Archiv für August, 2013

1) – 29.08.13 – USA – 52,5 Milliarden US$ „Schwarzer Haushalt“ Geld für Spionage – Edward Snowden Dokumentation enthüllt das riesige Budget –

– Der ehemalige Intelligenz-Kontrakter Edward Snowden hat ein neues Top-Secret Papier enthüllt und beweist, dass das USA-Geheimdienst ein Koloss mit einem riesigen „Schwarzer Budget“ von 52,6 Milliarden US$ für dem laufenden Geschäftsjahr ist.

– Der 178-seitige Zusammenfassung des Budget für die National Intelligence Programm, der die Washington Post bekommen hat, offenbar zum ersten Mal, wie die US-Geheimdienst Dutzende von Milliarden von Dollar jährlich für Spionage-Programme bekommt, ohne in der Lage zu sein „kritische Informationen an den Präsidenten über eventuelle nationalen terroristischen Bedrohungen liefern zu können“.

– Das Budget des US-Geheimdiensts wird nicht veröffentlicht und nur einige Persönlichkeiten die über Spionage-Informationen informiert werden.

– Nach dem neu übermittelten Unterlagen, der „Schwarze Budget“ ist größer als die Summe, dass das Ministerium des Inneren, das Wirtschaftsministerium und der NASA in diesem Jahr zusammenbekommen haben. Die CIA hat den Löwenanteil bekommen, d.h. 14,7 Milliarden des geheimen Budgets.

– Die NASA, laut The Post bekam 2013, 10,5 Milliarden US$.

– Die neue Dateien zeigen auch, dass die CIA und die NSA haben „offensive Cyber-Operationen“ begonnen, um in Computer-Netzwerken in anderen Ländern einzudringen, um ihre Informationssysteme zu bestehlen oder sabotieren.

2) – 28.08.13 – USA – Muslime Verfolgung – NYPD etikettiert New York Moscheen als Terro-Höhlen –
– Das New York Police Department führt massive Spionage Operationen auf alle Moscheen aus, um sie irgendwelche Beziehung mit terroristischen Organisationen anzukreiden.

– Laut The Associed Press, dass NYPD hat nach 9/11 dutzenden von terroristische Untersuchung innerhalb Moscheen durchführt. Das zeigen Interviews und vertraulichen Strategiepapier, dass die AP bekommen hat.

– Mit der Benennung der gesamten Moschee als Terror-Betrieb, die Polizei konnte sogar der Imam ausspionieren ohne sein kriminelles Fehlverhalten beweisen zu müssen.

– Der Terrorismus-Bezeichnung bedeutet, dass jeder Muslim, dass die Moschee betritt und den Gottesdienst beizuwohnen als potentielle Terrorist betrachtet werden kann und daher überwacht und untersucht werden kann. So dem Bericht.

– Das NYDP verwendet eine Taktik genannt TEI, die die Polizisten ermöglicht, politischen oder religiösen Reden zu überwachen wenn: „die Umstände und Fakten die akzeptabel erscheinen“ andeuten konnten, dass die Menschen an Terror-Komplotten beteiligt waren.

– Der Bericht basiert auf dem Buch „Feinde im Innen: heimliche Ausspähung des NYPD Unit und Bin Laden letzte Komplott gegenüber Amerika“ von AP-Reportern geschrieben.
– Das Buch basiert auf hunderte von bisher unveröffentlichter Polizei Dateien und Interviews mit ehemaligen und noch im Dienst, NYPD, CIA und FBI Beamten.

– Viele der Untersuchungen laufen seit Jahren, wenn auch das NYPD noch nie strafrechtlich eine Moschee oder islamische Organisation als Terroristen-Unternehmen belastet hat. (Exkurs: so was nennt man…Selbsthilfeprojekt um dem Job zu behalten).

– Die AP-Agentur enthüllte am 2011, dass die NYPD spionierte die Stadt Muslime. Die neue Aufzeichnungen, dass die Abteilung unzählige unschuldige Muslime und ihre Daten landeten in eine geheime Polizei-Akte. (Exkurs: wie bekannt werden diese Muslime für die nächsten Jahrhundert als Terroristen betrachtet werden, wie z.B. Nelson Mandela, der aus dem US-Terrorliste erst im Jahr 2010 gestrichen wurde, weil Condoleeza Rice aus Scham intervenierte…kann sein der einzigen guten Entscheidung die sie je getroffen hat).

– Bürgerrecht Anwälte in den USA, haben die New Yorker Polizei verklagt weil die Programme verfassungswidrig sind und machen Muslime Angst ihre Glauben zu praktizieren.

– Ich habe nie das Gefühl gehabt in den USA frei zu sein. die Aufzeichnung gaben mir Recht“, sagte Zein Kimawi, einer der Bay Ridge Moschee Führer, nachdem die Dokumentation seine Moschee als terroristischen Unternehmen bezeichnet hatte.

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Obama-Verwaltung akzeptiert eine israelische Desinformation
Voltaire Netzwerk | 30. August 2013

Der Verteidigungsminister Chuck Hagel, Staatssekretär John Kerry, die Nationale Sicherheitsberaterin Susan Rice und der Nationale Direktor des Nachrichtendienstes James Clapper hielten eine Besprechung unter Ausschluss der Öffentlichkeit über Syrien mit den Führern des Kongresses am Donnerstag, 29. August 2013.

Laut dem Vertreter Elliot Engel, der die Minderheit der Demokraten in der Kommission für auswärtige Angelegenheiten leitet, bestätigte die Obama-Verwaltung das Abhören der Kommunikation von der syrischen Regierung, das ihre Verantwortung hinsichtlich der chemischen Angriffe vom 21.08. beweise, wie es durch Foreign Policy aufgedeckt wurde.

Allerdings sind diese „Abhörungen“ eigentlich israelischer Herkunft [1].

Elliot Engel ist ein zionistischer Aktivist. Als Mitglied des US-Komitees für einen freien Libanon, das die „Zedernrevolution“ organisierte [2], schrieb er im Jahr 2002 den Syria Accountability and Lebanese Sovereignty Restoration Act (Gesetz über die Berichterstattung von Syrien und die Wiederherstellung der libanesischen Souveränität), der dem Präsident der Vereinigten Staaten erlaubt, gegen Syrien Krieg zu machen, ohne den Kongress rückfragen zu müssen. Dieser vom Kongress angenommene, und von George W. Bush unterzeichnete Text ist noch in Kraft.

Übersetzung
Said Hilal Alcharifi

[1] „Israels Rolle in der Ankündigung des Angriffs gegen Syrien“, Voltaire Netzwerk, 30. August 2013.

[2] « Les plans de l’US Committee for a Free Lebanon », par Thierry Meyssan, Réseau Voltaire

– 29.08.13 – AFGHANISTAN – 35 NATO-Öl-Tanklaster angegriffen und zerstört.

– Provinz Farah – Raketen Angriff auf Konvoi in Balablock Bezirk, Provinz Farah.
– Mindestens sechs Fahrer wurden getötet und ein Dutzend wurden verletzt. Am 23.08. die Taliban haben auch in Provinz Farah, 4 Fahrzeuge von einem US-geführte Konvoi zerstört.

– Kommentar: aus lauter Syrien, vergisst man, dass in Afghanistan die Lage für die „Befreiern“ nicht gut aussieht. Ich habe fast alle Tanklasten-Vorfälle in Afghanistan, bzw. in Pakistan wiedergegeben. Es ist das erste Mal in 3 Jahre, dass 35 Tankwagen zerstört wurden.

– 28.08.13 – AFGHANISTAN – Provinz Helmand – Hauptstadt Lashkar Gah –
– Tödliche Attacke an US-geführten ausländischen Truppen. „Das Ziel des Selbstmord-Autobomber war ein Konvoi der ausländischen Truppen, der an einem belebten Platz in Lashkar Gah Stadt vorbei ging“, so berichtet Omar Zwak Sprecher der Landeshauptmann. Mindestens vier Menschen wurden getötet und 15 Passanten wurden verletzt.

– 28.08.13 – AFGHANISTAN – US-Hilfe Gruppe, nach tödlichem Angriff auf Mitarbeiter, stopp die Tätigkeit im Lande.
– Das International Rescue Comitee (IRC) bestätigt am Mittwoch, dass 5 afghanische Mitarbeiter wurden am 25 August entführt, und einen Tag später in der Gulran Kreis, Provinz Herat, exekutiert.

– Lokale Beamte, sagten die eine Delegation von Stammesältesten versuchte die Arbeiter zu retten, aber war zu spät.

– Diese Helfer versuchten Projekten in der verarmten Region zu verbessern.

– 28.08.13 – AFGHANISTAN – US-Basis Provinz Ghazni –
– An der US-polnischen Basis östlich der Provinzhauptstadt Ghazni wurde einen Anschlag verübt.

– 10 polnische Soldaten wurden dabei verwundet, 1 US-Soldat getötet. Einige der Soldaten wurden ausgeflogen um in einem US-Krankenhaus der Region behandelt zu werden.

– Anwohner und Augenzeugen sahen dicken schwarzen Rauch von der Basis steigen und NATO-Hubschrauber auf dem Bereich schweben.

– Die Taliban schwören „jede mögliche Taktik anzuwenden um große Verluste an die USA, ihre Alliierten und afghanische Helfer zu verursachen“.

– 29.08.13 – AFGHANISTAN -Bombenanschlag verwundet drei US-Alliierten-Soldaten. Der Anschlag wurde durch eine Straßenbombe, ein Panzer traf. Es geschah in Provinz Kandahar, Daman Bezirk und verletzte drei Panzer Insassen.

– Provinz FARAH – BAKWA Distrikt – Hinterhalt –
– „Taliban töteten 15 afghanischen Polizisten und verwundeten 10. Mehrere Taliban wurden auch während das Gefecht getötet.

– 29.08.13 – Noch eine Meldung – in Zentral Afghanistan wurden wieder zwischen vier (so die Polizei) und 19 (so die Taliban) Öl-Tanker in Brand gesetzt.

– Lokale Beamten sagten, dass am Donnerstag Militanten töteten 11 Polizisten, die Wache hielten, und setzten Öl-Tanker in Brand.

– In der letzten Zeiten geschieht in Afghanistan was früher in Pakistan gang und gäbe war, Öl-Tanker und Container mit Treibstoff in Brand zu setzen.

– 30.08.13 – AFGHANISTAN – Bei einem Bombenanschlag auf einer Moschee im Norden Afghanistan, Provinz Kunduz wurde der Bezirk Gouverneur Sayed Saddrudin getötet. Der Bezirk-Polizei-Sprecher Sayed Sarwar Hossaini sagte, dass mit dem Gouverneur Leibwächters und mehrere Zivilisten wurden getötet. Mindestens sieben Menschen haben dem Tod gefunden.

« Die Kunst des Krieges »
Syrien, Option Kosovo im Nahen Osten
von Manlio Dinucci

Washington plant Syrien zu bombardieren und lässt es wissen. Der Vorwand des Tages ist der Einsatz von Giftgas, um seine Opposition zu unterdrücken. Videos sind im Umlauf, die Verletzte, unter Asphyxie leidende Personen, aber ohne die charakteristischen Gasvergiftungs-Symptome zeigen. Für Manlio Dinucci ist diese Propaganda nicht glaubwürdig, aber macht eine Intervention des Bündnisses möglich, die nur Präsident Obama entscheiden kann.
Voltaire Netzwerk | Rom (Italien) | 29. August 2013
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Ein Mann der verdächtigt wird, einen Mord ausführen zu wollen, wählt genau den Zeitpunkt für die Tat, wenn die Polizei zu ihm ins Haus kommt. Das ist, was Präsident Assad gemacht hätte, als er die chemische Waffe zu dem Zeitpunkt blank zieht, an dem die UN-Inspektoren für ihre Untersuchung über den Einsatz von Chemiewaffen in Syrien ankommen. „Beweise“ wurde von den „Rebellen“ geliefert, deren vom US-State Department organisierten Propaganda-Zentrum in Istanbul Videos macht, um sie den globalen Medien bereitzustellen.

Da Präsident Obama jetzt „sehr wenig Zweifel“ hat, dass Assad der Schuldige ist und urteilt, dass „es sehr spät sei“, damit die Untersuchung der Vereinten Nationen „glaubwürdig sei“, studiert er den „Gegenschlag“, ähnlich dem vom Kosovo, d. h. einen durch die NATO 1999 ohne UN-Mandat ausgeführten Luftkrieg gegen Jugoslawien, das der „ethnischen Säuberung“ im Kosovo beschuldigt wurde.

Zu diesem Zweck berief das Pentagon in Jordanien vom 25.-27. August die Stabschefs aus Kanada, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Türkei, Saudi-Arabien und Katar. In Jordanien haben die USA F-16 Jagd-Bomber, Land-Luft Patriot-Raketen und über tausend Militär bereitgestellt, welche die für den „geheimen Krieg“ bewaffneten Gruppen in Syrien trainieren.

Nach der von Le Figaro gesammelten Mitteilungen wurde ein Kontingent von 300 Mann, „wahrscheinlich unterstützt durch israelische Kommandos“, in Syrien von der jordanischen Seite am 17. August eingeschleust, gefolgt von einem anderen, zwei Tage später. Sie kommen zu den vielen, bereits in der Türkei Ausgebildeten, hinzu. In ihrer Mehrheit keine Syrer, sondern aus Afghanistan, Bosnien, Tschetschenien, Libyen und anderen Ländern, in der Regel islamistischen Gruppen angehörend, von denen manche als Terroristen in Washington abgestempelt sind. Sie werden durch ein internationales, von der CIA organisiertes Netzwerk, besonders aus Kroatien mit Waffen versorgt.

Unter der Tarnkappe des „geheimen Krieges“ ist nichts leichter, als einige Gruppen mit chemischen Waffen auszustatten, die mit Raketen auf Zivilisten schießen, das Massaker filmen, das man dann der Regierung in die Schuhe schiebt. Man schafft so den Casus Belli, der eine spätere Eskalation rechtfertigt, bis zu einem Luftkrieg, da der Krieg im Inneren des Landes den syrischen Staat nicht zu Fall bringt. Diese Option, motiviert durch die Einführung einer „No-Fly Zone“, sieht einen massiven Start von Marschflugkörpern vor, mehr als 70 in der ersten Nacht, mit Wellen von Flugzeugangriffen, die Satelliten-gelenkte Bomben abwerfen, ohne in den syrischen Luftraum einzudringen.

Die Vorbereitungen begannen nicht nach, sondern vor dem angeblichen chemischen Angriff. Im Juli wurde der Stoßtrupp des amerikanischen Flugzeugträgers Harry Truman entfaltet, der zwei Kreuzer und zwei Raketen-werfende Zerstörer mit Marine-Einheiten an Bord enthält, der in den Bereichen der sechsten und fünften Flotte operiert. Ein weiterer Raketenwerfender Zerstörer, der Mahan, statt wieder in seinen Heimathafen in Virginia zu fahren, blieb im Mittelmeerraum unter dem Kommando der sechsten Flotte. Die US-Navy hat damit allein schon fünf Marineeinheiten und ein paar U-Boote positioniert, um Syrien mit Hunderten von Marschflugkörpern beschießen zu können. Die Jagdbomber sind auch in den Basen in Italien und im Nahen Osten startklar.

Zu den US-Marinekräften kommen die Teilnehmer des Treffens in Jordanien (einschließlich Italien) und auch andere Länder, immer noch unter Kommando des Pentagons.

Syrien hat jedoch ein militärisches Potenzial, das Jugoslawien und Libyen nicht hatten, worunter mehr als 600 Flak Installationen und Raketen bis zu 300 km Reichweite. Der Krieg würde sich auf den Libanon und andere nahöstliche Länder, die bereits engagiert sind, ausdehnen und würde die späteren Beziehungen von Washington mit Moskau erschweren.

Darüber wird derzeit in Washington diskutiert, während man in Rom die Befehle abwartet.
Manlio Dinucci

Übersetzung
Horst Frohlich

Quelle
Il Manifesto (Italien)
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Manlio Dinucci

Geograph und Geopolitiker. Letztes veröffentliche Werk : Geocommunity Ed. Zanichelli 2013 ; Geografia del ventunesimo secolo, Zanichelli 2010 ; Escalation. Anatomia della guerra infinita, Ed. DeriveApprodi 2005.

Quelle : „Syrien, Option Kosovo im Nahen Osten“, von Manlio Dinucci, Traduction Horst Frohlich, Il Manifesto (Italien), Voltaire Netzwerk, 29. August 2013, http://www.voltairenet.org/article179973.html

1) – 29.08.13 – SYRIEN Armee räumt weiter auf –
– Die Armee griff die Positionen der aus dem Ausland unterstützten Militanten in der ländlichen Umgebung der Hauptstadt an.

– Am Donnerstag, die Armee verkündete, dass die Bauerhöfe in der Stadt PALMYRA unter volle Kontrolle der Armee sind.
– Am gleichen Tag, eine Autobombe hat eine Armee Kontrollposten in NABAK getroffen.

– Laut andere Quellen, die Armee hat auch Fortschritte in der Stadt SBEINETH gemacht.

2) – 29.08.13 – SYRIEN – Wer Ist den Westen, Welt Polizei zu spielen?“ sagt ex-IAEA Dr. Hans Blix Leiter Inspektionskommission der UN für den Irak –

– In einem Artikel in The Guardian am Mittwoch, der ehemalige IAEA-Chef der Inspektoren im Irak sagte, dass US-Präsident Obama, trotz seine Prätention anderes zu handeln, scheint wie Bush und Blair der UN-Sicherheitsrat ignorieren zu wollen „und befahl bewaffnete Aktionen gegen Syrien mit der Unterstützung von UK, Frankreich und einige andere durchzuführen“. (Exkurs: Inzwischen scheinen einige „Genossen“ zurückgerudert zu sein).

– Blix sagte, die UN-Charta erlaubt mit den Einsatz der Streitkräfte zur Selbstverteidigung oder mit einer Genehmigung des Sicherheitsrats…eine potentiellen US-geführten Angriff auf Syrien, konnte nicht als „Notwehr“ oder „Vergeltung“ angesehen werden, da die USA, UK und Frankreich nicht angegriffen worden sind.

– Er bezog sich auf dem Doppelstandard der Ländern, dass Assad beschuldigen Sarin Gas verwendet zu haben und sagte: „Was das moralische Gewicht der Verurteilung über die Verwendung von Gas als schweres Kriegsverbrechen angeht, ist nicht akzeptabel von Ländern, dass selbst nicht eine Norm hinnehmen, dass jede neue Einsatz von Atomwaffen, die sie besitzen, als kriminell bezeichnen wurden.

– Blix meinte, US-Säbelrasseln stammt aus dem Druck der Militanten und um zu vermeiden, dass das Weiße Haus „zögerlich und passiv“ erscheint. Ein Streik auf Syrien, wurde die Wiederholung des Iraks Invasion ein Jahrzehnt später bedeuten, und wurde darauf hindeuten, dass die „augenblickliche Welt Großmacht“ kann militärisch intervenieren, wenn sie denkt, dass sie politisch gezwungen ist es zu tun.

– E-Mail: Es war einmal, wenn Western Führung respektiert und gefürchtet wurde. Heute, wir, die Muslime betrachten die westliche Führer als strohdumme Diener von diesem illegalen Ghetto mit Namen Israel.

3) – 29.08.13 – RUSSLAND hat die Bereitstellung von mehr Kriegsschiffe im Mittelmeer bekanntgegeben.
– „Die Situation in das östliche Mittelmeer zwingt uns einige Korrekturen unsere Seestreitkräfte vorzunehmen“, so eine ungenannte Quelle im russischen Generalstab wurde am Donnerstag von Interfax-Agentur zitiert.

– Eine große anti-U-Boot-Schiff der Nordflotte wird schon die russischen Schiffe erreichen, die schon von der Küste Syrien positioniert sind. Zusätzlich wird bald auch das Schiff Moskva die Stelle erreichen. Das Moskva, ist ein Raketen-Kreuzer aus der Schwarzmeer-Flotte.

4) – 30.08.13 – SYRIEN – Wach die Welt endlich auf? Anti-Militär-Attacke Demonstrationen gegen Syrien in USA und anderswo.

– Donnerstag – Anti-Krieg-Proteste in mehreren Städten in den USA, inklusive Washington, Los Angeles und Chicago.

– Die Demonstranten sagte, das Weiße Haus versäumt den Nachweis von chemische Waffen Einsatz in Syrien seitens der Assad Regierung zu erbringen.

– Schilder: Syrien = Irak = Lüge

– Andere Demonstrationen fanden in Athen, Adana Türkei, Venezuela, Stockholm –

– ISRAEL – SYRIEN – Israel wichtige Rolle bei der Gestaltung des Angriffs gegen Syrien –

– Laut Angabe der Zeitschrift Foreign Policy-Website von 28.08.13, die NSA hatte den Nachrichtenaustausch zwischen dem Leiter des syrischen chemischen Waffen Außenministerium mitgehört.
– Der letztere war besorgt, nachdem 1.424 Menschen bei einem chemischen Angriff gestorben waren.

– Diese Information, weitgehend von der atlantischen Presse verbreitet hat dazu beigetragen, dass die westlichen Staaten, Syrien als Schuldig für dem Angriff bezeichnen konnten.
– Die Quelle war nicht amerikanisch: am Vorabend des 27. August, die israelische TV-Kette „Jewish News One“ mitteilte, dass die Abhörung der Konversation wurde von IDF (israelische Armee) durchführt.

– Für seinen Teil, eine syrische militärische Quelle hat die Anwesenheit von IDF-Offiziere in DOUMA (Zone von der Brigade des Islam kontrolliert) bestätigt, wenn die Rebellen zwei Granate mit Chemikalien abgeschossen haben, (die Granaten haben nicht unbedingt Giftgas enthalten).
(Exkurs: das wurde die Satelliten-Bilder bestätigen, die Russland präsentiert hat, die zwei Flugkörper zeigen).

– Die westliche Begeisterung Syrien anzugreifen ist daher die Folge der Aktivitäten einigen Individuen, mit Israel verbunden und von dem französischen Außenminister Laurent Fabius geführt.

voltairent.org
Übersetzung: mundderwahrheit

1) – 27.08.13 – ISRAEL – B’Tselem, israelische Menschenrechteorganisation beschuldigt der Staat Israel Palästinenser-Rechte zu verletzten.
– Die Gruppe sagte in einem Bericht am 22.08.13, dass die Palästinenser, darunter auch Kinder, wurden während Verhöre in israelische Gefängnisse gefoltert.

– Die Gruppe sammelte 64 Aussage von Palästinenser die in Bethlehem und Hebron, Westjordanland besetzen Gebieten wohnhaft sind. 56 von ihnen, die in der Zeit ihrer Vernehmung minderjährig waren, sagen, dass sie während die Verhaftung Opfer von Bedrohungen, Folter und Gewalt gewesen sind.

– Mehr als 95% der Gefangenen, darunter Kinder werden gefoltert. Israeli machen keine Unterschied zwischen Kinder und Erwachsenen. Wir haben auch Zeugnisse von sexuellen Missbrauch und Drohungen gegen Minderjährige“, sagt Kaldura Faris PB-Minister für Gefangene Angelegenheiten.

– „Sie müssten lange Zeit stehen, nachdem sie mit Schlafentzug gefoltert wurden. Sie wurden gezwungen durch Folter, Verbrechen zu gestehen, die sie nicht begangen hatten“.

2) – 28.08.13 – GROßBRITANNIEN – Viele Briten protestieren gegen G4S-Mitchuld zu Palästinenser-Folter.
– Die Demonstration mit dem Titel „Free the Hares Boys“ ist von der Islamic Human Right Commission (IHRC) organisiert und findet am 30.08. statt.

– Die Demonstranten beschuldigen die Sicherheitsfirma G4S, die illegalen Inhaftierung und Folter in der israelischen Gefängnissen zu unterstützen.

– G4S liefert Ausrüstungen und Dienstleistungen für die israelischen Kontrollposten um die illegalen Siedlungen zu schützen, Apartheid Mauer und Gefängnissen wo palästinensischen politischen Gefangenen, darunter Kinder, in Verletzung des Völkerrechts gehalten werden unter Misshandlung und Folter, zu kontrollieren.

– Schon einmal dieses Jahr, Aktivisten haben vor dem G4S-Gebäude protestiert, und die Firma die Komplizenschaft an der Folter von palästinensischen Kindern, inklusive Mahdi Saleh Suleiman und die anderen „Hares Boys“ die sie lebenslanger Haft bekommen haben für Verbrechen, die sie nicht begangen haben.

28.08.13 – USA – Syrische Elektronische Armee hat New York Times-Twitter-Website geknackt – Russiatoday –

– Die „Syrian Electronic Armee“ hat behauptet Zugang zu einer Reihe von Twitters internationalen Domains, nachdem sie die New York Times-Website, offenbar durch „Melbourne IT“ geknackt haben.

– Die SEA, angeblich schaffte beide Kontaktdaten und Domain-Name-Server der New York Times und Twitter effektive zu verändern und in den Registry-Einträgen in Melbourne IT einzudringen. Die SEA übernahmt auch die Verantwortung, die Huffington Post UK-Domain geknackt zu haben.

– Als Folge des Angriffes, der New York Times-Website wurde zum zweiten Mal in weniger als einem Monat deaktiviert. Die Zeitung schrieb den Ausfall „einer böswilligen Angriff von außen zu, und denkt, die Attacke kam von Hackern die mit der SEA arbeiten.

– SEA ist eine geheimvolle Gruppe von Hackern, die mit Präsident al-Assad sympathisieren und eine Reihe von Cyber-attacke an Medien, inklusiv AP lanciert haben, die fälschicherweise darüber berichteten, dass US-Präsident Obama bei einem Angriff auf das Weißen Haus verletzt wurde.

– Der Hacker-Kollektive unterwandert regelmäßig Organismen und Medien, die gegen den Assad-Regierung mitintrigieren.

– Eva Galperin, Global Public Policy Analyst bei Electronic Fundation: „Sie versuchen an der Öffentlichkeit zu zeigen, dass was die Medien über Assad sagen aus Lügen besteht“.

– 29.08.13 – SYRIEN – Das Schlachten von Syrien abgewehrt oder nur verschoben? – „von Gasangriff profitieren nur die Aufständischen“, sagt Edward Corrigan, Journalist und international Rechtanwalt.

– Breaking News – PressTv – Inmitten der eskalierenden Krieg-Rhetorik gegen Syrien, Russland schickt Anti-U-Boot-Schiff und ein Rakete Kreuzer in Mittelmeer –

-Exkurs: Die UN-scheint diesmal der Druck der „Schlachtern“ standgehalten zu haben und machen mit der Untersuchung weiter, man kann nur hoffen, dass nicht wie seinerzeit im Irak passiert, wenn die Inspektoren gezwungen worden nach Hause zu gehen und IAEA-Chef Blix regelrecht die „Mächtigen“ anbettelte, 3/4 Wochen mehr zu geben um die Untersuchungen weiter zu führen…leider, leider die USA wollten nicht mehr warten, sonst wäre die Lüge ans Licht gekommen.

– Edward Corrigan: „Die ganze Gasangriff ist höchst verdächtigt, wenn man sich Anschaut wenn davon profitiert. Natürlich ist es nicht die Regierung von Syrien oder die Menschen in Syrien“
Er fragte sich, warum sollte Damaskus so ein Anschlag führen, wenn scheinbar die syrische Armee am Boden den Krieg am Gewinnen ist?

– Corrigan fügte hinzu, dass „deutliche Hinweise gab, dass von Ausland unterstützte Kämpfer hinter letzte Woche chemische Waffen-Angriff außerhalb Damaskus wo viele Zivilisten getötet wurden.

– „Ich habe Berichte gesehen, dass die Russen haben Satelliten Bilder vorgeführt haben, wo zu sehen ist, wie Raketen von Rebellen kontrollierten Gebiet abgefeuert wurden. (Exkurs: Russiatoday hat von 2 Raketen gesprochen, dass am Zeitpunkt des Angriffes eben von Militanten abgefeuert wurden).

– Klar, dass die syrische Regierung hatte viele Gründe, es nicht zu tun, während die Rebellen, dass offenbar dabei sind den Krieg zu verlieren, werden einen Grund suchen um einer Intervention des Westens herbeizuführen. Die Mehrheit der Bürger in der USA (60%) sind gegen einer militärischen Einmischung in Syrien.

– Tagesschau.de 28.08.13 –
– Deppendorfs Woche
Syrien – wegducken geht nicht

Wie steht Deutschland zu einem US-Militärschlag in Syrien? Eine Enthaltung wie im Fall Libyen wird es nicht geben, meint Ulrich Deppendorf, Leiter des ARD-Hauptstadtstudios im Gespräch mit Simone von Stosch. Diesmal werde die Bundesregierung den Luftschlag befürworten. Zum Wahlkampfthema tauge Syrien nicht, auch wenn die Mehrheit der Deutschen gegen den Krieg ist.

Deppendorfs Woche, 28. August 2013

– In der englische Kolonialzeit, am Eingang der Offizier-Club stand: „für Inder und Hunde Eintritt verboten“. Bei Tagesschau.de steht ein ähnliches Schild: „Wahrheit, Moral, Rechtbewustein haben keine Zutritt“.

aus QPress –

Giftgas-Maulkorb für Carla del Ponte, Obama muss das syrische Monster pflegen

Carla_Del_Ponte confused about syria FSA UN report

Damn Ass Kiss: Wer sich in letzter Zeit etwas abseits der Trampelpfade mit syrischem Giftgas befasst hat und nicht einfach nur dem hiesigen Mainstream dumpf erlegen ist, für den waren die Erkenntnisse von Carla del Ponte keine großartige Neuigkeit. Allein die Tatsache, dass sie überhaupt in der Form in den Massenmedien hier zu Worte kommen konnte, deutet eher auf eine ungewollte Panne hin. Wie alle vorgenommenen Korrekturen heute beweisen, passt ihre Geschichte absolut nicht zum offiziellen Drehbuch des Syrien-Plots. Um diesen Lapsus nicht ganz so schnell in Vergessenheit geraten zu lassen, ziehen wir diesen Vorgang ein wenig ins Rampenlicht.
Kurz zusammengefasst

Die erwähnte Dame ist keine unbekannte Größe, ist sie doch in Sachen Anklage für Menschenrechte des Öfteren unterwegs, auch als Chefanklägerin in Den Haag kennt man sie gut. Ein guter Leumund eilt ihr voraus. Die UN beauftragte sie jüngst den Hinweisen auf Giftgas in Syrien nachzugehen. Sie tat dies und kam mit einer Handvoll von Hinweisen wieder, die darauf schließen lassen, dass nicht Assad, sondern die Aushilfsterroristen und vom Ausland bezahlten Aufständischen hier mit Chemie gespielt haben könnten.

Dafür sprechen auch diverse andere Berichte, die von Chemielieferungen aus der Türkei sprechen und von behelfsmäßigen Laboren, die aller Voraussicht nach von letzterer Klientel verwendet wurden. Hier ein Bericht von AMTV NEWS (englisch) oder eine erweiterte Version mit englischen Untertiteln an dieser Stelle, da zeigen sich die Giftmischer ebenfalls mit ihren Versuchen an zwei Nagern. Allein diese Dokumentation passt in die Reihe der Feststellungen von del Ponte, selbst wenn damit noch nichts bewiesen ist.

So konstatierte del Ponte am Ende, das vermutlich eher die FSA und vergleichbare Gruppierungen in Syrien mit diesen Chemikalien gespielt haben könnten. Dies, um genau den Anschein zu erwecken, Assad würde jetzt Giftgas einsetzen, wofür sich ja Israel bereits verbürgt hatte und von unumstößlichen Beweisen sprach. Offensichtlich hat del Ponte ihren öffentlichen Auftritt mit niemandem abgesprochen der autorisiert ist Geschichtsbücher zu frisieren. Oder aber sie ist todesmutig vorgeprescht um vielleicht doch der Wahrheit einmal die Bahn zu brechen. Genau auf selbigem Wege, über die Medien, wurde sie jetzt mit nur einem Tag Versatz von allen Seiten zusammengefaltet und relativiert. So zerknirscht und konfus, wie im Bild, könnte sie wohl auch in der Realität sein.
Die Summe der Dementis kurz zusammengefasst

Zur Wahrung seiner roten Linie lässt dann das Weiße Haus sogleich folgenden Unfug erklären, der auch noch im krassen Gegensatz zur UN steht: Man widerspreche der Uno-Expertin Carla Del Ponte. Man sei „höchst skeptisch“, das syrische Rebellen chemische Waffen benutzt haben sollen. Im Gegenteil, es sei sehr wahrscheinlich, dass das Regime von Präsident Baschar al-Assad Giftgas eingesetzt habe, sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Jay Carney, am Montag. Die US-Regierung geht immer noch Hinweisen für den Einsatz von Chemiewaffen nach. Die USA suchten aber nach beweiskräftigen Belegen. Wann die Ermittlungen dazu beendet werden könnten, sei derzeit nicht zu sagen.

Die UN ist jetzt eiligst bemüht zu erklären, dass es keinerlei Hinweise auf den Einsatz von Giftgas in Syrien gibt (del Ponte muss wohl an Einbildung leiden) und im O-Ton hört es sich dann etwa so an: „Es gibt keine beweiskräftigen Ermittlungsergebnisse für einen Chemiewaffeneinsatz in Syrien durch irgendeine der an dem Konflikt beteiligten Parteien“. Nun, da bleibt die dringende Frage im Raume stehen ob dann womöglich unbeteiligte Parteien dort mit Giftgas spielen, weil doch die ein oder anderen Symptome für einen Einsatz festgestellt worden sein sollen. Wie immer muss man also jedes Wort dreimal umdrehen.

Und die guten Mörder von Damaskus: Der Sprecher der Freien Syrischen Armee, Luai al-Mekdad, wies die Aussagen del Pontes zurück. Er sagte der Nachrichtenagentur dpa: „Wir besitzen kein Sarin-Gas und wir streben auch nicht danach, es in unseren Besitz zu bringen.“ Nun warum sollten sie auch, es muss ja so aussehen als sei es Assad, sonst kommt man einfach nicht über Obamas rote Linie.

Und die Medien schreien es dann weisungsgemäß laut raus, so wie hier der Spiegel-online: Washington distanziert sich von Del Ponte. Natürlich auch an vorderster Front dabei, Zeit-online: UN-Kommission dementiert Vermutungen über Giftgas-Einsatz der Rebellen. Und alle Gazetten sind jetzt voll mit den entsprechenden Rüffeln, schließlich muss man dieses unangenehme Gedankengut wieder aus den Köpfen der Schäfchen vertreiben, würde man sich doch sonst für die falsche Seite aufreiben. Wenn man sich jetzt die Massivität der Dementis ansieht, dann kommt es einem Maulkorb für del Ponte gleich.
Und kein Ende in Sicht, massig weitere Propaganda voraus

Damit wurden jetzt wieder ausreichend Nebelbomben geworfen und die Jungs von al-Nusra können weiter mit dem Segen und einer hinreichenden Unterstützung des Westens für ihre Massaker rechnen, egal welche Gräuel sie dort nachweislich schon angerichtet haben. Einen Tag Youtube zu diesem Thema und man hat den Kanal im wahrsten Sinne des Wortes voll davon. Solange diese Klientel gegen Assad antritt scheint alles recht zu sein, alle Augen sind zudrücken, auch die von Carla del Ponte.

Das Weiße Haus und Israel müssen wegen des Fehltritts der Sonderermittlerin nun ein paar neue Märchen hinzu erfinden und verbreiten, damit das Schreckgespenst Assad in der weltweiten Wahrnehmung keine Pluspunkte sammeln kann. Dass Assad keine Lust hat Syrien den islamistischen Mörderbanden zu überlassen, dürfte vermutlich sogar die Rückendeckung der meisten Syrer haben, auch wenn sie mit ihm nicht einverstanden sind. Nur sie wissen sehr wohl von welcher Seite das größere Übel droht. Aber das Schicksal der Syrer ist den Strategen im Westen völlig egal, man möchte auch dort einen entsprechenden Einfluss in Syrien, um nichts anderes geht es und da steht Assad im Weg.

Unter menschlichen Gesichtspunkten wäre die Weltgemeinschaft längst aufgefordert die Freiheitskämpfer, die FSA und die al-Qaida Subunternehmung namens al-Nusra aus Syrien herauszuschießen. Aber dann wären die UN-gerechten Träume einiger arabischer Potentaten und großer westlicher Demokratien recht schnell am Ende. Auch wenn es niemand wahrhaben will, es scheint wohl unausgesprochen erheblich mehr Interesse an einer großflächigen Eskalation im Nahen Osten zu bestehen, als uns das sybillinische Rumgeplärre nach Frieden vom Gegenteil zu überzeugen vermag. Diese Floskeln muss man nur obligatorisch runterleiern, damit alles sauber aussieht

Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, wo komm mehr denn da hin . “Wir” sind hier die Guten“!

– Ist der Westen bereit, Syrien zu bombardieren?
von Thierry Meyssan

Washington, London und Paris tun so, als könnte die syrische Regierung gegen ihr eigenes Volk einen chemischen Angriff unternehmen, und schlagen die Trommeln des Krieges. Soll man diese Drohungen von Staaten ernst nehmen, die seit mehr als zwei Jahren den Sturz von Syrien als unmittelbar bevorstehend vorhersagen? Obwohl man diese Option nicht ausschließen kann, meint Thierry Meyssan, dass sie weniger wahrscheinlich ist als eine von Saudi-Arabien organisierte Intervention. Dieser Wirbel hätte vielmehr zum Ziel, die Reaktionen von der Russischen Föderation und dem Iran zu testen.
Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 28. August 2013

Was ist bloß in den Friedens-Nobelpreisträger Barack Obama gefahren? Sonntag, den 25. August hat das Weiße Haus eine Mitteilung gemacht, in der ein anonymer hoher Beamte erklärt, dass es „sehr wenig Zweifel“ über die Verwendung durch Syrien von chemischen Waffen gegen seinen Widerstand gebe. Das Kommuniqué fügt hinzu, dass die Zustimmung Syriens, die UN-Inspektoren in das betroffene Gebiet einreisen zu lassen „zu spät komme, um glaubwürdig zu sein“.

Wenn der Einsatz chemischer Waffen in den Vororten von Damaskus Mittwoch, den 21. August 2013 auch sehr wahrscheinlich gewesen sein dürfte, hat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nicht geschlossen, dass er von der syrischen Regierung gemacht wurde. In großer Eile wurden, auf Antrag des Westens, die Botschafter versammelt und waren überrascht, als ihr russischer Kollege ihnen Satelliten-Fotos unterlegte, die den Abschuss von zwei Geschossen um 01h35 morgens zeigte, die aus dem Rebellen-Bereich Duma kamen und im Rebellen-Gebiet einschlugen, das vom Gas (in Jobar und zwischen Arbin und Zamalka) betroffen war, zur gleichen Zeit der bekannten Ereignisse. Die Fotos erlauben nicht zu sagen, ob es sich um chemische Geschosse handelt, aber sie lassen vermuten, dass der „islamischen Brigade“, die Duma besetzt, mit einem Stein drei Treffer gelungen sind: erstens die Unterstützer ihrer Rivalen innerhalb der Opposition zu beseitigen, zweitens Syrien zu beschuldigen, chemischen Waffen einzusetzen, und schließlich drittens, die Offensive der syrischen arabischen Armee zu stören, um die Hauptstadt zu befreien.

Wenn die syrische Regierung – wie ihr israelischer Feind – nicht ein Unterzeichnerstaat des Übereinkommens gegen chemische Waffen ist, besitzt sie diese in großem Masse, wie auch die Dschihadisten, wie es von Carla del Ponte, zum großen Wutausbruch des Hohen Kommissars für Menschenrechte, bestätigt wurde. Im Dezember hatte die Freie Syrische Armee (FSA) ein Video von einem Chemielabor gezeigt, in dem sie die Alawiten bedrohten. Diese Woche entdeckte die Regierung in den Vororten von Damaskus mehrere Verstecke von chemischen Waffen, Gasmasken und Gegenmittel. Die Produkte kamen aus Saudi-Arabien, vom Katar, den Vereinigten Staaten und aus den Niederlanden. Es ist auch auf Antrag der syrischen Regierung und nicht des Westens, dass Inspektoren der Vereinten Nationen in Syrien für zwei Wochen anwesend sind, um die üblichen Vorwürfe zu prüfen. Schließlich hat am 29. Mai 2013 die türkische Polizei ein Dutzend Mitglieder der Al-Nusra -Front verhaftet und Chemiewaffen beschlagnahmt, die in Syrien verwendet werden sollten.

Freitag versammelte Präsident Obama trotzdem den nationalen Sicherheitsrat, um die Möglichkeiten eines Angriffs gegen Syrien im Beisein von Botschafterin Samantha Power, Chefin der Liberalen Falken, zu studieren. Er beschloss, die US-Militärpräsenz im Mittelmeer zu stärken, indem er einen vierten mit Marschflugkörpern bewaffneten Zerstörer, den USS Ramage dorthin sendete. Er kommt noch zu den USS Gravely, USS Barry und USS Mahan dazu, die vor Ort gehalten wurden, obwohl sie in ihren Hafen zurückkehren sollten.

Samstag rief er den britischen Premierminister David Cameron per Telefon an. Und Sonntag sprach er mit dem französischen Präsidenten François Hollande. Die drei Männer vereinbarten, dass eine Intervention notwendig wäre, ohne zu sagen welcher Art. Sonntag rief erneut der Secretary Of State John Kerry seine britischen, französischen, kanadischen und russischen Kollegen an, um ihnen zu sagen, dass die Vereinigten Staaten überzeugt seien, dass Syrien die „rote Linie“ überschritten habe. Wenn die ersten drei Gesprächspartner auch mit Hand an der Hosennaht ihm zuhörten, wunderte sich der Russe Sergej Lawrow, dass Washington sich noch vor dem Bericht der Inspektoren der Vereinten Nationen darüber äußerte. Er antwortete ihm, welch „schwerwiegende Folgen“ so eine Intervention in der Region darstelle.

Montag war der französische Verteidigungsminister, Jean-Yves Le Drian, in Katar und sollte sich in die Vereinigten Arabischen Emirate begeben, um sich mit ihnen zu koordinieren. Währenddessen wurde der Berater der israelischen Staatssicherheit, General Yaakov Amidror im Weißen Haus empfangen. In einem Telefongespräch zwischen dem britischen Premierminister David Cameron und dem russischen Präsident Vladimir Putin, betonte Letzterer, es gäbe keinen Beweis für den Einsatz chemischer Waffen durch Syrien. Der chinesische Vize-Minister für auswärtige Angelegenheiten, Li Baodong, telefonierte seinem amerikanischen Amtskollegen, Wendy R. Sherman, um die Vereinigten Staaten zur Zurückhaltung aufzurufen. Des Risikos eines regionalen Krieges bewusst, dessen erste Opfer die Christen wären, rief Papst Franziskus I. wieder mit Kraft zum Frieden auf.

Sollte man trotz allem denken, dass der Westen ohne Mandat des Sicherheitsrates in den Krieg zieht, wie einst die NATO in Jugoslawien? Dies ist unwahrscheinlich, weil zu der Zeit Russland in Schutt und Asche lag, heute aber sollte es nach den drei Vetos zum Schutz von Syrien eingreifen, oder jegliche internationale Maßnahmen unterlassen. Sergej Lawrow schob jedoch mit Bedacht einen Dritten Weltkrieg zur Seite. Er sagte, dass sein Land nicht bereit sei, in einen Krieg einzusteigen, gegen wen auch immer, selbst anlässlich von Syrien. Es könnte sich daher um eine indirekte Intervention zur Unterstützung von Syrien handeln, wie sie China während des Vietnam-Krieges machte.

Der Iran informierte dann durch seinen stellvertretenden Stabschef, Masoud Jazayeri, dass für ihn ein Angriff auf Syrien die „rote Linie“ überschreiten würde und dass, falls das Weiße Haus zur Tat schreiten sollte, es „schwerwiegende Folgen“ erdulden würde. Sicherlich hat Iran weder die Mittel von Russland, noch seine Bündnisse, aber gehört sicher zu den 10 ersten militärischen Weltmächten. Deshalb wäre ein Angriff auf Syrien, das Risiko einer Vergeltung gegen Israel einzugehen und Aufstände in weiten Teilen der arabischen Welt, insbesondere in Saudi-Arabien zu verursachen. Die jüngste Intervention der libanesischen Hisbollah und die Aussagen von ihrem Generalsekretär Hassan Nasrallah, sowie die der palästinensischen Organisation PFLP, lassen keinen Zweifel darüber.

Von der russischen Presse befragt, sagte der syrische Präsident Baschar Al-Assad: „Die Aussagen der westlichen Politiker, der USA und anderen Ländern, sind eine Beleidigung für den gesunden Menschenverstand und ein Ausdruck der Verachtung für die Öffentlichkeit ihrer Völker. Das ist Unsinn: zuerst beschuldigt man, dann sammelt man Beweise. Diese Aufgabe wird durch ein mächtiges Land, die USA, geführt (…) Diese Art von Anklage ist ausschließlich politisch, sie ist die Antwort auf die Serie von Siegen der Regierungstruppen über die Terroristen.“

In Russland kommentierte der Präsident der Kommission für auswärtige Angelegenheiten der Duma, der Journalist und Geopolitiker Alexeï Puchkov, auf seinem Twitter-Konto: „Washington und London haben Assad schon vor den Ergebnissen der Inspektoren der Vereinten Nationen für schuldig erklärt. Sie werden nur einen Schuldspruch akzeptieren. Jedes andere Urteil wird zurückgewiesen werden.“

Das Prinzip eines neuen Krieges in Syrien passt wenig in die wirtschaftlichen Probleme der USA und der Europäer. Wenn Waffen verkaufen eine Möglichkeit ist, Geld zu verdienen, kann die Vernichtung eines Staates, ohne Hoffnung auf eine kurz- bis mittelfristige Anlagenrendite die Situation nur noch verschlimmern.

Laut einer von Reuters/Ipsos durchgeführten Umfrage nach dem Angriff am 21. August sind 60 % der Amerikaner gegen eine Intervention in Syrien gegenüber 9 % Ja-Stimmen. Wenn sie von dem Einsatz chemischer Waffen von Syrien überzeugt würden, blieben sie 46 Prozent gegen den Krieg und würden 25 % werden, um ihn zu unterstützen. Die gleiche Umfrage zeigt, dass die Amerikaner noch weniger den geheimen Krieges schätzen: sie sind 89 %, die erklären, man sollte nicht mehr die Rebellen bewaffnen, gegen 11 %, die sie noch bewaffnen wollen. Schließlich wurden den Befragten vier Optionen vorgeschlagen: Luftangriffe (unterstützt von 12 %), die Schaffung einer no-fly-zone (11 %), die Finanzierung einer multinationalen Truppe (9 %) und die direkte Intervention der USA (4 %).
In Frankreich, Le Figaro, von dem Waffenhändler Dassault veröffentlicht, fragte seine Leser: am Ende eines Tages, waren sie 79.60 % Gegner des Krieges, gegen 20,40 % Befürworter.
Es wird sicherlich für den Westen schwer sein, die öffentliche Meinung umzukrempeln und in den Krieg zu ziehen.

Eine alternative Interpretation der Ereignisse ist möglich: manche Videos, die die Opfer von chemischen Angriffen zeigen, liefen im Internet ein paar Stunden vor den Anschlägen. Es wird daher immer für den Westen möglich sein, die Täuschung im richtigen Moment zu „entdecken“, und dann zurückzuschalten. Der Fall der chemischen Waffen im Irak ergab jedoch, dass der Westen die internationale Gemeinschaft anlügen konnte und es auch später zugeben konnte, ohne unter den Konsequenzen seines Verbrechens leiden zu müssen.

Die Beschuldigungen der Dschihadisten und ihrer westlichen Sponsoren entstanden, als die syrische arabische Armee eine groß angelegte Offensive „Schild von Damaskus“ startete, um die Hauptstadt zu befreien. Die Treffer der zwei Geschosse der „islamischen Brigade’ entsprechen dem Beginn der Offensive, die fünf Tage dauerte und zu erheblichen Verlusten unter den Dschihadisten (mindestens 1500 Verletzte und Getötete, von 25 000 Anwesenden) führte. Diese Unruhe könnte einfach nur ein psychologischer Krieg sein, um diese Niederlage zu verbergen und zu versuchen, die syrische Offensive zu lähmen. Es ist vor allem ein Mittel für Washington, die iranische Reaktion nach der Wahl von Scheich Hassan Rohani als sein Vorsitzender zu testen. Und es ist nun klar, dass er nicht in der Lage ist, sich gegen die Politik des Führers der Revolution, Ajatollah Ali Khamenei, zu stellen.

Während des Krieges gegen Libyen hatte ich jedoch die Fähigkeit der Vereinigten Staaten unterschätzt, alle Regeln zu verletzen, einschließlich die der NATO. Da ich mich auf Dokumente des Atlantischen Bündnisses stützte, bestand ich auf die große Widerstands-Fähigkeit der libyschen Dschamahirija gegenüber der bewaffneten Opposition. Ich ignorierte aber die Abhaltung einer geheimen Sitzung auf der NATO-Basis in Neapel, im Rücken des Atlantischen Rates. Damals haben die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Dänemark, Türkei, sowie Israel, Katar und Jordanien im geheimen die Nutzung der Allianzkräfte geplant, um Tripolis zu bombardieren [1]. Da sie ihren Verbündeten nicht vertrauten, von denen sie wussten, dass sie diesem lebenskostspieligen Angriff entgegengesetzt waren, hatten sie sie nicht informiert. Das Atlantische Bündnis war nicht mehr ein wirkliches Bündnis, sondern ein ad-hoc-Koalition. In wenigen Tagen machte die Eroberung von Tripolis mindestens 40.000 Tote, laut der internen Berichte vom Roten Kreuz. Vielleicht wird so ein Plan jetzt organisiert: die Stabschefs der etwa gleichen Staaten, plus Saudi Arabien und Kanada trafen sich seit Sonntag und bis zum Abend in Amman, unter dem Vorsitz des CentCom Befehlshabers, General Lloyd J. Austin III. Sie prüfen fünf mögliche Optionen (Waffen-Lieferung an die Contras, gezielte Bombardierungen; Schaffung einer Flugverbotszone, Schaffung von Pufferzonen; und Land Invasion).

Die atlantische Presse ruft für Krieg auf. Die Times von London kündigt ihn an.

Präsident Barack Obama könnte dem von seinem Vorgänger George W. Bush ausgearbeiteten Kriegsplan vom 15. September 2001 folgen, der außer den Angriffen von Afghanistan und Irak, auch Libyen und Syrien vorsah, so wie es durch den ehemaligen Befehlshaber der NATO, General Wesley Clark aufgedeckt wurde [2]. Jedoch verfügt das Ziel, zum ersten Mal, über ernste Bündnisse.

Es widerspricht jedoch allen Bemühungen der Obama-Administration seit einem Jahr, die unternommen wurden, um die Hindernisse der Inbetriebnahme der Konferenz Genf 2 zu beseitigen: Rücktritt von General David Petraeus und der Befürworter des geheimen Krieges; die Nichtverlängerung des Mandats des Hillary Clinton und der Ultra-Zionisten; Überprüfung der eingefleischten Gegner eines Bündnisses mit Russland, einschließlich in der NATO und in dem Anti-Raketen-Schild. Es widerspricht auch den Bemühungen von John Brennan, Auseinandersetzungen innerhalb der syrischen bewaffneten Opposition zu provozieren; die Abdankung des Emirs von Katar zu fordern; und Saudi Arabien zu bedrohen.

Auf Syriens Seite bereitet man sich so gut wie möglich auf jede Eventualität vor, einschließlich einer Bombardierung der Befehlszentren und Ministerien durch die NATO, mit einem koordinierten Dschihadisten-Angriff auf die Hauptstadt. Jedoch ist die wahrscheinlichste Option, nicht einen regionalen Krieg auszulösen, der den Rahmen der westlichen Mächte sprengen könnte. Es ist eher ein Angriff im Herbst, von Saudi Arabien geleitet und ausgeführt von den Freischärlern, die es derzeit rekrutiert. Möglicherweise kann diese Operation von der Arabischen Liga unterstützt werden.
Thierry Meyssan

Übersetzung
Horst Frohlich

[1] Die Zusammenfassung der Beschlüsse der Sitzung beinhaltet eine lange Liste von Zielen und Mitteln, die ihnen zugeschrieben werden. Ein Absatz plante ein Kommando ins Radisson-Hotel zu senden, wo ich wohnte, um mich zu beseitigen. Allerdings befand ich mich während des Angriffs im Pressezentrum des Rixos Hotels.

[2] Dieser Plan sieht auch vor, den Libanon zu zerstören, dann den Sudan und Somalia und am Ende den Iran.
Thierry Meyssan

Thierry Meyssan Französischer Intellektueller, Präsident und Gründer des Réseau Voltaire und der Konferenz Axis for Peace. Er veröffentlicht Analysen über ausländische Politik in der arabischen, latein-amerikanischen und russischen Presse. Letztes, auf Französisch veröffentlichte Werk : L’Effroyable imposture : Tome 2, Manipulations et désinformations (hg. JP Bertand, 2007).