Archiv für Februar 26, 2016

„Die Kunst des Krieges »

Atom-Alarm ROT

ACHTUNG: Saudi-Arabien, obwohl Unterzeichner des Atomwaffensperrvertrags, hat gerade, unter Verletzung seiner Unterschrift, Atombomben in Pakistan gekauft.

| Rom (Italien) | 26. Februar 2016

„Wir haben Atom-Bomben“ : Das hat am 19. Februar der saudische politische Analyst, Daham al-Anzi, Regierungsprecher von Riad, gegenüber Russia Today erklärt, was er einem weiteren arabischen Sender gegenüber wiederholt hat. Saudi-Arabien hatte bereits seine Absicht geäußert [1] Nuclear-Waffen aus Pakistan (welches nicht zu den Unterzeichnerstaaten gehört) zu beziehen, dessen militärisches Nuklear-Programm es zu 60% finanziert. Jetzt hat es über d’al-Anzi wissen lassen, daß es bereits vor 2 Jahren mit dem Kauf begonnen hat. Wohl gemerkt, nach Riad „um der iranischen Bedrohung“ im Jemen, im Irak und in Syrien zu begegnen, wo „Russland Assad hilft“. Das heißt, wo Russland der syrischen Regierung hilft das Gelände von Daesh (Islamischer Staat) und anderen terroristischen Formationen, finanziert und bewaffnet von Saudi-Arabien im Rahmen der US-NATO-Strategie, zu befreien.

Riad besitzt mehr als 250 Jagdbomber mit doppelter konventioneller und nuklearer Kapazität, geliefert von den USA und den europäischen Mächten. Seit 2012 ist Saudi-Arabien Mitglied der „NATO Eurofighter und Tornado Management Agency“, NATO-Agentur, welche die europäischen Eurofighter und Tornado verwaltet, von denen Riad über Groß-Britannien die doppelte Menge der gesamten Royal Air Force gekauft hat. In denselben Rahmen fällt der unmittelbar vor dem Abschluss stehende Super-Vertrag über 8 Mrd Euro – dank der Vermittlung von Ministerin Roberta Pinotti, effiziente Vertreterin im Waffenhandel – für die Belieferung Kuweits (Verbündeter von Saudi-Arabien) mit 28 Jagdfliegern Eurofighter Typhoon, gebaut von dem Konsortium dessen Mitglied Finmeccanica mit Lieferanten in Groß-Britannien, Deutschland und Spanien ist. Das ist der größte Auftrag, den Finmeccanica jemals erhalten hat, und in deren Kassen die Hälfte der 8 Mrd. landen wird. Abgesichert über eine Finanzierung durch einen Pool von Banken unter welchen sich Unicredit, Intesa Sanpaolo und die Sace aus der Cassa depositi e prestiti-Gruppe befinden.

So beschleunigt sich die bewaffnete Umstellung der Finmeccanica mit begeisternden Ergebnissen für diejenigen, die sich mit dem Krieg bereichern: 2015 hat die Finmeccanica Aktie an der Börse einen Wertzuwachs von 67% realisiert. Mit lachendem Gesicht gegenüber dem „Abkommen über den Waffenhandel“, 2013 vom Parlament ratifiziert, in welchem stipuliert ist, daß „kein Staat den Transfer von Waffen genehmigen wird, wenn bekannt ist, daß diese Waffen gegen zivile Objekte oder Personen gerichtet oder für andere Kriegsverbrechen eingesetzt werden“. Gegenüber der Denunzierung, daß diese von Italien gelieferten Waffen von den Saudischen und kuweitischen Luftsteitkräften benutzt werden um zivile Massakker im Yemen zu veranstalten, antwortet Ministerin Pinotti: „Lassen wir die Staaten, die im Kampf gegen Daesh unsere Alliierten sind, nicht unsere Feinde werden, das wäre ein sehr schwerer Irrtum“.

Es wäre vor allem ein „Irrtum“ zu erfahren wer sind „unsere Alliierten“ saudisch und kuweitisch: Absolute Monarchieen, wo die Macht in den Händen des Souveräns und seinem familären Zirkel konzentriert ist, wo Parteien und Gewerkschaften verboten sind; wo Gastarbeiter (10 Millionen in Saudi-Arabien, ungefähr die Hälfte aller Arbeitskräfte; 2 Millionen auf 2,9 Millionen Einwohner in Kuweit) unter Bedingungen der Ausbeutung und Sklaverei leben und wo derjenige, welcher die elementarsten Menschenrechte beansprucht gehängt oder enthauptet wird.

In diese Hände legt das „demokratische“ Italien Jagdbomber die in der Lage sind Atombomben zu tragen,wohl wissend, daß Saudi-Arabien sie bereits besitzt und daß diese ebenfalls von Kuweit eingesetzt werden können.

Bei der „Internationalen Konferenz der Menschenrechte“ hat Ministerin Pinotti, nachdem sie die Bedeutung „die Normen internationalen Rechts zu respektieren“ unterstrichen hatte, damit abgeschlossen daß „Italien hier bereits ein enorm glaubwürdiges und respektiertes Land sei“.

Übersetzung
Ralf Hesse

Quelle
Il Manifesto (Italien)

http://www.presstv.ir/Detail/2016/02/25/452345/Syria-CIA-Weapons-Idlib
Militants in Syria are reportedly trading their US-provided weapons on Facebook, a report shows. (Facebook photo)
Kämpfer in Syrien angeblich ihre U.S. bereitgestellte Waffen auf Facebook handeln, zeigt einen Bericht. (Foto Facebook)

26.02.16 – USA – SYRIEN – Syrien-Terroristen handeln mit CIA gelieferten Waffen auf Facebook –

-Syrische Terroristen haben eine Facebook-Seite eingerichtet, die als Marktplatz für den Handel mit verschiedenen CIA gelieferten Waffen, z. B. schwere Maschinengewehre, Raketenwerfer und Raketen funktioniert.

-Als „Erste Waffen Markt in Idlib Naturlandschaft“ genannt, die Seite zeigt Waffen, die von Händlern im Verkauf angeboten werden, und deren Profiles auf Sympathien für die Gruppe Daesh (ISIL) Takfiri hinweisen.

-Posten die für den Verkauf auf der Seite aufgelisteten wurden, enthalten eine TOW-Raketenwerfer, der seine Käufer sagte von „das US-Pentagon“ geliefert wurde, ein 3.800 $ Sowjet-Ära-Granatwerfer und 105 mm Kanone-Geschosse.

-Die US Central Intelligence Agency hat TOW-Raketen an ausgewählten Militanten Gruppen in Syrien und im Irak seit Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 2011 geliefert.

-FLIR Thermische Kameras, von der amerikanischen Firma in Oregon gebaut, waren für nahezu jeden verfügbar, der ungefähr 4.000 $ dafür zu zahlen bereit war, und für heftige 67.000 $, die Käufer könnten ihre Hände auf eine MANPAD (Man Portable Air Defense System) legen.

-In der Kommentar Teil, können Kämpfer gesehen werden wie sie über Waffen offen diskutieren und sie sogar für andere Feuerwaffen als Tauschhandel anbieten.

-Es ist auch möglich für Menschen die eine bestimmte Waffe brauchen, einer Anfrage zu posten und auf einem potenziellen Verkäufer warten.

-„Schnell Freunde, ich brauche eine Waffe mit einem Schalldämpfer“, schrieb angeblich ein Mitglied.

-Interessierte Käufer werden angewiesen, sich privat an der Seite Administratoren zu wenden und mit den beliebtesten messaging-Anwendung WhatsApp, den Kauf abzuschließen.

-Laut US Central Command-Sprecher Oberst Patrick Ryder, die USA und ihre Koalitionspartner haben Tonnen von Waffen an Militanten die in Syrien kämpfen, mit Lufttabwürfe versorgt.

-In einem Fall, US-Militärflugzeuge lieferten im Oktober 50 Tonnen Munition an den sogenannten „moderaten“ Militanten, die von der CIA und das Pentagon ausgebildet wurden, um Präsident Bashar al-Assads und die Regierung zu bekämpfen und stürzen.

-Im Jahr 2013, die CIA begann sein verdecktes Programm, um Terroristen zu trainieren, bewaffnen und finanzieren, die die Assad-Regierung stürzen sollten. (man soll nie vergessen, das dies entspricht der Oded Yinon Plan der seit 1982 von Israel ausgedacht wurde, um die Nationen, die als ein Hindernis für einem Großisrael angesehen wurde zu vernichten. Die jüdische Lobby in der USA hat gute Arbeit geleistet, und die USA benutzt um ihre Pläne durchzusetzen, zusätzlich dazu kommt, des Imperiums Wahnsinn die ganze Welt beherrschen zu wollen….ich überlasse den Lesern zu rechnen, wie viele Menschen ermordet wurden und Nationen vernichtet, um die Träume von Psychopathen zu erfüllen. Anm.d.Ü.)

-Ein weiteres ähnliches Programm wurde vom Pentagon letztes Jahr durchgeführt, aber gestoppt, wie das Ziel, jährlich mehr als 5.000 Kämpfer zu produzieren sich als nicht realisierbar gezeigt hatte.

-Laut US-Militärs das Programm hatte eine Finanzierung von 600 Millionen $ bekommen aber es gelang es nur eine kleine Schar von Militanten zu  trainieren, von denen einige mit ihren Waffen zu Daesh oder al-Nusra Front übergelaufen sind oder kapituliert haben.

http://www.presstv.ir/Detail/2016/02/25/452246/Syria-Daesh-Takfiri-group-Aleppo-Khanaser
Syrian army forces inspect an area liberated near the village of Khan Tuman south of Aleppo, Dec. 22, 2015. (Photo by AFP)
Syrische Streitkräfte untersuchen ein befreites Gebiet in der Nähe dem Dorf von Khan Tuman südlich von Aleppo, 22. Dezember 2015. (Foto von AFP)

26.02.16 – SYRIEN – Syrische Armee erobert strategische Stadt südöstlich von Aleppo zurück

-Syrische Armee und ihre Verbündeten haben die Kontrolle über eine strategische Stadt in der nördlichen Provinz Aleppo von Daesh zurückerobert...

-Nach der so genannten syrischen Informationsstelle für Menschenrechte, am Donnerstag, syrische Truppen haben die strategische Stadt Khanasir rund 50 Kilometer (30 Meilen) südöstlich von Aleppo befreit.

-Von den syrischen Medien gefeiert, der Sieg ebnet den Weg zur Wiedereröffnung der eine einzige Versorgungsroute nach Aleppo.

-Die Offensive kam, nachdem Daesh Kämpfer versucht hatten, Positionen der syrischen Armee entlang der Ithrya-Khanasir Straße zu attackieren.

-Am Donnerstag Morgen, schwere Zusammenstöße waren noch im Gange in der Umgebung der Stadt.

-Feld Quellen zufolge sind mehr als 100 Terroristen in den Auseinandersetzungen mit der syrischen Armee und freiwilligen Kräften getötet worden.

-Von einer drohenden Niederlage bedroht, Daesh Kämpfer hinterließen ihre Toten und verwundeten Mitglieder Mittwoch zurück und flohen aus ihrer Festung im Bereich.

-Zwei Tage zuvor, die Stadt war von der Takfiri Gruppe erobert worden.

-Syrien hat sich verpflichtet, Angriffe auf Daesh und al-Nusra Front Terroristen, die in einer Waffenruhe zwischen Russland und den USA  am Sonntag ausgehandelt nicht inbegriffen wurden, weiter zu führen.

-Unterdessen haben die Vereinten Nationen und Russland die Lieferung humanitären Hilfe nach mehreren belagerten Städten verstärkt.

Humanitäre Hilfe geliefert

-Am Mittwoch die UN hat seine erste Versorgung aus der Luft mit Hilfsgüter in der östlichen Stadt von Dayr al-Zawr, vorgenommen.

-Stephen O’Brien, UN Hilfe Chef der Sicherheitsrat sagte, dass das Flugzeug hat 21 Tonnen humanitäre Hilfe für die von Daesh belagerte Zivilbevölkerung  abgeworfen.

-Laut den UN, etwa 200.000 Zivilisten leben unter der Belagerung in der Stadt, und man hat „schwere Fälle von Unterernährung und Tod aufgrund von Hunger festgestellt“.

-Ein UN-Sprecher sagte jedoch, dass das Welternährungsprogramm noch versuchte  herauszufinden, ob die abgeworfene Hilfsgüter die betroffenen Menschen erreicht hatten.

„Wie Sie wissen, Abwürfe können sehr schwierig sein,“ Stephane Dujarric sagte. „Die Paletten wurden abgeworfen. Sie versuchen lokalen Partner zu erreichen um sicherzustellen, dass die Hilfsgüter empfangen wurde“.

-Filmmaterial am Donnerstag veröffentlicht, zeigte auch, dass das russische Militär half, die humanitären Hilfe für die Bewohner in südlichen Idlib zu verteilen.

-Die Lieferung wurde gemeinsam von Russland, Syrien und internationale Organisationen, einschließlich der UN, roten Kreuz und Roten Halbmond organisiert.

-„Die Aussöhnung erfolgte in mehreren Städten und Dörfern, die sich in der Nähe oder ein wenig weiter befinden. Gott sei Dank es passiert ist“, sagte Sheikh Ahmed Mubarak, die umliegenden Dörfer und die lokalen Medien beaufsichtigt.

-„Natürlich, wir werden Schwierigkeiten haben, aber das syrische Volk kehrt zu ihrer Realität zurück und sie müssen die Außenseiter die in unser Land kamen, weg jagen. Dann die Sicherheit wird kommen“, fügte er hinzu.

„Hintermänner identifiziert“: Bellingcat und BILD beschuldigen direkt Putin des MH17-Abschusses

Steckt Putin auch unter dieser Sturmhaube?

Steckt Putin auch unter dieser Sturmhaube?
Das „investigative“ Internetportal „Bellingcat“ hat einen Bericht veröffentlicht, dessen Titel man entnehmen kann, dass an dem Abschuss der malaysischen Boeing MH17 über der Ukraine direkt russische Militärs beteiligt waren. Der Text wimmelt allerdings von Modalwörtern wie „angeblich“, „vermutlich“, „sicherlich“ und „wahrscheinlich“. Das hindert die BILD-Zeitung aber nicht, mit ganz großem Geschütz aufzufahren: „NEUER BERICHT ZUM MH17-ABSCHUSS – Die Spur führt zu Putin“.

Die Webseite „Bellingcat“ des britischen Bloggers und Amateuranalysten Eliot Higgins hat am 24. Februar eine Untersuchung veröffentlicht, in der eine Gruppe von Aktivisten jenen Militärs auf die Spur gekommen sein will, die an dem Abschuss der malaysischen Boeing über dem Donbass im Juli 2014 beteiligt gewesen sein könnten.

Quelle: RT

Auf den ersten Blick erscheint es sogar so, dass die Verfasser die Involvierung von Angehörigen einer russischen Flakbrigade stichhaltig belegen können. Dies haben in Folge auch zahlreiche westlich Medien wenige Stunden nach der Veröffentlichung der 115 Seiten dicken Akte voreilig so dargelegt. Doch werden sich wohl nicht alle in die vorgelegte Untersuchung tiefer eingelesen haben, sonst hätten die westlichen Leitmedien ihre Einschätzungen der dort gemachten Schlussfolgerungen  etwas vorsichtiger formuliert.

„Es fehlen direkte Beweise dafür, dass das in Frage kommende ʻBukʼ-System in der Ukraine von russischen Militärs oder Separatisten gesteuert worden ist. Bedenkt man die Komplexität des ʻBuk-M1ʼ-Systems, so ist es am wahrscheinlichsten, dass eben die russischen Militärs den Separatisten nicht nur das Flugabwehrraketensystem vom Typ ʻBukʼ, sondern auch das Personal (zumindest Ausbilder) zur Verfügung gestellt haben müssen. Sollte das ʻBukʼ von einer russischen Besatzung gesteuert worden sein (was an sich sehr wahrscheinlich ist), so dürften nur die Armeeangehörigen aus der 53. Flakbrigade in Frage kommen, die im Sommer 2014 an der Grenze zur Ukraine stationiert war“, steht im Vorwort des Berichtes.

Solche Formulierungen dominieren den gesamten „Untersuchungsbericht“, und machen diesen zu einem reinen Sammelsurium von Hypothesen. Die dann aber dem geneigten Leser von BILD und Co als „Fakten“ präsentiert werden.

So ist im Text von einer Kolonne der benannten Flakbrigade die Rede, die zwei Tage nach der Katastrophe angeblich „Buk-M1“-Komplexe auf dem Territorium Russlands transportierte. Dabei wird jedoch zugleich betont, dass dieser Konvoi, „obwohl an sich schon bemerkenswert“, mit der Katastrophe gar nichts zu tun habe.

Quelle: Bellingcat
Quelle: Bellingcat

Ein weiterer angeblicher Beleg von „Bellingcat“ ist ein von Reuters in Russland geschossenes Foto, auf welchem ein Militärkonvoi angeblich Flakmunition befördert. Es sei ungewiss, ob die Container leer seien oder nicht, so die Blogger.

Darüber hinaus versucht „Bellingcat“, den Ort im Gebiet Rostow ausfindig zu machen, wo diese Aufnahme gemacht worden ist. Auf dem Bildschirmfoto sind zwei Aufnahmen zu sehen. Die Verfasser des Berichtes behaupten, dass die Rede von ein und demselben Ort sei. Wozu dieser Vergleich gut ist, wird nicht präzisiert. Die Unterschiede, die man mit bloßem Auge wahrnehmen kann, werden dabei durch Perspektivverzerrungen erklärt.

Quelle: Bellingcat
Quelle: Bellingcat

„Bellingcat“ spricht auch davon, dass Angehörige der russischen Flakbrigade von Juni bis September 2014 in sozialen Netzwerken Fotos aus dem Gebiet Rostow gepostet haben:

„Unter all diesen Soldaten dürften womöglich ein oder zwei der ʻBuk-M1ʼ-Besetzung angehört haben, die den Flug MH17 abgeschossen haben muss.“

Quelle: Bellingcat - Wie aus nichtssagenden Fotos "Beweise für den Abschuss" werden.
Quelle: Bellingcat – Wie aus nichtssagenden Fotos „Beweise für den Abschuss“ werden.

Obwohl nur auf Vermutungen und Hypothesen beruhend, wird die Schuld an dem Abschuss der Boeing in der Ostukraine im weiteren Verlauf des Berichtes direkt dem russischen Verteidigungsministerium und Wladimir Putin persönlich zugesprochen.

Quelle: Bellingcat
Quelle: Bellingcat

Wie der Chefredakteur des Magazins „Arsenal otetschestwa“, Militärexperte und Oberst a.D. Wiktor Murachowski, im Gespräch mit RT erklärt hat, sei dieser Bericht keines Kommentars wert, weil er „null Aussagekraft“ besitze:

„Dieses ʻErmittlungsteamʼ umfasst einen einzigen Menschen aus Übersee und wird von der ukrainischen Führung finanziert. Das ist seit langem bekannt. Man durchstöbert soziale Netzwerke, das ganze Internet und zieht aufgrund dessen irgendwelche Schlussfolgerungen. Man könnte den Bericht sogar der UN oder den Marsbewohnern vorlegen, doch er bekommt dadurch nicht mehr  Aussagekraft.“

Die „Bellingcat“-Geschichte

Es sei daran erinnert, dass dies nicht der erste Fall ist, bei dem „Bellingcat“ versucht, den Abschuss des Fluges MH17 aufgrund von Einträgen in sozialen Netzwerken, YouTube-Videos und GooglePlanet-Karten auf Russland abzuwälzen. Der Gründer der Plattform Eliot Higgins hat sich auf die letztere Ressource berufen, um zu belegen, dass Russland seine Satellitenaufnahmen gefälscht hätte, um die Boeing-Katastrophe der ukrainischen Armee anzulasten.

Quelle: bellingcat.com

Führende Medien erkannten in „Bellingcat“ eine echte Fundgrube, und es begann markige Schlagzeilen mit Anschuldigungen gegen Russland zu hageln. Doch sie waren etwas voreilig. So kritisierte der Entwickler einer Software zur Bildanalyse, auf deren Ergebnissen einige von „Bellingcat“ angeführte Informationen fußten, den Portalinhaber scharf. Eliot Higgins sei ein Paradebeispiel dafür, wie die Journalisten die Aufnahmen eben nicht analysieren sollten. Das Nachrichtenmagazin SPIEGEL musste sich später sogar dafür entschuldigen, den entsprechenden „Bellingcat“-Bericht für bare Münze genommen zu haben. Außerdem veröffentlichte das Magazin ein Interview mit einem Experten für Bildanalyse, der die „Bellingcat“-Methode von jeglicher Professionalität freisprach.

Der frühere CIA-Mitarbeiter Ray McGovern gab gegenüber RT eine umfassende Einschätzung zu dem selbsternannten Analysten:

„Alle machen sich über ihn lustig, denn er liegt sehr oft falsch. Wenn man hinschaut, wer sein Tun bei ʻBellingcatʼ finanziert, so wird klar, dass das der Atlantische Rat und andere westliche Investoren, darunter auch die Behörde der Vereinigten Staaten für internationale Entwicklung (USAID), sind. Er macht keinen Hehl daraus.“

Higgins selbst wollte sich gegenüber RT auf Anfrage nicht äußern, und verwies dabei auf die Gefahr, dass das Interview gefälscht werden könnte. Auf den Vorschlag von RT, seinen Standpunkt in einer Live-Sendung darzulegen, erfolgte bis heute keine Antwort.

Was interessanter Weise weder von der Bellingcat-Untersuchung noch in irgendeiner Weise von deutschen Medien aufgegriffen wurde, war die Anhörung am 22. Januar 2016 vor dem Niederländischen Parlament. Dort berichtete der Leiter des CTIVD, einem Gremium, welches die niederländischen Geheimdienste kontrolliert und seit anderthalb Jahren die Hintergründe des Abschusses der Boeing 777 auf klären soll, Harm Brouwer, dass laut seinen Erkenntnissen, am Tag des Boing-Abschusses auf dem Territorium der Ost-Ukraine außer den „BUK“-Systemen der ukrainischen Regierungsarmee, kein anderer solche Systeme im Einsatz hatte.

Pieter Omtzigt, ein niederländischer Parlamentarier und Abgeordneter der christdemokratischen Fraktion twitterte direkt nach der Befragung aus dem Sitzungsaal:

„CTIVD (Geheimdienstkoordinator und -kontrolleur) bestätigt: Laut den Ermittlungen hatte nur die  Ukraine  am 17. Juli im Osten des Landes ein funktionierendes BUK-System“