AFRIKA-LIBYEN – Bewaffner Diebstahl in Tripolis von Manlio Dinucci Übersetzung von Horst Fröhlich aus voltairenet.org von 06.07.11 oder wie westliche Demokratien, Länder bestehlen

Veröffentlicht: Juli 11, 2011 in England, EUROPA, USA

– Was würden Sie machen wenn eine Bank, der Sie 100.000 Euros anvertraut hätten, um sie gut zu investieren, Ihnen sagte, daß sie sich in einem Jahr in 2000 Euros verwandelt hätte?
Das ist, was Libyen, nach der Nachforschung von Wall Street Journal passiert ist. Nachdem die USA und die EU das Embargo von 2004aufgehoben hatten, strömen dutzende US- und europäische Banken und Finanzgesellschaften in Libyen an. Unter ihnen Goldman Sachs, eine der größten Investitionbanken der Welt, deren Hauptsitz in New York liegt. Im Laufe der ersten Hälfte des Jahres 2008 vertrate ihr die libysche Autorität 1,30 Milliarden Sovereignfonds (Staatkapital im Ausland investiert) an. Die Bank Goldman Sachs investiert sie in einen Wertkorb und in Aktien von sechs Firmen: die US Citigroup Inc., die italienische Bank Unicredit und die spanische Santander, die deutsche
Versicherungsgesellschaft Allianz, die französische Energie Electricité de France und die italienische Eni. Ein Jahr später, berichtet Goldman Sachs der libyschen Autorität, daß infolge der Finanzkrise der Libysche Fond 98% seines Wertes verloren hat, das die 1,3 Milliarden sich in 25 Millionen verwandelt haben. Die Verantwortlichen der Obrigkeit sahen rot, und luden den, für Nord-Afrika Verantwortlichen von Goldman Sachs in Tripolis vor. Das Treffen war sehr lebhaft, so daß Goldman Sachs seine Angestellten in Tripolis Überstürzt evakuierte, da sie fürchteten verhaftet zu werden. Da Libyen mit einem Prozess drohte, der den Ruf der Bank in den Augen der institutionellen Investoren kompromittiert hätte, schlug Goldman Sachs ihr eine Entschädigung in Form von privilegierten Aktien der eigenen Bank vor. Jedoch, da die Lybier mit gutem Recht misstrauisch waren, wurde das Abkommen nicht unterzeichnet. Es blieb nun die, von Goldman Sachs gefürchtete Möglichkeit offen, daß die libysche Obrigkeit einen internationalen Prozess einleitet. Vor ähnlichen Fällen über „schlechte Verwaltung libyscher Gelder“ sind in einer Studie des New York Times berichtet worden.
Die Firma Permal z.B., – Einheit der Legg Mason, eine der wichtigsten Gesellschafter für Investitionsverwaltung, deren Sitz in Baltimore ist, – hat 300 Millionen Dollar von libyschen Sovereignfonds verwaltet, die 40% ihres Wertes zwischen Januar 2009 und September 2010 eingebüßt haben. Als Entschädigung hat Permal 27 Millionen Dollar für seine Leistung erhalten. Dasselbe mit anderen Banken und Finanzgesellschaften, wie die holländische Palladyne, die französische BNP Paribas, die britische HSBC und der Schweizer Kredit. Die libysche Autorität drohte mit einer juristischen internationalen Aktion, welche das Image dieser „berühmter“ Finazfirmen getrübt hätte. Das Ganze hat sich in glücklicher Weise gelöst als, letzen Februar, die USA und die EU die Sovereignfonds aus Libyen eingefroren haben. Ihre „Verwaltung“ ist denselben Banken und Finanz-Firmen zugesprochen worden, die sie so perfekt verwaltet hatte.
Und von Diebstahl ist man zu bewaffneten Diebstahl übergangen, als der Krieg im März begonnen hat. Unter dem Schutz der Bombejäger der NATO, haben HSBC und andere Investitionsbanken in Benghazi ihre neue Filiale „Central Bank of Libya“ eingerichtet, die es ihnen ermöglicht, libysche Sovereignfonds einzufrieren und sowie die Neuen, die sie aus dem Export des Erdöls gewinnen werden. Dieses Mal, ohne Zweifel, erhalten sie hohe Zinsen.
Manlio Dinucci

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