USA – RUSSSLAND – EUROPA – Kampfjet F-35 – Russen und Europäer entreißen den USA das Monopol für Kampfflugzeuge der Generation 4++ – Valentin Vasilescu – voltairenet.org – 19.04.16

Veröffentlicht: April 19, 2016 in EUROPA, Russland, USA
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http://www.voltairenet.org/article191234.html
Russen und Europäer entreißen den USA das Monopol für Kampfflugzeuge der Generation 4++

Der unglaubliche Liefer-Rückstand der F-35 führt dazu, daß sich zahlreichen Staaten Fragen stellen zu den realen Kapazitäten im Luftfahrzeugbau der USA. Bereits jetzt ist eine Verlagerung der Aufträge zu russischen Produkten (Su-30, Su-34, Su-35), siehe französisch (Rafale), zu beobachten, während einzig die US-Streitkräfte darauf bestehen ihre Erstausstattung in F-35 einzuplanen.

| Bukarest (Rumänien) | 14. April 2016

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Eurofighter
© RAF/Crown

45 Jahre nach dem ersten Flug der F-16, möchte Lockheed Martin die Fertigungsstraße seiner Fabrik in Fort Worth (Texas) abbauen. Grund sind ausbleibende Aufträge für seine Kampfflugzeuge der Generation 4++ und der Wunsch sich auf die Konstruktion von Kampfflugzeugen der 5.ten Generation F-35 zu konzentrieren. Während im letzten Jahr noch 11 F-16 produziert wurden, so werden es dieses Jahr nur noch 8 Stück sein, wohingegen es 1987 eines pro Tag war. Diese Entscheidung könnte Ländern, welche noch die alten Versionen der F-16 nutzen, durch den Mangel an Ersatzteilen, Probleme bereiten.

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F-16

Aber anschließend werden nur ungefähr 600 F-35 A/B/C in die Planungen des Pentagon eingehen um einen Teil der mehr als 900 F-16 C/D in den Luftstreitkräften zu ersetzen, und werden gleichfalls in die Nationalgarde einfließen, angesichts der Tatsache, daß diese aktuell mit F-16 A/B operiert. Der Rückstand beim Entwicklungsprogramm der F-35 gründet zum großen Teil in dem Ehrgeiz von Lockheed Martin, mit nahezu demselben Unterbau drei unterschiedliche Flugzeugtypen bauen zu wollen (die F-35A für normale Landung, die F-35B mit kurzen Start- und Lande-Optionen auf Flugzeugträgern und die F35C mit Senkrecht- Start und Landung auf Hubschrauber-Trägern).

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F-35

Erst nach 2020 – 2022 werden Dänemark, die Niederlande, Israel, Norwegen, Taiwan und Bahrein in der Lage sein, alle ihre bestellten Maschinen zu kaufen, weil sie sich diese Flugzeuge nicht leisten können. Anschließend können diejenigen Staaten, welche alte F-16 A/B besitzen, diese möglicherweise an Rumänien, Bulgarien, Croatien und die baltischen Staaten verkaufen, Anwärter für den Kauf von gebrauchten F-16 zum Neupreis. Belgien, Jordanien und Portugal können sich noch weniger erlauben, neue Flugzeuge zu kaufen, sie werden ihre F-16 A/B bis zum physischen Zerfall nutzen. Dafür orientieren sich Thailand, Indonesien, Venezuela schon auf den Ersatz ihrer F-16 A/B durch die neuen russichen Su-30 und Su-35.

Dasselbe Dilemma präsentiert sich Boeing, was die Aufrechterhaltung ihrer Produktionslinie für Kampfflugzeuge der Generation 4++, F-18 Hornet E/F, EA-18G Growler betrifft, mit der Option in der US-Navy alle F-18 auf den Flugzeugträgern durch die F-35C und auf den Helikoperträgern der Marine-Infanterie, die F-35B, zu ersetzen. Kanada, welches 73 CF-18 A/B von 1982 unterhält, hat sich geweigert zusätzliche neue Maschinen zu kaufen und zieht es vor die Ressourcen der aktuellen bis auf die Zeit nach 2025 zu strecken. Spanien hat seine alten F-18 A/B ersetzt durch 34 Eurofighter. Boeing rechnete mit einem Vertrag über 24 F-18E/F mit Kuweit, der aber zu Gunsten von 28 Eurofightern ins Wasser gefallen ist.

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Eurofighter Typhoon
© Eurofighter – K. Tokunaga

Der französische Dassault-Konzern, seinerseits, nach einer langen Periode, in deren Verlauf sich die Einstellung der Produktion von Flugzeugen der Generation 4++ Rafale gestellt hatte, findet sich mit ausreichend Aufträgen ausgestattet, um die Produktion weiter aufrecht erhalten zu können. (24 Rafale für Ägypten, 24 für Katar, 36 zu bestätigen von Indien). Unterdessen profitiert Russland am meisten von dieser Konjunktur, dank der geringen Kosten und der hohen Qualität seiner Technologie auf dem Markt der Kampfflugzeige der Generation 4++. Der Kampf-Einsatz von sechs Monaten in Syrien hat sein Ziel erreicht, Russland ist es gelungen seine Flugzeuge namhaft zu bewerben. Es liegt beim Waffenexport mit 27% weltweit und einem Wert von 15,5 Mrd $ im letzten Jahr auf dem zweiten Platz

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Su-30
© Sputnik/ Dmitri Vinogradov

Anläßlich des Waffen-Salons, Singapur Air Show (16 – 21. Februar 2016), hat Algerien mit Russland einen Vertrag über ein erstes Los von 12 Su-34 Neu (Variante export der Su-32) abgeschlossen. Algeriens Absicht ist es insgesamt 40 Su-34 und 14 Su-35 zu erwerben. Bis 2017 erhält Algerien von Russland noch 14 Su-30MKI multifunktion und Venezuela erhält 12 weitere Su-30MK2. Während Ägypten glücklich war von Indien Mig-29 für seinen Flugzeugträger Vikramaditya (ex Admiral Gorshkov) zu erhalten und Verhandlungen mit Russland begonnen hat über den Kauf von 46 MIG-29, fähig für Luftschlägen innerhalb einer Marine-Agriffs-Gruppe (mögliche Variante MIG-29K /KUB) welche die letzten MIG-21/F-7 der ägyptischen Luftwaffe ersetzen würden.

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MIG-29SMT
© MaxoDavion

Trotz der US-Opposition wird der Iran sich mit 36 Su-30SM neu ausrüsten, während China bereits 24 Su-35 erhalten hat und Indonesien 10 Su-35. Malaysia, welches 18 Su-30MKM einsetzt will 12 alte MiG-29N durch Su-34 und Su-35 ersetzen.

Übersetzung
Ralf Hesse

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