Archiv für November 21, 2013

– 20.11.13 – USA – Die Probleme der US-Nuklear-Streitkräfte sitzen sehr tief – Associated Press hat die Studie durch „Freedom of Information Act“-Gesetz erhalten –

– Eine unveröffentlichte Studie für die US-Air Force hat ergeben, dass Probleme innerhalb der nuklearen Raketen-Einheiten tiefer sind als bisher von Funktionären erkannt worden sind.

– Die Studie, die von Associated Press erhalten wurde, zeigt, dass die die für das Abfeuern von Atom-Raketen verantwortlich sind, am meisten unter „Burnout“ leiden. Sie sind für 450 Massenvernichtungswaffen verantwortlich.

– Dazu kommen andere Probleme wie: Selbstmord, sexuelle Übergriffe und häuslicher Gewalt.

– Die Studie zeigte, dass Kriegsgericht-Zahlen in der Interkontinentalraketen (ICBM) Einheit im Jahr 2011 und 2012 waren mehr als doppelt so hoch wie in der gesamten Air Force.

– Die US Air Force hat die vertrauliche Studie am vergangenen Freitag unter dem „Freedom of Information Act“ auf Anfrage von AP herausgegeben.

– Die AP hat bereits eine Reihe von Fehlentscheidungen die der Verwaltung der US-nuklearen Streitkräfte dokumentiert. Die Fehltritte beziehen sich auf Verfehlungen die für Air Force Atomrakete-Einheiten arbeiten und unterstützen, unterlaufen sind.
– Die jüngste Vorkommnisse sind: die Entfernung von zwei Senior-nuklear-Kommandeure letzten Monat, nachdem Untersuchungen brachten Fehlverhalten in Sicherheitsinspektion bei einer Raketenbasis in Montana in August raus, die nicht professionell durchgeführt wurde.

– Ebenfalls in Mai wurden 17 Raketenstart-Kontrolleure bei Minot Air Force Base N.D. wurden abgesetzt, was ein Offizier mit „rot“ innerhalb seinem Atomraketen Einheit bezeichnet.

– Anfang dieses Monats, bestätigte US-Verteidigungsminister Chuck Hagel, dass „nicht professionelles Verhalten innerhalb der US-Atomwaffen-Einheiten ans Licht gekommen ist.

– US-Atom-Einheiten wurden von schweren Sicherheitsmängel, Führungsmängel, moralische Problemen, sowie Führungsmangel heimgesucht. Trotz alledem Air Force und Pentagon Beamte bestehen darauf, dass trotz diese Probleme, das US-Atomwaffen Arsenal in Betrieb ist und sicher ist.

– Laut das Zentrum für „Rüstungskontrolle und nukleare Nichtverarbeitung“ denkt man, dass Washington so viel wie 2.650 Gefechtsköpfe nicht in Einsatz hat, dazu kommen etwa 3.000 Sprengköpfe, die darauf warten demontiert zu werden.

1) – 21.11.13 – ISRAEL-USA – Israel sucht neue Alliierten – Israels Außenminister Lieberman sagt, ISRAEL muss USA als Verbündete ersetzen –

– Lieberman: „Die Verbindung zwischen Israel und seinen wichtigsten strategischen Partner ist schwach geworden“, berichtet AFP.
– Lieberman gab zu, dass Washington selbst: „von zu viele Herausforderung steht, einschließlich eigenen nationalen wirtschaftlichen Problemen…“

– Der israelischen Außenminister hat auch angedeutet, dass die USA ist von Geld aus einigen arabischen Staaten abhängig.

– Lieberman konnte jedoch keine alternative Partner nennen.

2) – 20.11.13 – USA – Genf2 – Präsident Obama fordert Senatoren, israel-Lobby zu ignorieren –

– Wie der Iran und die sechs Weltmächte dabei sind, die zweite Runde der Atomgespräche in Genf am Mittwoch wieder aufnehmen, Präsident Obama in Gespräch mit US-Senatoren plädierte, die Anti-Iran-Israel-Lobby-Kampagne, die für neue Sanktionen gegen den Iran sich stark macht, einfach zu ignorieren.

– Während einer zweistündigen Treffen im Weißen Haus am Dienstag, Obama rief die Senatoren, mehr Zeit für die Diplomatie
mit dem Iran zu ermöglichen.

– Senator Bob Corker (R-Tenn.), Führer der republikanischen „Foreign Relations Commitee“, sagte nach dem Sitzung Reporter, dass die Obama-Administration glaubt, dass einem vorläufigen Abkommen mit dem Iran erreichen werden kann.
– „Sie sind sehr explizit über was sie denken, sie erreichen konnten“, sagte Corker.

– Mitglieder des Kongresses von beiden Parteien sind etwas skeptisch was Genf2 angeht.

– Am Dienstag, Gesetzgeber des Repräsentantehaus- und Senats, parteiübergreifende, schrieben einen Brief an Obama, um eine härtere Linie mit dem Iran zu vertreten.

Der Brief wurde von Sen. Chuck Schumer (D-N.Y), Lindsey Graham (R-S.C.), Bob Menendez (D-N.J.), John McCain (R-Ariz.),Bob Casey (D-Penn.), Susan Collins (R-Maine) unterzeichnet und fordert, dass der Iran alle Urananreicherung und Wiederaufbereitung Aktivitäten beendet.

« Vor unseren Augen »
Es geht um die Wahrheit
von Thierry Meyssan

Was passiert in Syrien seit drei Jahren? Laut NATO und den Golf-Medien schlägt das „Regime“ eine demokratische Revolution blutig nieder. Aber dieser Version widerspricht die von verschiedenen Quellen geschätzte aktuelle Unterstützung des Staates, zwischen 60% und 90% der Bevölkerung. Die Wahrheit ist aber ganz anders: die NATO und der Golf-Kooperationsrat (GCC) haben einen Krieg nach dem anderen, einen Krieg der 4. Generation und dann einen Krieg des nicaraguanischen Typs verloren. Sie sind es, und sie allein, die den Tod von 120 000 Syrern organisiert und finanziert haben.
Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 21. November 2013

Eine der Fragen, worum es bei der Vorbereitung der Genfer Konferenz wirklich geht, ist die Geschichte Syriens zu schreiben. Die NATO- und die GCC-Mächte versuchen ihre Version der Ereignisse aufzudrängen, was ihnen einen entscheidenden Vorteil am Verhandlungstisch geben würde. Daher kommt plötzlich die Lawine von Artikeln und Zusammenfassungen in der westlichen und Golf-Presse.

Im Westen und im Golf wird behauptet, dass die syrische Krise die Verlängerung des „arabischen Frühlings“ sei. Das „Regime von Baschar“ hätte das Streben nach Demokratie seines Volkes im Blut erstickt. Die NATO und der GCC hätten dann eingegriffen, um die Zivilbevölkerung zu schützen.

-Die Realität sieht ganz anders aus: die Vereinigten Staaten haben die Zerstörung Syriens auf einer Sitzung am 15. September 2001 in Camp David geplant. Sie haben begonnen, sie durch die Verabschiedung des Syria Accountibility Act am 12. Dezember 2003 vorzubereiten. Zuerst haben sie versucht, Syrien durch die Annahme der Entschließung 1559 des Sicherheitsrates in einen Krieg zu stürzen, und dann durch die Ermordung des ehemaligen libanesischen Premierministers Rafik Hariri, dessen Mord sie Präsident Al-Assad in die Schuhe zu schieben versuchten. Nach dem Fehlschlag dieser Inszenierung haben sie den Krieg dem Vereinigten Königreich und Frankreich übertragen, welche sich mit dem Lancaster-Vertrag vom 2. November 2010 dazu vorbereiteten. Das Startsignal dazu wurde von den Vereinigten Staaten von Kairo aus, Anfang Februar 2011, gegeben.

– Februar 2011-Juli 2012: Kriegsführung der 4. Generation

Ab diesem Zeitpunkt und während 15 Monaten haben die NATO und der GCC einen Krieg der 4. Generation unternommen, der ausschließlich auf ihre Vorherrschaft in den Mainstream-Medien gestützt war. Sie machten der Welt glauben, einschließlich den Syrern, dass das ganze Land sich aufgelehnt hätte, obgleich die größten Demonstrationen nicht mehr als 5.000 Leute versammelt hatten. Mit Scharfschützen und Kommandos täuschten sie eine blutige Niederschlagung der Proteste vor. Aber im März-April 2012, nach dem Fall des islamischen Emirats von Baba Amr, hat Nicolas Sarkozy den Rückzug Frankreichs ausgehandelt, während die Syrer im Mai begannen die Berichte von Al-Dschasira anzuzweifeln, und Washington seine Niederlage im Juni an der Genfer Konferenz akzeptierte.

Während dieser Zeit waren die Kämpfer sowohl syrische Takfiristen (wovon 3.000 in Baba Amr gefangen genommen wurden), als auch ausländische Soldaten, hauptsächlich libysche, von Abdelhakim Belhaj kommandierte Mitglieder der Al-Kaida. Zusammen gründeten sie die Freie Syrische Armee, die von britischen und französischen Offizieren geleitet wurde und logistische Unterstützung der Türkei genoss.

– Juli 2012 -August 2013: der nicaraguanische Krieg –

Die Wahl von François Hollande zum französischen Präsidenten und die Ernennung des zionistischen Laurent Fabius als Minister für auswärtige Angelegenheiten haben den Krieg wieder angefacht. Mit Hilfe der CIA von General David Petraeus und dem Know-how des Botschafters Robert S. Ford (ehemaliger Assistent von John Negroponte) gab Frankreich das Signal für einen neuen Krieg, diesmal vom nicaraguanischen Typ, und versammelte am 6. Juli 2012 die „Freunde von Syrien“ in Paris. Zwei Wochen später enthauptete ein Super-Attentat die Armee durch Ermordung der Mitglieder des nationalen Sicherheitsrates. Sofort stürmten 40.000 ausländische Dschihadisten, von Tausenden Syrern unterstützt, und von französischen und britischen Offizieren geführt, Damaskus. Das war der Augenblick der Wahrheit. Die Syrer, bisher noch sehr passiv, halfen ihrer Armee die Hauptstadt zu verteidigen und um die Eindringlinge abzuwehren. Es folgte ein Jahr eines grausamen und mörderischen Krieges, der mehr als 100.000 Märtyrer machte.

Während dieser Zeit hielten sich die USA im Hintergrund und ließen ihre Verbündeten die Arbeit vor Ort machen. Sie versuchten höchstens auf den Katar und Saudi-Arabien einzuwirken, um das Gewicht der Dschihadisten einzugrenzen und weltlichen Söldnern Vorschub zu leisten. Zentren zum Anheuern wurden in Tunesien oder in Afghanistan eröffnet. Luftbrücken wurden aus Libyen oder dem Jemen organisiert, um Zehntausende von Dschihadisten heranzufliegen, die nach Syrien kamen um zu sterben. Wie in Nicaragua fanden sich wohl Syrer, um sie zu unterstützen, aber sie waren eher dazu da, um „befreite Gebiete“ zu kontrollieren, als den Kampf mit der regulären Armee offen aufzunehmen.

– Von August 2013 bis heute: die Schlappe der NATO

In Anbetracht ihrer neuen Niederlage versuchten die NATO- und die GCC-Mächte die russischen und chinesischen Vetos im Sicherheitsrat zu umgehen. Sie organisierten ein Verbrechen, dem sie eine große symbolische Bedeutung gaben, und das eine internationale Intervention zum Schutz der Zivilbevölkerung rechtfertigen sollte. Auf diese Weise könnten sie schließlich das Land bombardieren, wie sie es in Libyen getan hatten.

– Der chemische Angriff von der Ghuta am 21. August 2013 wurde von der NATO organisiert. Die Waffen wurden von einer Kaserne der türkischen Armee nach Damaskus transportiert und die üblichen Kriegs-Medien sind mobilisiert worden, um aus diesem Vorfall ein ernsteres Ereignis als alle andere zu machen.

– Aber die unerwartete Bereitstellung der russischen Flotte vor der Mittelmeerküste hätte das Pentagon zu einem Angriff vom Roten Meer aus, über Jordanien und Saudi-Arabien fliegend, gezwungen, d. h. ihre Verbündeten in den Krieg einbezogen. Washington aber hat auf einen regionalen Konflikt verzichtet und die US-Diplomatie bemüht sich seither die Konferenz von Genf 2 vorzubereiten.

– Genf 2

Die Konferenz Genf 2, die wahrscheinlich Ende Januar 2014 stattfinden wird, sollte drei Jahren Krieg ein Ende setzen. Je nach der Version, die man von den Ereignissen vorzieht, hat Syrien einen Bürgerkrieg durchgemacht oder es wird siegreich aus einer ausländischen Aggression hervorgegangen sein.

– Es sind die westlichen Führer und die aus dem Golf, die für den Krieg verantwortlich sind und die die Schuld für den Tod von 120 000 Syrern und Zehntausenden Dschihadisten tragen.
Thierry Meyssan

Übersetzung

Horst Frohlich

Quelle
Al-Watan (Syrien)