Archiv für Dezember 2, 2013

– 01.12.13 – ISRAEL-SAUDI ARABIEN – IRAN – Saudis und Israelis Entwickeln neuer „Super Stuxnet“ um gegen Iran Nuklearprogramm zu schädigen –

– Saudi Arabien und Israel Mossad Intelligenz-Abt. kooperieren um einen Computer-Wurm zu entwickeln, der noch zerstörerischer als der Stuxnet-Malware (bösartige Software), der seinerzeit Irans Nuklear-Programm angegriffen hat, werden soll. So berichtet die iranische Agentur Fars.

– „Saudi-Spionagechef Prinz Bandar bin Sultan und der Direktor des israelischen Geheimdienst Mossad-Tamir Bardo haben ihre Vertreter zu einem Treffen in Wie am 24. Nov. geschickt, um die Zusammenarbeit beider Seiten in Intelligenz- und Sabotageaktion gegen Irans Atomprogramm zu implementieren“, so eine anonyme Quelle in der Nähe der saudischen Geheimdienst, berichtet Fars am Wochenende.

– Die Quelle, hat dazu gesagt, dass eine der wichtigsten Methoden diskutiert wurden: „wie man eine Software produzieren kann, die noch schlimmer als Stuxnet wirken kann“.

– Es wurde allgemein angenommen, dass Stuxnet von USA und Israel entwickelt wurde. Edward Snowden, ex-NSA-Kontrakter Interview im Juli 2013, bestätigt, dass die Vermutungen richtig waren.

– Die Absicht hinter der Entwicklung der neuen Malware wäre: „ausspionieren und zerstören der Software-Struktur von Atomprogramm des Irans“. Aufgrund der Sensibilität der Informationen, die Quelle hat entschieden anonym zu bleiben.

– Der Plan braucht viel Zeit und Geldmittel. Grob geschätzt wird mit 1 Million US$ Ausgaben gerechnet. Der Plan wurde offenbar mit offenen Armen von Saudi Arabien angenommen.

– Saudi-Spionagechef Bandar traf Mossad-Bardo in Aqaba, Jordanien, wenn auch dieses offenen Treffen nicht gut von Kronprinz Salman bin Abdulazi angesehen wurde. Er dachte, Prinz Bandar sollte lieber „geheime Gespräche“ mit Israel führen, um nicht Saudi Arabien Beziehungen zu Israel so am Tageslicht kommen zu lassen.

– Die Fars Quelle erinnert auch, dass Prinz Bandar der 5+1 Abkommen mit Iran als „Westen Verrat“ genannt hat und MP Netanyahu es „ein historische Fehler“ nannte.

– Am 17. November, The Sunday Times berichtete, dass Mossad und Saudis-Beamten zusammenarbeiten um ein Notfallplan zu entwerfen, im Falle, dass das Iranische Atomprogramm nicht angemessen verkürzt wird. Beide Regierungen sind besorgt, dass bei den nächsten Verhandlungen noch mehr Zugeständnisse an den Iran gemacht werden könnten.

– Laut örtlichen Medien, Prinz Bandar hat in Tel Aviv an einem Treffen mit PM Netanyahu und Frankreichs-Präsidenten Hollande teilgenommen, wo die Beziehungen zwischen USA und Iran behandelt wurden.

1) – 01.11.13 – USA – CHINAs Plan die US$ zu verlassen, ärgert das Imperium –

– „Die Entscheidung der Zentralbank von China, keine Devisenreserven in US$ zu orten, hat die USA wütend gemacht“. Finian Cunningham machte die Bemerkung in einer Sonntagskolumne für PressTV, inmitten der Spannungen zwischen China und USA über China „Air Defense Identification Zone“ ADIZ.

– „Die Eskalation der militärischen Spannungen zwischen Washington und Peking über China einseitige Erklärung eines Luftverteidigungsbereich. Der wahre Grund für Washingtons Zorn ist die jüngste chinesische Ankündigung, sie werden ihre US-Dollar-Bestände reduzieren“, schrieb er.

– China Entscheidung, die 35 Trillion US$ = 35.000 Milliarden US$ Reserve zu reduzieren, stellt eine tödliche Bedrohung für die amerikanische Petrodollar und die gesamte US-Wirtschaft dar.

– „China, die zweigrößte Volkwirtschaft der Welt und einer der größte Öl-Importeuren, hat oder noch sucht Ölhandelsabkommen mit wichtigen Lieferanten wie Russland, Saudi Arabien, Iran und Venezuela, die die Bezahlung in nationalen Währungen bevorzugen. Diese Entwicklung, bedroht dem Petrodollar in seinem globalen Reservewährung-Status“.

– Cunningham sagt weiter: „Pekings Plan, die Riskante US$ Reserve gegen andere Währungen zu tauschen ist ein Vorbote, dass die Tage der US-Wirtschaft gezählt sind“. Aber in der imperialistischen, großwahnsinnigen Denkweise von Washington, ist die Bedrohung für die US-Wirtschaft und für die Lebensform des Landes, die auf Verschuldung basiert, wird als Kriegserklärung wahrgenommen.
– Das ist, warum Washington ist so wütend und reagiert so verzweifelt auf Chinas neues Luftkorridor. Es gibt die USA einen Vorwand, mit eiserner Faust zu reagieren.

2) – 01.11.13 – USA-AFGHANISTAN – Partei Führer Hekmatyar fordert Karzai US-Vertrag nicht zu unterschreiben –
– Der Führer der islamischen Partei Afghanistan, Guldbuddin Hekmatyar ha Präsident Karzai gefordert, den Sicherheitspakt nicht zu unterschreiben, da es nicht im Interesse Afghanistans ist. Diese abkommen wurde erlauben die USA + Alliierten in kleinerer Zahl bis 2014 zu bleiben.

– Unterdessen hat Karzai sich geweigert der Sicherheitspakt zwischen die beiden Ländern zu unterschreiben. Ein Sprecher der afghanische Präsident hat gesagt, dass die Vereinbarung erst unterschieben werden kann, wenn die Präsident-Wahlen im 2014 stattgefunden haben, auch wenn von der Loya Jirga und Parlament genehmigt wird.

– Viele Afghane betrachten die Vereinbarung als eine Bedrohung für die Souveränität ihres Landes, da die US-Soldaten ermöglichen wurde, unter Immunität, einseitiger Operationen durchzuführen ohne Angst angeklagt zu werden.

– Afghanische Politiker und die Bürger werfen die US-geführte Truppen unverzeihliche Verbrechen gegen afghanische Frauen und Kinder seit die 2001 Invasion begangen zu haben.

– Am 30.11.13 Präsident Karzai, bei einer Pressekonferenz behauptet, dass die USA um ihn unter Druck zu setzen, der militärische Nachschub so gut wie abgestellt haben.

– Am Sonntag, veröffentlich Karzais Büro diese Erklärung: „Die Kürzungen von Kraftstoffversorgung und unterstützende Dienstleistungen für die afghanische Armee und Polizei, wird als Mittel benutz, Präsident Karzai zu zwingen die Sicherheitsabkommen zu unterschreiben“.

– Die USA-Antwort kam schnell, die Beschuldigungen wurden zurückgewiesen. Es wurde weiter gesagt, dass wenn der Pakt nicht unterzeichnet wird, die USA werden ihre Truppe abziehen.

– Die NATO-ISAF hat einer Erklärung am selben Tag abgegeben: „Es hat keiner Stillstand in der Lieferung gegeben, da wir alle Aufträge bearbeiten, wie sie wir von den afghanischen National Security Forces (ANSF)
bekommen.

– Kommentar: Na ja, um unsere Ziele zu erreichen haben wir in Syrien 100.000 Zivilisten geopfert, warum sollen wir uns in Afghanistan besser benehmen? Man kann ein Auftrag langsam oder schnell bearbeiten. Aus Versehen, kann auch so einen Antrag in den Papierkorb landen…oder?.

– „Vor unseren Augen“
Die Kapitulation von Iran
von Thierry Meyssan –

Während die Medien zu dem Übereinkommen zwischen dem Iran und den 5 + 1 applaudieren, sieht Thierry Meyssan – persönlicher Freund von Mahmoud Ahmadinedschad – darin eine Kapitulation der neuen iranischen Regierung. Für ihn ist es absurd zu behaupten, dass die beiden Parteien ein seit acht Jahren durch die Aggressivität des Präsidenten Ahmadinedschad unterhaltenes Missverständnis aufgehoben hätten. Die Wahrheit ist, dass der Iran auf seine Kernforschung verzichtet und angefangen hat sie abzubauen, ohne etwas im Gegenzug zu erhalten, außer der schrittweisen Aufhebung der illegitimen Sanktionen. Mit anderen Worten, das gebeugte Land hat sich ergeben.
Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 2. Dezember 2013

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Präsident Scheich Hassan Rohani kündigt seinem Volk das Übereinkommen in Genf an.

Die Unterzeichnung des Abkommens über die iranischen Kernsachen am 24. November in Genf wurde, mit Ausnahme von Israel, einstimmig als Ende eines Missverständnisses gefeiert. Alle Parteien haben versucht, uns zu überzeugen, dass dieses Abkommen schon viel früher hätte zustande kommen können, wenn es nicht die übermäßigen Manieren des ehemaligen Präsidenten Mahmoud Ahmadinedschad gegeben hätte.

Man hätte also nur aus reinem Versehen den internationalen Iran-Handel zerschlagen und den Krieg gestreift.

– Die Realität sieht natürlich ganz anders aus: Der Westen hat keine einzige seiner Anforderungen aufgegeben, aber der Iran hat auf alle seine eigenen verzichtet. Auch wenn der signierte Text nur vorübergehender Natur ist, wird Iran auf den Bau des Werks von Arak, auf sein auf 20 % angereichertes Uran und seine Anreicherung-Technik [1] verzichten.

Die Wahl des Präsidenten Ahmadinedschad Im Jahr 2005 sollte der Khomeini-Revolution einen zweiten Schwung geben. Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern, den Präsidenten Rafsandschani (1989-1997) und Khatami (1997 – 2005), war Ahmadinedschad nicht nur Anhänger einer nationalen Unabhängigkeits-Politik, sondern er war ein Anti-Imperialist, in der Linie von Ali Shariati, Denker der Revolution. In wenigen Jahren machte er den Iran zu einem großen Land für Wissenschaft und Industrie. Er entwickelte die Kernforschung, um ein Kernkraftwerk-Modell zu entwickeln, das in der dritten Welt reproduziert hätte werden können und um der Menschheit seine Energieunabhängigkeit, ohne Kohle, Öl und Gas zu bringen.

Man wird die Opposition zwischen den iranischen Parteien niemals genug hervorheben.

– Rafsandschani und Khatami sind Kleriker, während Ahmadinedschad ein Wächter der Revolution ist. Während der irakischen Aggression sind es die Wachen, die das Land unter Lebenseinsatz gerettet haben, während der Klerus seine Privilegien dazu benutzte, um seine Söhne nicht an die Front zu schicken. Der Klerus verwaltet immens große Reichtümer, Rafsandschani ist selbst der reichste Mann des Landes, während die Wächter Menschen aus dem Volk sind, mit spartanischer Lebensweise. Seit 8 Jahren hatte sich der Westen nicht geirrt, Ahmadinedschad als Gegner anzusehen, aber er hat diesen Führer zu Unrecht, sowohl als mystischen als auch antiklerikalen „Mann der Mullahs“ qualifiziert. Als Reaktion auf die revolutionären Anmaßungen von Ahmadinedschad zog der Westen das iranische Atomprogramm in Zweifel [2] und verwendete die Vereinten Nationen, um ihm zu verbieten, sein Uran anzureichern, von dem der Iran enorme Reserven [3] hat.

Auf diese Art verhinderte er, dass der Iran seine eigenen Ressourcen nutzte und zwang ihn, sein teures Metall zu niedrigen Preisen zu verkaufen. Der Westen verhing, sei es im Sicherheitsrat oder einseitig, eine Reihe von nie vorher erlebten Sanktionen, um das Land zu ersticken. Darüber hinaus führte er eine Propagandakampagne, um Ahmadinedschad zu einem gefährlichen, wirklichkeitsfremden Illusionisten abzustempeln. Schließlich organisiert er mit Hilfe von Rafsandschani und Khatami einen Versuch für die Farbenrevolution von 2009 [4].

– Jeder erinnert sich an die falsche Übersetzung einer seiner Reden, um glauben zu machen, dass er die Israelis vernichten wolle (Reuters beschuldigte ihn, fälschlicherweise erklärt zu haben, er wolle Israel von der Karte streichen) [5]. Oder noch die Fälschungen über den Kongress über den Holocaust, der zeigen sollte, wie der Westen alle Spiritualität in seinen Gesellschaften zerstört habe und eine neue Religion rund um diese historische Tatsache geschaffen habe, um nahe zu legen, dass trotz der Anwesenheit auf diesem Kongress von Rabbinern, er das Leugnen des Holocaust feierte. Ohne noch die Behauptung zu vergessen, dass er die Juden [6] diskriminiere.

Das Team von Scheich Rohani vertritt sowohl die Interessen der Geistlichen, als auch die der Bourgeoisie in Teheran und Isfahan. Es sucht wirtschaftlichen Wohlstand und fühlt sich nicht durch den antiimperialistischen Kampf betroffen. Die schrittweise Aufhebung der Sanktionen erlaubt ihm, eine breite öffentliche Unterstützung zu erhalten, da die Iraner – vorerst – das Abkommen als einen Sieg wahrnehmen, der ihren Lebensstandard erhöhen wird.

Der Westen verfolgt jedoch weiterhin das gleiche Ziel. Der Angriffsplan von Präsident George W. Bush Plan sah vor, Afghanistan, den Irak, dann gleichzeitig Libyen und Syrien (über den Libanon) zu zerstören, und noch zugleich den Sudan und Somalia und dass er dann mit dem Iran abschließen würde. Aus seiner Sicht waren die Sanktionen gegen Teheran nur ein fragwürdiger Vorwand, eine einfache Möglichkeit, den Iran zu schwächen. Für den Westen ist die Übergabe von Scheich Rohani vergleichbar mit der von Muammar al-Gaddafi, der auf sein Atomprogramm verzichtete und sich allen Anforderungen von Washington unterwarf, um einen Krieg zu vermeiden. Aber wie bei Gaddafi, werden die Zugeständnisse von Scheich Rohani später gegen sein Land verwendet werden.

– Als Muammar el-Gaddafi glaubte, dass die US-amerikanische Kampflust gegen ihn auf seiner politischen Überzeugung beruhte, hatte er tatsächlich Unrecht. Der einzige Grund für die Entscheidung von George W. Bush war geopolitisch. Im Jahr 2010 war Libyen ein Verbündeter von Washington geworden, in dem „Krieg gegen Terrorismus“ und hatte seinen Heimmarkt den US-Multis geöffnet. Das verhinderte nicht, als „Diktatur“ behandelt zu werden und unter den Bomben zerstört zu werden. In gleicher Weise, ein Verbündeter der Vereinigten Staaten zu werden, wird den Iran nicht vor einem Krieg schützen.

In den nächsten vier Jahren wird der Iran den Traum von Shariati und Khomeini der Geschichte überlassen, um sich auf seine staatlichen Interessen zu konzentrieren. Er wird sich von der arabischen Welt loslösen und sich den Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Türkei, Iran und Zentralasien) zuwenden, um Geschäfte zu machen. Er wird allmählich seine militärische und finanzielle Unterstützung von Syrien, der Hisbollah und den Palästinensern verringern. Wenn Teheran seine externe Verteidigungslinie aufgelöst haben wird, wird Washington wieder mit ihm in Konflikt geraten.
Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] “Nuclear deal between Iran and six world powers (full text)”, Voltaire Network, 24 November 2013.

[2] « Propagande : CNN, pris sur le fait, s’excuse auprès de l’Iran », par Ossama Lotfy, Réseau Voltaire, 17 janvier 2006.

[3] « Qui a peur du nucléaire civil iranien ? », par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 30 juin 2010.

[4] « Die CIA und das Iran-Experiment », « Pourquoi devrais-je mépriser le choix des Iraniens ? », « La „révolution colorée“ échoue en Iran », par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 17, 21 et 24 juin 2009 ; « Iran : le bobard de l’“élection volée“ », par James Petras, Traduction Marcel Charbonnier, Réseau Voltaire, 19 juin 2009 ; « Rafsandjani acclamé au cri de « Mort à la Russie ! Mort à la Chine ! » », Réseau Voltaire, 19 juillet 2009.

[5] « Comment Reuters a participé à une campagne de propagande contre l’Iran », Réseau Voltaire, 14 novembre 2005.

[6] « Iran : les gouvernements anglo-saxons fabriquent de fausses nouvelles », par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire, 24 mai 2006.