrien dem Untergang geweiht haben

Wie die USA und ihre Alliierten Syrien dem Untergang geweiht haben

In einer ausführlichen Analyse schaut Zlatko Percinic zurück auf die amerikanische Strategie gegen Syrien. Seit dem Jahr 2003 bestand der Plan, die Regierung Assad zu stürzen. Nach dem Einmarsch in den Irak fürchteten die US-Strategen einen gestärkten Iran und ein selbstbewusstes Syrien.

von Zlatko Percinic

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein ehemaliger US-Botschafter so offen bei einer Lüge erwischt wurde, wie es bei Robert Stephen Ford der Fall war. Eigentlich hätte man meinen können, dass die Nominierung von Ford zum Botschafter in Damaskus durch US-Präsident Barack Obama im Jahr 2010 unter einem guten Stern lag. Zu diesem Zeitpunkt war die Botschaft fünf Jahre lang verwaist gewesen.

Dieser Schritt schien zu bedeuten, dass die USA an einer „Normalisierung“ der Beziehungen zu Syrien interessiert waren. Seit dem ungeklärten Mord an dem libanesischen ex-Ministerpräsidenten Rafiq Hariri im Jahr 2005 waren sie eingefroren. Ende Januar 2011 trat Robert Ford seinen Job in Damaskus an.

Jeffrey Sachs und UN-Generalsekretär Kofi Annan (rechts) im UN-Hauptquartier in New York, Januar 2005.

Zuvor hatte der heutige Außenminister John Kerry als Vorsitzender des mächtigen Außenpolitischen Ausschusses die Annäherung an Damaskus gesucht und ganz offensichtlich gefunden. Aus dem Außenministerium war Kerry eine Liste vorgelegt worden, um die „Absichten“ von Syriens Präsident Bashar al-Assad „zu testen“. Nach Kerrys Worten hatte dieser den Katalog „in jedem Punkt gut erfüllt“. LautNew York Times wurde John Kerry zum „wichtigsten Fürsprecher von Assad in Washington“. Noch im Jahr 2010 erklärte er mitreisenden Journalisten:

„Syrien ist ein essenzieller Player und bringt der Region Frieden und Stabilität.“

Als im Jahr 2011 Unruhen in Syrien ausbrachen, hieß es noch Ende März, dass Assad ein „Reformer“ sei und man sich nicht im Namen der syrischen Bevölkerung einmischen wolle, wie man es gerade in Libyen getan hatte. Washington forderte Assad auf, „Fortschritte bei politischen Reformen“ zu machen. Dann, nach wochenlangem Druck und Rufen nach einem militärischen Eingreifen aus den Reihen der Kriegstreiber im Kongress, verkündete das Weiße Haus eine neue Syrienpolitik: Assad must go.

Planung zum Regimewechsel in Damaskus seit mindestens 2003

Ein Untersuchungsbericht für den US-Kongress aus dem Jahr 2005 hält fest, dass die Pläne für den Sturz des syrischen Präsidenten Assad durch den „unerwarteten Widerstand“ gegen die amerikanischen Besatzer im Irak ins Stocken geraten war. Auch der ehemalige NATO-Oberkommandeur, General Wesley Clark, gab zu, dass es vor der Irakinvasion Pläne zur Eroberung von sieben Ländern innerhalb von fünf Jahren gegeben hatte.

Wütende Demonstranten verbrennen eine britische Fahne in Damaskus im März 2003. Hunderttausende protestierten gegen den beginnenden Irak-Krieg.

Wütende Demonstranten verbrennen eine britische Fahne in Damaskus im März 2003. Hunderttausende protestierten gegen den beginnenden Irak-Krieg.

Stattdessen wurden im Dezember 2003 Sanktionen gegen Syrien verhängt, weil man Damaskus der Unterstützung von Terroristen und Besatzung des Libanons bezichtigte. Außerdem entschied man, durch dem Außenministerium unterstehende Organisationen wie dem National Endowment for Democracy (NED) syrische Oppositionsgruppierungen im In- und Ausland finanziell zu unterstützen.

Das größte „Verbrechen“ der syrischen Regierung bestand darin, dass sich Bashar al-Assad, als relativer Newcomer auf der politischen Bühne, nicht dem Diktat Washingtons beugen wollte. Denn was beispielsweise als „Besatzung des Libanon“ bezeichnet wurde und u.a. als Grund für Sanktionen herhalten musste, war in Wahrheit – wie es der Bericht für den Kongress ebenfalls festhält – eine von der Arabischen Liga im Jahr 1976 mandatierte und von der libanesischen Regierung legitimierte Schutztruppe.

Auch die „Unterstützung für Terroristen“ ist aus syrischer Sicht nicht korrekt. Sei es die Hizbollah im Libanon, welche erst durch die israelische Besatzung des Südlibanon entstanden ist, oder seien es palästinensische Gruppierungen, die gegen Israels Besatzung in Palästina kämpfen: Für Damaskus handelte es sich um Freiheitskämpfer. Dabei stellt die Hizbollah zusätzlich auch eine Trumpfkarte im Umgang mit dem Iran dar. Angesichts der Tatsache, dass Israel seit 1967 die syrischen Golanhöhen besetzt hält, kann dieser syrische Standpunkt nicht wirklich überraschen.

Washington machte aber immer wieder klar, dass man von Assad genau das alles einforderte, um in den Genuss von amerikanischer Hilfe und Schutz vor einem Regimewechsel zu kommen. Syrien stehe „der Erreichung von US-Zielen in der Region“ im Weg, heißt es in dem oben zitierten Bericht. In einer Anhörung vor dem Außenpolitischen Ausschuss beklagte sich denn auch der damalige Außenminister Colin Powell, „Syrien hat nicht das getan, was wir verlangt haben“.

Deswegen bemühte sich die Bush-Regierung umso mehr, sich durch subversive Aktivitäten des „Problems“ in Syrien zu befreien. Ein Geheimpapier aus dem Jahr 2006 bestätigte, dass die US-Regierung bereits Kontakte zu Gruppierungen in Europa pflegt, um „eine kohärentere Strategie und einen Aktionsplan für alle Anti-Assad-Aktivisten zu ermöglichen“. Im Nationalen Sicherheitsrat leitete Elliot Abrams und im Außenministerium die Tochter des Vize-Präsidenten Elizabeth Cheney die „Demokratieförderung“ in Syrien.

Was gerade in der heutigen Zeit für die Mainstream-Medien als Tabu  gilt, beschrieb das Time-Magazin wie folgt:

„In der Vergangenheit haben die USA die Unterstützung für ‚Demokratieförderung‘ benutzt, um in Ungnade gefallene Diktatoren wie Serbiens Slobodan Milosevic oder in der Ukraine Wladimir Kutschma zu stürzen.“

Groß mitgemischt hat auch die deutsche Regierung bei einer „kohärenteren Strategie und einem Aktionsplan“ gegen die Regierung von Bashar al-Assad. Wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der LINKEN hervorgeht, unterhielt Berlin „Kontakte zu einer Vielzahl von Gruppen und Individuen, die sich in Opposition zum syrischen Regime befinden“, sowohl bis zu deren Schließung im Jahr 2012 über die deutschen Botschaft in Damaskus als auch in Deutschland.

Bulgarische Hersteller markieren ihre Waffen mit einem doppelten Kreis, in dem die Kennziffer 10 steht.

Diese gemeinsame Kooperation zwischen den USA und Deutschland zum Sturz von Assad gipfelte später in dem Projekt „The Day After“, das im Jahr 2012 vorgestellt wurde. Unter der Leitung von Volker Perthes und der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) arbeitete ein Teil der Exilsyrer an einem Programm für den Tag danach, sprich für die Zeit nach dem Sturz von Assad. Das SWP ist zu 100 Prozent von der Finanzierung durch die Bundesregierung abhängig, und stellt somit einen verlängerten Arm der deutschen Außenpolitik dar.

Botschafter Robert Ford und das Märchen von der „moderaten“ Opposition

Wie schon erwähnt, kam Robert Ford Ende Januar 2011 als neuer US-Botschafter in Damaskus an. Drei Jahre später quittierte er den Dienst, „völlig frustriert“, wie er selbst sagte. Er konnte nicht mehr länger „die US-Politik in Syrien verteidigen“, so Ford. Im ersten Moment mag das nach einem Pluspunkt klingen, doch in den letzten Monaten offenbarte er selbst, was ihn dazu trieb. Damit sprengte er den vom Westen so mühsam gehüteten Mythos von den „moderaten Rebellen“ in Syrien.

Wie sich herausstellte, war es Ford, der in seiner Botschaft mithalf, den Aufstand gegen den syrischen Präsidenten zu organisieren. Erst als die sorgfältig aufgestellte Falle für einen US-Militärangriff auf Syrien scheiterte, hängte er ein paar Monate später seinen Posten an den Nagel.

Der amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Ford, bei seiner Dankesrede für den "John F. Kennedy Courage"-Preis in Boston, Massachusetts am 7. Mai 2012.

Der amerikanische Botschafter in Syrien, Robert Ford, bei seiner Dankesrede für den „John F. Kennedy Courage“-Preis in Boston, Massachusetts am 7. Mai 2012.

Doch der Reihe nach. Bereits im Jahr 2007 enthüllte der legendäre Journalist Seymour Hersh, dass die US-Regierung ihre Strategie im Mittleren Osten geändert habe. Das Weiße Haus musste eingestehen, dass die Irakinvasion ein Desaster war und – aus amerikanischer Sicht – ausgerechnet dem Iran in die Hände gespielt hatte.

Offiziell jagte Amerika noch immer Al-Qaida und Osama bin Laden, aber gleichzeitig suchte man nach Wegen, den iranischen Einfluss zurückzudrängen. Das konnte nur durch die Schwächung der sogenannten „Widerstandsachse“ geschehen, die sich vom Mittelmeer, in Form der Hezbollah, über Syrien und den Irak bis nach Iran erstreckte. Da der Krieg zwischen Israel und der Hizbollah im Sommer 2006 nicht das erwünschte Ziel brachte und Außenministerin Condoleezza Rice trotz hunderter Todesopfer die „Geburtsstunde eines neuen Mittleren Ostens“ feierte, identifizierten die Strategen in Washington Bashar al-Assad als Ziel.

Durch die Unterstützung von islamistischen Extremisten, die dem saudischen Wahhabismus folgten und Al-Qaida viel näher standen als den USA, sollte Assad geschwächt werden. Die gleichen Leute, die unter dem Deckmantel der „Demokratieförderung“ arbeiteten, organisierten zusammen mit Saudi-Arabien und – was angesichts der offiziellen Geschichte der Region schon fast surreal erscheint – gemeinsam mit Israel die „Opposition“ in Syrien.

Die damalige Außenministerin und heutige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, erklärte in einer E-Mail vom 31. Dezember 2012, worum es in Syrien geht:

„Der beste Weg, um Israel behilflich zu sein, mit der wachsenden nuklearen Leistungsfähigkeit des Irans klarzukommen, ist es, der syrischen Bevölkerung zu helfen, das Regime von Bashar al-Assad zu stürzen.“

Wenn Bashar al-Assad von Anfang an behauptete, die Proteste in Syrien seien von außen infiltriert und gesteuert, hatte er damit recht. Das soll nicht bedeuten, Assad hätte keine Fehler gemacht. Aber er hatte nie eine wirkliche Chance, die Proteste in einem einigermaßen normalen Rahmen zu beenden und auf berechtigte Forderungen der syrischen Demonstranten einzugehen.

Indiens Botschafter in Syrien, V.P. Haran, bestätigte, dass Al-Qaida-Terroristen aus dem Irak durch die Golfscheichtümer beauftragt wurden, nach Syrien zu gehen. Sie sollen bereits von Beginn an dabei gewesen sein. Dass aber auch tausende Dschihadisten aus dem zerstörten Libyen und einer Vielzahl anderer Länder nach Syrien reisten, um am „Heiligen Krieg“ gegen Assad und die „ungläubigen“ Minderheiten Syriens teilzunehmen, das interessierte in der westlichen Öffentlichkeit niemanden.

In einem kürzlich erschienen Interview, das der ehemalige Botschafter Robert Ford der Zeitung New Yorker gewährte, behauptete er folgendes:

„Wir haben alle vom Irak-Krieg gelernt, dass ein Regimewechsel nicht der Weg ist, um einen positiven politischen Wechsel herbeizuführen. Im Falle eines Bürgerkriegs benötigt es Verhandlungen zwischen der Opposition und der Regierung.“

Auch das klingt wieder unheimlich gut. Dumm ist nur, dass sich über Twitter umgehend nach Erscheinen des Interviews Stimmen meldeten, die ganz offensichtlich entweder bei Treffen zwischen Ford und der „Opposition“ dabei waren, oder sehr gut darüber informiert sind. Sie sagen ganz klar, dass das „nicht die Message war“, die Ford übermittelt hatte.

Als es am Anfang der Proteste noch Möglichkeiten der Übereinkunft zwischen der Regierung und Opposition gegeben hatte, drängte laut diesen Zeugen Botschafter Ford dazu, keinerlei Verhandlungen mit Assad zu führen. Diese politische Position scheint auch dieses Video zu bekräftigen, in dem Ford ohne sein Wissen bei einem solchen Protest gefilmt wurde.

Protestierender in Syrien hinter einem Transparent in Deir al-Zour, während die "syrische Opposition" in Istanbul im Juli 2011 mit den westlichen Staaten verhandelt.

Protestierender in Syrien hinter einem Transparent in Deir al-Zour, während die „syrische Opposition“ in Istanbul im Juli 2011 mit den westlichen Staaten verhandelt.

Schließlich äußerte sich auch Ford über Twitter zu den Vorwürfen. Er gab zum Erstaunen aller Beteiligten zu, dass die gewalttätige Eskalation der Proteste von der Opposition ausging.

Allerdings nutzt Robert Ford sein Eingeständnis nur, um eine andere Legende zu lancieren, eine „Slam Dunk„, wie der ehemalige CIA-Direktor George Tenet solche Geschichten nennt. Die Lüge, die der Ex-Botschafter in dem New Yorker-Interview von sich gab, lautet so:

Professor Jeffrey Sachs bei einem Vortrag an der Columbia Universität über die geopolitischen Folgen der Finanzkrise, New York, Oktober 2009.

„Im Jahr 2012 haben wir im Außenministerium … nicht angenommen, dass sich Al-Qaida spalten würde in eine noch bösartigere Form, dass eine noch extremere Form kommen und den östlichen Teil von Syrien kontrollieren würde und dann in den Irak geht.“

Das ist einfach nur falsch. In einem Geheimbericht des Militärischen Geheimdienstes (DIA) vom August 2012 heißt es klar und deutlich, dass „die Opposition in Syrien von Al-Qaida und anderen muslimischen Extremisten angeführt wird“.

Außerdem „könnte der IS auch einen Islamischen Staat durch die Vereinigung mit anderen Terrororganisationen in Syrien und Irak deklarieren, was eine erhebliche Gefahr für die Vereinigung des Iraks und der Verteidigung dessen Territoriums bedeuten würde.“

Auch der Direktor der DIA, General Michael Flynn, bestätigte in einem Interview, dass es eine „bewusste Entscheidung“ der Obama-Regierung war, nichts dagegen zu unternehmen. Damit nicht genug. Die offizielle Bombenkampagne der USA und ihrer „Koalition der Willigen“ gegen den „Islamischen Staat“, der sich jetzt auch noch die NATO anschließen soll, war laut einem Untersuchungsbericht aus dem Jahr 2015 für den Kongress, nie dazu gedacht den IS zu zerstören. Dazu heißt es:

„Mitglieder der US-Regierung könnten Bedenken haben, dass eine aggressivere Kampagne gegen den Islamischen Staat, den Druck von der syrischen Regierung nehmen könnte.“

Außerdem stellt der Bericht fest, dass die „politische Koalition der Opposition offensichtlich nicht über eine Unterstützung in der Basis verfügt“, was eigentlich nur die zahlreichen Umfragen bestätigt, nach denen Bashar al-Assad eine breite Unterstützung in der Bevölkerung genießt.

Doch mit solchen Kleinigkeiten geben sich die in unseren Medien groß aufgegriffenen „51 Abtrünnigen“ des US-Außenministeriums nicht ab, die nach einem militärischen Eingreifen der US-Armee verlangen. Dass das aber nicht im Interesse der USA liegt, bestätigte Vize-Präsident Joe Biden ein weiteres Mal.

| 27. Juni 2016

Didier Seeuws wurde zum Chef-Unterhändler für den Brexit ernannt. Er ist der ehemalige Sprecher des belgischen Premierministers Guy Verhofstadt und der ehemalige Stabschef des ersten Präsidenten der Union, Herman von Rompuy.

Herr Seeuws hat den Ruf, ein harter Arbeiter zu sein und eine große Anpassungs-geschwindigkeit während der Verhandlungen zu besitzen.

Übersetzung
Horst Frohlich