Archiv für Mai, 2015

“Dieser Vollmond wird ihnen präsentiert von Coca-Cola” – USA wollen sich Besitzrechte am Erdtrabanten sichern

– Die imperalen Expanionsbemühungen der USA reichen längst bis ins Weltall. Da einigen Vertretern der weltgrößten Wirtschaftsmacht offenbar nicht mehr ausreicht, andere Länder zu besetzen und auszubeuten, soll ein neues US-amerikanisches Gesetz den Vereinigten Staaten nun auch die Ressourcenrechte am Mond sichern. Die Pläne laufen bestehenden internationalen Verträgen zuwider und können von Russland und China als Provokation verstanden werden. Zu den Investoren des astralen Bergbaus gehört auch der Google-Gründer Larry Page.

US-Astronaut mit Flagge auf dem Mond. Quelle: NASA

US-Astronaut mit Flagge auf dem Mond. Quelle: NASA

– Unermüdlich dreht unser Erdtrabant seine Kreise um den Planeten. Von jedem zu bestaunen, überall auf der Welt. Der Mond gehört niemandem und allen. So ist das seit Millionen von Jahren. Dies soll sich nun aber ändern wenn es nach dem Wunsch US-amerikanischer Interessengruppen geht. “Der Mond ist ein Ami”, soll es nach deren Wunsch schon bald heißen. Mit dem Space – Resource Exploration and Utilization Act of 2015 wollen die USA sich die Besitzrechte an den Mondressourcen und die Zugriffsrechte auf Asteroiden im Weltraum sichern, etwa dem Gas Hellium-3, von dem angeblich eine Million Tonnen an der Mondoberfläche abbaubar seien. Ungeklärt ist die Frage, wie das Gas zur Erde transportiert werden soll. Immerhin schon ein Bruchteil dieser Vorkommen könnte den gesamten Energiebedarf der USA decken.

– Wer dies für eine wilde Spinnerei hält, könnte bald eines besseren belehrt werden, denn unter den Investoren von Unternehmen wie “Planetary Resources”, die Pläne für den kosmischen Bergbau entwickeln, befindet sich niemand geringeres als der Google-Gründer Larry Page oder der renommierte Regiseur James Cameron.

– Professor Stephan Hobe vom Institut für Luft- und Weltraumrecht der Universität Köln sagte dazu der dpa:

“Die Amerikaner wollen stark an das Thema Ressourcenabbau und Eigentumsrechte zur wirtschaftlichen Nutzung ran. Wir sollten in Alarmstimmung sein bei Alleingängen.”

Und:

“Der Internationale Weltraumvertrag verbietet den Staaten die Aneignung von Himmelskörpern.”

– Tatsächlich wird im so genannten “Mondabkommen” des Weltraumvertrages der Erdtrabant inklusive seiner Ressourcen als gemeinsames Erbe der Menschheit bezeichnet. Offenbar wollen die US-Amerikaner jedoch eine rechtliche Grauzone nutzen, um diese Vereinbarungen zu umgehen. China und Russland fühlen sich von den neuen US-Plänen womöglich bereits herausgefordert. Erst vor kurzem gaben die beiden Staaten bekannt, einen gemeinsamen bemannten Mond-Flug durchführen zu wollen.

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Iran is expected to initially deliver 4 million cubic meters of gas per day to Iraq.

Iran soll zunächst 4 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag in den Irak zu liefern.

31.05.15 – IRAK – IRAN beginnt nächsten Monat mit Gas Lieferung –

– Iran wird in einer Monat Zeit anfangen, Erdgas in den Irak zu exportieren, so den Geschäftsführer der nationalen iranischen Gas Company Hamid Reza Araqi, sagte am Samstag.

– Der Gas wird mit einem Monat Verzögerung start zu fliessen, nachdem der Endkontrolle auf der Pipeline abgeschlossen sind, sagte er.

– Die Exporte sollten in diesem Monat beginnen, aber „die zwei Seiten waren noch nicht technisch bereit“, sagte der Beamte an Reportern in Teheran.

– Araq sagte, es gibt eine Reihe von Fragen über die irakische Zahlung für dem exportierten Gas, die die beiden Seiten klären und diskutieren müssen.

– Test über die letzte Strecke der Pipeline wurde abgeschlossen. Die Pipeline benötigt Wasser Zugabe, und die beiden Seiten haben damit Probleme, sagte er.

– Iran wird zunächst voraussichtlich 4 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag (Mcm/d) liefern und es um Mcm/35D später erhöhen um drei Kraftwerke im Irak zu beliefern.

– Die beiden Länder unterzeichneten den Vertrag iranischer Erdgas nach Irak zu liefern im Jahr 2013.

– Iran und Irak sind aus überzeugter Feinde enge Allierte geworden, nachdem unter den ehemaligen Diktator Saddam Hussein, zu einen Proxy-Krieg von US angezettelt, zwischen den Nachbarn für acht Jahren in den 1980er Jahren, gekommen war.

Washington fabriziert eine Akte gegen Caracas
| 27. Mai 2015

– Die Vereinigten Staaten haben erklärt, Venezuela stelle eine „Bedrohung“ für ihre nationale Sicherheit dar [1], und haben einseitige Sanktionen gegen einige seiner Führungskräfte verhängt [2]; nun sind sie dabei, ihre Beweise zu erfinden.

– Nachdem Washington eine Stadtguerilla finanziert hatte [3], beschuldigte es Caracas, für die Toten verantwortlich zu sein, die durch seine eigenen Söldner herausgefordert worden waren. Danach organisierte Washington einen Putschversuch im Februar 2015 [4]. Seitdem legen die Drug Enforcement Administration (DEA) und die Staatsanwälte von Miami und New York eine Akte an, die den Präsidenten der Nationalversammlung und zweiten Repräsentanten des Staates Diosdado Cabello beschuldigt, ein Drogenhändler zu sein.

– Im Jahr zuvor hatten die Vereinigten Staaten auf Aruba, einer von den Niederlanden abhängigen Karibikinsel, den ehemaligen Chef des militärischen Geheimdienstes von Venezuela Hugo Carvajal Barrios unter der gleichen Beschuldigung des Drogenhandels festnehmen lassen. Amsterdam hatte aber definitiv seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten abgelehnt und ihn freigelassen.

– Washington nimmt gleichermaßen Tarek El Aissami, ehemals Innenminister und gegenwärtig Gouverneur der Region Aragua aufs Korn, weiterhin Jose David Cabello, den Bruder des Präsidenten der Nationalversammlung und Leiter einer Steuerbehörde, sowie General Luis Motta Dominguez, Verantwortlicher für die Zentralregion des Landes.

– Den Angaben von Wall Street Journal zufolge ist die Akte der DEA auf der Zeugenaussage eines gewissen Captain Leamsy Salazar begründet, der Leibwächter von Diosdado Cabello gewesen sei [5]. Selbstverständlich hat dieser Schlüsselzeuge nie die behaupteten Funktionen ausgeübt.

Übersetzung
Sabine

[2] “Executive Order – Blocking Property and Suspending Entry of Certain Persons Contributing to the Situation in Venezuela”, by Barack Obama, Voltaire Network, 9 March 2015.

[3] “US against Venezuela: Cold War Goes Hot”, by Nil Nikandrov, Strategic Culture Foundation (Russia), Voltaire Network, 8 March 2014.

[4] „Obama verpasst seinen Staatsstreich in Venezuela“, von Thierry Meyssan, Übersetzung Horst Frohlich, Voltaire Netzwerk, 23. Februar 2015.

[5] “Venezuelan Officials Suspected of Turning Country into Global Cocaine Hub”, by José de Córdoba and Juan Forero, The Wall Street Journal, May 18, 2015.

Wir backen uns eine Terrororganisation – USA erfinden syrische Dschihadistengruppe “Khorasan”

– Ein anschauliches Beispiel dafür, wie Herdentrieb-Journalismus und Konformismus es westlichen Geheimdiensten leicht machen, die Bevölkerung durch das Lancieren nicht substantiierter Gerüchte oder sogar frei erfundener Räuberpistolen in Unruhe zu versetzen, hat jüngst eine Begebenheit aus dem September 2014 illustriert. Die Terrorgruppe „Khorasan“, die angeblich noch schlimmer als der IS war und von den USA zerschlagen wurde, hat es nie gegeben.

Khorasan: Wir backen uns eine Terrororganisation - USA erfinden DschihadistengruppeQuelle: The U.S. Army/CC BY 2.0
– Damals hatte Associated Press (AP) unter Berufung auf ungenannte US-Offizielle behauptet, diese würden in einer Zeit, da die Welt immer noch vom Vormarsch der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS; ehem. ISIS) in Syrien und im Irak geschockt war, bereits über eine neue, zuvor nicht bekannte Bedrohung durch eine Terrorgruppe diskutieren, die den Namen „Khorasan“ trage.

– Diese soll, so die AP unter Berufung auf angebliche US-Offizielle, mit Al-Qaida-Veteranen bestückt sein und vor allem Angriffe auf Fluglinien planen, die mit den USA verkehren. Die Gefahr, die von „Khorasan“ ausgehe, hieß es damals, wäre mutmaßlich noch größer als jene durch den IS.

Mehr lesen: Dschihadisten erobern letzte Militärbasis der Assad-Regierung in der Provinz Idlib – Gefahr für russische Marinebasis Tartus?

– James Clapper, der oberste Geheimdienstkoordinator des US-Präsidenten soll im Januar davor tatsächlich von einer solchen Gruppe gesprochen haben. Die Gruppe sei, so hieß es, benannt nach einer historischen Region, die in vor- und frühislamischer Zeit Teile des heutigen Iran, Irak, Afghanistans, Turkmenistans und Usbekistans umfasste.

– Khorasan soll bereits eifrig Dschihadisten aus dem Westen rekrutieren, hieß es sogar in Geheimdienstquellen, und sie plane bereits Anschläge im Westen.

– Die Liste der Medienorgane, die über die Gruppe berichtet hatten, liest sich wie ein Who is Who westlicher „Qualitätsmedien“ und reicht von der New York Times über die Washington Post bis hin zur CNN, CBS oder auch den führenden Medienorganen in Deutschland wie Handelsblatt oder N24.

– Seit September 2014 hat man von dieser „Terrorgruppe“, die angeblich eine noch größere Bedrohung als der IS darstellen soll, nichts mehr gehört.

– Heute weiß man auch den Grund: Die Story war frei erfunden, eine Terrorgruppe dieses Namens existiert schlichtweg nicht.

– Jüngst hat der Führer der syrischen Dschihadistengruppe Al-Nusra, Abu Mohammad al Jolani, auf dem arabischen Kanal von Al Jazeera erklärt, dass es eine solche Gruppe auch zu keiner Zeit zuvor gegeben habe. „The Intercept“ zitiert al Jolani wie folgt:

„Die so genannte Khorasan Gruppe, die angeblich in unseren Reihen aktiv sein soll, gibt es nicht. Wir hörten zum ersten Mal von ihr aus den Medien, nachdem die US-geführte Koalition uns bombardiert hatte. Es ist nur eine westliche Erfindung, die Bombenanschläge auf uns zu rechtfertigen. Es gibt allerdings einige Brüder aus Khorasan, die sich uns angeschlossen haben.“

– Dies sei nach Meinung von Nahost-Experten auch die näher liegende Erklärung dafür, wie überhaupt die Begriffe „Khorasan“ und „Terrorismus“ sinnvollerweise in einen Zusammenhang gebracht werden konnten. „The Intercept“ zufolge seien Kämpfer von Ayman al Zawahiri aus dem Irak nach Syrien geschickt wurden, um für al Nusra zu kämpfen.

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– Um den Flurschaden infolge der Bombardierung eines der Hauptquartiere al Nusras durch die USA zu begrenzen, einer Gruppe, die über ein gewisses Maß an Ansehen innerhalb der lokalen Bevölkerung genieße, habe man die Story mit der „Khorasan“-Gruppe erfunden.

– FBI-Direktor James Comey habe auch unmittelbar nach der Bombardierung damit begonnen, die Bedrohungslage durch „Khorasan“ zu relativieren. Auch syrischen Aktivisten vor Ort war die angeblich „gefährliche Terrororganisation“ nie ein Begriff. Mittlerweile ist es mehr oder minder offiziell, dass es eine solche Gruppe nie gegeben hat.

Leak: USA setzen Norwegen unter Druck, damit Poroschenko für den Friedensnobelpreis nominiert wird

– Es klingt wie Satire, scheint aber wahr zu sein. Laut einem geleakten Brief, datiert auf den 19. Mai und vom ukrainischen Parlamentspräsidenten Wladimir Groysman unterzeichnet, setzt sich die US-amerikanische Botschaft in Oslo aktuell dafür ein, dass der ukrainischen Präsident Petro Poroschenko für den Nobelpreis nominiert wird. Zwei von fünf Mitgliedern des Nobelpreiskomittees sollen bereits ihre Zustimmung signalisiert haben.

Quelle: Ruptly

Quelle: Ruptly

– Der Brief, gerichtet an die Geschäftsträgerin der US Botschaft in Oslo, Julie Furuta-Toy, beginnt zunächst mit einer Danksagung für die bereits unternommen „Mühen“ der diplomatischen Vertretung der USA in Norwegen, Petro Poroschenko für den Friedensnobelpreis zu nominieren.

Geschäftsträgerin der US-Botschaft in Oslo, Julie Furuta-Toy, im Gespräch mit einem US-Navy Kommandeur in der US-Botschaft - Quelle: US-Embassy Oslo

– Im weiteren Verlauf des Briefes wird jedoch darauf verwiesen, dass die bisher erreichte Unterstützung von „nur zwei der insgesamt fünf Komiteemitgliedern unzureichend ist“, um eine positive Entscheidung herbeizuführen. Deswegen fordert Groysman die Botschaft auf, noch mehr Druck auf die drei Mitglieder auszuüben, die bisher ihre Zustimmung verweigert haben. Diese drei Personen werden auch direkt namentlich benannt:  Berit Reiss-Andersen von der norwegischen Arbeiterpartei, Inge Marie Ytterhorn von der libertären Fortschrittspartei sowie die Vorsitzende des Komitees und ehemalige Parteivorsitzende der Konservativen, Kaci Kullmann. Besonders auf letztere soll vermerkt Druck ausgeübt werden. Kullman saß bereits 2009 bei der Vergabe des Friedensnobelpreises an US-Präsidenten Barack Obama dem Komitee vor.

Quelle: Globalresearch.ca

– Als „Instrument“, um die drei „renitenten“ Mitglieder des Nobelpreiskomittes zum Umdenken zu bringen wird auf die Senatoren verwiesen, „die bereits 2009 [Nobelpreis für US-Präsident Barack Obama] effektiv mit dem Komitee kooperiert haben“.

Vor 5 Jahren bekam Obama den Friedensnobelpreis – RT zieht Bilanz

– Um dies zu erreichen, wird auf Information verwiesen, „die Sie [die US-Geschäftsträgerin in Oslo] aus Deutschland erhalten werden“. Die zwei Mitglieder, die bereits ihre Zustimmung zum Ausdruck gebracht haben sollen, sind der ehemalige Premierminister Thorbjørn Jagland sowie Henrik Syse, Wissenschaftler am Friedensforschungsinstitut in Oslo.

– RT Deutsch hat sich in den letzten zwei Tagen bemüht sowohl mit dem Nobelpreiskomitee als auch mit der US-Botschaft in Oslo diesbezüglich telefonisch und via E-Mail in Kontakt zu treten. Allerdings blieben alle E-Mail- und Telefonanfragen bisher unbeantwortet.

– Lediglich die ukrainische Botschaft in Berlin war zu einer Auskunft bereit. Auf die Frage, ob sie bestätigen können, dass Petro Poroschenko für den Nobelpreis nominiert werden soll, antwortete die Botschaftsangehörige vielsagend: „Bisher nicht, aber wir arbeiten daran“. Zu der Authentizität des geleakten Briefes des Rada-Vorsitzenden Groysman wollte sich die Botschaft nicht äußern.